UNO höchst besorgt über Zustände im östlichen Aleppo – Konfliktparteien zu Stopp der Angriffe aufgerufen

Epoch Times29. November 2016 Aktualisiert: 29. November 2016 14:56
UN-Sprecher Stéphane Dujarric erklärte am Montag, die UNO rufe alle Konfliktparteien dazu auf, die "willkürlichen Bombardierungen einzustellen" und Zivilisten sowie die zivile Infrastruktur zu verschonen.

Als höchst besorgniserregend bezeichnen die Vereinten Nationen die Lage im syrischen Aleppo. Willkürliche Luftangriffe im östlichen Teil der Stadt hätten viele Zivilisten getötet und verletzt und Tausende vertrieben, sagte ein UN-Sprecher. Im östlichen Aleppo benötigten 275 000 Menschen dringend Unterstützung. Die syrische Regierung und Verbündete hatten gestern weitere Teile der Rebellengebiete eingenommen. Sie beherrschen jetzt den kompletten Norden der bislang von der Opposition gehaltenen Viertel.

Die UNO hat an die Kriegsparteien in Syrien appelliert, ihre Angriffe auf Zivilisten im Osten von Aleppo einzustellen. UN-Sprecher Stéphane Dujarric erklärte am Montag, die UNO rufe alle Konfliktparteien dazu auf, die „willkürlichen Bombardierungen einzustellen“ und Zivilisten sowie die zivile Infrastruktur zu verschonen. Zugleich sei es dringend nötig, dass die Menschen in der Stadt mit Hilfslieferungen versorgt werden könnten.

Die letzten Nahrungsmittellieferungen des Welternährungsprogramms (WFP) seien seit Mitte November aufgebraucht und auch die Hilfen anderer Organisationen gingen allmählich zur Neige, warnte Dujarric. In Ost-Aleppo gebe es praktisch keine Lebensmittel mehr und die dort eingeschlossenen rund 275.000 Menschen lebten unter „entsetzlichen Bedingungen“.

Die syrischen Aufständischen hatten in Aleppo zuletzt nach Einschätzung von Aktivisten „die schwerste Niederlage seit 2012“ erlitten. Nach wochenlanger Belagerung des Ostteils der Millionenstadt gaben die Rebellen am Montag mehrere Stadtviertel im Nordosten auf. Vor knapp zwei Wochen hatten die Truppen des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad eine Offensive zur vollständigen Eroberung der einstigen Wirtschaftsmetropole begonnen. (afp)

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