AZ Business Magazine: „Wie sich die Zwangsentnahme von Organen in China auf die USA auswirkt“

Epoch Times17. April 2019 Aktualisiert: 18. April 2019 17:41
Das Thema Organraub in China ist allgegenwärtig. Weltweit diskutieren Experten und Ärzte über diese Praktiken - auch in Arizona, USA.

„Wie sich die Zwangsentnahme von Organen in China auf die USA auswirkt“, so lautet der Titel eines Artikels im AZ Business Magazine.

Die amerikanische Wirtschaftszeitschrift gehört zur in Arizona ansässigen Gruppe AZ Big Media und veröffentlichte den Bericht am 10. April. In dem Artikel wurde auch eine Podiumsdiskussion angekündigt – Diskussionsschwerpunkt: Organraub in China.

Die Veranstaltung wird am Freitag, den 19. April, um 13:00 Uhr, an der Medizinischen Hochschule der Universität Arizona in Phoenix stattfinden.

Fachleute diskutieren über Organraub

Zu den Fachleuten der Podiumsdiskussion gehört unter anderem der internationale Menschenrechtsanwalt David Matas, der mehrere Untersuchungsberichte über den Organraub an Falun Dafa-Praktizierenden in China mitverfasst hat.

Falun Gong, auch bekannt als Falun Dafa, ist ein spiritueller Kultivierungsweg, der auf den Grundsätzen Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht basiert. Im Juli 1999 ordnete der damalige Staatschef und Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas, Jiang Zemin, eine Kampagne zur Auslöschung von Falun Gong an. Jiang fürchtete die Beliebtheit der Praxis und die Wirkung der traditionellen moralischen Lehre auf das chinesische Volk.

Weitere Veranstaltungsteilnehmer sind: Winston Hewitt Jr., Geschäftsführer und Mitvorsitzender des Ausschusses für Standards bei der Organtransplantation der Amerikanischen Gesellschaft der Transplantationschirurgen; G. Weldon Gilcrease, Geschäftsführer und Assistenzprofessor für Onkologie an der Medizinischen Hochschule der Universität von Utah und stellvertretender Direktor von Doctors Against Forced Organ Harvesting (DAFOH); und Dr. Torsten Trey, Geschäftsführer von DAFOH.

Die Diskussion wird von Dr. David Beyda moderiert. Er ist Vorsitzender der Abteilung für Bioethik und Medizinhumanismus der Medizinischen Hochschule. Studenten der Medizinischen Fakultät sind aufgerufen, an der Debatte teilzunehmen.

Unethische Praktiken der Organtransplantationsindustrie in China

Dr. Beyda erwähnte gegenüber dem AZ Business Magazine, dass die Veranstaltung auf die unethischen Praktiken der chinesischen Organtransplantationsindustrie aufmerksam machen wolle. Gleichzeitig werde ein Forum für eine Diskussion über Medizin-Ethik geboten.

Beyda hofft, „dass die Öffentlichkeit, lokale Ärzte und Medizinstudenten mehr über das Thema und die ethischen Bedenken hinsichtlich des Transplantationstourismus nach China erfahren werden.“

Dr. Gilcrease wies darauf hin, dass die amerikanische Öffentlichkeit und die amerikanische Ärzteschaft aufgrund von Unwissenheit Gefahr laufen würden, sich an diesen Verbrechen zu beteiligen. Gilcrease sagte gegenüber AZ Business Magazine: Medizinische Hochschulen in den USA hätten chinesische Chirurgen in Transplantationsmedizin ausgebildet. Diese Chirurgen seien dann nach Hause zurückgekehrt und würden dort an diesen unethischen Praktiken teilnehmen.

Ärzte fordern ein Ende des Organraubs

Der Autor des Artikels im AZ Business Magazine betonte, dass Doctors Against Forced Organ Harvesting, sowohl die Vereinten Nationen als auch den US-Kongress aufgerufen hat, Maßnahmen zur Beendigung des Organraubs in China zu ergreifen.

Weiter schreibt der Autor: der US-Kongress hat im Juni 2016 die House Resolution 343 verabschiedet, die ein Ende der Zwangsentnahme von Organen in China fordert. Weiter heißt es: es gebe „andauernde und glaubwürdige Berichte über die systematische, staatlich zugelassene Organentnahme von nicht einwilligenden Gewissensgefangenen in der Volksrepublik China, darunter eine große Anzahl von Falun Gong-Praktizierenden und Mitgliedern anderer religiöser und ethnischer Minderheiten“.

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN