Brasiliens Außenminister erklärt: Die „menschengemachte Erderwärmung“ ist ein marxistisches Machtinstrument

Von 3. Dezember 2018 Aktualisiert: 4. Dezember 2018 17:18
Die "menschengemachte Erderwärmung" sei ein marxistisches Machtinstrument, meint der brasilianische Außenminister Araújo. Dessen Ziel sei es, dem Westen wirtschaftliche Freiheit und Wohlstand zu nehmen, Kinderreichtum zu kriminalisieren und totalitäre Regime wie die Volksrepublik China zu stärken.

Während sich derzeit in Kattowitz Staatsmänner aus aller Welt im Zeichen des Narrativs von der „menschengemachten Erderwärmung“ treffen – die meisten von ihnen haben emissionsintensive Anreisen mit dem Flugzeug hinter sich –, bereiten sich in Brasilien der gewählte Präsident Jair Bolsonaro und dessen designierte Minister auf ihre Amtseinführung am 1. Januar 2019 vor.

Nicht nur in der Außenpolitik, in der Wirtschaft und in der Bildungspolitik, wo Bolsonaro und sein Team weitreichende Änderungen vornehmen wollen, sondern auch mit Blick auf die Klimapolitik wird in Brasilia künftig ein anderer Wind wehen.

Einer der Garanten dafür ist Bolsonaros designierter Außenminister Ernesto Frago Araújo. Wie Bolsonaro selbst und der künftige Bildungsminister Ricardo Vélez Rodríguez entstammt er der geistigen Tradition des antikommunistischen und rechtskonservativen Vordenkers Olavo de Carvalho. Er war zuvor Leiter der brasilianischen Regierungsabteilung für die Beziehungen zu den USA und Kanada. Mit Araújo im Amt, so schreibt der Politikberater des Partido Social Liberal (PSL), Paulo Kramer, werde Brasilien „endlich seine westliche Tradition und Sendung wiederaufnehmen“ und sich vom „kommunistischen Sumpf der Dritte-Welt-Ideologie“ lossagen.

„Westen wird geschwächt, geopolitische Rivalen profitieren“

Diese Neuausrichtung wird sich jedoch offenbar auch in der Klimapolitik niederschlagen. Araújo hat bereits mehrfach auf seinem Blog deutlich gemacht, dass er den Narrativ von einer „menschengemachten Erderwärmung“, die vor allem durch steigenden CO2-Ausstoß bedingt sei und eine Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes befürchten ließe, für eine kulturmarxistische Verkaufsstrategie hält. Diese solle helfen, eine globalistische Agenda durchzusetzen, die antifreiheitlich, antichristlich und gegen wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand gerichtet sei.

Araújo nannte den herrschenden Konsens in der Klimaforschung ein „Dogma“. Deren Ergebnisse seien im Wesentlichen selbstreferenziell und von politischen Interessen beeinflusst:

Dieses Dogma wird benutzt, um die regulatorische Macht des Staates über die Wirtschaft und jene internationaler Organisationen über die Nationalstaaten und ihre Bevölkerungen zu rechtfertigen. Zudem soll es das ökonomische Wachstum in demokratischen, kapitalistischen Ländern bremsen, während China davon profitieren soll.“

Die Klima-Ideologie und ihre Top-Down-Strategie von der UNO abwärts schwäche den Westen, indem sie dessen Wirtschaft lähmt und ihn von geopolitischen Rivalen abhängig macht. Die Volksrepublik China oder diverse Golfmonarchien profitieren hingegen.

Darüber hinaus diene sie der extremen Linken, um den „Kapitalismus“ zu diskreditieren und die Märkte auf nationaler wie internationaler Ebene der Steuerung durch sozialistische Parteien, Bürokraten und NGOs zu unterwerfen.

Linke haben den Umweltschutz vereinnahmt und pervertiert

Die Linke habe in den letzten 20 Jahren den Umweltschutz vereinnahmt und mit der Ideologie des [menschengemachten] Klimawandels „bis aufs Äußerste pervertiert“, erklärt Araújo. Die Klimawissenschaft habe:

ein paar Daten gesammelt, die für eine Korrelation zwischen steigenden Temperaturen und der Konzentration von CO2 in der Atmosphäre sprechen, gleichzeitig Daten ignoriert, die für das Gegenteil sprechen und ein ‚wissenschaftliches‘ Dogma begründet, das niemand infrage stellen kann, der nicht aus der guten Gesellschaft ausgeschlossen werden möchte. Das ist aber gerade das Gegenteil vom Geist der Wissenschaft“.

Dass die sozialistische brasilianische „Arbeiterpartei“ (PT) sich die Klima-Ideologie zu eigen gemacht habe, füge sich nahtlos in ihr Vorhaben, das „sozialistische Ideal“ zu befördern und dafür Individualismus, Gedankenfreiheit und wirtschaftliche Freiheit zu beseitigen.

Das Ziel dieser Ideologie sei es, alles zu kriminalisieren, was gut, spontan, natürlich und rein sei:

Man kriminalisiert die Familie unter Vorwand, patriarchalische Gewalt zu bekämpfen. Man kriminalisiert das Privateigentum, die Sexualität und die Reproduktion, indem man jeden heterosexuellen Geschlechtsakt zur Vergewaltigung umdeutet und jedes Baby zum Risiko für den Planeten stempelt, weil es die Kohlenstoffemissionen steigern werde.“

Der Sozialismus kriminalisiere den Glauben an Gott ebenso wie den Patriotismus und die Biologie. Letztgenanntes erfolge auf dem Wege des Verbots der Aussage, jemand werde als Frau oder als Mann geboren.

„Brasilien von der globalistischen Ideologie befreien“

„Sie kriminalisieren auch den Wettbewerb – ein linker Kollege meinte einmal, Sport sei ‚faschistisch‘. Sie kriminalisieren rotes Fleisch. Die kriminalisieren Air Conditioner – wegen der ‚Klimawissenschaft‘. Sie kriminalisieren Schönheit. Sie kriminalisieren alle westlichen Denker sei Anaximander. Sie kriminalisieren die Geschichte und ihre Helden. Sie kriminalisieren sogar Disneyfilme. Sie kriminalisieren die Liebe zu Kindern und Vorfahren. Und sie kriminalisieren Öl und jeden anderen Energieträger, der effizient und günstig ist.“

Unter Führungspersönlichkeiten wie den wegen Korruption ins Visier der Justiz geratenen Politikern Lula da Silva und Dilma Rousseff hätten die Sozialisten die internationalen Organisationen genutzt, um ihre Günstlinge aus dem Sao-Paulo-Forum mit lukrativen Versorgungsposten zu bedenken.

Araújo will nun diese Sümpfe trockenlegen und „Brasilien und der Welt helfen, sich von der globalistischen Ideologie zu befreien“. Das letzte Ziel der Globalisierung, so der designierte Außenminister, sei die „Trennung von Gott und Mensch“.

Dazu wird er sich an den USA unter Donald Trump als Führungsmacht orientieren. Araújo sieht in Trump einen „Hoffnungsträger für die Bewahrung der westlichen Zivilisation“.
Brasiliens neue Regierung wird auf entschlossenen Widerstand marxistischer Kräfte im eigenen Land wie auf internationaler Ebene treffen.

So ist damit zu rechnen, dass die Europäische Union versuchen wird, Brasilien durch die dem Verlust von Absatzmärkten für Soja und Rindfleisch gefügig zu machen. Die Klima-Ideologie könnte auch hier als willkommener Vorwand dienen. Andererseits gibt es neben den USA als mächtigem Partner auch immer mehr lateinamerikanische Länder, die sich vom Joch sozialistischer Regime zu befreien trachten.


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