Autor: Die Intifada war nie weg – „Mohammeds Heer kommt bald wieder“

Epoch Times14. Dezember 2017 Aktualisiert: 14. Dezember 2017 18:39
"Die Kinder Gazas werden dazu erzogen, Juden zu hassen. In den Schulen und im Kinderfernsehen wird gelehrt, Juden seien keine Menschen und es mache Spaß, sie zu töten. Eltern erklären ihren Kinder, sie seien stolz, wenn sie als Selbstmordattentäter Juden töten," kritisiert der deutsche Autor Gerd Buurmann die Zustände am Gazastreifen.

„Wird es eine neue Intifada geben?“Diese Frage stellen sich gerade wieder viele Beobachter der Situation im Nahen Osten. Laut Gerd Buurmann war die Intifada aber gar nie weg.

„Als Intifada werden die gewalttätigen Aufstände und Pogrome gegen Israel bezeichnet. Der Begriff kommt aus dem Arabischen und bedeutet: „sich erheben“. Die Intifada begann, kurz bevor sich die Hamas gründete. In der Gründungscharta der Hamas vom 18. August 1988 steht, dass alle Juden weltweit vernichtet werden sollen und dass es keinen Frieden mit Israel geben darf. „Chaibar, Chaibar, oh ihr Juden! Mohammeds Heer kommt bald wieder!““, heißt es in der Charta, schreibt Gerd Buurmann, Autor und Schauspieler, auf seinem Blog „Tapfer im Nirgendwo“ .

Wer eine solche Charta hat, brauche keinen Grund für eine Intifada, so Buurmann weiter. Denn der Grund sei bereits vorhanden: „Judenhass“.

Wer eine solche Charta hat, braucht einen Vorwand, um seinen Hass zu aktivieren, damit er Juden verfolgen, angreifen und töten kann. Dieser Vorwand wird stets in dem Verhalten von Juden gesucht, denn schließlich ist der Jude für einen richtigen Judenhasser selbst Schuld daran, dass er gehasst wird.“

Buurmann der auch als Moderator und Regisseur tätig ist, schreibt weiter:

„Der letzte große Vorwand für gewaltige Ausschreitungen gegen Juden und Israelis war ein Besuch des israelischen Politikers Ariel Scharons am 28. September 2000 auf dem Tempelberg. Sie werden sich jetzt vielleicht fragen, was so schlimm daran ist, dass der Mann den Tempelberg besuchte. Die Antwort ist so schlicht wie erschreckend: Weil er Jude ist!

Der Tempelberg steht unter arabischer Verwaltung. Alle Tore zum Tempelberg werden von Angestellten einer sogenannten Frommen Stiftung des Islams (Waqf) überwacht und die lassen oft keine Juden rein. Der Tempelberg ist zwar die heiligste Städte der Juden, aber der Ort wird von Muslimen bewacht. Das ist in etwa so, als würde Medina von Christen, Mekka von Juden und der Vatikan von Muslimen überwacht.

Unter der Verwaltung der „Frommen Stiftung“ des Islams ist der Tempelberg heute wie eine Parkbank oder eine Grünanlage unter den National-Sozialisten. Es gilt: „Juden unerwünscht!“ Stellen wir uns mal einen Pogrom vor, der von Nazis ausgerufen wurde, weil es ein jüdischer Politiker gewagt hatte, einen Park zu betreten, dessen Betreten nicht für Juden gestattet war. Was würden wir heute über einen Menschen denken, der sagen würde, der Jude habe damit den Pogrom provoziert? Nichts anderes geschah, als Ariel Scharon im Jahr 2000 den Tempelberg besuchte. Arabische Politiker riefen zu Pogromen auf, weil es ein Jude gewagt hatte, einen Platz zu betreten, der für Juden verboten war. Diese Pogrome sind heute unter dem Begriff „Zweite Intifada“ bekannt.“

Israel seinerseits tue alles, den Hass zu besänftigen, so der Autor. Das Land bewahre sogar den „judenfeindlichen Status Quo auf dem Tempelberg“ mit israelischen Sicherheitskräften. „Kann sich irgendjemand vorstellen, muslimische Sicherheitskräfte würden dafür einstehen, dass Medina christlich und Mekka jüdisch bewacht werden?,“ fragt Buurmann.

Weiter schreibt er: „Israel reagierte damit, dass die israelischen Sicherheitskräfte, die den Status Quo bewahren, mit Metalldektoren und Kameras ausgestattet wurden, um den Hass, der auf dem Tempelberg gegen Juden gelebt wird, wenigsten unter Kontrolle und im Auge zu behalten. Aber schon diese vollkommen verständlichen Sicherheitsmaßnahmen lösten Ausschreitungen und Gewalttaten aus und viele deutsche Medien kritisierten nicht etwa die „Fromme Stiftung“, die Juden diskriminiert oder die religiösen Führer der muslimischen Gebäude auf dem Tempelberg, in denen Waffen gefunden wurden, sondern Israel, das diesen Judenhass lediglich observieren wollte.“

„Juden sind keine Menschen!“

Andererseits teilte der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, in einer öffentlichen Veranstaltung im Februar 2010 mit:

Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen!“

Der Chef der radikal-islamischen Palästinenserorganisation Hamas in Gaza, Jahia al-Sinwar, erklärte im Oktober 2017 bei einer Rede vor Jugendlichen:

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

Es geht nicht darum, ob wir Israel anerkennen oder nicht, sondern um die Frage, wann wir es auslöschen und seine Existenz beenden.“

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sagte einst: „In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.“

Die Kinder Gazas würden dazu erzogen, „Juden zu hassen“, so Buurmann weiter.

„In den Schulen und im Kinderfernsehen wird gelehrt, Juden seien keine Menschen und es mache Spaß, sie zu töten. Sie lernen Lieder, in denen die Vernichtung von Juden gefeiert wird, und lernen Gedichte auswendig, in denen es heißt, Juden seien die größte Plage der Welt und gehörten ausgerottet. Eltern erklären ihren Kinder, sie seien stolz, wenn sie als Selbstmordattentäter Juden töten. Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah sprach Mufti Muhammad Hussein, den Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt hat, folgende Worte in die jubelnde Menge: „Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben.““

Diese Menschen bräuchten keinen Grund für ihre Pogrome, die sie Intifada nennen. Sie bräuchten lediglich „fadenscheinige Entschuldigungen und manche deutsche Medien liefern diese faulen Ausreden frei Haus“, beklagt der Autor. Wer nicht die Judenhasser für ihren Hass verantwortlich mache, sondern andere Leute, „mögen es nun amerikanische Präsidenten, israelische Politiker oder deutsche Juden sein, unterstützt den Judenhass“, so Buurmann.

„Das Schweigen wird immer lauter“

Dabei nannte er ein Beispiel: „Im Jahr 2017 behauptete die „Tagesschau“, der Gazastreifen sei besetzt, was jedoch nicht stimmt. Im Jahr 2005 wurde der Gazastreifen nämlich der palästinensischen Verwaltung übergeben. Danach wurden alle Juden innerhalb weniger Tage aus dem Gazastreifen vertrieben.

Am Morgen des 12. September verließen die letzten Juden das Gebiet über den Grenzübergang Kissufim. Der Abzug wurde von Arabern teils frenetisch mit Freudenschüssen und Autokorsos gefeiert. Die verlassenen Synagogen wurden in Brand gesteckt. Es kam zu einer wahren “Gazakristallnacht”. In den folgenden Jahren feuerte die Hamas aus ihrem „judenreinen“ Gazastreifen unzählige Raketen auf Israel ab, alle in dem Willen, so viele Juden wie möglich zu töten. Wer sich das alles vor Augen führt, kann sich bei der kaltschnäuzigen Veröffentlichung der „Tagesschau“ nur angewidert abwenden. Die Tagesschau schweigt über den Judenhass, wie es gute alte deutsche Tradition ist,“ schreibt Buurmann.

Er beklagt auch, dass Ani-Israel-Demonstranten in Deutschland ohne Konsequenzen Israel-Flaggen verbrennen und Hass-Parolen rufen dürften.

„Das Schweigen wird immer lauter“, schreibt er. Im Dezember haben über tausend Männer und Frauen vor dem Brandenburger Tor demonstriert. Dabei „feierten sie die Intifada, ließen die Hamas hochleben, verbrannten den Davidstern, riefen auf arabisch „Tod, Tod, Israel“ und skandierten „Chaibar, Chaibar, ya yahud, dschaisch Mohammed saya’ud“, eine judenfeindliche Parole, die einen Massenmord Mohammeds an Juden ehrt. („Chaibar, Chaibar, oh ihr Juden! Mohammeds Heer kommt bald wieder!“),“ beklagt Buurmann die Zustände.

Er verwies auch auf den 17. Juli 2014. Damals „brüllte eine aufgepeitschte Menge über den Berliner Kurfürstendamm: „Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“

Siehe auch:

Waffe gegen Israel: Arabische Staaten halten Palästinenser staatenlos – Staatsangehörigkeit verweigert

Anti-Israel-Protest in Berlin: „Allah ist groß“ und „Israel bombardieren“-Rufe – Teilnehmer gehen aufeinander los

Stimme aus Israel: Trump gefährdet den Friedensprozess – nicht jene, die zu Terror-Taten gegen Unschuldige aufrufen?

(so)