Aufklärer über Organhandel: Ärztevereinigung DAFOH für Friedensnobelpreis nominiert

Epoch Times16. Februar 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 23:34
Seit Jahren kämpfen sie gegen Organhandel in China und anderenorts: Erstmals wurde die Initiative Doctors Against Forced Organ Harvesting (DAFOH) nun für den Friedensnobelpreis nominiert. Das teilte die Organisation vergangene Woche in Washington mit.

Die Nominierung für den Friedensnobelpreis zeigt, dass unsere Bemühungen nicht umsonst waren und uns viele Menschen unterstützen“, so DAFOH-Vorstand Thorsten Trey am 9. Februar dazu. „Die Nominierung würdigt unser Bemühen, internationale Aufmerksamkeit auf Chinas schwerwiegende Verletzungen der Transplantationsethik zu lenken.“

Organhandel und Mord gibt es weltweit. In China ist er jedoch staatlich gedeckt und es besteht ein Transplantations-Business im großen Stil. China ist hinter den USA das Land mit den meisten Organtransplantationen – und das ganz ohne freiwilliges Spender-System. Doch wer sind dann die unfreiwilligen Spender?

China ist das einzige Land der Welt, das sein militärisches und ziviles Krankenhaus-System nutzt, um gemeinsam mit Justiz und Gefängnissen einen systematischen Organraub an politischen Gefangenen zu betreiben“ erklärt Trey. „Indem sich die medizinische Community Chinas daran beteiligt und die internationale Gemeinschaft schweigt, geht dieses Geschäft mit dem Völkermord ungebrochen weiter und muss beendet werden“, so der DAFOH-Vorsitzende.

Wieviele Opfer das blutige Geschäft mit den Organen bereits gekostet hat, ist umstritten. US-Journalist Ethan Gutmann berechnete, dass bis zum Jahr 2008 mindestens 65.000 Falun Gong-Anhänger für ihre Organe getötet wurden. Die verfolgte buddhistische Gruppierung bildet den Großteil der Häftlinge in Chinas Gefängnissen und Arbeitslagern. Gutmann gelang der Nachweis, dass auch Tibeter und Uiguren und vom Regime verfolgte Christen Opfer geworden sind.

3 Sat zeigt Doku zu Chinas Organhandel

Am Donnerstag abend zeigt 3 Sat eine Doku zu Chinas geheimen Organhandel und Transplantations-Business. Um 20:15 Uhr läuft dort der Film „Ausgeschlachtet – Organe auf Bestellung“ erstmals auf deutsch. Darin kommen Augenzeugen zu Wort, wie aus China geflohene Gefangene oder Organ-Empfänger, die von Massenabfertigung in Krankenhäusern berichten: Passende Organe seien innerhalb kürzester Zeit „gefunden“ worden. Der Film beleuchtet anhand medizinischer Fakten, dass dies ist nur mit einem riesigen Pool von potentiellen Spendern möglich ist, die zur „Auswahl“ bereitstehen.

Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen über weitere Aspekte des Themas: Inwiefern ist Deutschland in internationalen Organhandel verstrickt und wie funktioniert dieser globalisierte Menschenhandel? (rf)

Ausgeschlachtet – Organe auf Bestellung“

Doku von Leon Lee

3sat, Donnerstag, 18. Februar 2016 um 20.15 Uhr

Mehr dazu: "Organe auf Bestellung": 3sat zeigt Doku zu Chinas Organhandel

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