Bannon: Überläufer aus Viren-Labor liefern „schockierende“ Beweise – Geheimdienste bereiten Klagen gegen Chinas Regime vor

Von 14. Juli 2020 Aktualisiert: 16. Juli 2020 10:40
Wie der frühere Trump-Berater Steve Bannon gegenüber Daily Mail erklärt, arbeiten frühere Forscher aus dem Virologie-Labor in Wuhan mit FBI und Geheimdiensten zusammen, um Chinas KP für die Corona-Seuche zur Rechenschaft zu ziehen. Auch eine neue Studie belastet Peking.

Am Freitag (10.7.) sprach Steve Bannon, der frühere Berater von US-Präsident Donald Trump, mit der „Daily Mail“ und vertraute dieser an, dass mehrere Wissenschaftler aus dem Virologie-Labor von Wuhan „übergelaufen“ seien und sich nun in den Händen westlicher Geheimdienste befinden. Es sollen Dienste aus den USA, Großbritannien und Europa sein, die derzeit mit den Forschern in Verbindung stünden und Beweise sammeln, um Chinas KP für die Corona-Seuche zur Rechenschaft zu ziehen.

Bereits im Mai hatten Bannon und der Exil-Milliardär Miles Kwok angekündigt, dass ein hochrangiger Forscher aus dem Labor Kontakt zu ihnen aufgenommen habe. Bereits zu diesem Zeitpunkt kündigten beide an, es werde nicht bei einem Überläufer aus der Einrichtung bleiben.

Bannon: „Westen muss Chinas Regime gemeinsam zu Fall bringen“

Derzeit sollen die Nachrichtendienste die Wissenschaftler befragen und deren Angaben auswerten, die möglicherweise Anhaltspunkte dafür liefern, dass die von Wuhan ausgegangene globale Corona-Pandemie auf ein Sicherheitsleck im dortigen Virologie-Labor zurückzuführen sein könnte. Die bisherigen Angaben der Wissenschaftler sollen zumindest erhebliche Anhaltspunkte dafür liefern. Die darauf folgenden Vertuschungsbemühungen hätten, so Bannon, zudem einen Grad an Intensität erreicht, der einer Tathandlung zu vorsätzlichem Mord gleichkomme.

In seinem Exklusivinterview mit der Daily Mail forderte Bannon den britischen Premierminister Boris Johnson dazu auf, eine klare Ansage dahingehend zu treffen, dass der vom Regime in Peking gesteuerte Telekommunikationskonzern Huawei in keiner Weise am Ausbau des britischen Mobilfunknetzes zum 5G-Standard teilnehmen werde. Bislang gibt es noch keine eindeutige Aussage vonseiten Johnsons dazu, es soll aber demnächst eine Erklärung geben und infolge des immer stärkeren politischen Drucks auch aus den Reihen der eigenen Partei erscheint es als wahrscheinlich, dass Johnson zumindest für die nächsten zehn Jahre eine Beteiligung Huaweis ausschließen wird.

Der 66-jährige Politikberater und frühere Investmentbanker forderte einmal mehr, alle westlichen Länder müssten zusammenarbeiten, um das „brutale, autoritäre Regime“ in Peking zu Fall zu bringen. Derzeit gingen mehrere westliche Regierungen Hinweisen nach, wonach die ursprüngliche Darstellung des Regimes, der Ursprung der Seuche sei auf einem der berüchtigten Wildtiermärkte zu finden, unvollständig sein könnte.

Überläufer aus Wuhan und andere Labore bestätigen Missmanagement

Die „Daily Mail“ verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass selbst das chinesische Zentrum für Seuchenkontrolle und Prävention einräumte, dass es möglich sei, dass das Virus, das weltweit bislang 560.000 Todesopfer forderte, eher in den Markt eingebracht worden sein könnte, als originär dort entstanden zu sein.

Bannon erklärte zudem, dass einige der Überläufer nun zusammen mit dem FBI versuchten, alle verfügbaren Informationen zusammenzutragen, die zum Ausdruck brächten, wie „grottenschlecht geführt und fürchterlich gemanagt“ das Labor im Vorfeld des Corona-Ausbruchs gewesen sei. Gegenüber Medien würden die Überläufer erst zu einem späteren Zeitpunkt zu Aussagen bereit sein, gibt der Ex-Berater weiter an:

Sie sprechen noch nicht mit den Medien, aber es gibt Personen aus dem Labor in Wuhan und auch aus anderen Laboren, die in den Westen gekommen sind und Beweismittel aushändigen, die die Schuldhaftigkeit des Handelns der Kommunistischen Partei Chinas beweisen. Ich denke, dass die Menschen schockiert sein werden.“

Bannon: „Keine James-Bond-Aktion, nur minutiöse Beweiserhebung“

Die Verbreitung des Virus könnte das Resultat eines Experimentierunfalls beim Versuch gewesen sein, Impfstoffe und therapeutische Medikamente zu entwickeln, um SARS-ähnliche Viren zu bekämpfen, fasst Bannon die ihm bislang bekannt gewordenen Aussagen der Überläufer zusammen. Neben den Angaben der Überläufer, so betont Bannon in dem auf seiner Jacht vor der US-amerikanischen Ostküste geführten Gespräch, wären die westlichen Dienste auch im Besitz elektronischer nachrichtendienstlicher Informationen und hätten im Detail auswerten können, wer zu dem Labor Zutritt habe.

Insgesamt hätten sie auf diese Weise „überzeugende Beweise“ erlangt. Es sei keine „James-Bond-Aktion“ gewesen, die hinter den Entwicklungen stehe, und das Ziel der Untersuchung sei es, das KP-Regime auf legale Weise für seine Verfehlungen zur Rechenschaft zu ziehen. Die Wissenschaftler hätten China und Hongkong kontinuierlich seit Mitte Februar verlassen. Die US-Dienste und MI5 sowie MI6 bereiteten nun mögliche Klagen vor, die „eine sehr lange Zeit in Anspruch nehmen“ würden.

Einiges an elektronischen Beweisen habe man von übriggebliebenen Überwachungssystemen aus Frankreich gewinnen können, so Bannon. Die französische Regierung sei ursprünglich in die Errichtung des Instituts in Wuhan involviert gewesen und habe unter anderem auch Überwachungssysteme beigesteuert. Allerdings sei Paris bezüglich des Projekts im Vorfeld der Eröffnung des Labors im Jahr 2017 ausgebootet worden.

Gegenüber der Daily Mail meint Bannon weiter:

Ich denke, was herauskommen wird, ist, dass diese Leute dort Experimente durchgeführt hatten, zu denen sie nicht vollständig autorisiert waren und dass, durch einen unerwarteten Fehlschlag oder einen Labortechniker, etwas davon nach außen gelangt ist. Es ist nicht schwer für ein Virus, aus einem Labor zu entweichen, deshalb sind diese Labore so gefährlich.“

„Biologisches Tschernobyl“ der KP Chinas

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Es sei ein „biologisches Tschernobyl“ gewesen, was sich in Wuhan ereignet habe, aber der „Ground Zero“ sei – auch was die Zahl der Todesopfer betreffe – die Umgebung rund um das Labor in Wuhan gewesen. Und wie bei Tschernobyl habe es auch hier die Vertuschungsoffensive durch den Staatsapparat gegeben.

Bannon machte aber ebenfalls deutlich, dass das KP-Regime selbst dann, wenn sich ein Ursprung in dem Labor nicht nachweisen ließe, schuldhaft zur Ausbreitung des Virus beigetragen und sich damit haftbar gemacht habe:

Wir wissen, dass Taiwan am 31. Dezember die WHO formal darüber informiert hat, dass es eine Art Epidemie gäbe, die sich von der Provinz Hubei aus ausbreite, in der auch Wuhan liegt. Das Seuchenkontrollzentrum in Peking wurde am 2. oder 3. Januar in Kenntnis gesetzt, aber sie haben diese Information zurückgehalten, bis am 15. Januar der Handelsvertrag mit den USA unterzeichnet werden konnte.“

Hätte das Regime in der letzten Dezemberwoche die Karten auf den Tisch gelegt und konsequent gehandelt, hätten 95 Prozent aller weltweiten Todesfälle verhindert werden können. Stattdessen habe man die Zeit genutzt, um weltweit Schutzmaterial aufzukaufen. Die WHO habe sich zum Komplizen gemacht, erklärt Bannon weiter:

Ihre Führung sollte vor Gericht gestellt und der ganze Laden geschlossen werden.“

Das chinesische Regime und die WHO bestreiten alle Vorwürfe. Peking erklärt, die Behauptung, das Virus wäre im Labor entstanden, sei eine „Verschwörungstheorie“.

Studie aus St. Louis: „Am 27. Dezember war Ansteckungsgefahr offensichtlich“

Unterdessen deutet eine jüngst veröffentlichte Studie an, dass die KP-Führung auch bezüglich der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus die Wahrheit verschwiegen und Angaben geschönt habe. Wie die englischsprachige Ausgabe der Epoch Times schreibt, hat die Führung in Peking nicht nur wochenlang darauf gewartet, öffentlich einzuräumen, dass COVID-19 von Mensch zu Mensch übertragen werden könne, sie habe zudem die Rate zu niedrig angegeben.

Wie aus einer jüngst von der School of Medicine der Washington University in St. Louis vorveröffentlichten Studie hervorgeht, die ihre Daten auf offizielle Angaben des Regimes und auf Medienberichte stützte, hat die KP-Diktatur erst am 20. Januar eingeräumt, dass das Virus von Mensch zu Mensch übertragen werden könne.

Die ersten Patientencluster seien hingegen bereits am 27. Dezember 2019 im Xinhua Hospital in Wuhan zu identifizieren gewesen, als – wie ein Bericht aussagt, der auf der offiziellen Seite des Gesundheitsamtes von Hubei wiedergegeben wurde – ein Elternpaar zusammen mit seinem Sohn mit Fieber und Husten eingeliefert wurde. Alle drei seien Computertomografien unterzogen worden und alle drei hätten Merkmale gezeigt, die sich von jenen einer herkömmlichen Lungenentzündung unterscheiden. Den Forschern zufolge sei dies ein „unmissverständliches Anzeichen für eine ansteckende Krankheit“ gewesen.

Der behandelnde Arzt meldete die Beobachtung und die CT-Scans der Führung des Krankenhauses, diese gab die Daten zu diesem und sieben weiteren Fällen zwei Tage später an die Gesundheitsämter der Stadt und der Provinz sowie an die Seuchenkontrollstelle weiter. Einem chinesischen Medienbericht zufolge zeigten sich am Zentralkrankenhaus von Wuhan nur zwei Tage später, am 29. Dezember, weitere Cluster. Am 30. Dezember meldete eine nicht identifizierte Ärztin anormale Symptome einer Lungenentzündung.

Regime und WHO beschönigten R0-Rate

Bereits am 27. Dezember hatte das Unternehmen Vision Medicals aus Guangzhou dem Zentralkrankenhaus in Wuhan die genetische Sequenz eines nicht identifizierten Patienten gemeldet, die auf ein „SARS-ähnliches Coronavirus“ hindeute. Eine ähnliche Meldung machte das in Peking ansässige CapitalBio MedLab hinsichtlich der Laborergebnisse eines anderen Patienten.

Noch am 11. Januar hieß es jedoch aus der Gesundheitskommission von Wuhan, es gäbe „keinen klaren Beweis für eine Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch“.

Basierend auf den Daten, die der Einrichtung in St. Louis vorlagen und die aus anderen Wissenschaftspapieren, Medienberichten und offiziellen Angaben der Zeit zwischen 1. Dezember und 8. Januar hervorgingen, betrug die Reproduktionszahl des Virus bereits in dieser Zeit geschätzte 3,12. Das war ein deutlich höherer Wert als die 1,3, die für die saisonale Grippe typisch sei, aber noch geringer als die bei den hochansteckenden Masern, wo R0 höher als 12 liegt.

Am 23. Januar, drei Tage, nachdem man den Ansteckungscharakter von COVID-19 eingeräumt hatte, erklärte die WHO, die Transmissionsrate in China liege schätzungsweise zwischen 1,4 und 2,5. Berücksichtigt man eine 5,2-tägige Inkubationszeit, wie man sie aufgrund der ersten Daten aus Wuhan errechnen konnte, wären dort am 23. Januar schätzungsweise 239.875 Menschen infiziert gewesen. An diesem Tag verfügten die dortigen Behörden den Lockdown.

Die Forscher erklären: Hätten die chinesischen Behörden bereits am 2. Januar Pandemie-Maßnahmen in Geltung gesetzt, hätte die Zahl der Infizierten bis zum 23. Januar lediglich bei 10.989 gelegen. Ihr Fazit: „Ohne die dreiwöchige Verzögerung hätte die größte Gesundheitskrise dieses Jahrhunderts verhindert oder zumindest in einem deutlich größeren Umfang kontrolliert werden können.“