UNHCR: Weltweite Flüchtlingszahlen seit 2010 verdoppelt – Corona wird Migrationsdruck erhöhen

Von 21. Juni 2020 Aktualisiert: 21. Juni 2020 12:38
Anlässlich des Weltflüchtlingstages hat das Flüchtlingshilfswerk UNHCR erklärt, dass derzeit fast 79,5 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht sind. Die Corona-Krise werde mehr Armut schaffen und damit den Migrationsdruck erhöhen – auch in Richtung Europa.

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat anlässlich des am gestrigen Samstag (20.6.) begangenen Weltflüchtlingstages vor einem weltweit verstärkten Migrationsdruck infolge der Corona-Krise gewarnt.

Wie n-tv berichtet, rechnet UNHCR-Chef Filippo Grandi auch für Europa mit einem verstärkten Flüchtlingsstrom, zumal bereits vor dem Corona-Lockdown die Zahl der Menschen auf der Flucht vor Kriegen, Gewalt und drohender Verfolgung auf etwa ein Prozent der Weltbevölkerung angewachsen sein soll.

Bereits vor Corona deutlicher Anstieg

In einem einzigen Jahr, so das Hilfswerk, sei die weltweit erfasste Zahl an Menschen auf der Flucht von 70,8 auf 79,5 Millionen angewachsen. Das UNHCR sieht hauptsächlich zwei Faktoren, die dazu beigetragen hätten. Der eine sind die anhaltenden Kampfhandlungen und Unruhen in der Demokratischen Republik Kongo, in der Sahelzone, im Jemen und in Syrien. Allein der bald in sein zehntes Jahr gehende Syrienkonflikt habe 13,2 Millionen Menschen – teils im Landesinneren, teils über die Grenzen – in die Flucht getrieben und sei damit für etwa ein Sechstel aller Flüchtlinge weltweit verantwortlich.

Dazu komme, dass es im Laufe des Vorjahres gelungen sei, ein klareres Bild über die Anzahl und die Situation von Menschen zu bekommen, die vor Elend und Gewalt in der sozialistischen Diktatur Venezuelas geflohen sind. Viele von diesen waren bis dato nicht als Asylbewerber oder anerkannte Flüchtlinge registriert.

Die Corona-Krise werde, so heißt es im Bericht der internationalen Organisation zum Weltflüchtlingstag, die Armut in vielen Teilen der Welt verschärfen und auf diese Weise den Migrationsdruck weiter erhöhen.

UNHCR spricht von Verdoppelung seit 2010

Gegenüber 2010 hat sich die Zahl der Flüchtlinge weltweit fast verdoppelt. Damals ging das UNHCR von 40 Millionen Menschen aus, die weltweit auf der Flucht seien. Es sei die höchste Zahl, die das Hilfswerk im Laufe seines fast 70-jährigen Bestehens je erfasst habe. Allerdings seien Venezolaner im Ausland im Vorjahr erstmals als eigene Kategorie erfasst und der Zahl hinzugezählt worden. Grandi denkt nicht, dass das Ende der Fahnenstange damit erreicht sei:

„Ich habe keinen Zweifel, dass die wachsende Armut und der Mangel an Lösungen sowie die Fortsetzung von Konflikten zu mehr Bevölkerungsbewegungen führen wird, in den Regionen und darüber hinaus, nach Europa etwa.“

Uneinigkeit im UN-Sicherheitsrat verhindere Rückführungen

Politische Gegensätze, die beispielsweise ein koordiniertes Vorgehen unter dem Banner des UN-Weltsicherheitsrates verhinderten, würden zudem die Zahl der Rückkehrer in ihre Herkunftsländer deutlich reduzieren. Wären in den 1990er Jahren noch jährlich etwa 1,5 Millionen Flüchtlinge zu Rückkehrern geworden, träfe dies bezüglich der 2010er Jahre lediglich auf durchschnittlich 400.000 Geflüchtete zu.

Grandi beklagte in diesem Zusammenhang eine „Lähmung der internationalen Gemeinschaft“. Das UNHCR könne sich nur an einer geordneten Rückführung und der Bewältigung der Folgen humanitärer Konflikte beteiligen, wenn zuvor die entsprechenden Bedingungen geschaffen worden wären.

Deutschland fünftgrößtes Aufnahmeland für Flüchtlinge weltweit

Die meisten Flüchtlinge weltweit hielten sich als Vertriebene in ihren eigenen Heimatländern oder in der Nähe ihrer Heimat auf. Die Zahl der Flüchtlinge außerhalb des eigenen Landes sei mit 26 Millionen praktisch konstant geblieben.

In Europa hätten nur zehn Prozent davon Zuflucht gesucht. Deutschland, wo nach der Statistik der UNHCR 1,1 Millionen Flüchtlinge und etwa 309.000 Personen lebten, über deren Asylstatus noch nicht entschieden worden sei, bilde weltweit nach der Türkei, Kolumbien, Pakistan und Uganda das fünftwichtigste Aufnahmeland.

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