Corona-Pandemie im Newsticker 16. April: Mehr als 860 Todesfälle innerhalb eines Tages in Großbritannien – Frankreich meldete 750 neue Todesfälle

Epoch Times14. April 2020 Aktualisiert: 17. April 2020 8:00
Ausgangssperren, Kontaktverbote, Quarantäne – weltweit. Die Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Newsticker.

Die Lungenkrankheit COVID-19 verbreitete sich rasant in der Welt. Regierungsdaten zufolge könne der erste Fall einer Person, die nachgewiesenermaßen an COVID-19 litt, auf den 17. November in China zurückverfolgt werden. Offiziell hieß es, der erste Fall in China sei am 8. Dezember 2019 aufgetreten.

Neuer Epoch Times Sonderdruck zur Corona-Pandemie:

Die 2. Sonderausgabe beleuchtet die Hintergründe, warum wir uns in diesen Schwierigkeiten befinden – und wie wir uns vor der Gefahr schützen können, in medizinischer wie auch mentaler Hinsicht.

Epoch Times Sonderausgabe März

Donnerstag 16. April

21:41 Uhr: Mehr als 750 Todesfälle innerhalb eines Tages in Frankreich

In Frankreich sind innerhalb eines Tages weitere 753 Menschen nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben. Die Gesamtzahl der landesweiten Todesfälle erhöht sich damit auf insgesamt 17.920, wie der Generaldirektor für Gesundheit, Jérôme Salomon, am Donnerstag mitteilte. Mit 474 Patienten weniger sei die Zahl der Krankenhauseinweisungen weiter zurückgegangen, auch die Zahl der Intensivpatienten habe sich um 209 Menschen verringert, hieß es weiter.

Laut Salomon hat sich die Virusausbreitung nach derzeitigem Stand stabilisiert. Insgesamt 11.060 Menschen seien in Frankreich in Krankenhäusern verstorben sowie 6860 weitere in Altersheimen oder anderen Pflegeeinrichtungen.

Weltweit starben nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP mittlerweile mehr als 140.000 Menschen mit oder an der Lungenkrankheit Covid-19, fast zwei Drittel der offiziellen 141.127 Todesfälle wurden demnach in Europa verzeichnet. Mehr als 2,1 Millionen Coronavirus-Infektionsfälle wurden inzwischen weltweit registriert, fast die Hälfte davon in Europa.

18:31 Uhr: CNN-Moderator Chris Cuomo sagt, dass nach ihm, nun auch seine Frau das Virus hat

Der CNN-Moderator, Chris Cuomo, der Ende letzten Monats enthüllte, dass er positiv auf das SARS-CoV-2 getestet wurde, gab nun bekannt, dass seine Frau Cristina nun ebenfalls infiziert ist. Cuomo gab dies am Mittwochabend während eines Interviews mit seinem Bruder, dem New Yorker Regierungschef Andrew Cuomo, im Sender bekannt.

„Cristina hat jetzt COVID-19. Sie ist jetzt positiv. Und es bricht mir einfach das Herz“, sagte Chris Cuomo. „Es ist die eine Sache, von der ich gehofft hatte, sie würde nicht geschehen, und jetzt ist sie geschehen.“

Cuomo ist weiterhin auf Sendung und hat seine gesundheitlichen Kämpfe mit dem Virus dokumentiert. Er hatte sich selbst zu Hause in Long Island, New York, unter Quarantäne gestellt und sagte, er bleibe im Keller, um sicherzustellen, dass seine Frau und seine Kinder es nicht bekämen.

17:00 Uhr: Großbritannien meldet 861 neue Todesfälle

In Großbritannien sind binnen 24 Stunden weitere 861 Menschen in Krankenhäusern nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben. Das waren fast hundert neue Todesfälle mehr als am Vortag, wie das britische Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte.

Insgesamt starben in Großbritannien bislang 13.729 Infizierte. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle überschritt am Donnerstag die Marke von 100.000.

Die britische Regierung wird voraussichtlich eine Verlängerung der am 23. März verhängten Ausgangssperre beschließen. Außenminister Dominic Raab, der den an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankten Premierminister Boris Johnson vertritt, will nach Beratungen mit seinen Ministerkollegen am Donnerstag eine Entscheidung verkünden.

15:05 Uhr: Zahl der Todesfälle in Spanien steigt auf 19.000

In Spanien sind weitere 551 Menschen mit beziehungsweise an der Lungenerkrankung Covid-19 gestorben. Damit stieg die Zahl der Todesopfer in der Corona-Krise auf 19.130, wie die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mitteilten. Die Zahl der Infektionsfälle stieg um 5183 auf 182.816 – offiziell die zweithöchste Zahl weltweit nach den USA.

Die Zahl der Todesfälle ist seit zwei Wochen rückläufig. Die spanischen Behörden gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Pandemie Anfang April überschritten wurde. Damals wurden an einem Tag 950 Todesfälle gezählt.

Die offiziellen Opferzahlen sind in Spanien jedoch zunehmend umstritten: Nach Angaben der Regionalbehörden in Madrid und Katalonien tauchen tausende Tote nicht in der nationalen Statistik auf. Katalonien gab die Zahl der Corona-Todesfälle am Mittwoch mit mehr als 7000 an, während in der nationalen Statistik von Donnerstag 3855 aufgeführt wurden. Die Region Madrid verweist auf mehr als 10.000 Tote, das spanische Gesundheitsministerium nennt für die Region 6877 Todesfälle.

14:58 Uhr: Erneut Millionen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA

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Wegen der Zuspitzung der Corona-Pandemie haben in den USA die vierte Woche in Folge Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt. In der Woche bis zum 11. April wurden 5,2 Millionen Neuanträge registriert, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte.

Damit haben innerhalb eines Monats rund 22 Millionen Menschen ihren Job verloren. Allein in der Vorwoche hatten 6,6 Millionen Menschen einen Erstantrag auf Unterstützung gestellt.

Die Erstanträge gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts in der größten Volkswirtschaft der Welt. Sie deuten inzwischen auf einen dramatischen Wirtschaftseinbruch infolge der Corona-Krise hin. Bis zum März hatte die Zahl der Erstanträge noch regelmäßig unter 100.000 pro Woche gelegen.

14:45 Uhr: Japans Regierungschef weitet Ausnahmezustand auf gesamtes Land aus

Angesichts der Corona-Krise hat der japanische Regierungschef Shinzo Abe den Ausnahmezustand auf das ganze Land ausgeweitet. Die Maßnahmen würden nun für alle Regionen gelten, sagte Abe am Donnerstag bei einem Treffen mit medizinischen Experten. Die Regelungen bleiben demnach bis zum 6. Mai in Kraft.

Seit 8. April gilt bereits in Tokio und sechs weiteren Regionen der Ausnahmezustand. Er ermöglicht es den Gouverneuren der betroffenen Regionen, allen Bewohnern mit Nachdruck zu empfehlen, zu Hause zu bleibe. Zudem können sie die Schließung von Geschäften nahelegen sowie anordnen, dass bestimmte Gebiete oder Gebäude für medizinische Zwecke genutzt werden müssen. Ausgangssperren und andere strikte Verbote wie in anderen Ländern dürfen die Behörden in Japan jedoch nicht verhängen.

Mehrere Gouverneure hatten in den vergangenen Tagen gefordert, den Ausnahmezustand auch für ihre Regionen auszurufen. Notfallmediziner warnten, immer weniger Krankenhäuser könnten noch Patienten mit hohem Fieber und Atemproblemen aufnehmen. Auch die Schutzausrüstung wird inzwischen knapp: Die Stadt Osaka rief bereits zu Regenmäntel-Spenden als Ersatz für Schutzkleidung auf.

In Japan wurden bis Donnerstag rund 8500 Virus-Infektionen bestätigt, 136 Menschen starben an beziehungsweise mit Covid-19. Bislang war das Land von der Corona-Pandemie weniger stark betroffen als Europa und die USA. Ein kürzlich festgestellter Anstieg der Fälle, vor allem in der Hauptstadt Tokio, hatte jedoch Besorgnis ausgelöst.

11:34 Uhr: Hans sieht „Weg zurück in neue Normalität“

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat für die Beschlüsse von Bund und Ländern zur Lockerung der Corona-Maßnahmen geworben. Es müsse einen Weg zurück in eine „neue Normalität“ geben, sagte Hans am Donnerstagvormittag in Saarbrücken. Auch wenn man zunächst nur eine „zarte Wende“ verkünden könne, handele es sich immerhin um „eine Erleichterung für die Menschen im Land“, fügte er hinzu.

„Weil die übergroße Mehrheit inzwischen die Abstand- und Hygieneregeln auch verinnerlicht hat, meinen wir, dass wir in Grenzen jetzt das öffentliche Leben ein Stück weit aktivieren können.“ Bei der Anpassung der Corona-Maßnahmen halte man sich „weitgehend“ an die Bund-Länder-Vereinbarung vom Mittwoch, so der CDU-Politiker. Den Zeitpunkt für eine Entwarnung in der Corona-Pandemie sieht Hans aber noch nicht gekommen. Auch wenn das Infektionsgeschehen aktuell „beherrschbar“ scheine, könne ein falscher Schritt dazu führen, dass die Pandemie eine „gefährliche Entwicklung“ nehme.

11:25 Uhr: Dreyer will alle Schüler vor den Sommerferien wieder in die Schulen geholt haben

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer priorisiert derzeit die Wiederöffnung der Schulen für die Abschlußklassen, möchte aber gerne vor den Sommerferien wieder alle Schüler in die Schulen zurückholen können. Ab 4. Mai gehe es los, „prioritär mit den Abschlussklassen und allen qualifikationsrelevanten Jahrgängen.“, sagte Dreyer. Die Kultusminister würden nun bis zum 29. April die Details ausarbeiten.

Lesen Sie auch: Karliczek: Schulen vor „enormer Herausforderung“ – Elternrat: Sanitäre Anlagen in Schulen marode

11:22 Uhr: Frankreich erwägt Abschaltung von Atomreaktoren

Wegen der Coronavirus-Pandemie erwägt Frankreich die Abschaltung mehrerer Atomreaktoren. Der mehrheitlich staatliche Betreiber Electricité de France (EDF) begründete dies am Donnerstag mit einem Einbruch des Stromverbrauchs um bis zu 20 Prozent. Der Konzern verwies darauf, dass zahlreiche Wirtschaftsbereiche zum Erliegen gekommen seien.

Um die Versorgung mit Strom im kommenden Winter sicherzustellen, könnte „die Produktion von mehreren Atomreaktoren in diesem Winter und Herbst ausgesetzt werden“, hieß es in einer Erklärung von EDF. Ziel sei es, Brennstoffe einzusparen. Welche Reaktoren im Gespräch sind, teilte der Versorger nicht mit.

Frankreich hat noch 57 Atomreaktoren in Betrieb. Dem Netzbetreiber RTE zufolge standen sie im vergangenen Jahr für rund 71 Prozent der Stromproduktion. Das ist mit Abstand der größte Anteil weltweit.

11:16 Uhr: Bund sichert Kreditversicherer mit 30 Milliarden Euro ab

Die Bundesregierung hat in der Corona-Krise einen weiteren Schutzschirm für Unternehmen gespannt: Der Bund übernimmt für dieses Jahr eine Garantie für Entschädigungszahlungen der Kreditversicherer von bis zu 30 Milliarden Euro, wie Regierung und Versicherer am Donnerstag mitteilten. Kreditversicherungen schützen Lieferanten vor Zahlungsausfällen, wenn ein Abnehmer im In- oder Ausland die Rechnung nicht bezahlen kann oder will. Der Bund bekommt im Gegenzug einen Großteil der Prämieneinnahmen der Versicherer in diesem Jahr.

„Mit dem Schutzschirm sichern wir den Warenverkehr ab und sorgen so für einen reibungslosen Warenstrom, den wir gerade jetzt dringend brauchen“, erklärte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD). Der Bund trage dazu bei, die Lieferketten in Deutschland und weltweit aufrechtzuerhalten, ergänzte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

10:53 Uhr: Saar-Ministerpräsident verteidigt Verbot von Großveranstaltungen

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat das Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. August verteidigt. Es sei „völlig klar“, dass man auch im Sommer keine großen Konzerte oder Massenveranstaltungen abhalten könne, „weil man sich da schlichtweg zu nah kommt und das Infektionsrisiko viel zu groß ist“, sagte Hans in der RTL-Sendung „Guten Morgen Deutschland“. Man könne sich nur schlecht vorstellen, dass man mit Schutzkleidung im Hochsommer auf einem Konzert stehe.

„Um Planungssicherheit für die Veranstalter zu haben, sagen wir diese Veranstaltungen jetzt schon ab, werden aber in immer kürzeren Abständen überprüfen müssen, wie unsere Maßnahmen wirken“, so der Ministerpräsident.

10:49 Uhr: Misshandlung von Afrikanern in China nach Corona-Infektion führt zu Empörung in Nigeria

Vor kurzem wurden einige Nigerianer in der südchinesischen Stadt Guangzhou positiv auf COVID-19 getestet. Chinesische Vermieter und Beamte vertrieben sie aus ihren Häusern und Hotels, Pässe wurden beschlagnahmt und eine Quarantäne erzwungen – was in Nigeria für Entrüstung sorgte. Es kam zu Gegenreaktionen. Mehr dazu…

10:47 Uhr: London will Maßnahmen um drei Wochen verlängern

Großbritannien will die Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie britischen Medien zufolge um drei Wochen verlängern. Die Entscheidung solle nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats Cobra noch heute offiziell verkündet werden.

Gesundheitsminister Matt Hancock sagte dem Sender BBC: „Für Änderungen ist es noch zu früh. Die Zahlen gehen noch nicht zurück.“ Details nannte der Minister nicht.

Die Ausgangsbeschränkungen waren am 23. März verhängt worden. Die Briten dürfen ihre Wohnungen kaum noch verlassen. Erlaubt sind der Einkauf wesentlicher Dinge wie Lebensmittel und Medikamente. Alle Läden, die nicht zur Grundversorgung dienen, sind geschlossen. Sport ist nur einmal am Tag und nur mit Mitgliedern desselben Haushalts erlaubt. Versammlungen von mehr als zwei Personen sind verboten.

10:42 Uhr: Mehr als 131.400 Corona-Nachweise in Deutschland – 3554 Tote

In Deutschland sind bis zum Vormittag mehr als 131.400 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10.15 Uhr: Mehr als 128.500 Infektionen). Mindestens 3554 (Vortag Stand 10.15 Uhr: 3222) mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 77.000 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

10:33 Uhr: Karliczek: Schulen vor „enormer Herausforderung“ – Elternrat: Sanitäre Anlagen in Schulen marode

Auch wenn die Schulen nur schrittweise wieder geöffnet werden, ist es kaum möglich sie nach allen Forderungen der Epidemiologen umzugestalten. Es fehlt an Platz und Personal um Gruppen aufzuteilen oder Abstandsregeln einhalten zu können. Viele Schulen haben schon seit Jahren erhebliche Mängel im Sanitärbereich.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sieht die Schulen in der Corona-Krise vor einer „enormen Herausforderung“. Die nun beschlossene schrittweise Öffnung der Schulen sei „unter strenger Einhaltung der Infektionsschutzregeln zu organisieren“, sagte Karliczek. „Es sind viele komplexe Fragen zu lösen, ohne eine Erhöhung der Infektionsrate zu riskieren.“ Lesen Sie mehr…..

10:18 Uhr: Easyjet sieht sich für monatelangen Flugstopp gerüstet

Der britische Billigflieger Easyjet rüstet sich mit neuen Krediten und dem Verkauf von Jets für einen längeren Stopp des Flugbetriebs. Die Gesellschaft habe sich zwei Kredite im Gesamtumfang von 400 Millionen britischen Pfund (459 Mio Euro) gesichert, teilte sie mit. Zusammen mit weiteren Maßnahmen sollen die liquiden Mittel auf 3,3 Milliarden Pfund wachsen. Damit dürfte das Geld selbst dann ausreichen, falls der Flugstopp neun Monate lang anhalte, sagte Konzernchef Johan Lundgren.

Wegen der Coronavirus-Pandemie steht die gesamte Easyjet-Flotte derzeit am Boden. Wann genau der Flugbetrieb wieder starten kann, wagte Lundgren nicht zu prognostizieren. Zunächst dürfte es mit Flügen innerhalb einzelner Länder losgehen, sagte er.

9:58 Uhr: Abiturprüfungen in Berlin beginnen am Montag

In Berlin sollen die Abiturprüfungen auch angesichts der neuen Corona-Regelungen wie geplant ab Montag stattfinden. Es gehe darum, „dass auch unsere Berliner Jugendlichen in ganz Deutschland an den Hochschulen studieren können“, sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres am Donnerstag im Rundfunk Berlin-Brandenburg. Bereits am 27. April sollen dann auch Zehntklässler wieder unterrichtet werden. In dem schrittweisen Hochfahren des Unterrichts soll dann am 4. Mai der Unterricht der Sechstklässler wieder beginnen.

Am Mittwoch hatten sich Bund und Länder darauf verständigt, die aktuellen Corona-Beschränkungen an einigen Stellen zu lockern, darunter im Bildungsbereich. Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen der Abschlussklassen dieses Schuljahres sollen bundesweit nach entsprechenden Vorbereitungen zügig wieder stattfinden können.

Die Kultusministerkonferenz wurde beauftragt, bis zum 29. April ein Konzept dazu vorzulegen, wie der Unterricht unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen insgesamt wieder aufgenommen werden kann.

9:25 Uhr: Bundesregierung will Warenverkehr absichern

Die Bundesregierung will den Warenverkehr in der Coronakrise mit einem Milliarden-Schutzschirm absichern. Man spanne gemeinsam mit den Kreditversicherern einen Schutzschirm in Höhe von 30 Milliarden Euro auf, um Lieferantenkredite deutscher Unternehmen zu sichern und die Wirtschaft zu stützen, teilten das Bundesfinanz- und das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag mit. Kreditversicherungen sollen Lieferanten vor Zahlungsausfällen schützen, wenn ein Abnehmer im In- oder Ausland die Rechnung nicht bezahlen kann oder will.

9:22 Uhr: Söder empfiehlt Sommerurlaub in Deutschland

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat den Bürgern angesichts der Corona-Pandemie empfohlen, einen Sommerurlaub in Deutschland zu planen. „Meine Einschätzung ist, wenn man das Infektionsgeschehen anderer Länder anschaut, ist der Urlaub wohl besser in Deutschland zu machen“, sagte Söder am Mittwochabend „Bild Live“. Es gebe „wundervolle Ziele“.

Momentan sind die Bürger noch aufgefordert, generell auf Reisen zu verzichten. Weltweit besteht eine Reisewarnung. Es ist unklar, wann es zu ersten Lockerungen kommt.

9:20 Uhr: Chefin der Kultusministerkonferenz: Kein normaler Unterricht bis zu Sommerferien

Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig (SPD), geht davon aus, dass es in den Schulen bis zu den Sommerferien keinen normalen Unterricht geben wird. „Der Unterricht, der jetzt bis zu den Sommerferien kommt, wird natürlich ein anderer Unterricht sein als der, den es vor Corona gab“, sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin am Donnerstag im Radioprogramm SWR Aktuell. Wichtig sei vor allem, auch in den Schulen die Abstandsregeln einzuhalten.

Hubig verteidigte die unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern beim Wiederbeginn des Unterrichts. In Rheinland-Pfalz soll ein Teil der Schüler bereits am 27. April wieder zur Schule gehen können, andere Länder starten erst am 4. Mai, Bayern am 11. Mai. Das liege daran, weil in Rheinland-Pfalz ab dem 30. April die Abiturprüfungen begännen. „Wir wollten, dass die Schülerinnen und Schüler nochmal die Gelegenheit haben, vorher in die Schule zu kommen“, so Hubig.

9:08 Uhr: Scheuer schließt Maskenpflicht für Fahrgäste in einem nächsten Schritt nicht aus

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) schließt für die weiteren Lockerungsschritte in der Corona-Krise eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken in Zügen nicht aus.

„Natürlich ist diese Pflicht ein Thema, wenn wir wieder höher fahren“, sagte Scheuer am Donnerstag im ARD-„Morgenmagazin“. Ihm wäre es recht, „wenn wir noch stärker über den Schutz reden würden, auch der Passagiere“. Es gehe jetzt zunächst darum, die Beschaffung von Masken sicherzustellen. „Wir appellieren an die Fahrgäste, sich selbst zu schützen und andere zu schützen“, sagte Scheuer weiter.

Bund und Länder hatten bei ihren Beratungen am Mittwoch keine generelle Maskenpflicht beschlossen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach aber eine „dringende“ Empfehlung aus, im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkaufen „Alltagsmasken“ zu tragen.

9:05 Uhr: Tagesaktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland

Für die einzelnen Bundesländer übermittelte das RKI die folgenden Zahlen (Infizierte / Differenz zum Vortag / Tote):

Bundes­land Elektro­nisch über­mittelte Fälle
An­zahl Dif­fe­renz zum
Vor­tag
Fälle/ 100.000 Einw. Todes­fälle
Baden-Württem­berg 25.881 +443 234 802
Bayern 35.142 +848 269 1.049
Berlin 4.848 +126 129 74
Brandenburg 2.058 +108 82 54
Bremen 507 +7 74 21
Hamburg 3.953 +84 215 80
Hessen 6.470 +123 103 187
Mecklenburg-
Vor­pommern
634 +10 39 13
Niedersachsen 8.188 +169 103 248
Nordrhein-West­falen 26.383 +548 147 663
Rhein­land-Pfalz 5.087 +83 125 87
Saarland 2.201 +56 222 71
Sachsen 3.955 +136 97 94
Sachsen-Anhalt 1.248 +25 57 26
Schles­wig-Holstein 2.294 +49 79 55
Thüringen 1.601 +51 75 45
Gesamt 130.450 +2.866 157 3.569

Nicht jeder, der infiziert ist, erkrankt am Virus. 80 Prozent aller Corona-Infektionen verlaufen mild. Nach Auskunft des Robert-Koch-Instituts werden alle Todesfälle von Patienten, bei denen eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde, als „Corona-Tote“ gewertet. Vorerkrankungen werden nicht berücksichtigt. Bei der Influenza ist das anders.

8:37 Uhr: Söder kann sich ein Oktoberfest 2020 «kaum vorstellen»

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht wegen der Corona-Pandemie das Oktoberfest in diesem Jahr in akuter Gefahr.

„Ich bin sehr, sehr skeptisch und kann mir aus jetziger Sicht kaum vorstellen, dass eine solch große Veranstaltung überhaupt möglich ist zu dem Zeitpunkt“, sagte der CSU-Chef im Bayerischen Rundfunk.

Söder betonte, dass die finale Entscheidung aber noch nicht getroffen sei. In den kommenden beiden Wochen wolle er zusammen mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) darüber beraten und entscheiden. Grundsätzlich stehe das Volksfest aber „sicher“ auf der Kippe. „Es wäre zwar schade, aber aus jetziger Sicht eher unwahrscheinlich“, betonte er.

8:33 Uhr: Trump will wegen Geistersitzungen Pause für den US-Kongress anordnen

US-Präsident Donald Trump hat die Anordnung einer Zwangspause für das Parlament angedeutet, um freie Stellen in seiner Regierung schnell besetzen zu können.

In der Regel müssen US-Senatoren bei der Ernennung von Top-Beamten zustimmen. Wegen der Corona-Krise ist der Kongress jedoch praktisch unbesetzt. US-Präsident Donald Trump muss jedoch Posten in seiner Regierung besetzen. Das kann er, wenn er das Parlament in eine Pause schickt. Mehr dazu….

8:28 Uhr: Trigema-Chef erklärt hohen Preis für Schutzmasken – Abgaben und Steuern treiben Preise

Der Chef des Textilherstellers Trigema, Wolfgang Grupp, hat die hohen Verkaufspreise seiner Atemschutzmasken erklärt, die das Unternehmen in der Coronakrise herstellt. Zehn Baumwoll-Polyester-Masken kosten 120 Euro: „Der Preis ist für mich angemessen, wenn die Löhne und Sonderausgaben gedeckt sind“, sagte Grupp der „Welt“ (Donnerstagsausgabe). Er habe „gerne geholfen“, aber er könne die Masken „nicht verschenken“.

Die Gewöhnung an Billigprodukte aus Asien, das höhere Lohnniveau und die immensen Steuern und Abgaben in Deutschland führen bei der Schutzmaskenproduktion der Trigema-Werke zu Preisen, die die meisten Deutschen nicht mehr gewohnt sind. Lesen Sie weiter…

8:19 Uhr: 99-Jähriger sammelt zwölf Millionen Pfund an Spenden

Mit seiner beherzten Spendenaktion für das Gesundheitspersonal hat der britische Weltkriegsveteran Tom Moore inzwischen die üppige Summe von zwölf Millionen Pfund (13,7 Millionen Euro) eingesammelt. Der 99-Jährige hatte ursprünglich 1000 Pfund angepeilt, die er dem Nationalen Gesundheitsdienst (NHS) spenden wollte, doch jetzt kann er dem Dienst ein Millionenvermögen überweisen.

Der frühere Hauptmann hatte sich nach einer Hüft-OP vorgenommen, bis zu seinem 100. Geburtstag am 30. April 100 Mal mit seinem Rollator seinen 25 Meter langen Garten abzuschreiten und sich dafür sponsern zu lassen. Die Aktion fand derart viel Zuspruch, dass mittlerweile rund 600.000 Menschen dem Spendenaufruf der Website JustGiving folgten. Die letzten zehn Runden, die Moore noch vor sich hat, sollen am Freitag live in den Morgensendungen übertragen werden.

8:11 Uhr: Bei Corona-Krise in New York zeichnet sich Trendwende ab

Im besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York mehren sich die Anzeichen für eine Trendwende. Die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern sei rückläufig, sagte Gouverneur Andrew Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz.

„Das Gesundheitssystem hat sich stabilisiert“, sagte Cuomo. „Die Furcht vor einer Überforderung des Gesundheitssystems hat sich nicht verwirklicht“. 18.335 Menschen lägen demnach wegen Covid-19 in Kliniken – weniger als noch vor einigen Tagen. Die Krankenhäuser seien anders als zuvor befürchtet bislang nicht überfordert worden. Das liege vor allem an riesigen Anstrengungen aller Beteiligten. Die Krankenhäuser hätten beispielsweise mehr als 50 Prozent zusätzliche Kapazitäten für Patienten innerhalb von nur einem Monat geschaffen.

Cuomo warnte aber davor, dass der Staat noch nicht aus dem Gröbsten raus sei, man befinde sich nach wie vor in einer „monumentalen Gesundheitskrise“.

8:07 Uhr: G7-Staats- und Regierungschefs beraten erneut über Corona-Pandemie

Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten beraten am Donnerstag (14.30 MESZ) bei einer Videokonferenz erneut über die Corona-Pandemie. Dabei soll es um die Koordinierung der Maßnahmen gegen eine Ausbreitung von Covid-19 gehen. Die G7-Staats- und Regierungschefs hatten bereits Mitte März in einer Videokonferenz über die Coronavirus-Pandemie beraten.

Angesetzt wurde die neue Videokonferenz von US-Präsident Donald Trump. Die USA haben derzeit den Vorsitz über die Gruppe der sieben wichtigsten Industriestaaten, der auch Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und Kanada angehören.

8:05 Uhr Minister der EU-Staaten tagen zu Corona-Krise

Die Corona-Krise und ihre Auswirkungen beschäftigen am Donnerstag die EU-Minister verschiedener Ressorts. Den Auftakt macht um 10.00 Uhr eine Videokonferenz zum Thema Außenhandel. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) vertritt die Bundesregierung bei den Beratungen über die Folgen der Pandemie für den Welthandel und die globalen Wertschöpfungsketten.

Es folgt eine Sitzung der Innenminister um 14.00 Uhr zur Koordinierung von Krisenmaßnahmen. Um 15.30 Uhr startet eine Videokonferenz von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und EU-Kollegen. Auf der Agenda steht in erster Linie die Bewertung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise. Vertreter von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Europäischer Investitionsbank sollen bei der Gelegenheit über bereis implementierte und geplante Maßnahmen berichten.

7:53 Uhr: Studie zu Corona-Folgen: 43 Prozent der Deutschen im Homeoffice

Der Anteil der Bundesbürger, die im Homeoffice arbeiten, ist bereits in den ersten Wochen der Coronakrise deutlich gestiegen. Das ergab eine Umfrage des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation unter 1.600 Beschäftigten, über welche die „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstagsausgabe) berichtet. Demnach war die Zufriedenheit der Menschen im Homeoffice sehr groß ist.

Bereits in den ersten Krisenwochen hätten 43 Prozent der Befragten in Deutschland zumindest ab und zu im Homeoffice gearbeitet. Vor der Krise habe das nur für 35 Prozent gegolten. Auch die Intensität der Heimarbeit sei deutlich angestiegen, heißt es in der Studie. Derzeit arbeiteten 39 Prozent der Befragten mehrmals pro Woche von zu Hause aus. Vor der Krise seien es gerade mal 23 Prozent gewesen – und das auch nur mindestens einmal pro Woche.

Die Zustimmung der Beschäftigten zur Arbeit von zu Hause aus ist enorm: Nur 19 Prozent waren laut der Befragung im Homeoffice unzufrieden.

7:49 Uhr: Baby von an Covid-19 verstorbener schwangeren Krankenschwester gerettet

In Großbritannien ist das Baby einer mit dem Coronavirus infizierten Schwangeren nach dem Tod seiner Mutter lebendig entbunden worden. Das Mädchen sei bei guter Gesundheit, teilte das Universitätskrankenhaus Luton und Dunstable im Norden Londons am Mittwoch mit. Die 28-jährige Mary A., die fünf Jahre als Krankenschwester in der Klinik gearbeitet hatte, sei bereits am Sonntag verstorben. Es war zunächst unklar, ob das Baby ebenfalls mit dem Virus infiziert ist.

„Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind in dieser traurigen Zeit bei Marys Familie und ihren Freunden“, erklärte das Krankenhaus. Die schwangere Krankenschwester sei am 5. April positiv auf das Virus getestet und am 7. April in das Krankenhaus, in dem sie arbeitete, eingeliefert worden.

7:46 Uhr: Bundestag verkürzt wegen Corona-Krise seine Sitzungswoche

Der Bundestag wird seine für kommende Woche geplanten Plenarsitzungen wegen der Corona-Krise verkürzen. Das Plenum solle lediglich am Mittwoch und Donnerstag zu Beratungen im Reichstagsgebäude zusammenkommen, der für Freitag geplante Sitzungstag entfalle voraussichtlich ganz, hieß es am Mittwochabend aus Parlamentskreisen gegenüber AFP.

Zu den Beratungen der Fraktionsvorstände und Fraktionen am Montag und Dienstag sollen die Abgeordneten demnach nicht persönlich erscheinen: Diese Sitzungen sollen in Form von Video-Konferenzen stattfinden. Detaillierte Absprachen über Form und Inhalt der Plenarsitzungen wollen die Parlamentarischen Geschäftsführer der Fraktionen am Donnerstag treffen.

7:40 Uhr: Afghanische Teenager wollen Beatmungsgeräte aus Autoteilen bauen

Angesichts der knappen Kapazität an medizinischer Technik in ihrem Land wollen fünf afghanische Teenager aus gebrauchten Autoteilen ein kostengünstiges medizinisches Beatmungsgerät entwickeln. „Das Team arbeitet mit lokalen Gesundheitsspezialisten sowie mit Experten der Harvard-Universität zusammen, um den Prototyp nach einem Entwurf des Massachusetts Institute of Technology herzustellen“, sagte Roja Mahbub, Leiterin einer Technologiefirma, die das Team aus fünf Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren finanziell unterstützt.

Wenn die Teenager Erfolg haben und eine Regierungsgenehmigung für ihren Prototyp erhalten, könnte dieser den Angaben zufolge für nur 300 Dollar (gut 270 Euro) nachgebildet werden, während Beatmungsgeräte normalerweise rund 30.000 Dollar kosten. Ein Sprecher des afghanischen Gesundheitsministeriums teilte mit, jeder Beatmungsgerät-Prototyp müsse von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie dem afghanischen Gesundheitsministerium genehmigt werden, bevor das Team mit der Produktion weiterer Geräte beginnen könne.

Die jungen Forscherinnen gehören zu einer Gruppe hochbegabter Schülerinnen, die als „Afghan Dreamers“ bekannt sind.

Mittwoch 15. April

21:50 Uhr: New Yorks Gouverneur kündigt Maskenpflicht in der Öffentlichkeit an

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie soll im US-Bundesstaat New York eine Maskenpflicht verhängt werden. Menschen müssten künftig in der Öffentlichkeit Mund und Nase bedecken, wenn sie nicht knapp zwei Meter Sicherheitsabstand zu anderen einhalten könnten, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Mittwoch. Wer allein auf einem leeren Bürgersteig laufe, müsse keinen Gesichtsschutz tragen – an einer belebten Kreuzung oder in öffentlichen Verkehrsmitteln werde dies aber Pflicht.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte Anfang April landesweit das Tragen von Schutzmasken in der Öffentlichkeit empfohlen. Die Maßnahme ist aber freiwillig und nicht verpflichtend. Die Frage wird in den USA unterschiedlich geregelt. In der Hauptstadt Washington müssen Menschen etwa eine Schutzmaske tragen, wenn sie Supermärkte oder Hotels betreten und mit dem Taxi fahren.

Der Bundesstaat New York und die gleichnamige Millionenstadt sind vom Virus besonders stark betroffen. Nirgendwo in den USA gibt es mehr bestätigte Infektionen und Todesopfer. Die Zahl der Toten liegt in dem Bundesstaat inzwischen bei mehr als 11.000, allein am Dienstag starben rund 750 Menschen.

19:57 Uhr: Deutschland hilft Kanada mit Abstrichsets für Corona-Tests

Deutschland greift Kanada wegen eines Engpasses bei den Corona-Tests unter die Arme: Auf Vermittlung von Gesundheits- und Außenministerium wurden am Mittwoch 50.000 Abstrichsets – so genannte Swabs – an die kanadische Regierung übergeben.

Die kanadische Botschaft nahm die Ware in Hamburg in Empfang und kümmert sich nun selbst um den Overnight-Versand nach Kanada. Die Sets werden gebraucht, um den Abstrich im Mund-, Nasen- oder Rachenraum für den Corona-Test vorzunehmen. Die Möglichkeit zur ausreichenden Testung auf das Coronavirus gilt als eine der wichtigsten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie.

19:09 Uhr: Belgien verlängert Corona-Ausgangssperre bis Anfang Mai

Belgien hat die wegen der Corona-Pandemie verhängte Ausgangssperre bis mindestens zum 3. Mai verlängert. Über eine anschließende Lockerung der Vorgaben werde ab nächster Woche beraten, sagte Regierungschefin Sophie Wilmès am Mittwoch nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates in Brüssel. Demnach wurde zudem entschieden, Großveranstaltungen wie Festivals bis zum 31. August zu untersagen.

Seit Mitte März dürfen die Menschen in Belgien nur in Ausnahmefällen, etwa für Arztbesuche und Lebensmitteleinkäufe, ihre Häuser verlassen und müssen dabei Mindestabstand halten. Der Weg zur Arbeit ist nur erlaubt, wenn ein Arbeiten von zu Hause aus nicht möglich ist. Auch sportliche Betätigung an der frischen Luft ist gestattet – solange Distanz gewahrt wird.

Bei Verstößen kann die Polizei auf der Stelle Bußgelder verhängen. Supermärkten und anderen Betrieben drohen bei Zuwiderhandlungen Zwangsschließungen. Etwa muss Angestellten das Arbeiten von zu Hause nach Möglichkeit ermöglicht und in betrieblichen Räumlichkeiten und beim Transport für die Einhaltung der Abstandsregeln gesorgt werden.

Auf ein mögliches Datum für eine Wiedereröffnung von Schulen und Geschäften verständigte sich der nationale Sicherheitsrat nicht. Allerdings dürfen Baumärkte und Pflanzenfachgeschäfte nun zu den selben Regeln wie Supermärkte wieder öffnen, „um (die Einschränkungen) erträglicher zu machen“, sagte Regierungschefin Wilmès.

18:56 Uhr: 106-jährige Corona-Patientin in Großbritannien genesen

Gute Nachricht aus einem von der Corona-Pandemie gebeutelten Land: In Großbritannien ist eine 106-Jährige nach einer Corona-Infektion genesen aus dem Krankenhaus entlassen worden. Die 1913 geborene Connie Titchen sei die älteste Patientin in Großbritannien, die eine Infektion überwunden habe, teilten die örtlichen Gesundheitsbehörden mit. Drei Wochen lang kämpfte Titchen gegen den Virus. Diese Woche verließ sie unter dem Applaus des Klinikpersonals das Krankenhaus in Birmingham, wo sie behandelt worden war.

Sie sei glücklich und ungeduldig, ihre Familie wiederzusehen, sagte die Urgroßmutter Kamerateams vor dem Krankenhaus. Ihr Enkel Alex Jones führte ihre robuste Gesundheit darauf zurück, dass sie immer „körperlich aktiv und sehr unabhängig“ gewesen sei. In jüngeren Jahren habe sie gerne getanzt, sei Fahrrad gefahren, habe Golf gespielt und gelegentlich Fast-Food gegessen, hieß es in einer Mitteilung von Jones.

18:39 Uhr: Merkel: Kontaktbeschränkungen bleiben bis mindestens 3. Mai

Die wegen der Corona-Pandemie in Deutschland bestehenden Kontaktbeschränkungen sollen bis mindestens 3. Mai verlängert werden. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch nach dem Gespräch von Bund und Ländern. Ab dem 4. Mai sollen an den Schulen zunächst die Abschlussklassen wieder Unterricht bekommen, sagte Merkel.

Die nächste Verabredung in gleicher Runde über weitere Maßnahmen soll am 30. April stattfinden.

17:11 Uhr: G20-Staaten stimmen wegen Corona Schuldenmoratorium für ärmste Länder zu

Die G20-Staaten haben wegen der Coronavirus-Krise einem Schuldenmoratorium für die ärmsten Länder der Welt zugestimmt. „Wir unterstützen eine zeitlich begrenzte Aussetzung der Schuldenrückzahlungen für die ärmsten Länder“, erklärten die Finanzminister und Zentralbankchefs der G20-Gruppe am Mittwoch. „Alle bilateralen offiziellen Gläubiger werden sich an dieser Initiative beteiligen.“ Auch private Geldgeber wurden aufgerufen, sich der Initiative anzuschließen.

Schon im März hatten die Weltbank und der Internationale Währungsfonds (IWF) dazu aufgerufen, von den ärmsten Ländern vorerst keine Schuldenrückzahlung zu verlangen. Dies würde den Entwicklungsländern helfen, im Kampf gegen die Pandemie über die notwendigen Finanzmittel zu verfügen.

Am Dienstag schlossen sich die G7-Finanzminister und Zentralbankchefs diesem Aufruf an und appellierten an die G20, diesen Schritten zu beschließen. Während in der G7-Gruppe die sieben wichtigsten Industrienationen vertreten sind, gehören der G20-Gruppe neben den G7-Staaten auch zahlreiche Schwellenländer wie Russland, China, Indien, Brasilien und Südafrika an.

17:03 Uhr: Opel und Audi nehmen langsam Produktion in Ungarn auf

Die Autoindustrie nimmt teilweise die Produktion wieder auf. Im Motorwerk von Audi Ungarn haben die Arbeiten schon am Dienstag (14.4.) begonnen. Die Produktion wird aber langsam wieder hochgefahren, berichtet die ungarische Nachrichtenagentur „MTI“. Eine der schwierigsten Schutzmaßnahmen ist das Einhalten der Abstände zwischen den Mitarbeitern, schreibt „Magyar Nemzet“. Einer Sprecherin des Motorwerks zufolge wurde ein „umfassendes Schutzpaket“ mit dem Volkswagen Mutterkonzern vereinbart, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Laut MTI hat Bridgestone ebenfalls die Produktion wieder aufgenommen. Diese wird angepasst, je nach Bedarf von folgenden Regionen: Europa, Russland, Nahe Osten, Indien und Afrika.

Das ungarische Opel-Werk hat ebenfalls die Aufnahme der Produktion signalisiert. Die Lage hänge aber auch von dem Automarkt und von den Maßnahmen in Ungarn ab, sagte ein Sprecher des Konzerns.

16:52 Uhr: Frankreich unterstützt Wirtschaft in Corona-Krise mit 110 Milliarden Euro

Frankreichs Premierminister Edouard Philippe hat am Mittwoch die Details des Corona-Hilfspakets der Regierung vorgestellt. Das Paket habe mit 110 Milliarden Euro einen „außergewöhnlichen Umfang“, sagte Philippe in Paris. Allein 24 Milliarden Euro fließen demnach in die Finanzierung von Kurzarbeit, sieben Milliarden Euro sind für die Unterstützung von Kleinstunternehmen und Selbständigen vorgesehen. Die Regierung unterstützt zudem Familien, die Sozialleistungen beziehen.

Die französische Regierung hatte ihr Corona-Hilfspaket vor kurzem von 45 auf 110 Milliarden Euro aufgestockt. Die Finanzspritze für das Gesundheitssystem wurde von zwei auf acht Milliarden Euro erhöht. Das Geld soll insbesondere für den Kauf von Schutzausrüstung und Geräten verwendet werden. Zudem sollen damit Prämien zwischen 500 und 1500 Euro für Beschäftigte im Gesundheitswesen finanziert werden.

Einkommensschwache Familien, die das aktive Solidaritätseinkommen (RSA) oder die besondere  Solidaritätsbeihilfe (ASS) beziehen, erhalten Mitte Mai 150 Euro Soforthilfe sowie 100 Euro pro Kind. Von der Soforthilfe profitierten „mehr als vier Millionen Haushalte“, sagte Philippe. Dies kostet die Regierung offiziellen Angaben zufolge rund eine Milliarde Euro.

16:16 Uhr: G7-Staats- und Regierungschefs beraten erneut über Corona-Pandemie

Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten werden am Donnerstag bei einer Videokonferenz erneut über die Coronavirus-Pandemie beraten. Dabei soll es um die Koordinierung der Maßnahmen gegen eine Ausbreitung von Covid-19 gehen, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch mitteilte. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüße „angesichts der enormen globalen Auswirkungen der Pandemie“ einen solchen regelmäßigen Austausch.

Angesetzt wurde die Videokonferenz von US-Präsident Donald Trump – die USA haben derzeit den Vorsitz über die Gruppe der sieben wichtigsten Industriestaaten. Bei den Beratungen sollten „nationale Antworten auf die Coronavirus-Pandemie koordiniert“ werden, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses.

Die G7-Staats- und Regierungschefs hatten bereits Mitte März in einer Videokonferenz über die Coronavirus-Pandemie beraten. Der jährliche G7-Gipfel, der eigentlich im Juni in den USA geplant war, soll ebenfalls nur in Form einer Videokonferenz stattfinden. Neben den USA und Deutschland gehören auch Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und Kanada der Gruppe an.

15:19 Uhr: Fast 3,9 Millionen Spanier in Kurzarbeit

In Spanien sind wegen der Corona-Pandemie zur Zeit fast 3,9 Millionen Arbeitnehmer in Kurzarbeit. Das sagte Regierungschef Pedro Sanchez am Mittwoch in einer Fragestunde im Parlament in Madrid. Dazu komme fast eine Million Selbstständige, die staatliche Hilfen beantragt hätten.

Spaniens Regierung hatte am 14. März strikte Einschränkungen verhängt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Gleichzeitig erleichterte sie den Zugang zu Kurzarbeitergeld, um so Arbeitsplätze zu sichern.

Der Internationale Währungsfonds hatte am Dienstag prognostiziert, die Arbeitslosenquote in Spanien könne wegen der Pandemie in diesem Jahr auf knapp 21 Prozent steigen. Spanien und Griechenland sind auch ohne Corona-Krise die am schlimmsten von Arbeitslosigkeit betroffenen Staaten in der Europäischen Union.

11:47 Uhr: Politiker von CDU und FDP fürchten Chinas Zugriff auf Zoom-Daten

Die chinesische KP versucht mit allen Mitteln Geräte und Software von Huawei und anderen chinesischen Firmen in westliche Telekommunikationsstrukturen einzuschleusen. Das öffnet möglicher Spionage Tür und Tor. Manche westlichen Unternehmen leiten, sogar wissentlich Datenströme über chinesische Server. Aus Kostengründen, wie es oft heißt. Politiker von CDU und FDP sehen den US-Videodienstanbieter Zoom als mögliches Ziel chinesischer Geheimdienste und raten daher Ministerien und Behörden von der Nutzung der Anwendung ab. Lesen Sie mehr….

11:40 Uhr: Trump stoppt WHO-Finanzierung wegen Umgang mit der Corona-Pandemie

Präsident Donald Trump sagte auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe „in ihrer grundlegenden Pflicht versagt und sie muss zur Rechenschaft gezogen werden“. Die Organisation habe Chinas „Desinformation“ über das COVID-19-Virus gefördert, was wahrscheinlich zu einem breiteren Ausbruch des Virus geführt habe, als dies sonst der Fall gewesen wäre, sagte der Präsident am Dienstag.

Die Vereinigten Staaten sind der größte Geldgeber für die in Genf ansässige WHO. Im Jahr 2019 haben sie der WHO mehr als 400 Millionen Dollar zur Verfügung stellt, das heißt etwa 15 Prozent ihres Budgets.

Die Einstellung der Finanzierung war vorauszusehen. Trump hat sich im Zuge der anhaltenden globalen Gesundheitskrise zunehmend kritisch gegenüber der Organisation gezeigt. Mehr dazu….

11:30 Uhr: Kritik für „Made in China“: Lieferte China Gesichtsmasken aus Unterwäsche nach Pakistan?

Aus Pakistan wurde der Vorwurf laut, dass gespendete chinesische Gesichtsmasken aus Unterwäsche hergestellt worden seien. Auf Twitter machte man sich schon lustig über diese „Made in China“-Produkte. Lesen Sie mehr…

11.22 Uhr: Rettungsanker in Zeiten von Corona: New Yorker steigen zunehmend aufs Rad um

Als der älteste Fahrradladen der USA eröffnete, wütete in New York die Spanische Grippe. Heute gut 100 Jahre später ist die Millionenstadt der US-Brennpunkt der Corona-Pandemie, und Bellitte Bicycles boomt: Für viele New Yorker, die zu Krankenhäusern pendeln, Essen oder Post anliefern, sind Fahrräder ein Rettungsanker in der Krise. Andere entfliehen mit Radeln ihren beengten Wohnungen.

Während fast alle Geschäfte wegen der Ausgangsbeschränkungen schließen mussten, wurden Fahrradläden wie Bellitte Bicycles als systemrelevant eingestuft. Nun sind sie wahre Krisengewinner, da Busse und Bahnen wegen der Ansteckungsgefahr gemieden werden. „Die Geschäfte laufen gut – aber es geht auch darum, der Gemeinschaft zu dienen“, sagt Miteigentümer Sal Bellitte, dessen Großvater das Geschäft samt Werkstatt 1918 im Jamaika-Viertel von Queens eröffnete.

11:02 Uhr: Merck-Chef dämpft Hoffnungen auf schnellen Corona-Impfstoff

Der Chef des Pharmakonzerns Merck, Stefan Oschmann, dämpft die Hoffnung auf einen baldigen Impfstoff gegen das Coronavirus. „Viele gehen davon aus, dass wir in 12 bis 18 Monaten einen Impfstoff haben, wenn wir Riesenglück haben“, sagte er dem Fernsehsender n-tv. „Früher hätte es vielleicht sieben Jahre gedauert, einen Impfstoff zu haben, wir sprechen jetzt von 12 bis 18 Monaten.“

Bei Medikamenten laufen derzeit auch Studien mit Merck-Produkten. „Wir hoffen, dass wir innerhalb von einigen Wochen Zwischenergebnisse haben, ob antivirale Substanzen, welche wirken.“ Wenn man die Schwererkrankten einigermaßen gut behandeln könne, dann werde sich die Situation deutlich ändern, so Oschmann.

10:20 Uhr: Dreyer kündigt Stufenplan zur Wiedereröffnung der Schulen an

Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), hat einen Stufenplan zur Wiedereröffnung der Schulen angekündigt. „Wir werden beim Schulstart einen Stufenplan vorsehen, um immer wieder sehen zu können, wie sich das Infektionsgeschehen entwickelt“, sagte Dreyer der „Rheinischen Post“ vor der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwochnachmittag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Mit welchen Klassenstufen man beginne, sei noch offen.

„Der Einwand, dass es gerade für jüngere Schülerinnen und Schüler schwieriger ist, sich an die empfohlenen Hygienestandards zu halten, ist auf jeden Fall nachvollziehbar und gut zu überlegen“, sagte Dreyer.

10:17 Uhr: Chinas Wirtschaft schrumpft erstmals seit Jahrzehnten

Chinas Wirtschaft ist wegen der Corona-Pandemie erstmals seit rund 30 Jahren geschrumpft: Von der Nachrichtenagentur AFP befragte Analysten erwarten für das erste Quartal einen Rückgang von 8,2 Prozent im Vorjahresvergleich. Für das ganze Jahr rechnen sie mit einem kleinen Wachstum von 1,7 Prozent. Das wäre die niedrigste Rate seit dem Tod von Parteiführer Mao Zedong im Jahr 1976. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat für China, wo das Virus zuerst ausgebrochen war, ein Wachstum von sogar nur 1,2 Prozent prognostiziert.

Die 14 von AFP befragten Analysten schätzen den Rückgang im ersten Quartal unterschiedlich ein – die Prognosen reichen von 4,6 Prozent weniger bis zu einem Minus von 15 Prozent. Xu Xiaochun von Moody’s Analytics etwa sagte, der Rückgang sei „enttäuschender als erwartet“. Die chinesischen Arbeiter seien langsamer an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt als zunächst gedacht. Zudem drücke die schwache Nachfrage nach chinesischen Gütern weltweit die schnelle Erholung.

10:12 Uhr: Erste Schulen in Dänemark öffnen nach Corona-Schließung wieder

Nach einmonatiger Schließung wegen der Corona-Pandemie haben in Dänemark am Mittwoch die ersten Schulen wieder geöffnet. Allerdings nahmen nur rund die Hälfte der Grundschulen des Landes und 35 Prozent der Einrichtungen in der Hauptstadt Kopenhagen den Unterricht wieder auf. Die übrigen hatten um mehr Zeit gebeten, um sich auf die neuen Hygiene-Regeln einzustellen. Bis kommenden Montag sollen alle Grundschulen des Landes wieder öffnen.

Dänemark ist das erste Land in Europa, das seine Grundschulen und Kitas wieder öffnet. Diese waren seit dem 12. März geschlossen. Vorgeschrieben ist ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Schulbänken, in die Pause dürfen die Schüler nur in kleinen Gruppen.

Die Wiederaufnahme des Schulbetriebs ist allerdings nicht unumstritten. Eine Eltern-Petition dagegen sammelte bis Dienstag 18.000 Unterschriften. Viele Eltern fürchten, die Kinder könnten das Virus in die Familien tragen. Der Leiter einer Kopenhagener Schule sagte, er gehe davon aus, dass viele Eltern ihre Kinder einfach zu Hause behalten werden.

10:10 Uhr: Wegen Corona: Tierpark erarbeitet Notschlachtungspläne

Der Tierpark Neumünster in Schleswig-Holstein hat wegen der Corona-Zwangsschließung Notpläne für das Schlachten seiner Tiere erarbeitet. Dort stehe auch, wer im Fall des Falles zuletzt auf die Schlachtbank komme: Der 3,60 Meter große Eisbär „Vitus“, sagte Zoodirektorin Verena Caspari. Zuvor hatte die „Welt“ (online) über Pläne des Zoos berichtet.

Hintergrund ist, dass der Tierpark zurzeit keine Einnahmen durch Besucher hat und ausschließlich durch Spenden am Leben erhalten wird. „Wir sind ein Verein“, erklärte Caspari. „Wir bekommen keine städtischen Gelder, und alles, was wir bis dato an Landesgeldern beantragt haben, ist noch nicht eingetroffen.“

Noch reiche das Geld. „Doch wenn – und das ist wirklich der aller worst, worst case – wenn ich kein Geld mehr habe, Futter zu kaufen, oder wenn es passieren sollte, dass mein Futterlieferant aufgrund neuer Restriktionen nicht mehr liefern kann, dann würde ich Tiere schlachten, um andere Tiere zu füttern.“ Das wäre dann aber der allerletzte Schritt.

10:07 Uhr: Neuseelands Premierministerin kürzt ihr Gehalt in Corona-Krise

Als Akt der Solidarität mit den Bürgern in der Corona-Krise kürzt die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern ihr eigenes Gehalt. Ihr persönliches Gehalt werde für sechs Monate um ein Fünftel gekürzt, kündigte Ardern am Mittwoch an. Auch ihre Minister sowie Spitzenbeamte im öffentlichen Dienst sollen in diesem Zeitraum 20 Prozent weniger Gehalt bekommen.

Ardern bekommt als Premierministerin ein Jahresgehalt von rund 260.000 Euro und verzichtet mit der Kürzung auf insgesamt 42.800 Euro. Die 39-Jährige erklärte, es gehe nicht um eine generelle Gehaltsdiskussion in der Regierung, sondern darum, Führung zu zeigen. „Dies sollte nur eine Anerkennung gegenüber den Neuseeländern sein, die derzeit besonders leiden“, sagte Ardern.

9:53 Uhr: Verhaltensökonom rät zur Zwangsinstallation von Corona-Apps

Schon ohne „Corona-App“ ist es möglich individuelle Bewegungsmuster über Handytracking zu erfassen. Google weiß über die Standortdaten der meisten Nutzer sowieso Bescheid. Einige Verhaltensökonomen sprechen sich jetzt für eine psychologische Druckkampagne gegen Handynutzer aus, um deren Zustimmung zu einer weiteren Tracking-App zu erhalten. Lesen Sie mehr…

9:33 Uhr: Textilverband nennt Schutzmasken-Produktion „Herkulesaufgabe“ – Fehlende Ressourcen in Europa

Da im Rahmen der Globalisierung der größte Teil der früher in Europa existierenden Textilproduktion in Billiglohnländer verlagert wurde, müssen zur Schutzmaskenherstellung ganze Lieferketten und Produktionsbereiche wieder aufgebaut werden.

Der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie hat es als „Herkulesaufgabe“ bezeichnet, in der Coronakrise benötigten Schutzmasken zu produzieren. „Angesichts der ungeheuren Dynamik können wir derzeit keine Größenordnungen für die Maskenproduktion in Deutschland beziffern“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Uwe Mazura, der „Rheinischen Post“. Lesen Sie weiter…

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9:02 Uhr: Söder lehnt Öffnung von Schulen wie in NRW ab – auch Gastronomie soll weiter Zwangspause machen

Kurz vor den Beratungen von Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise zeichnet sich ab, dass die Bundesländer bei der Lockerung der Zwangsmaßnahmen zur Schließung von Schulen und Wirtschaft uneins sind. NRW will die Schulen schnell wieder öffnen, Söder lehnt dies klar ab. Lesen Sie weiter….

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8:50 Uhr: Tagesaktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland

Bundes­land Elektro­nisch über­mittelte Fälle
An­zahl Dif­fe­renz zum
Vor­tag
Fälle/ 100.000 Einw. Todes­fälle
Baden-Württem­berg 25.438 +398 230 767
Bayern 34.294 +725 262 954
Berlin 4.722 +54 126 62
Brandenburg 1.950 +34 78 42
Bremen 500 +8 73 21
Hamburg 3.869 +61 210 67
Hessen 6.347 +164 101 173
Mecklenburg-
Vor­pommern
624 +5 39 11
Niedersachsen 8.019 +134 100 224
Nordrhein-West­falen 25.835 +535 144 607
Rhein­land-Pfalz 5.004 +124 123 77
Saarland 2.145 +33 217 58
Sachsen 3.819 +68 94 73
Sachsen-Anhalt 1.223 +16 55 26
Schles­wig-Holstein 2.245 +81 78 54
Thüringen 1.550 +46 72 38
Gesamt 127.584 +2.486 153 3.254

Nicht jeder, der infiziert ist, erkrankt am Virus. 80 Prozent aller Corona-Infektionen verlaufen mild. Nach Auskunft des Robert-Koch-Instituts werden alle Todesfälle von Patienten, bei denen eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde, als „Corona-Tote“ gewertet. Vorerkrankungen werden nicht berücksichtigt. Bei der Influenza ist das anders.

8:45 Uhr: Spahn befürwortet Geisterspiele

In der Diskussion um eine baldige Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga hat die DFL offenbar einen Verbündeten in Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gefunden. Spahn soll sich intern für Geisterspiele ausgesprochen haben – allerdings nur unter sehr strikten Hygieneauflagen, berichtet die „Rheinische Post“ unter Berufung auf Regierungskreise. Spahn hält diese demnach für „möglich und auch wichtig für die Millionen Fußballfans angesichts der sonstigen Entbehrungen“.

8:35 Uhr: Erstmals innerhalb von 24 Stunden mehr als 100 Corona-Todesfälle in der Türkei

Erstmals seit Beginn der Corona-Krise sind in der Türkei innerhalb von 24 Stunden mehr als hundert Menschen an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Es seien 107 Todesfälle und 4062 Neu-Infektionen registriert worden, teilte am Dienstagabend Gesundheitsminister Fahrettin Koca mit. Er rief die Türken auf, die von der Regierung verhängten Ausgangs- und Kontaktsperren „ohne jede Ausnahme“ einzuhalten.

Insgesamt haben sich in der Türkei damit mehr als 65.000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 1403 von ihnen starben. Um die Verbreitung des Virus einzudämmen, hat die Regierung strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt. Außerdem verabschiedete das Parlament am Montagabend wegen der Corona-Pandemie ein Gesetz zur Freilassung zehntausender Gefangener; von der Entscheidung sind politische Gefangene aber ausgeschlossen.

8:32 Uhr: 99-jähriger Weltkriegsveteran nach Covid-19-Erkrankung wieder gesund

Ein 99-jähriger Weltkriegsveteran, der in Brasilien an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt war, ist wieder gesund. Mit Trompetenfanfaren und jeder Menge Applaus wurde Ermando Piveta am Dienstag aus dem Armee-Krankenhaus in Brasília entlassen. „Er hat erneut einen Kampf gewonnen, diesmal gegen das neuartige Coronavirus“, erklärte die Armee.

Zur Verabschiedung von Piveta hatten sich viele Ärzte und Pfleger vor dem Krankenhaus versammelt. Der 99-Jährige, der während des Zweiten Weltkriegs unter anderem in Afrika im Einsatz war, musste insgesamt acht Tage in der Klinik behandelt werden.

Brasilien ist das am härtesten vom Coronavirus getroffene Land Lateinamerikas. Offiziellen Angaben zufolge starben mehr als 1500 Menschen an Covid-19.

8:26 Uhr: US-Regierung und Fluggesellschaften einigen sich auf Milliardenhilfsprogramm

Das US-Finanzministerium und mehrere große Fluglinien haben sich in der Corona-Krise auf ein staatliches Hilfsprogramm geeinigt. US-Finanzminister Steven Mnuchin teilte am Dienstag mit, das Programm werde „amerikanische Arbeiter unterstützen“ und dabei helfen, „die strategische Bedeutung der Flugindustrie zu bewahren“.

Laut dem Finanzministerium befinden sich unter den zehn Fluggesellschaften, die dem Rettungspaket zugestimmt haben, auch die vier größten US-Flieger Delta Air, American, United und Southwest. Einige Airlines hatten im Vorfeld der Verhandlungen staatliche Beteiligungen befürchtet. Details zur nun beschlossenen Vereinbarung wurden nicht bekannt. Aus mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen hieß es jedoch, dass der Staat als Minderheitsaktionär bei den Fluggesellschaften einspringen werde.

Der US-Kongress hatte im März ein Konjunkturprogramm in Billionenhöhe bewilligt, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie abzufedern. Dabei waren auch 25 Milliarden Dollar für Hilfen für die Fluggesellschaften vorgesehen. Sie sollen unter anderem eine Fortzahlung von Gehältern bis 30. September sicherstellen.

8:14 Uhr: USA stoppen Zahlungen an Weltgesundheitsorganisation

Die USA stoppen vorerst ihre Zahlungen an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Das teilte US-Präsident Donald Trump am Dienstag mit. Zunächst sollten Fehler der WHO im Krisenmanagement und eine angebliche Vertuschung der Corona-Ausbreitung untersucht werden, sagte Trump. Die WHO hat jährlich ein Budget von über zwei Milliarden US-Dollar, die USA steuern dazu etwa ein Fünftel bei.

8:05 Uhr: Mehr als 2200 Corona-Tote in den USA binnen 24 Stunden

In den USA ist innerhalb von 24 Stunden die weltweite Rekordzahl von mehr als 2200 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Laut einer Zählung der Johns-Hopkins-Universität vom Dienstagabend (Ortszeit) starben seit dem Vortag 2228 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Die Gesamtzahl der Todesopfer der Corona-Pandemie in den USA stieg damit auf mehr als 25.700.

Zuletzt hatte eine leichte Abschwächung bei den Todesfällen in den USA Hoffnungen geweckt. Zwei Tage in Folge hatte die Johns-Hopkins-Universität einen Rückgang bei den neuen Todesfällen verzeichnet.

7:52 Uhr: Kanzlerin und Ministerpräsidenten beraten über Lockerung der Corona-Maßnahmen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten beraten am Mittwoch über erste Schritte zu einer Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen. Die bislang geltenden Regeln werden am kommenden Sonntag nach vierwöchiger Geltungsdauer auslaufen; in ihrer Schaltkonferenz (14.00 Uhr) wollen die Chefinnen und Chefs von Bund und Ländern einen abgestimmten Plan für die Zeit danach vereinbaren. Zu den wichtigsten Themen zählt die Frage, wann und unter welchen Bedingungen Schulen und Geschäfte wieder öffnen können.

Mehr dazu: Bund und Länder beraten über Lockerungen – Länderchefs haben sehr unterschiedliche Vorstellungen

7:46 Uhr: Nato-Verteidigungsminister tagen zur Corona-Krise

Die Verteidigungsminister der Nato-Länder tagen am Mittwoch (11.00 Uhr) per Videokonferenz zum gemeinsamen Vorgehen in der Corona-Krise. Laut Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zielen die Gespräche darauf ab, die koordinierende Unterstützung des Militärbündnisses etwa beim Transport medizinischer Ausrüstung und von Corona-Patienten zu intensivieren. Stoltenberg rief die Bündnisländer außerdem auf, nationale Vorräte an Medizinprodukten anzulegen und die heimische Produktion zu stärken, um auf künftige Krisen besser vorbereitet zu sein.

Auch die Auswirkungen der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie auf die Verteidigungsausgaben der Mitgliedstaaten werden wohl zur Sprache kommen. Die Nato-Mitglieder haben sich verpflichtet, bis 2024 zwei Prozent ihrer Wirtschaftskraft für ihr Militär aufzuwenden. Selbst wenn sie daran festhielten, dürften wegen der sich anbahnenden Rezession bald deutlich weniger Mittel für die Verteidigung zur Verfügung stehen.

7:37 Uhr: Richterbund pocht auf zeitliche Befristung bei Corona-Maßnahmen

Der Deutsche Richterbund (DRB) dringt vor der Entscheidung über den weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie auf eine zeitliche Begrenzung und die Einhaltung der Verhältnismäßigkeit aller neuen Maßnahmen. „Es gilt fortlaufend zu überprüfen, ob und ab wann weniger tiefe Einschnitte in die Freiheit von Bürgern und Unternehmen möglich sind“, sagte der DRB-Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Mittwochsausgaben). Wichtig sei, dass alle Ausnahmeregelungen „eng befristet sind und jeweils neu legitimiert werden müssen“.

Aus Sicht der Richter schreibt das Grundgesetz vor, auch beim Gesundheitsschutz die Verhältnismäßigkeit einzuhalten: „Es ist verfassungsrechtlich geboten, einen wirksamen Gesundheitsschutz der Bevölkerung mit möglichst schonenden Mitteln zu erreichen“, so der DRB-Bundesgeschäftsführer. Die von der Verfassung gebotene Verhältnismäßigkeit müsse „bei allen Maßnahmen auch in Krisenzeiten die Leitlinie politischen Handelns bleiben“.

Zugleich räumte Rebehn ein, dass das Recht der Politik angesichts der Unsicherheiten über die Risiken des neuartigen Coronavirus „bei der Wahl der Schutzmaßnahmen aber einen großen Einschätzungsspielraum“ zugestehe. Die derzeitige Debatte im Vorfeld der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Mittwoch, die über das weitere Vorgehen auf Grundlage verschiedener Experten-Empfehlungen stützen will, hält der Richterbund für zielführend. „Die Diskussionen über Alternativen, die ein striktes Kontaktverbot schrittweise ablösen könnten, gehen in die richtige Richtung“, sagte Rebehn den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“.

Dienstag 14. April

19:58 Uhr: Dreyer dämpft Erwartungen vor Corona-Entscheidung

Vor der Telefonkonferenz der Ministerpräsidenten der Bundesländer und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie hat die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) Erwartungen gedämpft, es könnte rasch Lockerungen der Maßnahmen geben.

„Die Gesundheit der Menschen steht auch bei den Lockerungen für mich an erster Stelle“, sagte Dreyer der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwochsausgabe). Durch „schnelles und entschiedenes Handeln“ der Bundesregierung und die „große Disziplin der Bürgerinnen und Bürger“ habe man es geschafft, „die Zahl der Neuinfektionen zu bremsen“.

Dies sei ein „guter Erfolg, den wir nicht gefährden wollen“, so die SPD-Politikerin weiter. Sie sei sich mit den anderen SPD-Ministerpräsidenten einig, dass Lockerungsmaßnahmen die Erfolge nicht aufs Spiel setzen dürften, sagte Dreyer.

Lesen Sie auch: Trump wirft US-Gouverneuren in Corona-Streit „Meuterei“ vor

19:31 Uhr: Südkorea wählt inmitten der Corona-Pandemie ein neues Parlament

Inmitten der Corona-Pandemie wird in Südkorea am Mittwoch ein neues Parlament gewählt. Mehr als 40 Millionen Menschen sind aufgerufen, unter strengsten Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen ihre Stimme abzugeben. Unter anderem sollen alle Wähler Schutzmasken tragen, an den Wahllokalen soll es Temperatur-Messstationen geben.

Der Urnengang gilt als Stimmungstest für Präsident Moon Jae In. Dieser war wegen seines Handelns in der Corona-Krise anfangs scharf kritisiert worden, inzwischen aber erfährt seine Politik in Umfragen viel Zustimmung. Südkorea war als eines der ersten Länder von der Corona-Pandemie betroffen, zeitweise gab es in dem Land die meisten Infektionen nach China. Inzwischen ist das Virus dank umfangreicher Tests und des konsequenten Aufspürens und Isolierens von Kontaktpersonen deutlich eingedämmt. Das ostasiatische Land gilt anderen Staaten als Vorbild im Umgang mit der Pandemie.

19:17 Uhr: Bundesregierung genehmigt KfW-Kredit in Milliardenhöhe für Adidas

Wegen der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung dem Sportartikel-Hersteller Adidas einen Milliardenkredit der staatlichen Förderbank KfW genehmigt. Wie das Unternehmen im fränkischen Herzogenaurach am Dienstagabend mitteilte, umfasst die Darlehenszusage 2,4 Milliarden Euro seitens der KfW sowie 600 Millionen Euro von Partnerbanken von Adidas. Im Zuge der Krise hatte Adidas zunächst Mietzahlungen für Geschäfte vorübergehend stoppen wollen, diese Pläne dann aber nach scharfen Protesten fallen lassen.

Mehr dazu: Bundesregierung genehmigt KfW-Kredit in Milliardenhöhe für Adidas

18:32 Uhr: IW-Chef verlangt Ladenöffnungen ab kommender Woche

Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, fordert für Läden und Gaststätten eine schnelle Rückkehr zur Normalität. „Der Einzelhandel und Teile der Gastronomie sollten ab Montag wieder geöffnet werden“, sagte Hüther der „Bild-Zeitung“ (Mittwochsausgabe). Dies könne man „zügig umsetzen, weil im Lebensmittelhandel in den vergangenen vier Wochen ja bereits vorgeführt wurde, welche Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden können“, so der IW-Chef weiter.

Wer die Hygieneregeln einhalte, könne daher auch ab nächster Woche wieder öffnen, sagte Hüther, der Mitglied im „Expertenrat Corona“ der Landesregierung Nordrhein-Westfalens ist. Das Gremium stellt am Mittwoch gemeinsam mit Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) seinen Ausstiegs-Fahrplan vor. „Auch die öffentliche Verwaltung muss nun vorangehen und schnell wieder ihre Arbeit aufnehmen. Auch das sollte spätestens nächste Woche geschehen“, so der IW-Chef.

Auch wissenswert: IWF rechnet mit Schrumpfen der Weltwirtschaft um drei Prozent – tiefste Rezession seit knapp einem Jahrhundert

17:23 Uhr: Französische Justiz zwingt Amazon zur drastischen Einschränkungen seiner Lieferungen

Die französische Justiz an den US-Onlinehändler Amazon dazu verpflichtet, seine Lieferungen in der Corona-Krise vorerst auf lebensnotwendige Produkte zu beschränken. Ein Gericht in Nanterre gab am Dienstag einer Klage von Gewerkschaftsvertretern statt, wonach Amazon zunächst die Corona-Risiken für die Arbeiter in Lagerhallen überprüfen müsse. Währenddessen dürfe der Onlinehändler nur Lebensmittel sowie Hygieneartikel und Medizinprodukte vertreiben. Andernfalls drohe dem Unternehmen eine Strafe von einer Million Euro.

Die Regelung greife für zunächst einen Monat, hieß es in dem Urteil, das der Nachrichtenagentur AFP vorlag. Amazon habe den Sicherheits- und Gesundheitsverpflichtungen gegenüber seinen Angestellten in den Lagerhallen nicht ausreichend Rechnung getragen, erklärten die Richter.

Die Gewerkschaft SUD hatte gegen den Konzern geklagt und zudem die Schließung sämtlicher Lagerhallen in Frankreich gefordert, da in diesen inmitten der Pandemie mehr als hundert Angestellte zugleich arbeiteten. In diesem Punkt folgten die Richter der Gewerkschaft jedoch nicht.

Auch interessant: Wir haben für die Lügen Chinas teuer bezahlt

16:46 Uhr: G7 wegen Corona-Krise für Schulden-Rückzahlungsstopp für ärmste Länder

Die G7-Staaten haben sich angesichts der Coronavirus-Pandemie für einen Stopp beim Schuldendienst der ärmsten Ländern der Welt ausgesprochen. Covid-19 stelle diese Staaten vor „akute“ gesundheitliche und wirtschaftliche Probleme, erklärten die Finanzminister und Zentralbankchefs der sieben wichtigsten Industrienationen am Dienstag. Deswegen sollte die Rückzahlung bilateraler Schulden vorübergehend ausgesetzt werden.

Voraussetzung sei aber eine entsprechende Haltung aller G20-Staaten. In dieser Gruppe sind auch Länder wie China, Brasilien und Indien vertreten.

Schon im März hatten die Weltbank und der Internationale Währungsfonds (IWF) dazu aufgerufen, von den ärmsten Ländern vorerst keine Schuldenrückzahlung zu verlangen. Dies würde den Entwicklungsländern helfen, im Kampf gegen die Pandemie über die notwendigen Finanzmittel zu verfügen.

Auch interessant: RKI-Chef: „Wer kann, möge zu Hause bleiben“ – Tendenzen sind abzuwarten

14:46 Uhr: IWF rechnet mit Schrumpfen der Weltwirtschaft um drei Prozent

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet damit, dass die Weltwirtschaft wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr um drei Prozent schrumpft. Es bestehe sogar das „erhebliche Risiko“, dass die Rezession am Ende noch schlimmer ausfallen könnte, hieß es in der am Dienstag in Washington veröffentlichten Prognose des IWF.

Wenn es gelänge, die Pandemie einzudämmen und im zweiten Halbjahr 2020 die wirtschaftliche Aktivität nach und nach wieder hochzufahren, könnte die Weltwirtschaft dann allerdings im Jahr 2021 wieder ein Wachstum von 5,8 Prozent verzeichnen, heißt es in der Prognose.

Für die USA, die größte Volkswirtschaft der Welt, sagt der IWF für 2020 ein Schrumpfen des Bruttoninlandsproduktes um 5,9 Prozent voraus. Für 2021 wird dort dann wiederum ein Wachstum von 4,7 Prozent erwartet.

14:34 Uhr: Spahn zufrieden mit Verhalten der Bürger an Osterwochenende

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich zufrieden mit dem Verhalten der Bürger am Osterwochenende gezeigt.

Die Einschränkungen wegen der Corona-Krise hätten „eine sehr, sehr hohe Akzeptanz und Unterstützung“ in der Bevölkerung gefunden, sagt er in Wiesbaden. Das sei wichtig für das weitere Vorgehen und für mögliche Lockerungen der Corona-Regelungen.

Spahn hatte zuvor an einer Sitzung des hessischen Corona-Kabinettausschusses teilgenommen. Am Vormittag war er außerdem zu Besuch im Uni-Klinikum in Gießen gewesen, um sich dort über die Situation angesichts der Corona-Krise zu informieren.

13:43 Uhr: Gericht: Paketzusteller dürfen auch in Corona-Krise nicht sonntags arbeiten

Paketzusteller dürfen einem Berliner Gericht zufolge ihre Mitarbeiter auch in der Corona-Krise nicht an Sonn- und Feiertagen beschäftigen. Mehrere private Paketdienste unterlagen mit entsprechenden Eilanträgen, wie das Verwaltungsgericht in der Hauptstadt am Dienstag mitteilte.

Trotz der Pandemie gebe es keine Versorgungskrise, die die Paketzustellung zur Sicherung der Versorgung von Haushalten dringend nötig machen würde, betonte das Gericht. Eine „bloße frühere Belieferung mit Waren für die betroffenen Gruppen“ genüge nicht als Argument.

Nach Auffassung der Kammer machten die Antragsteller außerdem nicht glaubhaft, dass ohne eine Ausnahme „schwere und unzumutbare Nachteile für sie eintreten könnten“. Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt werden.

13:41 Uhr: HDE: Auflagen für Handel müssen wirtschaftlich bleiben

Der Handelsverband Deutschland (HDE) verlangt, dass die Corona-Auflagen für den Handel wirtschaftlich bleiben müssen. Wenn die gesundheitlichen Abwägungen es hergeben, müssten so bald wie möglich alle Geschäfte wieder öffnen dürfen, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Allerdings dürfe die Öffnung der Geschäfte „nicht an faktisch oder wirtschaftlich unerfüllbare Forderungen geknüpft sein“.

Zudem dürften sich daraus keine zusätzlichen Verluste für den Handel ergeben, so Genth weiter. Am Mittwoch kommt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder zusammen, um über eine Lockerung der Corona-Maßnahmen zu beraten.

13:40 Uhr: Spanien verzeichnet weniger Corona-Neuinfektionen

Spanien hat am Dienstag bei den Corona-Neuinfektionen den niedrigsten Anstieg seit Verhängung der Ausgangssperre vor einem Monat registriert. Die Zahl der mit dem neuartigen Virus infizierten Menschen sei um 1,8 Prozent auf 172.541 Fälle gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Anfang April hatte der tägliche Zuwachs noch bei rund acht Prozent gelegen.

Bei der Zahl der Corona-Toten gab es den Angaben zufolge nach einem Rückgang am Montag nun einen leichten Anstieg auf 567 Fälle. Damit starben in Spanien bereits 18.056 Infizierte.

Im Kampf gegen das Virus verhängte die Regierung am 14. März eine landesweite Ausgangssperre, die noch mindestens bis zum 25. April gelten soll. Seit Montag dürfen Fabrik- und Bauarbeiter jedoch wieder zur Arbeit gehen. Zum Schutz vor dem Virus wurden an spanischen Bahnhöfen Millionen Masken an Pendler verteilt.

13:17 Uhr: Condor verhandelt nach LOT-Absage mit Bund über Unternehmensführung

Die angeschlagene Fluggesellschaft Condor wird nach der Übernahme-Absage der polnischen Airline LOT womöglich bald von einem staatlich bestimmten Treuhänder geführt. Eine Condor-Sprecherin bezeichnete am Dienstag eine solche Eigentümerstruktur als „gar nicht so unwahrscheinliches Szenario“. Das Unternehmen sei auf die geplatzte Fusion mit LOT „nicht ganz unvorbereitet“ und „in fortgeschrittenen Gesprächen“ mit der Bundesregierung, allerdings noch ohne Ergebnis.

Demnach gibt es neben einer Treuhänderstruktur „verschiedene Optionen für die zukünftigen Eigentumsverhältnisse“ des Ferienfliegers. Eine teilweise Verstaatlichung hält Condor entgegen entsprechender Spekulationen im derzeitigen „Vakuum“ aber für unwahrscheinlich.

In jedem Fall beabsichtigt Condor „nach wie vor, das Schutzschirmverfahren bald zu verlassen“, wie die Sprecherin sagte. Die Gesellschaft war im September in den Sog der Insolvenz des britischen Touristikkonzerns Thomas Cook geraten und hatte einen Überbrückungskredit der staatlichen Förderbank KfW in Höhe von 380 Millionen Euro bekommen. Nun laufen laut Condor Verhandlungen über zusätzliche Staatshilfen wegen der Auswirkungen der Corona-Krise – gleichzeitig muss der KfW-Kredit eigentlich bis Freitag zurückgezahlt werden.

13:14 Uhr: Verkaufsstände und Märkte verzeichnen höheren Umsatz

Die Verkaufsstände und Märkte in Deutschland haben im Februar 2020 einen höheren Umsatz als im Vorjahresmonat verzeichnet.

Real (preisbereinigt) wurde 8,2 Prozent mehr Umsatz erzielt, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Damit konnten Verkaufsstände und Märkte ein höheres Umsatz-Plus verbuchen als der Einzelhandel insgesamt (+6,4 Prozent) sowie der Einzelhandel (ohne Verkaufsstände und Märkte) mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren (+7,8 Prozent) und der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln (+3,5 Prozent).

Ein möglicher Grund für diesen überdurchschnittlichen Anstieg könnte sein, dass Verbraucher an Verkaufsständen und auf Märkten eine niedrigere Ansteckungsgefahr vermuten, da der Einkauf dort überwiegend unter freiem Himmel stattfindet, so die Statistiker.

13:13 Uhr: BASF will 101 Millionen Mund-Nasen-Schutzmasken spenden

Der Chemiekonzern BASF will im Kampf gegen die Corona-Pandemie in Deutschland 101 Millionen Mund-Nasen-Schutzmasken spenden. Die Masken würden in China eingekauft und für den Versand nach Deutschland vorbereitet, teilte BASF am Dienstag mit. Die erste Lieferung erwartet der Konzern demnach „voraussichtlich Anfang nächster Woche“ am Flughafen Frankfurt am Main.

BASF-Chef Martin Brudermüller erklärte, „wir nutzen unsere Einkaufsnetzwerke und unsere Logistik in China, um zu helfen“. Der Konzern komme für die Kosten des Einkaufs und des Transports der Masken auf.

100 Millionen Masken gehen demnach an die Bundesrepublik, eine Million Masken an das Land Rheinland-Pfalz. In Ludwigshafen liegt die Unternehmenszentrale und mit rund 35.000 Mitarbeitern der weltweit größte Produktionsstandort der BASF, wie das Unternehmen betonte. „Eine Notsituation wie diese können wir nur alle gemeinsam bewältigen“, erklärte Brudermüller.

13:09 Uhr: Auto-Umsatz in China im 1. Quartal dramatisch eingebrochen

Laut der neusten Statistik des chinesischen Automobilindustrie-Verbands (CAAM) ist der Auto-Umsatz auf dem chinesischen Markt im ersten Vierteljahr 2020 im Vergleich zum gleichen Zeitraum in 2019 um 42,4 Prozent eingebrochen. Das ist einer der größten Umsatz-Quartalsrückgänge in der Geschichte der chinesischen Autoindustrie.

Grund dafür ist der Ausbruch der Corona-Pandemie im Januar dieses Jahres. Obwohl viele Firmen in China den Betrieb inzwischen wieder aufgenommen haben, prognostizieren Experte keine positive Umsatzentwicklung für die Autoindustrie im 2. Quartal 2020.

12:19 Uhr: Verdi-Chef beklagt „massiven Konstruktionsfehler bei der Kurzarbeit“

Immer mehr Arbeitnehmer geraten nach Angaben von Verdi-Chef Frank Werneke aufgrund der Corona-Krise in Schwierigkeiten. „Täglich erreichen mich viel Notrufe, der Mail- und Briefeingang ist riesig“, sagte Werneke dem „Tagesspiegel“ vom Dienstag.

Er beklagte einen „massiven Konstruktionsfehler bei der Kurzarbeit. Die Übernahme der kompletten Sozialversicherungsbeiträge durch die Bundesagentur für Arbeit hätte gekoppelt werden müssen an die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes von 60 auf mindestens 80 Prozent, für niedrige Einkommen auf mindestens 90 Prozent durch die Arbeitgeber.“

Im europäischen Vergleich bilde Deutschland mit einem gesetzlichen Kurzarbeitergeld von 60 Prozent des Nettoeinkommens das Schlusslicht, sagte Werneke der Zeitung. „Das reicht hinten und vorne nicht.“ Wenn sich die Arbeitgeber einer Zuzahlung verweigerten, müsse die Bundesagentur für Arbeit das Kurzarbeitergeld aus Beitragsmitteln aufstocken.

11:40 Uhr: Düsseldorfer Landtag verabschiedet entschärftes Epidemiegesetz

Der nordrhein-westfälische Landtag hat das entschärfte Landes-Epidemiegesetz verabschiedet. In einer Sondersitzung stimmte das Landesparlament am Dienstag dem Gesetzentwurf zu, wie Landtagspräsident André Kuper (CDU) vor den Abgeordneten feststellte. Das Gesetz gibt der Landesregierung mehr Befugnisse in der Corona-Krise. Anders als ursprünglich geplant sieht es aber unter anderem nicht mehr vor, dass medizinisches Personal zur Arbeit in Krankenhäusern zwangsverpflichtet werden kann.

Diese Maßnahme wurde nun durch ein Freiwilligenregister ersetzt. Der von der schwarz-gelben Landesregierung auf den Weg eingebrachte Gesetzentwurf war nach verfassungsrechtlichen Bedenken der Opposition überarbeitet worden. Nach Kompromissverhandlungen der Landtagsfraktionen sollte das Gesetz ursprünglich bereits am vergangenen Donnerstag verabschiedet werden. Die AfD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag beantragte jedoch eine dritte Lesung, die nun am Dienstag stattfand.

11:23 Uhr: Weißes Haus weist Gerüchte über Entlassung von Virologen Fauci zurück

Das Weiße Haus hat Spekulationen zurückgewiesen, US-Präsident Donald Trump könnte den in der Coronavirus-Pandemie prominent gewordenen obersten US-Virologen Anthony Fauci entlassen. „Das Medien-Geschwätz ist lächerlich – Präsident Trump feuert Dr. Fauci nicht“, erklärte ein Sprecher des Weißen Hauses am Montag. Fauci habe das Vertrauen des Präsidenten und bleibe dessen Berater.

Der angesehene Mediziner, der in der Coronavirus-Pandemie einer der wichtigsten Berater des Präsidenten ist, hatte zuvor vorsichtig Kritik an der US-Reaktion zu Beginn der Krise geübt. Der 79-Jährige machte im Nachrichtensender CNN deutlich, dass Menschenleben hätten gerettet werden können, wenn die USA früher und entschlossener auf das Virus reagiert hätten.

Es habe zunächst aber „Widerstand“ gegen weitgehende Maßnahmen zur Eindämmung des Virus gegeben, sagte Fauci, ohne Trump dabei namentlich zu nennen.

11:11 Uhr: Berliner Justizsenator offen für Corona-App

Der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) hält eine spezielle App für sinnvoll, um das Coronavirus einzudämmen. Viele trügen Smartphones mit sich herum und es mache Sinn darüber nachzudenken, die Daten darauf zu nutzen, sagte Behrendt am Dienstag im RBB-Inforadio. Die Infektionsketten müssten möglichst schnell unterbrochen werden – dabei könne die App helfen.

„Das ist ein hochsensibles Thema, das muss man berücksichtigen.“ Auch die Modelle, die man kenne, zum Beispiel aus Singapur oder auch aus Südkorea, gingen sehr weit. „Da werden die Daten gleich ans Gesundheitsamt gemeldet, wer sich wo aufhält – das ist nach unserem Datenschutzverständnis nicht möglich“, so der Grünen-Politiker. Laut Behrendt ist das aber auch nicht notwendig. So würde mithilfe einer Bluetooth-Technologie nur übermittelt werden, dass sich Menschen getroffen haben und eine Infektionsgefahr bestanden hat, nicht aber wo.

10:55 Uhr: RWI-Chef lehnt Vermögensabgabe ab

RWI-Chef Christoph Schmidt lehnt die von SPD-Chefin Saskia Esken geforderte Vermögensabgabe zur Finanzierung der Corona-Lasten ab. „Eine Vermögensabgabe halte ich für äußerst problematisch. Denn das Vermögen wartet doch nicht auf Konten darauf, besteuert zu werden“, sagte er der „Rheinischen Post“. Es stecke beispielsweise in Unternehmen und Immobilien. Bei Einzelkaufleuten könne man zwischen Privat- und Geschäftsvermögen nicht einmal unterscheiden.

„Wir wollen aber doch, dass die Wirtschaft wieder in Gang kommt, dass sie wieder investiert. Eine Vermögensangabe wäre da kontraproduktiv.“ Stattdessen solle man auf die Wachstumskräfte setzen. „In Deutschland kann der Staat zum Glück eine solche Last schultern, weil er in der Vergangenheit solide gewirtschaftet hat. Wir können uns Zeit lassen, nach einem Anspringen der Wirtschaft aus den Schulden herauszuwachsen.“ Mit Blick auf die Lastenverteilung in Europa sagte der Ökonom, dass die EZB mit ihrem Ankaufprogramm nur Zeit gekauft habe.

„Die Finanzpolitik muss nun handeln, wenn sie die Unabhängigkeit der EZB nicht gefährden will.“ Dabei sei es wohl besser, sich auf bewährte Mechanismen wie den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) zu verlassen, dessen Ausgestaltung man an die augenblickliche Situation anpassen könne. Corona-Bonds lehnt der RWI-Chef ab: „Corona-Bonds halte ich aus zwei Gründen für problematisch. Erstens rein praktisch: Man müsste erst eine Rechtsgrundlage dafür schaffen, was Zeit benötigt. Zweitens grundsätzlich: Sie wären ein Einstieg in die gemeinschaftliche Haftung für Schulden einzelner Länder.“ Schmidt war bis Februar Chef der Wirtschaftsweisen.

10:53 Uhr: EU-Kommission stellt Wiederaufbaufonds in Billionenhöhe in Aussicht

EU-Kommissionsvize Valdis Dombrovskis hat einen Fonds in Billionenhöhe in Aussicht gestellt, um die Corona-geschädigte europäische Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. „Wir könnten den Wiederaufbaufonds mit Anleihen finanzieren, die mit einer Bürgschaft der Mitgliedstaaten unterlegt werden“, sagte Dombrovskis dem „Handelsblatt“. Eine Größenordnung von bis zu 1,5 Billionen Euro sei dafür im Gespräch.

„Ich könnte mir einen solchen Finanzrahmen vorstellen“, so Dombrovskis. Auf jeden Fall müsse der EU-Haushalt im Mittelpunkt des Wiederaufbaus stehen. Dabei gehe es „eher nicht“ um höhere Beiträge von Nettozahlern wie Deutschland. „Wir arbeiten stattdessen an neuen Finanzierungsinstrumenten“, sagte Dombrovskis. In einer derart schweren Krise müsse man „aus alten Denkmustern ausbrechen“, sagte der Lette. Dombrovskis warnte vor den ökonomischen Folgen des wochenlangen Stillstands. „Eine schwere Rezession wird unvermeidlich sein“, sagte er. Womöglich werde es noch schlimmer als nach der Finanzkrise im Jahr 2009. Auch bei den Banken könne es wieder Schwierigkeiten geben. „Ich schließe nicht aus, dass wir wieder Probleme mit den non-performing loans (NPL) bekommen“, sagte Dombrovskis.

10:21 Uhr: Stamp: Schul- und Kita-Start direkt nach Osterferien ausgeschlossen

NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) hält es für ausgeschlossen, dass schon am kommenden Montag Schulen und Kitas wieder regulär öffnen. Die Landesregierung verhandele derzeit mit den Kita-Trägern über einen Stufenplan und bereite einen „Maßnahmenkatalog für ein sicheres Beisammensein zwischen Kindern und Erzieherinnen und Erziehern“ vor, sagte Stamp der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. Bei den Maßnahmen gehe es um Hygieneregeln, die mit den Kindern eingeübt werden müssten, zum Beispiel das Händewaschen.

Die Landesregierung diskutiere darüber, „dies zunächst mit den älteren Kindern einzuüben und dann jahrgangsweise zu erweitern“, sagte der FDP-Politiker. „Eventuell könnten wir Ende des Monats damit beginnen, aber nur unter der Voraussetzung, dass die Umsetzung der Hygienemaßnahmen bis dahin gewährleistet werden kann.“

10:17 Uhr: RKI veröffentlicht neue COVID-19-Fallzahlen

Für die einzelnen Bundesländer übermittelte das RKI die folgenden Zahlen (Infizierte / Differenz zum Vortag / Tote):

Bundes­land Elektro­nisch über­mittelte Fälle
An­zahl Dif­fe­renz zum
Vor­tag
Fälle/ 100.000 Einw. Todes­fälle
Baden-Württem­berg 25.040 +470 226 711
Bayern 33.569 +554 257 872
Berlin 4.668 +67 125 56
Brandenburg 1.916 +36 76 40
Bremen 492 +6 72 20
Hamburg 3.808 +38 207 59
Hessen 6.183 +69 99 147
Mecklenburg-
Vor­pommern
619 +1 38 11
Niedersachsen 7.885 +162 99 211
Nordrhein-West­falen 25.300 +417 141 545
Rhein­land-Pfalz 4.880 +70 119 70
Saarland 2.112 +33 213 52
Sachsen 3.751 +96 92 70
Sachsen-Anhalt 1.207 +14 55 25
Schles­wig-Holstein 2.164 +30 75 49
Thüringen 1.504 +19 70 31
Gesamt 125.098 +2.082 150 2.969

Nach Schätzungen des RKI sind 60.300 infizierte Menschen wieder genesen. Laut Situationsbericht vom 12. April wurden 2.405 Patienten intensivmedizinisch versorgt, 1.859 davon werden beatmet.

Nicht jeder, der infiziert ist, erkrankt am Virus. 80 Prozent aller Corona-Infektionen verlaufen mild. Nach Auskunft des Robert-Koch-Instituts werden alle Todesfälle von Patienten, bei denen eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde, als „Corona-Tote“ gewertet. Vorerkrankungen werden nicht berücksichtigt. Bei der Influenza ist das anders.

10:07 Uhr: Fallstudie aus Japan: Neuartiges Virus löst Hirnhautentzündung aus

Laut einer Fallstudie aus Japan kann sich Covid-19 auch als Entzündung im Gehirn äußern. Bei einem 24-Jährigen Covid-19 Patienten, der an einer Meningoenzephalitis, einer sogenannten Hirnhaut- und Hirnentzündung litt, wurde das Virus im Nervenwasser nachgewiesen. Der Nasen-Rachen-Abstrich war hingegen negativ und das Lungenröntgen unauffällig. Untersuchungen auf andere Viren, die eine Hirnhautentzündung auslösen können, waren negativ und wurden daher ausgeschlossen. Mehr dazu…

9:58 Uhr: CDU-Wirtschaftsrat: Bauwirtschaft von Einreisestopp ausnehmen

Der CDU-Wirtschaftsrat will, dass die Bauwirtschaft ähnliche Privilegien bekommt wie die Landwirtschaft. „Für die Bauwirtschaft brauchen wir die gleiche flexible, pragmatische Lösung, wie sie bereits für die Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft getroffen wurde“, sagte Generalsekretär Wolfgang Steiger der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe).

„Wenn durch die entsprechenden Baufirmen sichergestellt ist, dass alle Hygienemaßnahmen und Vorkehrungen zur Kontaktvermeidung nach höchsten Standards erfolgen, sollte dies ein gangbarer Weg sein, um großflächige Bauverzögerungen zu vermeiden.“ Gerade in diesen Tagen erweise sich die deutsche Bauwirtschaft als „Stütze unserer Volkswirtschaft“. Unter Einhaltung der Hygienevorschriften werde auf den Baustellen weiter gearbeitet.

9:49 Uhr: Belgien: 3 Millionen Mundschutzmasken aus China unbrauchbar

3 Millionen FFP2-Masken sind letzte Woche in der belgischen Stadt Lüttich angekommen. Sie kamen aus China und sind alle unbrauchbar, schreibt „De Standaard“. „Sie bieten keinen ausreichenden Schutz“, sagte Minister Philippe De Backer (Open VLD) in der belgischen Abgeordnetenkammer.

Der „Föderale Öffentliche Dienst für Volksgesundheit“ hatte sie am 23. März bestellt. „Eine visuelle Inspektion ergab, dass sie nicht über eine korrekte CE-Kennzeichnung verfügten. Es gab keine Anhaltspunkte dafür, dass es sich um FFP2-Masken handelte“, äußerte sich De Backer im Plenum zu der Lieferung.

Dem Minister zufolge versuchte der chinesische Lieferant immer wieder zu beweisen, dass es sich um FFP2-Masken handele, aber „am 3. und 4. und 5. April gab es immer noch keine Inspektionszertifikate“, sagte De Backer. „Sie sind von der Qualität her inakzeptabel und bieten keinen ausreichenden Schutz. Dies ist ein schwerer Rückschlag.““Wir setzen unsere Suche auf den internationalen Märkten fort“, so De Backer weiter. „Wir brauchen fünfzehn Millionen chirurgische Masken und drei Millionen FFP2-Masken für den kommenden Monat.“

9:42 Uhr: SPD-Chef: Mir ist ein Atemschutz „lieber als geschlossene Läden“

In der Debatte um die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie wirbt SPD-Chef Norbert Walter-Borjans für vorsichtige Lockerungen.

Die Restriktionen in der jetzigen Form weiter aufrechtzuerhalten, werde aus seiner Sicht zunehmend „zur psychischen und wirtschaftlichen Belastung“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“ vom Dienstag. Allerdings könne der Hebel nicht einfach „wieder von null auf eins“ umgelegt werden, dafür bleibe die Lage zu fragil.

„Wir alle haben ein Interesse daran, die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen so schnell wie möglich wiederherzustellen“, sagte der Parteivorsitzende weiter. „Mir ist ein Haushaltswaren- oder ein Möbelgeschäft, das ich nur mit Atemschutz betreten kann, jedenfalls lieber als geschlossene Läden, die die Versorgung einschränken und hunderttausende wirtschaftlicher Existenzen bedrohen.“ Lesen Sie weiter….

9:34 Uhr: IWF verkündet sofortige Schuldenerleichterungen für 25 arme Staaten

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat angesichts der Corona-Krise sofortige Schuldenerleichterungen für 25 Entwicklungsstaaten verkündet. Wie IWF-Chefin Kristalina Georgieva am Montag mitteilte, gewährt der IWF armen Staaten für einen Zeitraum von sechs Monaten Notkredite, um sie im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie zu unterstützen. Der IWF-Vorstand bewilligte die Kredite für eine Reihe afrikanischer Staaten sowie für Afghanistan, Nepal, Haiti und den Jemen.

Das Geld kommt aus dem Katastrophenbeistandsfonds CCRT des IWF, der während der Ebola-Krise in Westafrika 2015 geschaffen worden war und angesichts der Coron-Pandemie nun umgenutzt wird. Derzeit umfasst der CCRT 500 Millionen Dollar. Die größten Beitragszahler sind Japan, Großbritannien, China und die Niederlande. Georgieva warb für eine Aufstockung des Fonds und rief auch andere Staaten auf, sich an Beitragszahlungen zu beteiligen.

Vergangene Woche hatte Georgieva mit Blick auf die Corona-Pandemie vor der schlimmsten Wirtschaftskrise seit der Großen Depression in den 1920er und 1930er Jahren gewarnt. Selbst im besten Fall dürfte es im kommenden Jahr nur eine „teilweise Erholung“ geben; es könnte aber auch „schlimmer“ werden, sagte sie. Am Dienstag legt der IWF eine neue Prognose für die Entwicklung der Weltwirtschaft vor.

9:23 Uhr: US-Außenminister kritisiert Chinas Vorgehen in Corona-Krise: In Zukunft über die Verantwortung reden

US-Außenminister Mike Pompeo hat das Verhalten Chinas in der Coronakrise kritisiert. „China hat die Informationen nicht rechtzeitig bereitgestellt“, sagte Pompeo der „Bild“. Dies habe die Bekämpfung und Eindämmung des Virus weltweit erschwert. Jetzt sei die Zeit dafür, sich auf die aktuelle Herausforderung zu konzentrieren. Doch in der Zukunft müsse man auch über die Verantwortung reden. Lesen Sie mehr…..

9:20 Uhr: Renommiertes Theaterfestival von Avignon wegen Coronavirus-Pandemie abgesagt

Das renommierte Theaterfestival von Avignon ist wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Die 74. Ausgabe des Festivals könne unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht stattfinden, teilten die Veranstalter am Montagabend mit. Das Festival sollte in diesem Jahr vom 3. bis 23. Juli in der südfranzösischen Stadt Avignon stattfinden.

Als Grund für die Absage verwiesen die Festival-Organisatoren auf eine Fernsehansprache des französischen Präsidenten Emmanuel Macron am Montagabend. Darin hatte Macron angekündigt, dass große Festivals in Frankreich frühestens wieder ab Mitte Juli stattfinden können.

8:56 Uhr: Geschlossene Läden: Kleinanzeigen gehen „durch die Decke“

Online-Marktplätze erleben dank der geschlossenen Geschäfte in Deutschland einen Aufschwung. Bei Ebay-Kleinanzeigen stellten Nutzer in der letzten Märzwoche gut 25 Prozent mehr Anzeigen ein als in den beiden Vorwochen, sagte ein Sprecher zur Deutschen Presse-Agentur.

Auf den Second-Hand-Webseiten „Kleiderkreisel“ und „Mamikreisel“ melden sich einer Sprecherin zufolge gerade deutlich mehr Menschen an als sonst – und stellten mehr Artikel online. Viele hätten nun offenbar die Zeit, ihre Kleiderschränke auszumisten. Auch bei der Flohmarkt-App „Shpock“ stiegen die Zugriffe – vor allem suchten Nutzer Spielkonsolen, Fitnessgeräte, Schreibtische und Laptops, sagte eine Sprecherin. „Medimops“, wo es elektronische Unterhaltung und gebrauchte Bücher gibt, berichtet ebenfalls von mehr Verkäufen als in den Vorwochen.

Von persönlichen Übergaben rät die „Shpock“-Sprecherin wegen der Ausgangsbeschränkungen indes ab: Man könne den Artikel nach Bezahlung zur Abholung vor die Tür legen, den Gang zur Post ersetzten Kurierdienste mit kontaktlosem Abholservice.

8:48 Uhr: Australien und Neuseeland halten trotz Erfolgen an Coronamaßnahmen fest

Trotz erster Erfolge im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus halten Australien und Neuseeland an den verhängten Ausgangs- und Reisebeschränkungen fest. Das Land sei noch „viele Wochen“ davon entfernt, Auflagen wie etwa Abstandsregeln aufheben zu können, sagte Australiens Premierminister Scott Morrison am Dienstag. Geduld sei das Gebot der Stunde.

Morrison verwies auf Länder wie Singapur und Südkorea, die nach ersten Erfolgen im Kampf gegen das Virus Reise- und andere Beschränkungen aufgehoben und dann eine zweite Infektionswelle erlebt hatten.

In Australien ist die Zahl neuer Fälle deutlich zurückgegangen. Von Sonntag bis Montag wurden lediglich 63 Neuinfektionen registriert, der niedrigste Zuwachs seit einem Monat. Die Gesamtzahl der Fälle liegt bei rund 6400 bei einer Bevölkerung von 25 Millionen. Neuseeland verzeichnete am Dienstag acht neue Fälle des Virus, das ist der niedrigste Anstieg seit mehr als drei Wochen. Die Gesamtzahl der Infektionen in dem Land mit fünf Millionen Einwohnern liegt bei rund 1080.

8:40 Uhr: Justizministerin gegen längere Isolation von Älteren

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat Forderungen eine Absage erteilt, der Coronakrise durch Isolation der Älteren und chronisch Kranken zu begegnen. „Jedem Menschen stehen Grundrechte zu, und zwar unabhängig vom Alter“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagsausgaben). „Und es ist im Übrigen ja keineswegs so, dass nur die sogenannten Risikogruppen gefährdet sind. Junge Menschen erkranken ebenfalls schwer.“

Lambrecht fügte hinzu: „Das Gegeneinander-Ausspielen von Generationen ist sicher nicht der richtige Weg. Wir werden alle Wege prüfen, krisenbedingte Einschränkungen so schnell und so verantwortbar wie möglich wieder zu lockern. Das `Wegsperren` von bestimmten Bevölkerungsgruppen ist dabei sicher keine Option.“ Unter anderem Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hatte eine etwaige Lösung der Krise mit den Worten skizziert: „Menschen, die über 65 Jahre alt sind, und Risikogruppen werden aus dem Alltag herausgenommen und vermeiden weiter Kontakte. Jüngere, die weniger gefährdet sind, werden nach und nach kontrolliert wieder in den Produktionsprozess integriert.“

8:35 Uhr: Erneut mehr als 1500 Corona-Tote binnen 24 Stunden in den USA

In den USA sind nach einer Zählung der Johns-Hopkins-Universität vom Montagabend (Ortszeit) in einem Zeitraum von 24 Stunden erneut mehr als 1500 Menschen mit einer Corona-Infektion gestorben. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus in den USA laut der Universität in Baltimore auf mehr als 23.500.

Die USA sind inzwischen das am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land der Welt. Mehr als 550.000 Menschen sind laut der Johns-Hopkins-Universität mit dem neuartigen Erreger Sars-Cov-2 infiziert. Die im internationalen Vergleich sehr hohen Infektionszahlen sind aber auch darauf zurückzuführen, dass in den USA besonders viel getestet wird.

Zentrum der Pandemie in den USA ist der Bundesstaat New York, wo bereits mehr als 10.000 Menschen an der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 starben. Nach Ansicht des New Yorker Gouverneurs Andrew Cuomo hat der Staat das Schlimmste inzwischen hinter sich. Es sei Zeit, über eine langsame Rückkehr zur Normalität nachzudenken, sagte Cuomo am Montag. Er warnte jedoch zugleich vor einer vorzeitigen Lockerung der Eindämmungsmaßnahmen.

8:30 Uhr: Jetzt zwei Millionen Corona-Nachweise weltweit

Weltweit gibt es seit Dienstag über zwei Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität hervor, die Zahlen von Medienanbietern aus vielen Ländern sammelt. Die weltweite Verdoppelungszeit beträgt demnach elf bis zwölf Tage, am 2. April war die Millionenmarke überschritten worden.

Zuvor hatte sich die Zahl der nachgewiesenen Infektionen noch innerhalb einer Woche verdoppelt. Weltweit kamen bislang knapp 120.000 Menschen infiziert ums Leben, wobei die primäre Todesursache nicht immer eindeutig ist. In Deutschland waren laut Recherche der dts Nachrichtenagentur und Abfrage bei den Landesministerien, Städten und Landkreisen bis Dienstagfrüh 130.689 Personen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Das entspricht 158 Infizierten je 100.000 Einwohner. Mindestens 3.222 Menschen starben an der Infektion. Über 75.000 Menschen, deren Infektion nachgewiesen war, sind nach Hochrechnungen aber auch schon wieder genesen, die Zahl der aktiven Infektionen liegt damit bei rund 51.500 – und sie sinkt seit einigen Tagen. Manche Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt sind auf dem besten Weg, die Zahl der aktiven Infektionen in den nächsten Tagen bis auf wenige Dutzend zu drücken, in anderen Bundesländern wie Bayern oder Baden-Württemberg kämpft man mit einer weit höheren Infektionsdichte.

7:19 Uhr: Kubicki fordert Öffnung von Geschäften ab 19. April

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat eine schnelle Aufhebung der Corona-Maßnahmen in Deutschland gefordert. „Ich würde alle Geschäfte, die derzeit geschlossen sind, wieder öffnen lassen, sofern die Abstandsregeln dort einzuhalten sind“, sagte Kubicki der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Dienstag. Dies könne etwa durch eine Einlasskontrolle geschehen, schlug der Bundestagsvizepräsident vor.

Auch Restaurants sollten aus Sicht Kubickis wieder öffnen dürfen – „mit entsprechendem Abstand zwischen den Tischen“. Mit Blick auf mögliche Schulöffnungen regte er einen Vor- und Nachmittagsbetrieb an. Auf diese Weise könnten die Zahl der anwesenden Schüler reduziert und „sogenannte Rudelbildungen“ verhindert werden, sagte Kubicki.

Die Nationalakademie Leopoldina hatte am Montag Empfehlungen an die Bundesregierungen für eine schrittweise Lockerung der Corona-Maßnahmen vorgelegt. Die Experten schlagen unter anderem eine schrittweise Öffnung der Schulen vor. Möglichst bald sollte demnach der Unterricht für Grundschüler und die Sekundarstufe I wieder beginnen. Wichtig seien „deutlich reduzierte Gruppengrößen“, um das Abstandsgebot besser einhalten zu können.

7:18 Uhr: Selenskyj verspricht Entwicklern von Corona-Impfstoff eine Million Dollar

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Forschern in seinem Land, denen die Entwicklung eines Impfstoffs gegen Corona gelingt, eine Million Dollar versprochen. Der Präsident sei der Ansicht, dass „eine Million Dollar ein guter Anreiz“ für die Wissenschaftler sei, teilte Selenskyjs Sprecherin Julija Mendel am Montag der Nachrichtenagentur AFP mit. Selenskyj wolle, dass ukrainische Wissenschaftler „aktiver“ daran arbeiteten, „Arzneimittel zu entwickeln, die der ganzen Welt helfen“, fügte sie hinzu.

In der Ukraine gibt es mehr als 3100 bestätigte Corona-Infektionsfälle, 93 Menschen starben. Um eine weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen, schloss die Regierung Schulen, Universitäten und weitere öffentliche Einrichtungen. In mehreren Städten wurde zudem der öffentliche Nahverkehr stillgelegt.

7:15 Uhr: Trump: US-Einreisestopp aus Europa bleibt vorerst bestehen

Der Einreisestopp der USA für Ausländer aus Europa bleibt vorerst bestehen. Italien und Spanien gehe es in der Corona-Krise noch immer nicht gut und Frankreich habe gerade erst Maßnahmen zur Eindämmung des Virus verlängert, sagt US-Präsident Donald Trump.

Derzeit gelte ein „sehr starker“ Einreisestopp und dieser bleibe in Kraft, bis es den Ländern besser gehe. Sobald dies der Fall sei, wolle man den Einreisestopp „sehr schnell“ beenden, macht Trump deutlich. „Aber wir wollen sicherstellen, dass alles gut ist.“

Von dem Einreisestopp ausgenommen sind nur US-Amerikaner, bestimmte Diplomaten und Europäer, die eine langfristige Arbeitsgenehmigung in den USA haben, eine sogenannte „Green Card“. Auch deren Angehörige sind ausgenommen.

Montag 13. April

21:30 Uhr: Britische Regierung will Corona-Maßnahmen vorerst nicht lockern

Die britische Regierung will die wegen der Corona-Pandemie verhängte Ausgangssperre vorerst nicht lockern. Außenminister Dominic Raab, der den an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankten Premierminister Boris Johnson vertritt, sagte am Montag in London, trotz einiger „positiver“ Entwicklungen sei der „Höhepunkt“ der Virus-Ausbreitung in Großbritannien noch nicht erreicht.

Die britische Regierung muss bis Donnerstag über eine Verlängerung der seit 23. März geltenden Ausgangssperre entscheiden. Die Maßnahme galt zunächst für drei Wochen, ihre Verlängerung gilt als sehr wahrscheinlich.

Raab sagte, er rechne nicht damit, dass die bestehenden Maßnahmen „zu diesem Zeitpunkt“ schon geändert werden. Die Regierung werde die Ausgangssperre erst lockern, wenn sie sichergehen könne, dass solche Änderungen „sicher“ seien. Wenn die Einschränkungen zu früh gelockert würden, drohe eine „zweite Welle“ an Infektionen.

20:27 Uhr: Macron: Ausgangssperre in Frankreich wird bis zum 11. Mai verlängert

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie verlängerte Frankreich die seit vier Wochen geltende Ausgangssperre bis zum 11. Mai. Präsident Emmanuel Macron sagte, dies sei die Voraussetzung, um die Ausbreitung des Virus „noch weiter zu verlangsamen, um auf der Intensivstation verfügbare Plätze zu finden“ und dem Pflegepersonal am 11. Mai die Möglichkeit zu geben, „ihre Kräfte wieder aufzubauen“.

Ab dem 11. Mai werde man schrittweise die Kinderkrippen, Schulen, Hochschulen und Gymnasien wieder öffnen. Man werde in Absprache spezielle Regeln aufstellen, um die Zeiten „unterschiedlich zu organisieren und unsere Lehrer und unsere Kinder“ mit der nötigen Ausrüstung zu schützen. Der Unterricht werde erst im Sommer wieder aufgenommen, so der französische Staatspräsident weiter. Restaurants, Cafés, Hotels, Kinos, Theater, Konzertsäle und Museen sollten weiterhin geschlossen bleiben.

Große Festivals und Veranstaltungen mit großem Publikum könnten erst Mitte Juli stattfinden. Der größtmögliche Einsatz von Tests und die Erkennung des Virus sei eine „privilegierte Waffe“, um zum richtigen Zeitpunkt die Ausgangsbeschränkungen aufzuheben. Bis dahin und in den kommenden Wochen werde man die Anzahl der Tests jeden Tag weiter erhöhen, sagte Macron. Der Staat solle ab dem 11. Mai in Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern jedem erlauben, eine Maske für die am stärksten gefährdeten Berufe zu erhalten, so der französische Staatspräsident.

Unterdessen kehrte der Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ vorzeitig in den Hafen der südfranzösischen Stadt Toulon zurück, nachdem 50 Marinesoldaten (von 1900 an Bord) positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Die „Charles de Gaulle“ sollte ursprünglich erst am 23. April nach Toulon zurückkehren.

20:00 Uhr: Frankreich fast 15.000 Sterbefälle, Italien meldet 20.000

In Frankreich sind inzwischen fast 15.000 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. In den vergangenen 24 Stunden seien 574 Todesfälle gemeldet worden, teilte die Gesundheitsbehörde DGS mit. Die Gesamtzahl liegt damit bei 14.967.

In Italien ist die Zahl der Corona-Toten am Montag auf mehr als 20.000 angestiegen. Wie der Zivilschutz am Abend in Rom mitteilte, starben seit Sonntag 566 Menschen nach einer Infektion mit SARS-CoV-2. Die Gesamtzahl der Todesopfer seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 20.465. In Italien geht inzwischen die Zahl der Neuinfektionen und der schwerkranken Patienten auf den Intensivstationen der Krankenhäuser zurück. Am Montag meldete der Zivilschutz insgesamt 159.516 nachgewiesene Infektionsfälle. Das waren 3153 mehr als noch am Sonntag.

Nicht jeder, der infiziert ist, erkrankt am Virus. 80 Prozent aller Corona-Infektionen verlaufen mild. Nach Auskunft des Robert-Koch-Instituts werden alle Todesfälle von Patienten, bei denen eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde, derzeit als „Corona-Tote“ gewertet. Vorerkrankungen werden nicht berücksichtigt. Bei der Influenza ist das anders.

19:20 Uhr: WHO: Virus ist zehnmal tödlicher als die Schweinegrippe

SARS-CoV-2 ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zehnmal tödlicher als das als „Schweinegrippe“ bekannte Virus H1N1, das 2009 eine Pandemie ausgelöst hatte. Inzwischen lägen immer mehr Daten aus verschiedenen Ländern vor, weshalb es ein klareres Bild über die Auswirkungen des Virus gebe, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montagabend in Genf. Die verhängten Einschränkungen sollten daher nur „langsam“ gelockert werden.

Es sei inzwischen klar, dass das neue Virus „sich schnell ausbreitet und tödlich ist: zehnmal mehr als das Grippevirus 2009“, sagte Tedros auf einer virtuellen Pressekonferenz. Dem WHO-Chef zufolge kann das neuartige Virus nur komplett gestoppt werden, wenn ein „sicherer und effizienter Impfstoff“ entwickelt wird. Solange es diesen nicht gebe, werde das Virus „in der Ära der Globalisierung“ immer wieder neu in bestimmte Länder und Regionen eingeschleppt und breite sich dann neu aus.

19:10 Uhr: Österreich lässt kleine Geschäfte öffnen und verschärft Maskenpflicht

In Österreich werden am Dienstag die wegen der Corona-Pandemie erlassenen strikten Beschränkungen etwas gelockert: Kleinere Geschäfte sowie Bau- und Gartenmärkte dürfen unter strengen Auflagen wieder öffnen; Kunden müssen aber Masken tragen und Abstand halten.

Grundsätzlich sollen die Ausgangsbeschränkungen im Land bis Ende April in Kraft bleiben. Ab Dienstag ist zudem ein Mund-Nasen-Schutz nicht nur wie bisher in Supermärkten Pflicht, sondern auch in öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis.

Anfang Mai sollen nach dem Fahrplan der Regierung in Wien dann auch größere Geschäfte wieder öffnen. Hotels und die Gastronomie sollen voraussichtlich Mitte Mai folgen. Die Schulen in Österreich bleiben dem aktuellen Plan der Regierung zufolge ebenfalls noch bis Mitte Mai geschlossen, Veranstaltungen bis Ende Juni verboten.

15:48 Uhr: Corona-Krise schadet deutschen Landwirten

Der monatelange Ausfall Chinas hat den deutschen Landwirten geschadet. Zwischenzeitlich hätten zwei Drittel der Entladekapazitäten in den chinesischen Häfen nicht zur Verfügung gestanden, bis heute fehlten Container, die noch in China stehen, heißt es in einer Analyse des Deutschen Bauernverbands (DBV), über die der „Tagesspiegel“ berichtet. Auch die Kosten für Container und Frachten seien deutlich gestiegen.

Besonders betroffen seien die Milchbauern, heißt es in der DBV-Analyse weiter. China ist mit Abstand der wichtigste Importeur von Molke-, Mager- und Vollmilchpulver, die EU ist der größte Exporteur von Molke- und Magermilchpulver.

15:21 Uhr: Spanien lockert Corona-Beschränkungen

Angesichts erster Erfolge im Kampf gegen die Corona-Pandemie mehren sich in europäischen Ländern die Forderungen nach einer Lockerung der strikten Ausgangsbeschränkungen. Spanien unternahm am Montag einen ersten Schritt und öffnete erste Fabriken. Auch in den USA sank die Zahl der neuen Covid-19-Todesfälle, der Corona-Chefberater von Präsident Donald Trump zeigte sich vorsichtig optimistisch.

Nachdem in Spanien alle nicht notwendigen Betriebe zwei Wochen lang geschlossen waren, dürfen Arbeiter im Bauwesen sowie in Fabriken nun wieder arbeiten gehen. Polizisten händigten am Montag an Bahnhöfen Schutzmasken an Arbeiter aus, die den öffentlichen Nahverkehr nutzten.

13:55 Uhr: Moskau führt elektronischen Passierschein ein

Moskaus Behörden haben einen elektronischen Passierschein eingeführt, um die Bewegungen der Menschen während der Corona-Krise zu überwachen. Eine entsprechende Website zur Beantragung der Pässe wurde am Montag freigeschaltet. Das System soll dann ab Mittwoch einsatzbereit sein, teilten die russischen Behörden mit. Einen Passierschein brauchen alle Bürger, die mit dem Auto oder dem Nahverkehr während der verhängten Ausgangsbeschränkungen unterwegs sind. Das System kann nach Angaben der Behörden bei Bedarf auch ausgeweitet werden, unter anderem um auch die Wege der Menschen in ihren Nachbarschaften zu kontrollieren.

Ursprünglich war geplant, den Hauptstadt-Bewohnern scanbare Barcodes zuzuweisen, um zu überprüfen, ob sie sich an die strengen Eindämmungsmaßnahmen halten. Demnach hätten die Menschen für jeden Gang nach draußen online einen neuen Code beantragen müssen, was auf heftige Kritik stieß. Der Plan wurde schließlich zugunsten der elektronischen Passierscheine fallen gelassen.

Moskaus Einwohner dürfen ihre Häuser seit dem 30. März nur verlassen, um mit ihren Hunden Gassi zu gehen, den Müll rauszubringen und das nächste Lebensmittelgeschäft oder die nächste Apotheke aufzusuchen. Die Behörden meldeten 10.158 Infektions- und 72 verstorbene Infizierte. Die Krankenhäuser stoßen an ihre Belastungsgrenzen. Insgesamt haben sich in Russland nach offiziellen Angaben bislang 15.770 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt, 130 Todesfälle wurden gemeldet. Experten vermuten jedoch, dass die tatsächlichen Zahlen weitaus höher liegen. In Russland leben über 146 Millionen Menschen.

12:57 Uhr: Spanien meldet leichten Rückgang der Todesfälle

In Spanien ist die Zahl der mit dem neuartigen Virus infizierten Verstorbenen wieder etwas gesunken. Binnen 24 Stunden starben 517 Menschen, am Vortag waren  es 619. Bei den Neu-Infektionen wurden 3477 Fälle bestätigt- der niedrigste Anstieg an einem Tag seit dem 20. März. Insgesamt starben während der Corona-Pandemie nach spanischen Regierungsangaben bereits knapp 17.500 infizierte Menschen.

Die strikten Ausgangssperren für die Bevölkerung, die seit dem 14. März gelten, wurden bis zum 25. April verlängert. Regierungschef Pedro Sánchez hat bereits eine weitere Verlängerung angedeutet. Die fast 47 Millionen Spanier dürfen derzeit ihr Haus nicht verlassen – außer für den Weg zur Arbeit, wenn diese von zu Hause aus nicht möglich ist, oder für Einkäufe oder Arztbesuche. Ihren Hund dürfen sie ausführen, Spaziergänge oder sportliche Aktivitäten im Freien sind aber verboten.

Am Montag wurden die strikten Maßnahmen jedoch teilweise wieder gelockert: Nachdem alle nicht notwendigen Betriebe zwei Wochen lang geschlossen waren, durften Arbeiter im Bauwesen sowie in Fabriken ihre Arbeit wieder aufnehmen. Die Regierung wollte dazu zehn Millionen Atemschutzmasken an die Arbeitnehmer verteilen, die dann wieder in öffentlichen Nahverkehrsmitteln zur Arbeit fahren müssen.

12:27 Uhr: Leopoldina fordert Maskenpflicht und schrittweise Schulöffnung

Die Leopoldina-Forscher haben für eine schrittweise Normalisierung des öffentlichen Lebens eine Maskenpflicht für den öffentlichen Personenverkehr empfohlen. Zudem schlugen sie in einer am Montag veröffentlichten Stellungnahme die schrittweise Wiedereröffnung der Schulen vor. Die Empfehlungen der Nationalen Akademie der Wissenschaften gelten als wichtige Grundlage für die Beratungen von Bund und Ländern.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will die Stellungnahme der Leopoldina mit in die gemeinsame Entscheidung mit den Ministerpräsidenten einfließen lassen. Die Bund-Länder-Beratungen darüber, welche Lockerungen nach den Osterferien in Deutschland möglich sind, finden am Mittwoch statt.

8:48 Uhr: RKI meldet neue COVID-19-Fallzahlen: über 60.000 Genesene

Anzahl Differenz zum Fälle/ 100.000 Einw. Todesfälle
Baden-Württemberg 24.570 492 222 677
Bayern 33.015 733 252 820
Berlin 4.601 34 123 51
Brandenburg 1.880 23 75 38
Bremen 486 6 71 17
Hamburg 3.770 28 205 56
Hessen 6.114 255 98 135
MV 618 13 38 11
Niedersachsen 7.723 121 97 201
NRW 24.883 616 139 518
Rheinland-Pfalz 4.810 76 118 68
Saarland 2.079 21 210 44
Sachsen 3.655 55 90 68
Sachsen-Anhalt 1.193 27 54 24
Schleswig-Holstein 2.134 16 74 44
Thüringen 1.485 21 69 27
Gesamt 123.016 2.537 148 2.799

Nach Schätzungen des RKI sind 60.000 infizierte Menschen wieder genesen. Laut Situationsbericht vom 12. April wurden 2.405 Patienten intensivmedizinisch versorgt, 1.859 davon werden beatmet.

Nicht jeder, der infiziert ist, erkrankt am Virus. 80 Prozent aller Corona-Infektionen verlaufen mild. Nach Auskunft des Robert-Koch-Instituts werden alle Todesfälle von Patienten, bei denen eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde, als „Corona-Tote“ gewertet. Vorerkrankungen werden nicht berücksichtigt. Bei der Influenza ist das anders.

7:23 Uhr: Macron hält Rede an die Nation

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hält am Ostermontag erneut eine Rede an die Nation (20.00 Uhr). In seiner vierten Fernsehansprache zur Corona-Krise will der Staatschef die weiteren Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 erläutern. Dazu gehört auch eine nochmalige Verlängerung der Ausgangssperre womöglich über den 10. Mai hinaus, die in Frankreich seit rund vier Wochen gilt, wie der Elysée-Palast mitteilte.

Kurz vor den Ostertagen hatten Paris und andere Städte und Regionen die Maßnahmen verschärft, damit möglichst viele Menschen zu Hause bleiben. Frankreich ist mit Italien und Spanien eines der am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen EU-Länder. Die Zahl der Todesfälle war dort zuletzt auf mindestens 14.393 gestiegen.

7:06 Uhr: Polizisten in Panama singen für Einwohner während Corona-Sperre

Polizisten in Panama-Stadt haben die unter Corona-Ausgangssperre stehenden Einwohner mit musikalischen Darbietungen unterhalten. Die Beamten gaben am Sonntag in der Hauptstadt von Panama Songs der legendären britischen Rockband Queen, der panamaischen Salsa-Größe Rubén Blades und des argentinischen Popsängers Diego Torres zum Besten. Während ihres 20-minütigen Auftritts behielten sie ihre Uniformen, Atemschutzmasken und Handschuhe an.  Die Polizisten sangen unter anderem „We are the Champions“ von Queen, „Amor y control“ von Blades und „Color esperanza“ von Torres. Einwohner tanzten auf ihren Balkonen dazu, manche von ihnen schwenkten panamaische Fahnen.

Künftig werde die Polizei an jedem Wochenende solche Konzerte geben, bis die Corona-Krise in Panama vorbei sei, sagte Polizeichef Felipe Cruz der Nachrichtenagentur AFP. Die Polizei wolle der Bevölkerung damit „etwas Glück, Freude, Hoffnung und Glauben“ bringen. In dem zentralamerikanischen Land ist die Ausgangssperre an den Sonntagen besonders rigide. An den übrigen Wochentagen ist das Verlassen der Häuser unter bestimmten Einschränkungen weiterhin erlaubt. Dabei gilt Geschlechtertrennung: Männer und Frauen dürfen also nur an unterschiedlichen Tagen hinaus. Am Sonntag aber müssen sowohl Männer als auch Frauen zuhause bleiben.

In Panama wurden bis Sonntag etwa 3400 Fälle von Infektionen mit dem neuartigen Virus gezählt. Mindestens 87 infizierte Menschen starben. Im Land leben rund vier Millionen Einwohner.

6:51 Uhr: Anzahl der COVID-19-Todesfälle in den USA rückläufig

In den USA ist der infizierten Verstorbenen am zweiten Tag in Folge gesunken. Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore verzeichnete am Sonntagabend (Ortszeit) 1514 Todesfälle innerhalb der vorherigen 24 Stunden. Am Samstag hatte die Universität noch 1920 Verstorbene gezählt, am Freitag 2108. Der Gouverneur des besonders hart von der Pandemie betroffenen Bundesstaats New York, Andrew Cuomo, warnte aber vor vorschneller Erleichterung. Ein „großer Rückgang“ in den Totenzahlen sei noch nicht zu beobachten, erklärte er. Im Bundesstaat New York stieg die Gesamtzahl der mit einer Corona-Infektion Verstorbenen auf mehr als 9000 an.

Der Virologe Anthony Fauci, der US-Präsident Donald Trump im Kampf gegen Pandemie berät, hatte zuvor die vorsichtige Hoffnung geäußert, dass die USA möglicherweise im Mai damit beginnen könnten, ihre massiven Abschottungsmaßnahmen etwas zu lockern. Die Lage werde Ende April beurteilt, und dann würden entsprechende Entscheidungen getroffen, sagte Fauci im Sender CNN. Sollte die Lage aber keine Lockerungen zulassen, würden die Ausgangsrestriktionen unverändert fortgesetzt.

Mehr dazu: Trump kündigt Experten-Gremium für „größte Entscheidung meines Lebens“ an

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(afp/dpa/dts/red)