9/11 Terror-Attentate von Saudi-Prinz finanziert?

Epoch Times18. November 2014 Aktualisiert: 18. November 2014 12:56

Ein ehemaliger Al Qaida Mitarbeiter, der wegen der Anschläge auf das World Trade Center in New York eine lebenslange Haftstrafe zu verbüßen hat, behauptet nun, dass ein Saudi-Prinz bei der Finanzierung von 9/11 beteiligt gewesen wäre, berichtet die britische Daily Mail Online.

Zacarias Moussaoui, ein Franzose marokkanischer Herkunft, wurde im Jahr 2006 wegen seiner Beteiligung an den Terroranschlägen des 11. September 2001 zu lebenslanger Haft verurteilt. Er verbüßt seine Strafe in einer Hochsicherheitsstrafanstalt in Colorado, USA.

Diesen Monat schrieb Moussaoui einen Brief an das Bundesgericht in Oklahoma, in dem er erklärte, dass er über die Mitbeteiligung des Prinzen Turki ibn Faisal an den 9/11-Anschlägen Stellung beziehen möchte, so die Website.

Der 46-jährige schrieb weiter, dass der Prinz die "islamischen terroristischen Aktivitäten in Norman" unterstützte – Norman ist eine Stadt in Oklahoma in der Moussaoui und weitere 9/11-Attentäter in 2001 ihre Flugausbildung absolvierten.

In dem Brief gab Moussaoui an, dass der Prinz seinen Flugunterricht auf Wunsch von Osama bin Laden, dem ehemaligen Al-Qaida-Führer, finanzierte. 

"Ich bin bereit über alle oben genannten Punkte, und weitere Vorkommnisse, in einer öffentlichen Anhörung vor Gericht auszusagen," so Moussaoui.

Kritiker glauben, dass die Aussage von Moussaoui kein Gewicht hat, da er ein verurteilter Verbrecher ist und seine Glaubwürdigkeit angezweifelt wird. 

"Auch wenn es irgendwie zu einer öffentlichen Anhörung kommen würde, ist seine Glaubwürdigkeit äußerst zweifelhaft," sagte Carl Tobias, Professor an der University of Richmond School of Law, zur Mail Online. "Wäre seine Aussage von Bedeutung? Wahrscheinlich nicht."

Moussaouis Aussage bewegte dennoch einige Bundesanwälte, in die Haftanstalt zu fahren, um sich seine Vorwürfe gegen den Saudi-Prinz anzuhören.  

Rechtsanwälte des saudiarabischen Königreichs betonten in einem Gerichtsdokument, dass Saudi-Arabien "keine Rolle bei den Anschlägen vom 11. September 2001" gespielt habe. Darüber hinaus erklärten die Anwälte, dass die US-Regierung "oft und mit Nachdruck betonte, dass Saudi-Arabien ein wichtiger Verbündeter im Kampf gegen den Terrorismus" sei. (so)

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