Palmyra, Syrien. 6. May 2016.Foto: LOUAI BESHARA/AFP/Getty Images

IS zerstört Unesco-Weltkulturerbe in Syrien: Russische Armee veröffentlicht neue Bilder von der Zerstörung Palmyras

Epoch Times13. Februar 2017 Aktualisiert: 13. Februar 2017 13:15
Russland veröffentlicht neue Bilder von der Zerstörung antiker Bauwerke in Palmyra: Die von Drohnen aufgenommenen Videos zeigen Palmyra am 6. Juni 2016 und am 5. Februar 2017. Im vergangenen Juni kontrollierten syrische Truppen das Unesco-Weltkulturerbe, im Dezember eroberten IS-Kämpfer den Ort zurück und halten ihn bis heute.

Die russische Armee hat am Montag neue Bilder von der Zerstörung antiker Bauwerke in der  syrischen Wüstenstadt Palmyra durch die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) veröffentlicht. Die von Drohnen aufgenommenen Videos zeigen Palmyra am 6. Juni 2016 und am 5. Februar 2017. Im vergangenen Juni kontrollierten syrische Truppen das Unesco-Weltkulturerbe, im Dezember eroberten IS-Kämpfer den Ort zurück und halten ihn bis heute.

Auf den Bildern sind weitere Zerstörungen am Tetrapylon zu erkennen, einem aus vier Türmen bestehenden Monument mit 16 Säulen vom Ende des 3. Jahrhunderts. Auch im Inneren des römischen Amphitheaters aus dem 2. Jahrhundert sind Zerstörungen auszumachen.

In einer Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums heißt es: „Diese Bilder zeigen deutlich, dass die Terroristen das Proszenium, den mittleren Bereich des antiken römischen Theaters, und die Säulen des Tetrapylons zerstört haben.“ Die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) hatte die Zerstörungen als „Kriegsverbrechen und immensen Verlust für das syrische Volk und die Menschheit“ verurteilt.

Die russische Armee berichtete außerdem, dass um Palmyra vermehrte Bewegungen von Lastwagen beobachtet wurden. Das könne auf bevorstehende weitere Zerstörungen an der antiken Stätte hinweisen.

Die IS-Miliz hatte Palmyra erstmals im Mai 2015 eingenommen. Während ihrer Herrschaft zerstörte sie dort zahlreiche einzigartige Kulturgüter, darunter den berühmten Baal-Tempel, den prachtvollen Triumphbogen und mehrere antike Grabtürme. Das Amphitheater nutzten die Dschihadisten für öffentliche Hinrichtungen.

Nach ihrer Vertreibung im März 2016 eroberte die IS-Miliz die Stadt überraschend im Dezember ein zweites Mal, als die syrischen Regierungstruppen und ihre Verbündeten ihre Kräfte auf die vollständige Rückeroberung der nordsyrischen Großstadt Aleppo konzentrierten.  (afp)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion