Brüssel: Besuch von Islamkritiker Wilders verboten – „Molenbeek offiziell zum islamistischen Territorium erklärt“

Epoch Times2. November 2017 Aktualisiert: 2. November 2017 14:22
Die Brüsseler Islamistenhochburg Molenbeek hat einen Besuch des niederländischen Politiker Geert Wilders offiziell verboten. "Und hiermit ist Molenbeek offiziell zum islamistischen Territorium erklärt worden", schrieb Wilders auf Twitter.

Die als Islamistenhochburg bekannte Brüsseler Gemeinde Molenbeek hat einen Besuch des niederländischen Politikers Geert Wilders offiziell verboten.

Bürgermeisterin Francoise Schepmans ließ eine für Freitag angekündigte Veranstaltung Wilders‚ und des belgischen Politikers Filip Dewinter per Versammlungsgesetz untersagen, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga am Donnerstag meldete.

Wilders schrieb auf Twitter: „Und hiermit ist Molenbeek offiziell zum islamistischen Territorium erklärt worden. Feige!“

Was allerdings passieren sollte, wenn sich Wilders und Dewinter lediglich zu einem Zweier-Spaziergang in Molenbeek einfinden, blieb zunächst unklar.

Wilders gilt als einer der bekanntesten Islam-Kritiker Europas. Er hatte seinen Besuch in Molenbeek bereits Ende September via Twitter angekündigt. In Medien wurden seine Pläne auch als „Islam-Safari“ bezeichnet.

Molenbeek Rückzugsort radikaler Islamisten

Molenbeek ist als Hochburg und Rückzugsort radikaler Islamisten bekannt. Dort hatten unter anderem einige der mutmaßlichen Attentäter von Paris und Brüssel Unterschlupf gefunden.

Die Gemeinde, in der rund 25 Prozent der Bewohner marokkanische Wurzeln haben, bietet einen idealen Nährboden für terroristische Strukturen und für Radikalisierung. Die Jugendarbeitslosigkeit lag zuletzt bei Werten deutlich über 30 Prozent.

Laut einer Studie des European Institute of Peace floriert zudem der Drogenhandel und es gibt wenig Wohnraum. In einer Liste der 589 belgischen Gemeinden wird Molenbeek als zweitärmste geführt. (dpa/so)

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