An Sanktionen vorbei: Deutsche Firmen siedeln sich in Russland an

Epoch Times27. Juni 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 15:10
Der Sanktionskrieg gegen Russland macht deutsche Unternehmen erfinderisch. Immer mehr Firmen aus Deutschland siedeln sich in der Russischen Föderation an und umgehen damit die teueren Handelssanktionen.

Not macht erfinderisch: Auch in Bezug auf die von der EU verhängten Sanktionen gegen Russland.

Wegen der teuren Handelssanktionen beginnen deutsche Unternehmen vermehrt damit eigene Fabriken direkt in Russland aufzubauen und viel Geld in die Föderation zu investieren. Wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf einen Statistikbericht der Deutschen Bundesbank berichtet, siedeln sich immer mehr deutsche Unternehmen in Russland an.

Demnach dürfte in 2016 ein neuer Rekord bei den Direktinvestitionen aus Deutschland erreicht werden. Im ersten Quartal diesen Jahres habe sich der Betrag bereits auf 1,1 Milliarden Euro belaufen. In 2015 habe die Summe insgesamt 1,78 Milliarden Euro erreicht.

Durch den niedrigen Rubelkurs ist es für Investoren preisweiter in Russland zu investieren. Zudem bietet die russische Regierung ausländischen Investoren Sonderkonditionen. Laut "Sputniknews" bietet Russland Investoren die mindestens zehn Millionen Euro in Russland investiert, sich zu zehn Jahren Verbleib im Land verpflichten und in eine neue Produktionen investieren, die es so bislang in Russland nicht gibt, einen Sonderinvestitionsvertrag.

Der deutsche Mähdrescher-Produzent Claas habe demnach nun als erste ausländische Firma den Sonderinvestitionsvertrag in Russland unterzeichnet. (so) 

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