„Unter dem wachsamen Auge Chinas“ – Finnlands Rundfunkgesellschaft deckt Chinas Geheimdiensttätigkeit in Finnland auf

Epoch Times11. Juni 2020 Aktualisiert: 11. Juni 2020 13:15
Yleisradio (Yle), Finnlands nationale Rundfunkgesellschaft, veröffentlichte am 21. Mai 2020 einen Artikel mit dem Titel „Unter dem wachsamen Auge Chinas“ (Kiinan Valvonvan Silmän). Darin wurden Methoden beschrieben, mit denen die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) die chinesischen Auswanderer in Finnland ausspioniert. Der Bericht wurde von Kirsi Skön erstellt und sowohl als Text als auch als Video veröffentlicht.

Im Bericht wurden die verschiedenen Spionageaktivitäten einer ausländischen Macht gegen ihre ehemaligen oder momentanen Bürger als „Flüchtlingsspionage“ bezeichnet. In dem Beitrag dokumentierte Yle Vorfälle, in denen chinesische Spione Falun-Dafa-Praktizierende (auch als Falun Gong bezeichnet) [2], Befürworter der Demonstrationen in Hongkong, Tibeter und in Finnland lebende Uighuren überwachten und schikanierten. Dem Bericht zufolge werden diese Spionageaktionen vom finnischen Sicherheits- und Geheimdienst (SUPO), auch bekannt als finnische Sicherheitspolizei, überwacht.

Ähnliche Unterwanderungen an der Basis durch die KPCh gibt es auch in anderen Ländern. Amnesty International Canada veröffentlichte Anfang Mai 2020 einen Bericht, in dem detailliert beschrieben wird, wie Beamte der KPCh und die ihnen unterstellten Mitarbeiter Falun-Dafa-Praktizierende, Dissidenten und Verfechter der chinesischen Demokratie in Kanada schikaniert haben.

Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.

Betroffen: Eine Falun-Dafa-Praktizierende aus Lappland

Yle berichtete über Jin Zhaoyu, eine Falun-Dafa-Praktizierende, die seit 2008 in Lappland in Nordfinnland lebt. Sie setzte sich in Finnland jahrelang gegen die Menschenrechtsverletzungen in China ein. Wegen dieser friedlichen Aktivitäten wurde sie von Personen, die mit der chinesischen Botschaft in Finnland in Verbindung stehen, schikaniert.

Yle verwies darauf, dass die meditative Praxis Falun Dafa seit 1999 in China unterdrückt wird. Menschenrechtsorganisationen hätten festgestellt, dass Praktizierende wegen ihres Glaubens inhaftiert wurden und Tausende während der Verfolgung gestorben sind. Falun-Dafa-Praktizierende würden auf die Unterdrückung aufmerksam machen, insbesondere auf die erzwungene Organentnahme bei Praktizierenden in China.

Wegen ihres Glaubens sei Jins Mutter sieben Jahre lang inhaftiert gewesen, während Jins jüngere Schwester über Malaysia und Thailand nach Finnland geflohen sei. „Mehrere Jahre lang befürchteten die Töchter, dass ihre Mutter nicht mehr am Leben sei“, so der Yle-Bericht.

Yle erklärte, dass Jins Bemühungen zur Rettung ihrer Mutter und anderer inhaftierter Praktizierenden die Aufmerksamkeit der Medien auf sich gezogen hätten. Jins Geschichte sei in Helsingin Sanomat, der größten Abonnementzeitung Finnlands, veröffentlicht worden. Amnesty International habe ebenfalls Unterstützung für Jins Rettungsbemühungen gezeigt und ihre Mutter als eine Gefangene aus Gewissensgründen bezeichnet.

Nachdem Jins Mutter 2015 freigelassen worden sei, konnte sie mit Hilfe von Amnesty International zu ihren Töchtern nach Finnland gelangen.

Obwohl seit der Freilassung ihrer Mutter fünf Jahre vergangen sind, werde Jin nach wie vor schikaniert, so der Yle-Bericht. Ihr Touristikunternehmen, das Naturerlebnisse wie beispielsweise Nordlicht-Ausflüge und Hunde-Safaris anbietet, sei von Angestellten von Firmen in Festlandchina attackiert worden.

CEO des chinesisches Unternehmens Arctic China in Spionage tätig

Das größte dieser Unternehmen sei Arctic China. „Vor ein paar Jahren hörte Jin Zhaoyu von ihren Kunden, dass Mitarbeiter von Arctic China sie davor gewarnt hätten, Geschäfte mit ihr zu machen“, heißt es in Yle.

Jin habe dies der Polizeidienststelle in Rovaniemi, der Hauptstadt Lapplands, gemeldet und es seien Zeugenaussagen von ihren Kunden gesammelt worden, um ihre Verleumdungsklage zu untermauern. Yle bestätigte diese Aussage bei der Polizeidienststelle. In einem Fall habe ein Vorstandsmitglied von Arctic China auf WeChat, einer beliebten chinesischen Social-Media-Plattform, Jin und ihr Unternehmen diffamiert.

Yle kontaktierte auch den Geschäftsführer von Arctic China, Tang Chao, wegen der mutmaßlichen Diffamierung von Jins Unternehmen. Tang sagte, er kenne Jin nicht und beendete das Telefonat. Er reagierte auf keinen der späteren Versuche von Yle, ihn zu kontaktieren.

Im Yle-Bericht heißt es, dass nach Angaben der chinesischen Botschaft in Finnland Herr Tang seit 2017 die Kontaktperson für das chinesische Konsulat in Rovaniemi ist. Arctic China vertritt auch das teilweise staatliche, teilweise börsennotierte chinesische Spirituosenunternehmen Kweichow Moutai in Finnland.

Flüchtlingsspionage ist eine Geheimdiensttätigkeit, bei der sich eine ausländische Macht Informationen verschafft und Druck auf ihre eigenen oder in Finnland lebenden ehemaligen Bürger ausübt oder diese bedroht. Die Betroffenen sind in der Regel Dissidenten oder Angehörige verfolgter Gruppen.

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Bereits 2012 habe die finnische Sicherheitspolizei vorgeschlagen, Spionage unter Strafe zu stellen, so Yle. Neue Geheimdienstgesetze, die 2019 in Kraft traten, hätten die Ermittlungsbefugnisse der finnischen Behörden erweitert.

Unterstützer der Demonstration in Hongkong im Fadenkreuz

Ein weiterer von Yle erkannter Fall von Flüchtlingsspionage war Sheung Yiu, ein Fotografie-Student an der Aalto-Universität. Er versuchte, in Helsinki eine Veranstaltung zu organisieren, um Unterstützung für die Demonstranten in Hongkong zu zeigen. Sobald er Datum und Uhrzeit des Protests auf Facebook gepostet hatte, organisierte der Vorsitzende der chinesischen Organisation „Finland Association for Promoting Peaceful Reunification of China“ (Finnlands Vereinigung zur Förderung einer friedlichen Wiedervereinigung mit China, kurz: FAPPRC) einen Gegenprotest, der die KPCh unterstützte.

Yiu erhielt am Abend nach dem Protest eine E-Mail von einer Universitäts-E-Mail-Adresse, die ihm verdächtig vorkam. Der Absender behauptete, er stamme ebenfalls aus Hongkong und wolle sich mit ihm treffen, aber Yiu vermutete, die Nachricht stamme von einem chinesischen Spion. Er leitete die E-Mail an die IT-Abteilung der Universität weiter. Diese bestätigte, dass die E-Mail zwar aussah, als stamme sie von einem Universitätsstudenten, sei aber von einer gefälschten E-Mail-Adresse gesendet worden.

Bereits im März hatte Yle berichtet, wie die KPCh Finnland infiltriert. Darunter war auch ein Bericht über Spionagevorfälle im Zusammenhang mit der FAPPRC. Die FAPPRC ist eine von mehr als 200 weltweiten Zweigstellen, die unter der Zentralabteilung Vereinigte Arbeitsfront des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas tätig sind.

Laut Yle heißt es auf der Website der FAPPRC, dass die Mitglieder der Gruppe zusammenkommen, um „die Reden [von Xi Jinping] eingehend zu studieren“, um die chinesische Ethnie „für immer stark und blühend“ zu erhalten, und dass sie außerdem „wollen, dass die Wiedervereinigung so bald wie möglich stattfindet“.

Im Jahr 2017 wurde ein Mann gefasst und zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er in Schweden lebende tibetische Bekannte ausspioniert hatte, berichtete Yle. (mh)

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