Ausschuss im US-Repräsentantenhaus fordert von China ein Ende des „Organraubs“

Epoch Times1. August 2014 Aktualisiert: 1. August 2014 8:27

„Der Zustand der staatlich sanktionierten ‚Ernte‘ von menschlichen Organen an Gefangenen in China  ist sofort zu beenden.“  Am Mittwoch billigte im US-Repräsentantenhaus der Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten eine Resolution, die China mit dieser Aufforderung konfrontiert.

Die Resolution 281, die jetzt an das ganze Haus geht, stellt fest, dass es „anhaltende und glaubwürdige Berichte“  gibt über staatlich sanktionierten Organraub an Gefangenen, die nicht zugestimmt haben. Unter ihnen befindet sich eine große Anzahl von Anhängern der Falun Gong-Meditationspraxis und Angehörigen anderer religiöser und ethnischer Minderheiten. China hat Falun Gong im Jahr 1999 verboten.

Die Resolution fordert auch das US-Außenministerium auf, eine Untersuchung der Transplantationspraktiken in China einzuleiten.

Organentnahme eine „gewissenlose Verletzung der Menschenrechte“

Hauptunterstützerin der Resolution, die republikanische Abgeordnete Ileana Ros-Lehtinen, beschuldigt Chinas Regime eine „gewalttätige und gezielte Kampagne“ gegen Falun Gong-Praktizierende zu führen und gibt an, dass Häftlinge für ihre Organe getötet werden.

Der Top-Ranking-Demokrat, Rep. Eliot Engel, nannte im Ausschuss die Organentnahme eine „gewissenlose Verletzung der Menschenrechte“, und die Angriffe auf Menschen wegen ihres Glaubens oder der Ethnizität unerträglich. Er sagte, es gebe keinen Hinweis darauf, dass China zu seinem Wort stehe, Transplantationen von hingerichteten Gefangenen zu beenden und ein freiwilliges Organspende-System einzurichten.

Wie die Epoch Times kürzlich berichtete, stellt die Resolution fest: „Die Zahl der Organtransplantationen in China hat sich nach 1999 deutlich erhöht, was mit dem Beginn der Verfolgung von Falun Gong zusammenfällt.“

Die Resolution stellt auch fest, dass nur Falun Gong-Praktizierende in Haft medizinisch überprüft werden, nicht die anderen Gefangenen. Der Zweck der Untersuchung scheint zu sein, die Gesundheit der lebenswichtigen Organe der Praktizierenden und deren mögliche Eignung für den Organraub zu beurteilen.

Hinweise von Undercover-Ermittlern

Die Resolution bezieht sich auch auf Hinweise von Undercover-Ermittlern, die Telefonate mit 17 chinesischen Krankenhäusern im Jahr 2006 zur Verfügung gestellt haben. Ärzte haben darin zugegeben, dass sie lebenswichtige Organe von Falun Gong-Praktizierenden verwendet hätten oder sie erhalten könnten. Einige implizierten das Einverständnis der örtlichen Gerichte und der Polizei in den Erhalt der Organe.

Mitschriften und Audioaufnahmen von Gesprächen zwischen Undercover-Ermittlern und hochrangigen chinesischen Beamten der Kommunistischen Partei im Mai 2012 wurden veröffentlicht von der Weltorganisation zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong  (WOIPFG),  diese wurden auch in die Resolution aufgenommen. Die Gespräche dokumentieren, dass mehrere Beamte angaben, „dass zentrale Behörden sich bewusst waren über oder auch beteiligt waren an dem Organraub an Falun Gong-Gefangenen“, heißt es in der Resolution.

Eine lukrative Einnahmequelle

Die Resolution bezieht sich auf die Erkenntnisse des Ermittlers Ethan Gutmann, der annimmt, dass 65.000 Falun Gong-Praktizierende wegen ihrer Organe  in den Jahren 2000 bis 2008 getötet wurden.

Die Resolution enthält auch eine kurze Zusammenfassung der Aussagen des chinesischen Arztes Wang Guoqi im Juni 2001 vor dem Repräsentantenhaus im Unterausschuss für Internationale Beziehungen über internationale Organisationen und Menschenrechte. Wang sagte aus: „Krankenhäuser in China arbeiten in Absprache mit staatlichen Sicherheitsbehörden. Sie entnehmen Organe von hingerichteten Gefangenen ohne schriftliche Zustimmung der Organspender, und diese Transplantationen sind eine lukrative Einnahmequelle.“ (rls)

Link zur Resolution 281

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