Update: Calais – Linksextremisten schulen Migranten in Guerilla-Taktiken

Epoch Times11. November 2015 Aktualisiert: 11. November 2015 11:14
Die Ausschreitungen in Calais nehmen weiter zu und verschärfen sich. Seit Jahren leben hier um die 4.500 Migranten in einem wilden Camp, "Dschungel" genannt. Linksradikale Aktivisten nutzen die Situation, um Chaos zu stiften. Die Regierung nennt zwei Gruppen besonders, den Schwarzen Block und No Border. Diese würden die Migranten zum Thema Stadtguerilla und Straßenschlachten schulen.

+++UPDATE+++Tausende illegale Migranten warten hier in Calais vor geschlossenen Grenzen auf eine Möglichkeit, nach Großbritannien zu kommen. Sie wollen hier in Frankreich keinen Asylantrag stellen, weil sie sich in Großbritannien bessere Chancen erhoffen. Immer wieder und seit einigen Tagen in verstärktem Maße, kommt es zu Ausschreitungen mit der Polizei.

Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, dass die Verzweiflung der Migranten von linksradikalen Aktivisten ausgenutzt und angeschürt werde, um für Chaos zu sorgen. Pierre-Henry Brandet sprach am Mittwoch besonders von zwei Gruppierungen, dem sogenannten "Schwarzen Block" und der Gruppe "No Borders". Vor Kurzem wurden zwei Aktivisten festgenommen. Britische Medien meldeten, dass die Linksextremisten die jungen Männer in Techniken der Stadtguerilla und des Straßenkampfes schulen würden, meldete die österreichische "Krone".

https://youtube.com/watch?v=qejUEUkcLJA

Was bisher geschah…

In der nordfranzösischen Hafenstadt Calais kam es in der Nacht zum Dienstag erneut zu Zusammenstößen zwischen Asylsuchenden und Polizisten. Die Beamten konnte die Situation nur mit Hilfe von Tränengas unter Kontrolle bringen.

Die Flüchtlinge bewarfen die Einsatzkräfte mit Steinen, dabei wurden elf Polizisten verletzt, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die örtlichen Behörden.

Die Gefechten zwischen der Polizei und den illegalen Einwanderern dauerten bis in die frühen Morgenstunden. Erst dann konnten die Beamten der Lage Herr werden. Auch am Montag kam es zu einer Eskalation unter den Flüchtlingen. Dabei wurden 16 Polizisten verletzt.

Über Eurotunnel nach England

Die Migranten versuchten sich im Eurotunnel zwischen Großbritannien und Frankreich in Lastwagen zu verstecken. Etwa 250 Asylsuchende hätten Gegenstände auf die Fahrbahn gelegt, damit wollten sie die Fahrzeuge zum Anhalten zwingen. Danach kletterten sie auf die Ladefläche und als die Polizei eingreifen wollte, warfen die Migranten mit Steine nach den Beamten, so die "AFP".

Auch Anfang Oktober kam es zu Zwischenfällen im Eurotunnel. Mehr als 100 Flüchtlinge sind in den Tunnel eingedrungen und haben den Zugverkehr stundenlang lahmgelegt. Laut der britischen Nachrichtenagentur PA stürmten die Migranten nachts die Gleise auf französischer Seite. Ein Firmensprecher sprach demnach von einer "gut organisierten und koordinierten Aktion".

In der nordfranzösischen Hafenstadt in der Nähe des Tunnels kampieren tausende Flüchtlinge. Viele von ihnen versuchen, gesetzeswidrig durch den Tunnel oder auf Fähren nach Großbritannien zu gelangen. Seit Ende Juni kamen dabei mehr als zehn Menschen ums Leben. Vor allem am Gelände um den Tunnel sind die Sicherheitsvorkehrungen massiv verschärft worden.

Trucker haben Angst 

Immer mehr Trucker deutscher Fuhrunternehmen weigern sich, über den Eurotunnel bei Calais nach England zu fahren. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" schreibt, berichtet der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) darüber, dass Lkw-Fahrer von Flüchtlingen, die von Frankreich nach England wollten, mit Messern bedroht und Steinen beworfen würden, um ihre Laster zu entern. "Die Fahrer sind völlig genervt, haben Angst und wollen nicht mehr nach England fahren", bestätigte Horst Kottmeyer, BGL-Vizepräsident und Chef einer Internationalen Spedition mit 150 Fahrzeugen aus Bad Oeynhausen, gegenüber "Focus".

Die Lieferzeit für Kunden in Großbritannien verlängere sich jetzt von 48 Stunden auf drei Tage aufgrund von Schäden an Fahrzeugen und Waren, schilderte Kottmeyer die Lage seiner Kollegen. Wegen längerer Fahrtzeiten könnten England-Trucker zudem ihre Lenk- und Ruhezeiten nicht mehr einhalten. (so/dpa) 

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