Ungarn schafft Gender-Studium ab – AfD fordert Überprüfung der Gender-Lehrstühle in Deutschland

Die ungarische Regierung will das ideologische Gender-Studium wegen fehlendem wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Nutzen abschaffen. Jetzt fordert die AfD die Überprüfung der Gender-Lehrstühle in Deutschland.

Nachdem Ungarns Universitäten zu Anfang der Woche eine Benachrichtigung vom Ministerium für Humankapazitäten und vom Justizministerium erhielten, die Gender-Studiengänge einzustellen, fordert die AfD nun die Gender-Lehrstühle in Deutschland einer Prüfung zu unterziehen.

„Wir sollten den Vorfall zum Anlass nehmen, auch in Deutschland die Gender-Lehrstühle einer kritischen, wissenschaftlichen Überprüfung zu unterziehen“, sagte der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, Götz Frömming der „Jungen Freiheit“ (JF).

Niemand habe etwas gegen seriöse Geschlechterforschung. Aber bei der Gender-Forschung handele es sich um keine wissenschaftliche beweisbare Disziplin, sondern um eine Ideologie, kritisierte Frömming. Und für solche Ansichten dürfe es keine steuergeldfinanzierten Lehrstühle und andere akademische Weihen geben.

Auch die stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende Beatrix von Storch sprach sich gegenüber JF positiv zum Vorgehen der ungarischen Regierung aus. „Die Gender-Studien waren von Anfang an ein ideologisches Projekt, bei dem es um die Durchsetzung einer politischen Agenda ging“, so Storch.

Öffentliche Mittel für Wissenschaft und Forschung dürften keinesfalls auf diese Weise für „linke Indoktrination“ zweckentfremdet werden, sagt sie. Das sei weder im Sinne der Wissenschaft, noch im Sinne des Steuerzahlers.

Der AfD-Landesvorsitzende Baden-Württembergs, Ralf Özkara twitterte dazu:

Gender-Studium schadet wirtschaftlicher Stabilität der Hochschulen

Laut „Hungary Journal“ gab die ungarische Regierung den Universitäten 24 Stunden Zeit um auf die neue Gesetzesanordnung zu reagieren. Betroffen seien zwei Universitäten, die Central European University – von George Soros gegründet – und die größte staatliche Universität ELTE.

Das Ministerium für Humankapazitäten begründete die neue Anordnung gegenüber dem „Hungary Journal“, es gebe auf dem ungarischen Arbeitsmarkt für Absolventen des Gender-Studiums keine Einsatzmöglichkeiten. Der Studiengang sei wirtschaftlich nicht begründbar und nehme nur die finanziellen Ressourcen anderer Studiengänge weg.

Den Studierenden werde kein sinnvolles Wissen weitergegeben, vielmehr würden andere Interessen dahinterstecken, so das Ministerium weiter. Es schade sogar der wirtschaftlichen Stabilität der Hochschulen. (nh)

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