Bundeswehrsoldaten bilden 2013 in Koulikoro (Mali) Pioniere der Armee Malis aus.Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Bundeswehr-Konvoi in Mali von lokaler Armee beschossen

Epoch Times17. Februar 2019 Aktualisiert: 17. Februar 2019 20:33
Der Bundeswehr-Konvoi hatte ein UN-Fahrzeug geborgen und wurde auf dem Rückweg ins Camp der UNO-Mission Minusma plötzlich mit Handwaffen beschossen.

Beim Bundeswehr-Einsatz in Mali ist es zu einem Schusswechsel zwischen deutschen und malischen Soldaten gekommen. Wie der „Spiegel“ am Sonntag berichtete, wurde im Norden des westafrikanischen Landes am späten Samstagabend ein deutscher Konvoi von lokalen Soldaten beschossen. Bei dem Zwischenfall wurde ein malischer Soldat verletzt.

Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam bestätigte den Bericht auf Anfrage von AFP. Demnach wurde der deutsche Konvoi am Samstag gegen 21.15 Uhr (MEZ) etwa 50 Kilometer westlich des Camps Castor in Gao beschossen.

Der Bundeswehr-Konvoi hatte ein UN-Fahrzeug geborgen und wurde auf dem Rückweg ins Camp der UNO-Mission Minusma plötzlich mit Handwaffen beschossen. Die Bundeswehr-Soldaten erwiderten das Feuer und kehrten dann unverletzt ins Camp Castor zurück.

Aufgrund der Dunkelheit habe es zunächst ein unklares Lagebild gegeben, sagte der Sprecher. Erst später habe sich herausgestellt, dass es sich offenbar um einen Schusswechsel mit der malischen Armee gehandelt habe, mit der die UNO-Mission Minusma eigentlich zusammenarbeitet.

Die deutschen Soldaten brachten den verletzten Soldaten in eine französische Sanitätseinrichtung, wie die Bundeswehr auf ihrer Website mitteilte. Sein Zustand sei stabil, er befinde sich aber noch in Lebensgefahr. „Wir können noch nicht bestätigen, ob der Soldat von deutschen Kräften getroffen wurde“, sagte der Sprecher. Der Vorfall werde weiter untersucht.

Die Bundeswehr beteiligt sich seit 2013 an der UNO-Stabilisierungsmission Minusma in Nord-Mali. Der Mali-Einsatz gilt als der gefährlichste Auslandseinsatz der Bundeswehr.   (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion