Frankreich: Tausende demonstrieren für „Freiheit, Gleichheit, Vaterschaft“ gegen künstliche Befruchtung für alle

Epoch Times6. Oktober 2019 Aktualisiert: 6. Oktober 2019 21:25
Die Pläne Macrons, durch ein Recht auf künstliche Befruchtung, auch lesbischen Paaren und alleinstehenden Frauen einen Weg zum Kind zu eröffnen ist umstritten. Am heutigen Sonntag protestierten Tausende gegen die "Entvaterung" der französischen Republik.

Zehntausende Franzosen sind am Sonntag gegen ein neues Gesetz auf die Straße gegangen, das künftig auch Lesben und alleinstehenden Frauen den Weg zu einer künstlichen Befruchtung freimachen soll. Mit Fahnen mit der Aufschrift „Freiheit, Gleichheit, Vaterschaft“ marschierten die Demonstranten durch Paris. Laut einer unabhängigen Schätzung im Auftrag mehrerer Medien beteiligten sich rund 75.000 Menschen an dem Protestmarsch, deutlich weniger als bei den Großdemonstrationen gegen die Einführung der Homo-Ehe vor sieben Jahren, als Hunderttausende auf die Straße gingen.

Zu der Demonstration hatte ein Bündnis aus rund 20 Verbänden aufgerufen, die eigens zwei TGV-Züge und mehr als hundert Busse gechartert hatten, um Teilnehmer aus der Provinz in die Hauptstadt zu bringen. Die Nationalversammlung hatte das Gesetz zur künstlichen Befruchtung für alle Ende September in erster Lesung mit großer Mehrheit verabschiedet. Nun muss noch der Senat zustimmen. Die Neuregelung ist Kernbestandteil eines Bioethik-Gesetzes und gehörte zu den Wahlkampfversprechen von Präsident Emmanuel Macron.

Jüngsten Umfragen zufolge befürworten 68 Prozent der Franzosen die Zulassung von künstlicher Befruchtung für Alleinstehende, 65 Prozent wollen lesbischen Frauen eine künstliche Befruchtung ermöglichen. Gegner des Gesetzes argumentieren, es beraube Kinder einer Vaterfigur und bedrohe traditionelle Familienstrukturen. (afp)

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