Medienwirbel um tödliche US-Demo mit Auto-Attacke – Ein abgekartetes Spiel?

Von 14. August 2017 Aktualisiert: 14. August 2017 20:06
Präsident Donald Trump verurteilte die "rassistische Gewalt", diejenigen, die Gewalt im Namen des Rassismus ausüben würden, seien "Kriminelle und Verbrecher". Ein Blick auf die Hintergründe und auf die Demonstration. Die US-Medien kochen vor Wut und sogar die deutsche Bundesregierung verurteilte den „Rechtsextremen-Aufmarsch“ von Charlottesville in emotionsgeladener Sprache.

In US-Medien wird derzeit die Botschaft verbreitet, dass es sich in Charlottesville um eine Demonstration von Rechtsextremisten und Ku Klux Klan-Anhängern gehandelt habe, mit rassistischen Botschaften. Auch der Mann, der den Auto-Anschlag verübte und in eine Straße voller Gegendemonstranten raste, sei ein Neonazi gewesen. Zudem wird das Narrativ bedient, dass die Rechtsextremen Trump-Anhänger gewesen seien. EPOCH TIMES berichtete bereits.

Nachrichtenagenturen veröffentlichten heute präzise Bilder der Auto-Attacke, die den Moment zeigen, in dem Menschen von der Wucht des Aufpralls weggeschleudert werden.

Das Medienaufgebot bei der Demo in Charlottesville war enorm groß. Die Demonstration war schon seit Monaten geplant.

https://www.youtube.com/watch?v=aOT3wDR7WZU

Beobachter im Internet vermuten nun, dass die Ereignisse absichtlich hochgekocht wurden, um US-Präsident Trump in Bedrängnis zu bringen, die Gesellschaft zu spalten und Menschen mit konservativen Ansichten zum Schweigen zu bringen.

Wegen der Beteiligung rechtsradikaler Gruppen an der Demo, zu der auch Trump-Unterstützer kamen, ist die Geschichte geeignet, um die Trump-Basis allgemein in Verruf zu bringen.  Und indem der Präsident sich weigert, die „Altrechten“ zum Sündenbock abzustempeln, macht er sich selbst verdächtig. Dies ist nun geschehen.

US-Präsident Donald Trump verurteilte die „rassistische Gewalt“. „Rassismus ist böse“, erklärte Trump am Montag in Washington. Diejenigen, die Gewalt im Namen des Rassismus ausüben würden, seien „Kriminelle und Verbrecher“. Explizit nannte der US-Präsident den Ku-Klux-Klan, Neonazis und Anhänger der „White Supremacy“-Bewegung.

Blieb die Polizei untätig?

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Aussage des Veranstalters Jason Kessler, der laut eigenen Angaben sowohl eine friedliche Demo wie Gegendemo im Sinn gehabt hatte.

Er erhob am Tag nach den Ereignissen schwere Vorwürfe gegen die Stadt und die Sicherheitskräfte.

Auf einer Pressekonferenz, die er unter Pfeifen und Buhrufen hielt und schließlich wegen Anfeindungen abbrach, erklärt Kessler, die Polizei von Charlottesville habe tatenlos dagestanden und die zuvor abgesprochenen Sicherheitsarrangements nicht durchgesetzt. Das Video gibt Eindruck von der enorm aufgepeitschten Stimmung in Charlottesville.

„Wir hatten ein Versammlungsrecht für den 12. August und wir hatten zwei Monate lang mit der Polizei verhandelt, damit Demonstranten und Gegendemonstranten in Sicherheit ihr Recht der freien Meinungsäußerung wahrnehmen können“, so Kessler.

Am Freitag Abend hatten die Veranstalter dann überraschend vor einen Bundesrichter ziehen müssen, weil die Stadt Charlottesville kurz zuvor die Veranstaltung und alle getroffenen Sicherheitsarrangements absagte. Man habe vor Gericht gegen die Stadt gewonnen – basierend auf dem 1. Verfassungszusatz, dem Recht auf freie Meinungsäußerung, welches die Stadt mit ihrer Absage verletzt habe, so Kessler.

„Ich möchte jegliche Gewalt, die gestern passiert ist, verurteilen. Ich bin gegen alles, was dazu führte, dass Menschen verletzt wurden“, fügte er hinzu.

Auf Twitter ging er einen Schritt weiter: Er sagte die großen US-Medien von CNN bis Fox News würden nicht die wahre Geschichte erzählen. Die Stadt Charlottesville habe „Blut an ihren Händen“.

Die Polizei habe dagestanden und sich geweigert, die Gegendemonstranten wegzuhalten. Die US-Verfassung sei dafür da, um politische Gewalt zu verhindern und damit Menschen ihre Meinung frei äußern könnten. Er prognostiziert, dass die politische Gewalt zunehmen wird, solange die US-Verfassung nicht umgesetzt werde.

Kessler weiter: „Die Medien sagen Neonazi, Neonazi, Neonazi oder weißer Nationalist zu jedem, der ihnen nicht passt.“

„Regierung, Medien und die Polizei von Charlottesville waren bereit, das ganze bis zum Punkt kommen zu lassen, wo Menschen gestorben sind.“ Das ganze sei ein abgekartetes Spiel gewesen, meint er.

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Was über den Amokfahrer berichtet wird

AFP schreibt nun über den Amokfahrer:

Der 20-jährige Autofahrer wurde wenig später festgenommen und soll am Montag erstmals vor einem Gericht erscheinen. Ihm werden Totschlag, mehrfache Körperverletzung und Fahrerflucht vorgeworfen. Weitere Anklagepunkte könnten hinzukommen.

Inzwischen verdichten sich anscheinend die Hinweise darauf, dass der junge Mann aus dem US-Staat Ohio ein Neonazi-Sympathisant war. So schilderte ein ehemaliger Lehrer nach Angaben der „Washington Post“, dass der mutmaßliche Täter spätestens seit dessen High-School-Zeiten von Nazi-Sichtweisen und Adolf Hitler fasziniert gewesen sei. Auch soll er Stunden vor dem mutmaßlichen Auto-Anschlag mit einer Gruppe von Rechtsextremisten zusammen gestanden haben.

Video der Auto-Attacke:

https://www.youtube.com/watch?v=9mnywjPPDtU

Bundesregierung verurteilt in emotionsgeladener Sprache

Indessen hat sogar die Bundesregierung die Demo der Alt-Rights an sich verurteilt und dazu eine emotionsgeladene Sprache benutzt: „Wo immer es zu solchen Bildern kommt, ist das widerwärtig und steht im Gegensatz zu dem, wofür die Bundeskanzlerin und die gesamte Regierung arbeitet“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bedauere „den Tod der jungen Frau, die Opfer dieses Amokautofahrers geworden ist“, so Seibert laut AFP.

„Abgesehen von dem Attentat waren das absolut abstoßende Szenen, die da bei diesem Rechtsextremen-Aufmarsch zu sehen waren.“ Bei der Demonstration sei „unverhüllt und in übelster Form Rassismus, Antisemitismus und Hass zur Schau gestellt“ worden, fügte Seibert hinzu.

Siehe auch:

Trump verurteilt „Gewalt von vielen Seiten“ nach tödlicher Südstaaten-Demo