Umfragen: EU-kritische Fünf-Sterne Bewegung ist Italiens stärkste Partei

Epoch Times8. Juli 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 11:21
Die italienische Fünf-Sterne Bewegung hat das erste Mal seit ihrer Gründung in Umfragen die Regierungspartei überholt. Noch ist der Vorsprung nur schwach, spiegelt sich aber in mehreren Umfragen wider.

Die italienische Fünf-Sterne Bewegung (M5S) hat Matteo Renzis Partito Democratico (PD) überholt. Mit 30,6 Prozent führt M5S beispielsweise die Umfrage für die Tageszeitung Corriere della Sera an. Noch im April waren es 28,9 Prozent.

Renzis PD sackt dagegen von 31,1 Prozent auf 29,8 Prozent ab. Dieses Ergebnis bestätigt eine Umfrage von letzter Woche für die Tageszeitung La Repubblica.

Demnach würden sich 32 Prozent aller italienischen Wähler für die Fünf-Sterne Bewegung entscheiden, wenn die Bürger jetzt wählen könnten. Renzis Partei würde dagegen mit 30 Prozent schwächer abschneiden, geben die Deutsche Wirtschafts Nachrichten einen Umfrage-Überblick. 

Einen schwächer ausgeprägten Vorsprung für die M5S von etwa 0,5 Prozent ergab eine Umfrage von Euromedia bzw. EMG, berichtet die "Financial Times".

Die nächsten Wahlen in Italien finden am 23. Mai 2018 statt.

In Rom und Turin hatte die Fünf-Sterne Bewegung bei den Wahlen im Juni überrascht und stellt nun in beiden Städten die Bürgermeisterin. Danach hatte der Begründer der Bewegung, Beppe Grillo, angekündigt, die M5S strebe auch eine Regierungsbeteiligung auf nationaler Ebene an.

Eines der erklärten Ziele der Bewegung sei eine Volksbefragung, ob das Land in der EU bleiben soll. Die Europäische Union sei beschädigt, wie das Referendum in Großbritannien gezeigt habe, so der Vizepräsident der Abgeordnetenkammer Luigi Di Maio. Das sagte er kurz vor der Abstimmung zum Brexit.

Di Maio möchte eine Volksbefragung über den Euro, auch wenn diese noch keinen verbindlichen Charakter haben würde. Der Vorschlag ist nicht neu. Die Agentur Reuters berichtet schon einmal über die Idee der Partei zwei Währungsräume zu schaffen. Einen für den reicheren Norden der EU und einen für den ärmeren Süden. (dk)

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