Wien: Massenpanik nach Türken-Krawall mit „Allahu Akbar“-Rufen

Epoch Times16. August 2016 Aktualisiert: 16. August 2016 16:14
In Wien kam es am Samstag zu einer Massenpanik nahe dem Stephansdom, ausgelöst durch „Allahu Akbar“-Rufe bei einem Krawall zwischen Türken und Kurden. Hunderte Menschen flüchteten in Todesangst in umliegende Geschäfte und Cafés. „Einige dachten, es sei ein Terroranschlag“, so eine Café-Chefin.

Jeden Samstagabend demonstrieren in Wien Kurden am Stephansplatz, um auf die Situation in der Türkei aufmerksam zu machen. Die lautstarke Kundgebung ist bei Anwohnern und Geschäftsleuten berüchtigt. „Wenn die Demo ist, haben wir ein leeres Geschäft. Die Leute haben Angst“, berichtet die Chefin des nahegelegenen Traditions-Cafés Aida, Sonja Prousek.

Am vergangenen Wochenende eskalierte die Situation völlig, berichtete die „Kronenzeitung“: Die Kurden waren von einer Gruppe Türken provoziert worden. Beide Seiten besprühten sich mit Pfefferspray, es wurde gebrüllt. Unbeteiligte Passanten gerieten daraufhin in Panik: „Die Leute sind geflüchtet, nachdem irgendjemand ‚Allahu Akbar‘ geschrien hat. Einige haben dann gedacht, es sei ein Terroranschlag“, sagt Prousek.

Wie im Krieg“

Was dann passierte, war „wie im Krieg“. Gegenüber „Österreich.at“ schilderte sie: „Die Menschenmassen sind in Todesangst davongestürmt, haben sich überall versteckt. Pensionisten haben geweint, Kinder ihre Eltern verloren. Geschirr, Getränke und Essen sind am Boden gelandet.“ Menschen rannten, fielen hin. „Die Polizisten sind in Vollmontur, mit Helm und Visier eingeschritten“, um den Krawall zu beenden, erzählte sie der „Krone“.

Die Außentische ihres Cafés wurden umgeworfen und wegen der chaotischen Lage musste sie das Geschäft schließen. Für Kunden, Mitarbeiter und Touristen seien die wöchentlichen Kurden-Demos „unerträglich und gefährlich“, sagte sie.

Auch ein anderer Augenzeuge Leonhard P. schilderte gegenüber „Österreich“: „Es entstand eine Massenpanik, bei der Hunderte in die Hotels, Geschäfte und Lokale in der Umgebung flüchteten.“

Polizei: „Kein Grund zur Beunruhigung“

Die Wiener Polizei teilte auf Anfrage von „Österreich“ mit, es gebe „keinen Grund zur Beunruhigung“. Tatsächlich habe es am vergangenen Samstag nur die allwöchentliche Kurden-Demo mit 350 Teilnehmern in der City gegeben. Am Ende der Schlusskundgebung am Stephansplatz/Stock-im-Eisen-Platz hätten dann gegen 20 Uhr zehn bis zwanzig Türken provoziert. „Dann haben beide Seiten Pfefferspray eingesetzt, irgendjemand hat laut ,Allahu Akbar‘ geschrien. Aber die Polizei hat die Sache rasch beendet“, so Sprecher Paul Eidenberger.

Kurden wollten ORF stürmen

Am Freitagabend hatte es in Wien einen Vorfall gegeben, bei dem 15 kurdische Demonstranten versuchten, das ORF-Gebäude zu stürmen. Sie wollen die Verlesung einer Pressemeldung in den Nachrichten erzwingen. Die Polizei musste einschreiten und sie zurückdrängen. Es kam zu keinen Verhaftungen, berichtete die „Krone“. (rf)

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN