Wie Chinas Anti-Satelliten-Waffen die Überlegenheit der USA gefährden

Von und 28. April 2015 Aktualisiert: 28. April 2015 14:20
USA Chinas Anti-Satelliten-Waffen den USA gefährlich werden könnten.

Chinas Anti-Satelliten-Waffen machen den USA offenbar mehr Bauchschmerzen, als bislang zugegeben: Im April sprachen US-Militärs bei mehreren Anlässen offen über die Themen Weltraum-Kriegsführung und chinesische Bedrohung – eine absolute Sensation, wenn man bedenkt, wie diskret das Thema bisher behandelt wurde. Die Hauptbefürchtung: China könnte in einem zukünftigen Krieg Weltraum-Waffen einsetzen, um Satelliten der USA und anderer Nationen auszuschalten. Die Folgen für die Welt wären unabsehbar.

US-Überlegenheit abhängig von Satelliten

Die Sicherheit von Satelliten ist der Aspekt der (US-)Verteidigungspolitik, um den bisher am wenigsten Wind gemacht wurde – und doch ist er der heikelste, betrifft er doch eine Bandbreite von Funktionen, vom GPS-Navigation bis zu militärischer Kommunikation.

Am 26. April brachte „60 Minutes“, ein Investigativ-Magazin von CBS, das Thema erstmals ins Fernsehen. Unter dem Titel „The Battle Above“ bekam der Zuschauer Einblick in das U.S Space Command, die Weltraumabteilung der Armee. Die Kontrolle des Weltraums sei das allerwichtigste, war die Botschaft der Sendung, und um sie finde ein komplexer, meist geheimer Krieg statt. Schließlich gehe es um die ultimative militärische Überlegenheit …

Die Zuschauer erfuhren denn auch, dass Chinas Bestrebungen zur Entwicklung von Anti-Satelliten-Waffen (ASAT) eine Hauptsorge des Space Commands ist: Bisher gab es laut CBS sechs Tests für solche bodenbasierten Raketen. Mit einer davon eliminierte China im Jahr 2007 erfolgreich einen eigenen Wettersatelliten. Die ASATs gefährden jedoch nicht nur jeweils das Ziel, auf das sie abgeschossen werden: Ein großes internationales Problem wären nach einer Attacke auch die herumfliegenden Trümmer, die – sofern genug davon vorhanden – unvermeidlich Schäden an anderen Satelliten und Raumstationen anrichten würden. Die USA haben schon letztes Jahr ein System in die Umlaufbahn geschickt, mit dem sie zuküftig ihre Satelliten verteidigen wollen.

Experte: „Die Sendung war eine politische Sensation“

Dass in der Sendung so offen die chinesische Bedrohung thematisiert wurde, sei eine Sensation gewesen, so William Triplett, US-Senatsberater und Sicherheitsexperte. Vergleichbare Statements hoher US-Militärs habe man seit Nixons China-Besuch in den 70ern nicht mehr erlebt, sagte er zu EPOCH TIMES. „Da muss jemand eine politische Entscheidung getroffen haben“. Offiziere dieser Ebene bräuchten eine Erlaubnis von ganz oben, um derart offen mit Medien sprechen zu dürfen – zumal mehrfach vor Chinas Militär gewarnt wurde.

China gefährdet bald den Weltraum“

Zwei Generäle sagten in der Sendung, China „werde bald die Sicherheit jedes einzelnen Satelliten“ im Orbit gefährden – eine Aussage, die sie auch auf dem „Space Symposium“ vor zwei Wochen in Colorado Springs gemacht hatten. Bei dieser globalen Konferenz mit 11.000 Teilnehmern waren die Treffen zu Cyber-und ASAT-Waffen nur für US-Vertreter mit Geheimbefugnis zugänglich. Laut Triplett, waren Chinas Projekte dort das Thema Nr. 1.

Die Anti-Satelliten-Waffen des chinesischen Regimes gehören zu dessen geheimsten Entwicklungen. Ihre Namen „Mörderkeule“ und „Trumpf-Karte“ deuten an, dass sie im Falle eines Krieges technologisch überlegene Gegner in die Knie zwingen sollen.

Deutsch von rf.

Original-Artikel auf Englisch: http://www.theepochtimes.com/n3/1336193-secretive-us-space-command-breaks-silence-to-warn-off-china/

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