Richard Grenell, Botschafter der USA in Deutschland.Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Berliner US-Botschafter Grenell offenbar ein Anwärter für Posten des Sicherheitsberaters

Epoch Times11. September 2019 Aktualisiert: 11. September 2019 21:37
Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, gehört laut US-Medienberichten zu den möglichen Kandidaten für den vakanten Posten des Nationalen Sicherheitsberaters. Der bisherige Amtsinhaber John Bolton war wegen Differenzen mit Präsident Donald Trump aus der Regierung ausgeschieden.

Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, gehört laut US-Medienberichten zu den möglichen Kandidaten für den vakanten Posten des Nationalen Sicherheitsberaters. Der TV-Sender Fox News berichtete am Mittwoch unter Berufung auf Insider, mehrere Senatoren hätten sich in Anrufen beim Weißen Haus für den 52-Jährigen eingesetzt. Allerdings umfassen die in US-Medien kursierenden Listen möglicher Nachfolger für den von Präsident Donald Trump entlassenen John Bolton rund ein halbes Dutzend Namen.

Grenell selbst geht offenbar davon aus, zum engeren Anwärterkreis zu gehören. Der Botschafter erwarte, im Zuge des Auswahlprozesses für den Spitzenjob an der Seite des Präsidenten vom Weißen Haus befragt zu werden, schrieb die „New York Times“. Grenell war in diesem Jahr bereits für den Posten des US-Botschafters bei der UNO gehandelt worden. Dieser ging dann aber an die damalige Botschafterin in Kanada, Kelly Craft.

Offensive Ansagen an die Bundesregierung

Laut „New York Times“ hegt Trump eine persönliche Zuneigung zu Grenell. Dieser nutzt sein Botschafteramt in Berlin für oftmals offensive Ansagen an die Bundesregierung und bricht damit mit der üblichen diplomatischen Zurückhaltung.

So erteilte Grenell etwa kürzlich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) öffentliche Ratschläge zu ihrem China-Besuch – er empfahl ihr einen offensiveren Kurs gegenüber der Volksrepublik. Auch bemängelte er vor einigen Tagen, dass sich die Bundesregierung bei den von Trump als viel zu niedrig kritisierten deutschen Verteidigungsausgaben nur auf öffentlichen Druck hin bewege.

Der bisherige Sicherheitsberater Bolton war am Dienstag ausgeschieden. Laut Trump wurde er wegen starker Meinungsverschiedenheiten gefeuert. Bolton erklärte dagegen, er sei von sich aus zurückgetreten. Bolton war mit dem Präsidenten laut Medienberichten bei zahlreichen Themen von Afghanistan über den Iran bis Nordkorea immer wieder uneins.

Für seine Nachfolge werden unter anderen auch der Nordkorea-Sondergesandte Stephen Biegun, der Iran-Beauftragte Brian Hook, der bisherige stellvertretende Nationale Sicherheitsberater Charles Kupperman und der pensionierte Oberst Douglas Macgregor gehandelt. (afp)



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