Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán kommt am Sitz des Europäischen Rates in Brüssel an.Foto: THIERRY CHARLIER / AFP / Getty Images

Wegen Zorn des IS: Orbáns Familie bekommt Spezial-Bodygards

Epoch Times30. Oktober 2015 Aktualisiert: 30. Oktober 2015 9:49
Weil der Bau des Grenzzauns nach Serbien erfolgreich war, wird Viktor Orbáns Familie nun von einer Anti-Terror-Einheit geschützt.

Seit kurzem ist die Anti-Terror-Einheit TEK für den Schutz des ungarischen Ministerpräsidenten und seines familiären Umfelds zuständig. Wegen der restriktiven Grenzpolitik Orbàns, vor allem wegen dem Bau des Grenzzaunes nach Serbien, hat sich die Regierung den Zorn des "Islamischen Staates" zugezogen, berichtet die Budapester Zeitung Magyar Idök.

Seit dem Bau des Grenzzauns nach Serbien betrachte der Islamische Staat den Ministerpräsidenten und sein Umfeld als Feinde, sagt auch der frühere Vizechef der ungarischen Militärabwehr, Jozsef Horvath.

Es gibt kaum noch Migranten, die seit der Errichtung des Zaunes, über die Balkan-Route Ungarn durchqueren. Aktuell verläuft die Hauptroute des Migrationsstroms durch Kroatien und Slovenien über Österreich. Aber auch an der österreichischen Grenze werden bereits Zäune geplant.

“Technische Sperren” und “Zäune”

Am Dienstag hatte die österreichische Innenministerin Johanna Mikl-Leitner während eines Besuches der Grenze nahe Spielfeld den Bau technischer Sperren angekündigt. Im Kanzleramt wollte man aber nicht von "Zäunen" reden: "Bei den ‚technischen Sperren‘ könnte es sich auch einfach um Absperrgitter handeln", hieß es heute gegenüber Krone.

Mikl-Leitner will vorbereitet sein

Österreich ist am Limit, was die Zahl der eingewanderten Flüchtlinge betrifft. Die Notquartiere füllen sich immer mehr und der Zustrom aus Süden sei größer als der Abfluss Richtung Norden, sprich Deutschland, erklärte Mikl-Leitner.

Noch könne die Lage bewältigt werden, aber eine Zuspitzung wäre ebenfalls möglich. Dies sei “stark vom Wetter abhängig. Auf dieses Szenario müssen wir vorbereitet sein”, sagte Mikl-Leitner.

Vermehrt aggressive Gruppen

Einzelne Gruppen von Migranten werden vermehrt aggressiv. Deswegen würden Sicherungs-Maßnahmen an der südlichen Grenze laufen, um einen geordneten und kontrollierten Zutritt nach Österreich zu ermöglichen, sagte die Innenministerin gegenüber Krone.at.

“Orbánisierung der ÖVP”

In Anspielung auf die Migrationspolitik Ungarns warnte die Vizepräsidentin des EU-Parlaments und Grüne Delegationsleiterin, Ulrike Lunacek, vor einer "Orbánisierung der ÖVP". Wiederholt sprach sie sich gegen Zäune und Mauern an den Grenzen aus. Sie seinen ein “Ausdruck des Scheiterns.” Das Geld solle man besser für ein Containerdorf zur vorübergehenden Unterbringung der Migranten verwenden. (dk)



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