Antifa: „Wir haben den Bus des BVB mit eigens angefertigten Sprengsätzen attackiert“ – Bekennerschreiben wieder gelöscht

Epoch Times12. April 2017 Aktualisiert: 13. April 2017 20:52
Noch in der Nacht des Anschlages auf den BVB-Mannschaftsbus bekannte sich die Linksextremistengruppe Antifa zu der Tat. Auf der Webseite linksunten.indymedia.org schrieben die Extremisten: "Wir haben heute den Bus des BVB mit eigens hierfür angefertigten Sprengsätzen attackiert. Der Bus ist hierbei ein Symbol für die Politik des BVB, die sich nicht genügend gegen Rassist_innen, Nazi_nnen und Rechtspopulist_innen einsetzt..." Der Beitrag wurde später wieder entfernt.

Nach der Attacke auf den Bus von Borussia Dortmund mit zwei Verletzten gehen die Ermittlungen am Tatort mit Hochdruck weiter. Dabei gehe es um die Spurensuche, sagte ein Sprecher der Polizei. Aber auch der BVB-Mannschaftsbus, den Beamte sichergestellt hätten, werde untersucht. Die Ermittlungen der Polizei liefen die Nacht durch.

Neben BVB-Verteidiger Marc Bartra war ein Beamter durch die drei Explosionen gegen 19.15 Uhr neben dem Mannschaftsbus verletzt worden war. Die Polizei geht von einem gezielten Angriff aus.

Bekennerschreiben am Tatort und im Netz

Ein mögliches Bekennerschreiben wurde am Tatort gefunden. Zu der Echtheit und über den weiteren Inhalt des Bekennerschreibens konnte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen bisher keine weiteren Details nennen.

Auch im Netz tauchte ein Bekennerschreiben auf: Noch in der Anschlags-Nacht bekannte sich die linksextremistische Antifa-Gruppe zur Tat.

Auf der Webseite der Linken hieß es:

„Wir haben heute den Bus des BVB mit eigens hierfür angefertigten Sprengsätzen attackiert. Der Bus ist hierbei ein Symbol für die Politik des BVB, die sich nicht genügend gegen Rassist_innen, Nazi_nnen und Rechtspopulist_innen einsetzt. Im Gegenteil dürfen seit Jahren auch Mensch_innen mit einer menschenverachtenden Gesinnung ins Stadion, anstatt lokale Antifaschist_innen zu Rate zu ziehen, um solches Gedankengut aus dem Stadion zu verbannen.

Der Bus war hierbei nur ein Symbol und keinesfalls waren die Spieler_innen Ziel dieser symbolischen Tat, jedoch auch sie taten in der Vergangenheit zu wenig für eine antifaschistische Stadionszene.

Kein Fußbreit den Faschist_innen!

Antifa heißt Angriff!

Deutschland verrecke!“

Der Beitrag wurde mittlerweile von der Webseite entfernt.

BVB-Spieler schwer verletzt

Gegen 19:15 Uhr waren drei Sprengsätze explodiert, als sich der BVB-Mannschaftsbus auf den Weg ins Stadion zum Champions-League-Viertelfinale gegen die AS Monaco machen wollte. Die Sprengsätze waren offenbar in einer Hecke versteckt gewesen. Die Polizei sprach von einem „gezieltem Angriff auf die Mannschaft des BVB“.

Ein weiterer verdächtiger Gegenstand, der in Tatortnähe gefunden wurde, habe sich bei genauerer Untersuchung als Unrat herausgestellt, so die Beamten weiter. Bei dem Anschlag war BVB-Spieler Marc Bartra schwer verletzt worden. Er wurde aufgrund einer gebrochenen Speiche im rechten Handgelenk sowie diverser Fremdkörper im Arm noch am Dienstagabend operiert.

Das Spiel war eine Viertelstunde vor Anpfiff offiziell abgesagt worden und soll am heutigen Mittwoch um 18:45 nachgeholt werden. Die Polizei will dabei mit verstärkten Kräften für Sicherheit sorgen.

Bundesanwaltschaft ermittelt

Mittelerweile hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Das teilte die Behörde am Mittwochmorgen in Karlsruhe mit. Sie ist erstinstanz­lich zuständig für die Strafverfolgung von Delikten gegen die innere Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland, insbesondere von terroristischen Gewalttaten.

(dts/afp/so)

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