BMW muss 75.000 Autos in Werkstätten rufen

Epoch Times29. Dezember 2004 Aktualisiert: 29. Dezember 2004 9:28
Für viele BMW-Fahrer kann das Einschalten der Sitzheizung zu einer schmerzhaften Erfahrung werden: Der Münchner Konzern muss weltweit über 75.000 Fahrzeuge in die Werkstätten rufen, weil eine Gefahr der Überhitzung der Anlage droht. Wie BMW mitteilte, sind 69.750 5er BMW betroffen und 5500 7er. In Deutschland können in mehr als 30.000 Fahrzeugen die Sitze zum "heißen Stuhl" werden.

BMW betonte, alle Betroffenen würden von ihrer Werkstatt angeschrieben, die Reparatur erfolge dann kostenlos. Laut BMW kostet die Behebung des Fehlers voraussichtlich insgesamt rund 16 Millionen Euro.

BMW wurde auf das Problem durch Kundenbeschwerden aufmerksam. „Weltweit sind einige hundert Fahrzeuge auffällig geworden“, sagte ein Konzernsprecher. „Im Extremfall kann es zu einer Überhitzung des Sitzes kommen. In wenigen Fällen kam es zu leichten Verletzungen.“ Dabei gehe es vor allem um Rötungen. regelrechte Brandblasen hat laut Unternehmen niemand davongetragen. „Die Gefahr eines Fahrzeugbrandes besteht nicht“, betonte der Sprecher. In den Sitzen seien feuerdämmende Materialen eingebaut. Ob Schwelbrände im Sitz möglich seien, werde noch geprüft. In der Regel werde der Fahrer davor aber das Fahrzeug wahrscheinlich verlassen und ausschalten. Damit sei auch die Sitzheizung aus.

Betroffen sind Fahrzeuge, die zwischen dem 26. Februar 2003 und dem 9. Juni 2004 produziert worden. „Es sind nicht alle Fahrzeuge mit Sitzheizung aus dieser Zeit“, sagte ein Sprecher. „Betroffen sind insbesondere Seriensitze und die Sonderausstattung Sportsitze.“ Dagegen trete das Problem bei der Ausstattung Comfort und Multifunktion nicht auf.

In Deutschland sollten laut Unternehmen 29.250 5er in die Werkstätten und 980 7er. Bei der Reparatur wird nicht der gesamte Sitz ausgetauscht, sondern nur die defekte Heizung. Ob die Kosten für die Aktion am BMW hängen bleiben, ist noch nicht klar. Wenn der Fehler auf einen Zulieferer zurückgeht, können laut Unternehmen möglicherweise Ansprüche gegen diesen bestehen.

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