Zu viele Vergewaltigungen: Musik-Festival in Schweden abgesagt – Veranstalter setzt Zeichen gegen gesellschaftliches Problem

Epoch Times5. Juli 2017 Aktualisiert: 14. Juli 2017 12:12
Mehrere Frauen sind auf dem Bråvalla-Festival in Schweden vergewaltigt worden – eine 15-Jährige wurde sogar in der Zuschauermenge misshandelt. Es wurden zudem 23 sexuelle Belästigungen angezeigt. Der Veranstalter zog nun die Konsequenzen und setzte ein Zeichen: Im nächsten Jahr fällt das Festival aus.

Das schwedische Bråvalla-Festival wurde wegen Vergewaltigungen abgesagt. Wie die Polizei am Dienstag bestätigte, hatten vier Frauen angegeben, vergewaltigt worden zu sein. Eine 15-Jährige soll sogar während des Konzerts in der Zuschauermenge misshandelt worden sein. Das mehrtägige Bråvalla-Festival fand am Wochenende in Norrköping statt, wie der „Musikexpress“ vergangenen Woche berichtete.

Desweiteren seien bei der Polizei 23 Anzeigen wegen sexueller Belästigung eingegangen. Es habe sich laut diesen Angaben um Einzeltäter gehandelt nicht aber um organisierte Übergriffe.

Veranstalter: Zu viele Fälle

Die Zahl der Anzeigen sei nicht ungewöhnlich, so die Polizeisprecherin Gunilla Nyström. Auf dem Festivalgelände sei viel Polizei anwesend gewesen. So sei es Opfern leichter gefallen, Belästigungen anzuzeigen. Für den Veranstalter seien es jedoch zu viele Vorfälle.

Es ist nicht so, dass man mit dem Problem nicht umgehen könnte, so Kajsa Apelqvist, Pressesprecherin der FKP Scorpio. Auch sei es kein Problem des Festivals. Es handele sich dabei um ein gesellschaftliches Problem. Frauen würden nicht nur auf Musikfestivals vergewaltigt. Doch die Veranstalter wollen ein klares Statement abgeben. Deswegen werde das Konzert 2018 ausfallen.

Mit 50.000 Besuchern ist das Bråvalla-Festival eines der größten Musikfestivals Schwedens. Dort traten zuletzt folgende Bands auf: Linkin Park, Mando Diao, Alesso und The Killers. (dk)

Siehe auch:

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