„Black Lives Matter“-Schriftzug in New York zum dritten Mal verunstaltet – binnen einer Woche

Von 19. Juli 2020 Aktualisiert: 19. Juli 2020 20:28
Der "Black Lives Matter"-Schriftzug in New York City wurde binnen einer Woche dreimal verunstaltet - auch von Schwarzen.

Der „Black Lives Matter“-Schriftzug in New York City wurde verunstaltet. Am Samstag (18.7) wurden deswegen zwei schwarze Frauen verhaftet. Der Schriftzug befindet sich direkt vor dem Trump Tower im Bezirk Manhattan.

Innerhalb einer Woche wurde der Schriftzug dreimal verunstaltet.

Videomaterial zeigt, wie eine Afroamerikanerin schwarze Farbe auf die gelben Worte kippt. Danach verteilte sie die Farbe mit den Händen.

„Sie tun das für Schwarze, nicht wahr? Schwarze Leben zählen. Schwarze Leben sind wichtig, aber sie wollen der Polizei – die Schwarze verteidigt – das Geld wegnehmen. Sie lügen. Nein, wir stehen nicht für ‚Black Lives Matter‘. Wir wollen unsere Polizei. Finanziert unsere Polizei, gebt der Polizei das Geld zurück“, sagte die Frau, als sie Farbe auf den Schriftzug kippte.

„Das Leben der Schwarzen ist ihnen egal“, fügte sie hinzu.

Ein Beamter der New Yorker Polizei (NYPD) teilte der Epoch Times mit, dass sich die Situation Samstagnachmittag ereignete. „Die Polizei beobachtete eine 39-jährige und eine 29-jährige Frau, die schwarze Farbe auf den BLM-Schriftzug gossen“, so eine Polizeisprecherin in einer E-Mail. „Die Personen wurden in Gewahrsam genommen und wegen kriminellen Benehmen angeklagt.“

Beide Frauen trugen T-Shirts mit der Aufschrift „Jesus Matters“.

Als Polizeibeamte versuchten, die Frauen festzunehmen, rutschte einer der Beamten auf der Farbe aus und schlug mit dem Kopf auf dem Bürgersteig auf. Das NYPD gab keine Einzelheiten über seinen Zustand bekannt. Mindestens fünf Beamte waren am Tatort.

Am Freitag (18.7) wurden drei Personen verhaftet, weil sie blaue Farbe auf den Schriftzug gekippt hatten. Am Montag (13.7) kippte ein Mann rote Farbe auf den BLM-Schriftzug.

Die „Black Lives Matter“-Beschriftung  wurde am 9. Juli auf Befehl des Bürgermeisters von New York City, Bill de Blasio, auf die Straße der Stadt gemalt. Der demokratische Politiker beteiligte sich zusammen mit seiner Frau, Chirlane McCray, an dem Schriftzug.

„Wenn wir sagen: ‚Black Lives Matter‘, ist das die amerikanischste Aussage, die patriotischste Aussage, denn es gibt kein Amerika ohne das schwarze Amerika“, sagte er damals.

Kritiker sagen, die Stadt sollte sich darauf konzentrieren, das Leben von Minderheiten konkret zu verbessern.

Die Bemerkung einer der am Samstag festgenommenen Frauen „gebt der Polizei das Geld zurück“ bezog sich auf die Bemühungen der „Black Lives Matter“-Bewegung, der Polizei das Budget zu kürzen. Die Gesetzgeber von New York sind diesem Wunsch bereits nachgekommen und haben den Haushalt des NYPD um eine Milliarde US-Dollar gekürzt.

Das Original erschien zuerst in The Epoch Times USA (deutsche Bearbeitung von so)
Originalartikel: NYC’s ‘Black Lives Matter’ Mural Defaced for 3rd Time in Under a Week

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