Französisch-italienische Grenze an der Cote d'Azure.Foto: Screenshot Youtube & Public Domain

Ventimiglia, Cote d’Azure: Hunderte Sudan-Flüchtlinge aus wildem Camp wollten Grenze zu Frankreich überwinden

Von 28. Juni 2017 Aktualisiert: 28. Juni 2017 16:03
An der Italienischen Riviera versuchten Hunderte von Sudan-Flüchtlingen über die Grenze nach Frankreich zu kommen. Dabei hatten sie offenbar Unterstützung von deutschen Flüchtlingshelfern.

In der Nacht zu Montag versuchten nach einer Auflösung eines illegalen Camps in Ventimiglia, Italienische Riviera, rund 300 sudanesische Flüchtlinge mithilfe von deutschen Flüchtlingshelfern über die Grenze nach Frankreich zu kommen, wo sie gestoppt wurden. Laut „Il Secolo“ flüchteten etwa 200 von ihnen ins französische Hinterland von Menton, wo sie von der Polizei verfolgt wurden.

Zuvor hatte der Bürgermeister von Ventimiglia ein illegales Camp geschlossen, wie die „Junge Freiheit“ berichtet.

Es waren Deutsche und Schweizer dabei, die die Flüchtlinge begleitet haben.“

(Polizeisprecher)

Der französische „Le Figaro“ meldet, dass etwa 170 Migranten, meist Sudanesen, auf einem Bergweg zwischen Menton (F) und der italienischen Grenze durch Militär am Montagabend gegen 21.30 Uhr verhaftet wurden, als die Gruppe von einem Schäfer in der Nähe des Dorfes Castellar entdeckt wurde.

Zuvor: Im Flussbett gelagert

Am Flussbett der Roja bei Ventimiglia, Provinz Imperia, Ligurien, lagerten seit Tagen rund 400 schwarzafrikanische Flüchtlinge aus dem Sudan, weil in einer Unterkunft des Roten Kreuzes angeblich kein Platz mehr gewesen sei, hieß es.

Daraufhin ordnete der Bürgermeister der 25.000-Einwohner-Stadt aus Sicherheitsgründen die Räumung des illegalen Camps an. Ein Großteil machte sich auf den Weg zur französischen Grenze, während einige sich in die umliegenden Wälder zurückzogen.

Da der Fall auch die nationale Sicherheit berühre, liefen die Ermittlungen auf Hochtouren.

Die Flüchtlinge dachten, sie werden zurückgebracht nach Süditalien.“

(Polizeisprecher)

Die meisten von ihnen wollten offenbar weiterreisen. Deshalb seien sie in Panik geraten. Am Grenzübergang wurden sie jedoch mit Hundeeinsatz gestoppt.

Die französische Polizei entscheidet, ob die Flüchtlinge nach Frankreich dürfen oder nicht. Manchmal lassen sie sie durch, diesmal taten sie es nicht.“

(Polizeisprecher, Italien)

Flüchtlinge fordern ihre Rechte

Wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtet, hätten die Flüchtlinge von Europa gefordert, ihre Rechte zu gewährleisten:

Wir sind hier seit Tagen, Wochen und Monaten. Wir leben in einem Fluss, weil das Rote-Kreuz-Camp keinen Platz für alle bietet. Einige von uns haben bereits fünfzigmal versucht, die Grenze zu überqueren, aber die französische Polizei hat uns immer abgelehnt. Keiner von uns will in Italien bleiben: Wir wollen heute nach Frankreich gehen, um dort ein Leben in Würde zu erhalten.“

Ein Teil der sudanesischen Flüchtlinge wurde mit Bussen in ein Erstaufnahmelager in Taranto, Süditalien gebracht. Hier sollen sie zunächst identifiziert werden. Eine weitere Gruppe wurde von der Polizei wieder in die Rot-Kreuz-Unterkunft gebracht, wo bereits 300 erwachsene Flüchtlinge leben, so die „JF“.


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