70 Jahre Auschwitz-Befreiung: Diese 10 Weltkonzerne profitierten von den KZs der Nazis

Epoch Times23. Januar 2015 Aktualisiert: 23. Januar 2015 15:50

Anlässlich des 70. Jahrestags der Befreiung von Ausschwitz wollen zahlreiche Staats- und Regierungschefs anreisen. Das Vernichtungslager der Nationalsozialisten war am 27. Januar 1945 von sowjetischen Soldaten befreit worden.

Die Nationalsozialisten ermordeten in dem polnischen Konzentrationslager über eine Million Menschen. Auschwitz wurde weltweit zum Symbol für die Verbrechen der Nazis im zweiten Weltkrieg. 

Weltweit finden in vielen Ländern Gedenkveranstaltungen statt. 

Es gibt viele weltbekannte Firmen, die von den SS-Konzentrationslagern profitierten. 

Nachfolgend ein Liste von zehn führenden Unternehmen, die Zwangsarbeiter beschäftigten und die Nazis direkt unterstützten. Diese Firmen sind auch heute noch tätig. 

10. BERTELSMANN

Bertelsmann ist ein internationales Medienunternehmen und wurde 1835 gegründet. Die Firma hatte gute Geschäftsbeziehungen zum Hitler-Regime.

Bertelsmann veröffentliche einige antijüdische Bücher und Texte. Ein Teil der Publikationen war Propaganda, die sich auf Jugendliche konzentrierte. Das "Weihnachtsbuch der Hitler-Jugend" und die "Exciting Series" wurden von Bertelsmann veröffentlicht. In den Texten ging es darum, die Indoktrination mit der Ideologie der Nazis zu fördern.

Heinrich Mohn, der Präsident des Unternehmens, unterstützte die SS, die Konzentrationslager und die Spezialeinheiten Hitlers mit finanziellen Mitteln. 

Nach dem Krieg entdeckte eine Ermittlungs-Kommission, dass Bertelsmann jüdische Sklavenarbeiter in Litauen und Lettland eingesetzt hatte.

Das Unternehmen stand dem Propagandaministeriums der NS nahe und druckte neunzehn Millionen Bücher. Bertelsmann war der größte Herausgeber von Büchern der deutschen Armee.

Später bedauerte das Unternehmen seine Rolle während des Krieges. (Quelle)

9. KODAK

Nach dem Amerika Deutschland den Krieg erklärt hatte, begannen die Tochtergesellschaften von Eastman Kodak mit Nazi-Deutschland Geschäfte zu machen. Dies belegen Dokumente aus der Nationalen Verwaltungsstelle für Archivgut und Unterlagen in Washington DC.

Kodak in Deutschland setzte Zwangsarbeiter ein. Die Kodak-Filiale Stuttgart hatte achtzig Zwangsarbeiter, Berlin-Köpenick sogar zweihundertfünfzig.

Das portugiesische Kodak-Tochterunternehmen unterstütze die Nazis auf andere Art. Die Firma schickte ihre Gewinne an die Kodak-Niederlassung in Den Haag, die Mitte 1942 von den Nazis belagert wurde.

Wilhelm Keppler, der persönliche Wirtschaftsberater Hitlers, war den US-Geheimdiensten als "Kodak Man" bekannt, wegen seiner persönlichen und geschäftlichen Verbindung zur Firma. Es war Keppler, der Kodak nahelegte, seine jüdischen Angestellten zu entlassen.

Aufgrund der guten Geschäftsverbindungen zu den Nazis stiegen Kodaks Einnahmen rasant.

8. HUGO BOSS

Die Rolle von Firmeneigentümer Hugo Boss war jahrelang ein Thema. Der Mythos, dass Hugo Boss selbst die schwarzen Uniformen der SS konzipierte, hielt sich hartnäckig. Es ist jedoch nur ein Mythos, da der SS-Offizier Karl Diebitsch zusammen mit Walter Heck, die schwarzen Uniformen entwarf. Diebitsch war auch Berater des Reichsführers-SS Heinrich Himmler in "künstlerischen Fragen".

Auch wenn Hugo Boss die Uniformen nicht selbst designte, war er derjenige, der sie produzierte. Boss eröffnete seine Bekleidungsfabrik im Jahre 1924. Einer seiner ersten Kunden war Rudolf Born, der Boss mit der Anfertigung der braunen Hemden für die "Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei" beauftragte.

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Am 1. April 1931 trat Boss selbst der NSDAP bei. Aus zwei Gründen: Er glaubte, dass ihm die Zusammenarbeit mit den NS Gewinne einbringen würde und dass Hitler der Retter Deutschlands wäre. 

Sein Geschäft lief gut, da er auch Armeeuniformen, Kleidung für die SS und die Hilterjugend herstellte. 1940 erwirtschaftete er einen Gewinn von einer Million Reichsmark.

Als sein Geschäft zu wachsen begann, benötigte er Arbeiter. 1940 hatte Boss 140 Zwangsarbeiter. Später arbeiteten noch weitere vierzig Kriegsgefangene aus Frankreich für ihn.

Nach dem Krieg wurde Hugo Boss wegen Unterstützung des Nationalsozialismus zu einer Geldstrafe von 100.000 D-Mark verurteilt. Ihm wurden Wahlrecht und Geschäftslizenz entzogen. Er legte Widerspruch ein und gewann. Hugo Boss starb 1948.

1999 startete seine Gesellschaft einen Fond zur Entschädigung der Zwangsarbeiter. (Quelle)

7. IBM

Als Hitler an die Macht kam, hatte er das Ziel, 600.000 Juden zu vernichten. Sobald man als Jude identifiziert wurde, wurde man bestraft und in den meisten Fällen getötet. Es war jedoch schwierig, alle Juden zu registrieren und ausfindig zu machen, da es zu dieser Zeit noch keine Computer gab. 1933 war der Computer noch nicht erfunden. IBM entwickelte jedoch den Lochkartensortierer als einen Vorläufer des Computers.

IBM Deutschland auch bekannt als Deutsche Hollerith Maschinen Gesellschaft (DEHOMAG), belieferte die Nazis mit technischen Equipment und Support.

Zu dieser Zeit brachte IBM zwei tausend Maschinen nach Deutschland und Tausende weitere Maschinen in andere Teile Europas. Auch die Konzentrationslager verwendeten das Automatisierungssystem von IBM.

Mit den gesammelten Informationen im Lochkartensortierer von IBM konnten die Juden identifiziert werden.

6. BAYER

Die I.G. Farbenindustrie AG, kurz IG Farben, war seinerzeit das größte Chemieunternehmen der Welt mit Sitz in Frankfurt am Main. Es wurde am 2. Dezember 1925 aus einer Vielzahl von Chemieunternehmen gebildet. Aus der IG Farben ging die heutige Bayer AG hervor. 

Von 1933 bis 1944 war die IG Farben vermutlich der größter Finanzier der NSDAP. Das Unternehmen stellte den Nazis 81 Millionen Reichsmark zur Verfügung. IG Farben und ihre Ableger hatten beträchtliche Einnahmen. Sie belieferten die Nazi und seine alliierten Bomber mit IG Farben Benzin.

Das Unternehmen eröffnete eine Fabrik nicht weit von Auschwitz, um besseren Zugriff auf Zwangsarbeiter zu haben. Zwei Millionen Dollar wurden verwendet, um die Konzentrationslager zu bauen. In Auschwitz, Monowitz und angrenzenden Fabriken kamen Tausende Gefangene ums Leben. Schätzungen zufolge beläuft sich die Zahl der Gefangenen, die wegen Lebensmittelmangel und schlechten Arbeitsbedingungen starben, auf 370.000.

5. SIEMENS

Siemens war bekannt dafür während des Holocaust Zwangsarbeiter eingesetzt zu haben. Mit diesen Sklaven bauten sie die Gaskammern, in denen die Arbeiter letztlich getötet wurden.  

Zyklon B war ursprünglich ein Insektizid. Es wurde in den Gaskammern verwendet, um Juden zu ermorden. In Deutschland war Zyklon B als sehr giftiges Gas bekannt. Es wurde eingesetzt, um unzählige Männer, Frauen und Kinder zu töten.

Im Herbst 1941 verwendete Maximilian Grabner, Leiter der politischen Abteilung in Auschwitz, Zyklon B erstmals, um rund 250 Juden, darunter auch Kinder, zu vergasen. Während der Vergasung schrien die Menschen um Hilfe, aber schon nach einigen Minuten herrschte Totenstille.

Im Jahr 2001 hatte Siemens versucht, das Wort "Zyklon" bei einem neuen Produkt wieder einzuführen. Die Firma stieß jedoch auf Widerstand und entfernte das Wort. 

Siemens drückte sein tiefstes Bedauern für seine Beteiligung am Holocaust aus und richtete einen Fond für die Opfer und ihre Familien ein.

4. BMW

Günther Quandt, dessen Familie BMW gehört, verwendete Zwangsarbeiter in seinen Waffenfabriken.

Am 1. Mai 1933 trat Quandt der NSDAP bei. Dies war nur ein Monat, nachdem Hitler die Macht in Deutschland übernommen hatte. Dadurch erhielt Quandt viele lukrative Staatsaufträge. Das Unternehmen entwickelte sich während des Krieges ausgezeichnet. Durch die "Arisierung" gelangte Quandts Familie in Besitz mehrerer jüdischer Unternehmen.

1937 wurde Quandt mit dem Titel „Wehrwirtschaftsführer“ ausgezeichnet. 

Nach langen Jahren des Schweigens gab BMW im Jahr 2001zu, Zwangsarbeiter eingesetzt zu haben. Gabriele Quandt bestätigte, dass ihr Großvater Günther fünfzigtausend Sklavenarbeiter für die Herstellung von Munition, U-Boot-Batterien und Artillerieausrüstung eingesetzt hatte.

Die Zwangsarbeiter kamen überwiegend aus russischen Kriegsgefangenenlagern. Auch Ukrainer wurden gezwungen, für das Unternehmen zu arbeiten.

3. AUDI

Während des Zweiten Weltkriegs war der Autogigant als Group Auto Union bekannt. Das Unternehmen beschäftigte Tausende Zwangsarbeiter aus Konzentrationslagern. Audi hatte die Lizenz, 3700 Personen aus Konzentrationslagern mieten zu dürfen. Abgesehen von den Arbeitern aus den Konzentrationslagern, arbeiteten noch 16.500 weitere Sklaven in den Audi-Werken.

Diese Informationen wurden von Rudolf Boch, einem Wirtschaftshistoriker an der Universität Chemnitz gesammelt. Martin Kukowski, Leiter der Abteilung für die Geschichte von Audi, hatte die Unterlagen in Besitz. Sie bekamen Zugriff auf das Audi-Archiv, um die Firmengeschichte aufzuarbeiten.

Ihre Studie ergab, dass mehr als zwanzigtausend Zwangsarbeiter in den sächsischen Werken von Audi gearbeitet hatten – ein Fünftel der Insassen des Konzentrationslagers Zwickau.

Der Zustand des Konzentrationslagers Zwickau war sehr erschreckend. Die meisten Sklaven waren aus Frankreich und mussten in ungeheizten Kasernen leben. Behinderte Arbeiter wurden im KZ Flossenbürg umgebracht. Arbeitsunfähig gewordene Sklaven wurde durch neue Gefangene ersetzt.

Audi bekannte sich zu seinen Verbrechen während des Krieges und spendete Millionen in einem Fond für die Zwangsarbeiter und deren Hinterbliebenen.

2. DAIMLER-BENZ

Ab 1937 hatte Daimler, Hersteller der Luxusautomarke Mercedes-Benz, die Flugmotoren der DB 601 und den L 3000 Lastwagen produziert. Das Werk von Daimler, in dem Flugzeugtriebwerke hergestellt wurden, befand sich in einem abgelegenen Wald im Süden von Berlin.

Im Jahr 1942 wurden dort Komponenten, die für die Marine, Luftwaffe und die Armee verwendet wurden, hergestellt. Auch die Reparatur von Militärfahrzeugen wurde auf diesem Gelände durchgeführt. Es wurden viele Arbeitskräfte benötigt.

Daimler-Benz verwendete Zwangsarbeiter: Kriegsgefangene, gekidnappte Einzelpersonen und Häftlinge aus Konzentrationslagern. 

Diese Gefangenen lebten in Barackenlagern unter extrem schlechten Bedingungen. Die KZ-Häftlinge wurden von der SS beaufsichtigt und unter unmenschlichen Bedingungen gehalten. Dann wurden sie an andere Unternehmen für Geld weiter verliehen. Daimler-Benz hatte 63.610 Zwangsarbeiter. Diese waren Kriegsgefangene oder kamen aus Konzentrationslagern.

Nach dem Krieg gab Daimler seine Verbindungen zu den Nazis zu. Das Unternehmen nimmt an der Initiative der Deutschen Wirtschaftsstiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" teil, deren Ziel es ist, Zwangsarbeitern aus dem Krieg humanitäre Hilfe zukommen zu lassen.

1. DEUTSCHE BANK

Laut Angaben eines Komitees mit Beauftragten aus Israel, Deutschland, Großbritannien und den Vereinigten Staaten, kaufte die Deutsche Bank 4446 Kilogramm Gold von der Reichsbank, die während des Krieges die Zentralbank war.

Das Geschäft mit der Reichsbank und der Deutschen Bank beinhaltete auch den Kauf von 744 Kilogramm "Melmer Gold". Melmer Gold wurde den KZ-Häftlinge geraubt.

Die Deutsche Bank spielte während des 2. Weltkriegs aber noch eine weitere Rolle: Sie gewährte Adolf Hitler Kredit. Das Darlehen wurden verwendet, um das Vernichtungslager Auschwitz in Polen zu errichten. Von August bis November 1942 wurden 363.211 Juden im Konzentrationslager Auschwitz ermordet.

Im Jahr 1998 übernahm die Deutsche Bank AG die moralische Verantwortung für ihre Geschäfte mit Hitler im "dunkelsten Kapitel in der Geschichte" und drückte ihr Bedauern aus. 

Quelle: 

http://topinfopost.com