„Allestöter“ Glyphosat: „Die Pestizide haben mich krank gemacht! – Was hier passiert, ist ein stiller Völkermord“

Epoch Times19. Oktober 2017 Aktualisiert: 19. Oktober 2017 21:39
In der ARTE-Dokumentation "Roundup, der Prozess" sagt ein ehemaliger landwirtschaftlicher Angestellter über die Verwendung von Roundup und dessen Wirkstoff Glyphosat: "Die Pestizide haben mich krank gemacht! Was hier passiert, ist ein stiller Völkermord."

„Die Pestizide haben mich krank gemacht! Was hier passiert, ist ein stiller Völkermord,“ sagt Fabian, ein ehemaliger landwirtschaftlicher Angestellter zu ARTE. Er spricht über das Unkrautvernichtungsmittel Roundup von Monsanto.

In der ARTE-Dokumentation „Roundup, der Prozess“ geht es um das umstrittene Unkrautgift, dass 40 Jahre nach der Markteinführung von der WHO „als wahrscheinlich krebserregend für den Menschen eingestuft“ wurde.

Die Organisation kam damit zu einem ganz anderen Schluss als die großen amerikanischen und europäischen Gesundheitsbehörden, die Monsantos Roundup und dessen Wirkstoff Glyphosat als „ungefährlich“ bezeichneten.

https://www.youtube.com/watch?v=5A7WUdsb-h0

Es gibt jedoch auch zahlreiche Wissenschaftler, die bereits auf die Krebsgefahr des Unkrautgiftes hingewiesen haben. Auf der Webseite von ARTE heißt es:

Der „Allestöter“ – so der Beiname des Produkts im Spanischen – macht krank und vergiftet Böden, Pflanzen, Tiere und Menschen, denn er ist überall anzutreffen: im Wasser, in der Luft, im Regen, in der Erde und in Lebensmitteln.“

Kurz vor der anstehenden Entscheidung über ein Glyphosat-Verbot in der EU geht diese Doku dem Skandal auf den Grund. Anknüpfend an ihren investigativen Dokumentarfilm „Monsanto, mit Gift und Genen“ aus dem Jahr 2008, zeigt Autorin Marie-Monique Robin in ihrem neuen Film, dass Roundup noch gefährlicher ist als bisher befürchtet:

Glyphosat ist nicht nur krebserregend, sondern auch eine hormonaktive Substanz, ein starkes Antibiotikum und ein Chelatbildner, der Spurenelemente bindet“, schreibt ARTE.

Der Film dokumentiere „die katastrophalen Folgen dieser Eigenschaften mit aufwühlenden Bildern von Opfern in den USA, Argentinien, Frankreich und Sri Lanka“, so die Beschreibung der Doku.

Allein 2014 wurden 825.000 Tonnen des Unkrautvernichters Glyphosat auf Feldern und in Gärten versprüht.

Beim internationalen Monsanto-Tribunal klagte eine Bürgerinitiative den Saatgut-Großkonzern in dessen Abwesenheit auf „Ökozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ an.

Auf der Webseite monsantotribunal.org heißt es dazu:

Bekannte Richter kamen zu dem Schluss, dass Monsanto´s Handlungen einen negativen Einfluss auf fundamentale Menschenrechte haben. Zudem seien bessere Verordnungen notwendig, um die Opfer multinationaler Unternehmen zu schützen. Schlussendlich sollte das internationale Recht für einen besseren Schutz der Umwelt ausgebaut werden und den Tatbestand des Ökozids miteinbeziehen. Jetzt ist es an uns, der Zivilgesellschaft, die Ergebnisse des Monsanto Tribunals zu verbreiten und diese essentiellen Veränderungen voranzutreiben.“

(so)


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