Österreichischer Präsidentschaftskandidat Alexander Van der BellenFoto: Jan Hetfleisch/Getty Images

Van der Bellen poltert gegen US-Präsident Trump und warnt vor FPÖ-Mann Hofer

Von 12. November 2016 Aktualisiert: 12. November 2016 17:29
Der Wahlsieg von Donald Trump zum US-Präsidenten wird von dem österreichischen Präsidentschaftskandidaten Alexander Van der Bellen kritisiert. Der ehemalige Grüne-Chef hoffe, dass Trumps-Sieg den Österreichern als "Weckruf" diene. Gleichzeitig warnt er vor seinem FPÖ-Kontrahenten Norbert Hofer.

Der österreichische Präsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen spricht sich gegen den neugewählten US-Präsidenten Donald Trump aus. Der ehemalige Chef der Grünen-Partei nutzt den Wahlsieg Trumps sogar, um vor seinem FPÖ-Kontrahenten Norbert Hofer zu warnen.

„Lassen Sie den 4. Dezember den Flügelschlag sein, der Europa wieder in die richtige Richtung bringt“, sagte Van der Bellen am Donnerstag in Wien, berichtet die „Kronen-Zeitung“. Am 4. Dezember wird der neue Bundespräsident Österreichs gewählt.

Van der Bellen wolle nicht, „das Österreich das erste westeuropäische Land ist, in dem Rechtsdemagogen die Macht übernehmen“. Er hoffe, dass der Sieg des Republikaners Donald Trump den Österreichern als „Weckruf“ diene. Trumps Sieg soll als „zusätzliche Motivation empfunden“ werden, „zur Wahl zu gehen und ‚VdB‘ anzukreuzen“.

Van der Bellen wundert sich darüber, dass sich die Menschen für den Brexit und für einen US-Präsidenten ausgesprochen haben, der sich gegen das Establishment wendet. Man müsse sich fragen, was da passiert sei.

Ex-Grüne-Chef warnt vor „blauer Republik“

Zudem warnte der Präsidentschaftskandidat eindringlich vor der FPÖ. „Wenn mein Kontrahent von der FPÖ eine Mehrheit erhalten sollte, dann kommt nichts weniger als die blaue Republik, dann kommt die Machtübernahme durch die FPÖ,“ befürchtet Van der Bellen.

Die FPÖ zeigt sich erstaunt darüber, dass sich Van der Bellen gegen den neuen amerikanischen Staatschef wendet. Generalsekretär der Freiheitlichen Herbert Kickl meint, dass ein Bundespräsident Van der Bellen bedeuten würde, „dass Österreich auf eine diplomatische Eiszeit mit den USA zusteuert“.

Ein verantwortungsbewusster Präsidentschaftsanwärter hätte sich niemals zu abfälligen Äußerungen gegenüber Trump hinreißen lassen dürfen, wie Van der Bellen es getan habe, erklärte Kickl in einer Aussendung. Van der Bellen agiere „wie ein Elefant im diplomatischen Porzellanladen“ und schade dem Ansehen Österreichs.



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