„Seid ihr wirklich so dumm?”: Wütende Pendler verprügeln Extinction-Rebellion-Aktivisten

Epoch Times18. Oktober 2019 Aktualisiert: 18. Oktober 2019 16:50
Pendler in Großbritannien hatten am Donnerstag endgültig genug von den "Extinction Rebellion"-Aktivisten. Die Gruppe blockierte einen umweltfreundlichen Elektro-Zug und hinderte die Menschen daran, zu ihren Arbeitsstellen zu gelangen. Die Quittung folgte prompt.

Die radikale Ökogruppe „Extinction Rebellion“ hat in der zweiten Woche in Folge zum zivilen Ungehorsam aufgerufen.

Am Donnerstag haben die Aktivisten den morgendlichen Bahnverkehr in London gestört, indem sie unter anderem an der Station Canning Town auf die U-Bahn kletterten und so die Bürger daran hinderten zur Arbeit zu gelangen.

Sie hatten ein Banner aufgespannt, auf dem zu lesen war: „Business as usual = death“ („Weitermachen wie bisher = Tod“).

Die Pendler zeigten den Aktivisten unmissverständlich, was sie von deren Klimaprotesten hielten. Ein Mann sagte: „Ihr benutzt doch auch Handys. All diese Dinge, die ihr kritisiert. Ihr seid Heuchler“. Ein anderer fragte, ob sie wirklich „so dumm“ seien? „Ihr stoppt einen elektrischen Zug,“ betonte er.

Dann wurden die Aktivisten von den aufgebrachten U-Bahn-Passagieren verprügelt, bevor sie von der Polizei verhaftet wurden.

Unterdessen wurde auch an der Station Shadwell demonstriert. Ein 83-Jähriger hatte sich mit der Hand an einen Zug geklebt, wodurch es zu Verzögerungen kam. In einem Video sagte er: „Ich mache das für meine Enkel“. Der Mann wurde laut „Welt“ bereits mehrfach wegen der Proteste festgenommen.

Polizei verbietet weitere „Extinction Rebellion“-Proteste

Nach den Aktionen in den U-Bahnstationen teilte die Polizei mit, dass alle weiteren Proteste von „Extinction Rebellion“ verboten worden seien. Es heißt sie stellen eine „anhaltende, schwerwiegende Störung der Öffentlichkeit” dar.

Auch der Bürgermeister von London, Sadiq Kahn, kritisierte die Aktion:

Ich verurteile die Aktion der Protestler von Extinction Rebellion, die heute morgen unsere U-Bahn und den Nahverkehr ins Visier genommen haben. Diese illegale Aktion ist extrem gefährlich, kontraproduktiv und verursacht inakzeptable Probleme für Londoner, die den Nahverkehr nutzen, um zur Arbeit zu kommen.“

Selbst Fergal McEntee, Sprecher von „Extinction Rebellion” verurteilte die Aktion. Im Gespräch mit „LBC“ sagte er, der Protest sei „ein massives Eigentor“ und „nicht genehmigten“ gewesen. Als Folge sagten sie vorerst ihre Blockade des Flughafens Gatwick ab.

Seit rund einer Woche gehen die Aktivisten des radikalen Klimaaktionsbündnisses in mehreren Ländern auf die Straßen, die Proteste sollen rund zwei Wochen dauern und insgesamt etwa 60 Städte betreffen. In Berlin blockierten Anhänger der „Extinction Rebellion“ unter anderem Straßen und Brücken. Über 1400 Aktivisten wurden deswegen bereits verhaftet. (afp/so)

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