Ägypten: Großmufti verurteilt Fußball-Fans zum Tode

Epoch Times19. April 2015 Aktualisiert: 19. April 2015 14:30

Nachdem Wiederaufnahmeverfahren über die Ausschreitungen in einem ägyptischen Fußballstation in 2012, verurteilte ein Gericht in Kairo elf Fußball-Fans zum Tode, berichtet die britische Zeitung Guardian.

Bei den Ausschreitungen im Fußball-Stadion in der Kanalstadt von Port Said wurden 74 Menschen getötet.

Ein Berufungsgericht hat die Wiederaufnahme des Verfahrens der 73 Angeklagten im Februar vergangenen Jahres angeordnet.  

Der Aufstand brach nach einem Spiel zwischen der Heimmannschaft Al-Masry und Kairos Al-Ahly im Februar 2012 aus.

Das Todesurteil gegen die elf Fußball-Fans wurde von Ägyptens Großmufti am Sonntag ausgesprochen. Die endgültige Entscheidung über das Schicksal der Männer, als auch weiteren Angeklagten, wird vom Gericht am 30. Mai verkündet.

Unter den 73 Angeklagten befinden sich auch neun Polizisten und drei Mitglieder des Sportklubs Al-Masry. Die restlichen Angeklagten sind Fans der beiden Vereine.

Familienmitglieder der Opfer kamen nicht zur Verhandlung am Sonntag. Aus Sicherheitsgründen wurde das Verfahren in der ägyptischen Hauptstadt durchgeführt. Das Urteil kann angefochten werden.

Berichten zufolge war dies bisher die schlimmste Ausschreitung bei einem Sport-Event in Ägypten, wo Fans untereinander oder mit den Sicherheitskräften kämpften. (so) 

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