Der Präsident der Kommission der Afrikanischen Union, Moussa Faki Mahamat (2017).Foto: ZACHARIAS ABUBEKER/AFP/Getty Images

Afrikanische Union: Wie können die afrikanischen Staaten unabhängiger von ausländischen Geldgebern werden?

Epoch Times3. Juli 2017 Aktualisiert: 3. Juli 2017 20:58
Die Afrikanische Union diskutiert bei ihrem aktuellen Gipfeltreffen, wie die Organisation unabhängiger von ausländischen Geldgebern werden kann. Auch die Hungersnot in Afrika ist ein Thema.

Der Präsident der Kommission der Afrikanischen Union (AU), Moussa Faki Mahamat, hat die Staaten angesichts der Dürre in mehreren afrikanischen Ländern scharf kritisiert und mehr Solidarität gefordert.

Faki sagte bei dem halbjährlichen AU-Gipfel im äthiopischen Addis Abeba, er könne seine „Frustration“ nicht verhehlen, dass die afrikanischen Staaten trotz Hungersnöten in Somalia, Nigeria und im Südsudan unsolidarisch seien.

Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass 20 Millionen Menschen derzeit in Afrika Hunger leiden. Der Schwerpunkt der AU-Präsidentschaft von Faki, die im Januar begann, liegt unter anderem auf Sicherheitsfragen. Bei dem Gipfel sollte es zudem um die Lage in den Krisenländern Südsudan und Demokratische Republik Kongo gehen.

Bei dem AU-Gipfel verhandeln die afrikanischen Staaten außerdem darüber, wie die Organisation unabhängiger von ausländischen Geldgebern werden kann. Simbabwes autoritärer Staatschef Robert Mugabe unterstützte das Vorhaben mit einer symbolischen Aktion.

Er stellte der AU umgerechnet 880.000 Euro zur Verfügung, die er durch eine Versteigerung von 300 seiner eigenen Rinder eingenommen hatte. „Bis wir unsere eigenen Projektfördertöpfe haben, wird die Afrikanische Union nicht wirklich uns gehören“, sagte Mugabe. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion