Klettern verboten: Am Uluru-Wanderweg in Australien.Foto: iStock

Australien: Angekündigtes Kletterverbot führt zu Besucher-Ansturm am Ayers Rock

Epoch Times12. Juli 2019 Aktualisiert: 12. Juli 2019 14:57
Ab Oktober darf am Ayers Rock in Australien nicht mehr geklettert werden. Das künftige Verbot führt nun zu einem sprunghaften Anstieg der Kletterer. Insbesondere Wildcamper machen den Verantwortlichen zu schaffen.

Ein angekündigtes Kletterverbot auf dem weltbekannten Ayers Rock in Australien hat die von Touristen verursachten Probleme an dem Berg nur noch verschärft.

Das ab Oktober greifende Verbot habe einen sprunghaften Anstieg der Besucherzahlen im Uluru-Kata Tjuta Nationalpark verursacht, teilten Tourismusunternehmen der Region am Freitag mit. Ureinwohner der Aborigines, die den Berg verehren, hatten um das Kletterverbot auf dem in Australien Uluru genannten Monolithen gebeten.

Insbesondere Wildcamper machen den Verantwortlichen zu schaffen, weil die Kapazitäten vorhandener Campingplätze oft schon lange im Voraus ausgebucht sind. „Die Menschen verstehen nicht, dass sie, sobald sie die Straße verlassen, Weideland, Land der Aborigine oder geschützten Boden betreten“, sagte Stephen Schwer, Chef des Reiseanbieters Tourism Central Australia. Manche ließen Müll und anderes zurück, weil sie das Privatland für Wildnis hielten.

Das den Uluru umgebende Land gehört dem Aborigine-Stamm der Anangu. Die australische Nationalparkbehörde verzeichnete bis Juni 2019 binnen eines Jahres mehr als 395.000 Besucher in dem als Welterbe anerkannten Uluru-Kata Tjuta Nationalpark. Das sind 20 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Vor allem Australier und Japaner besteigen nach Angaben der Tourismusunternehmer gerne den 348 Meter hohen Monolithen, der für die Aborigines eine große spirituelle und kulturelle Bedeutung hat. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion