Corona-Pandemie im Newsticker 28. April: Spanien und Portugal lockern Maßnahmen schrittweise – USA melden 115.000 Genesene

Epoch Times27. April 2020 Aktualisiert: 29. April 2020 8:01
Ausgangssperren, Kontaktverbote, Quarantäne – weltweit. Die Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Newsticker.

Dienstag, 28. April

20:22 Uhr: Mehr als eine Million bestätigte Corona-Infektionen in den USA

In den USA hat die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen die Marke von einer Million überschritten. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurden bis Dienstag 1,002 Millionen Infektionen registriert. In dem Land mit rund 326 Millionen Einwohner werden besonders viele Corona-Tests durchgeführt. Über 115.000 Infizierte gelten als genesen.

Mehr Informationen: Berlin zieht nach: Maskenpflicht im Einzelhandel ab Mittwoch – MeckPomm: Arztattest lockert Maskenpflicht

19:39 Uhr: Spanien und Portugal lockern Anti-Corona-Maßnahmen schrittweise

Spanien will seine strikten Anti-Corona-Maßnahmen bis Ende Juni schrittweise aufheben. Im „besten Fall“ werde die Rückkehr zur „neuen Normalität“ zwischen sechs und acht Wochen dauern, sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Dienstag. Die Lockerung soll demnach in vier Schritten erfolgen. Auch Portugal will langsam zum Alltag zurückkehren.

Spanien hat die europaweit strengste Ausgangssperre verhängt. Am Sonntag war sie bereits etwas gelockert worden. Erstmals seit sechs Wochen durften Kinder unter Aufsicht eines Erwachsenen wieder ins Freie. Ab kommendem Samstag sollen auch Sport im Freien und Spaziergänge von Mitgliedern eines Haushalts wieder erlaubt sein.

Im nächsten Schritt sollen dann Läden, Restaurants, Hotels und Kirchen unter strengen Auflagen wieder öffnen dürfen. Die Schulen bleiben Sánchez zufolge bis auf wenige Ausnahmen noch bis September geschlossen. Nur Auffrischungskurse werden früher zugelassen. Zudem dürfen Kinder unter sechs Jahren, deren Eltern nicht von zuhause aus arbeiten können, in die Schule.

Bis Ende Juni dürfen die Spanier ihre Heimatprovinz nicht verlassen. Zudem werde das Tragen einer Maske im öffentlichen Nahverkehr „sehr empfohlen“, sagte Sánchez.

Auch Portugal plant eine Rückkehr zur Normalität. Der seit dem 19. März geltende nationale Notstand solle am Samstag um Mitternacht enden, erklärte Präsident Marcelo Rebelo de Sousa am Dienstag. Die Rückkehr zur Normalität solle dann „schrittweise“ erfolgen. Regierungschef António Costa wird voraussichtlich am Donnerstag mitteilen, welche Geschäfte und Unternehmen ab Montag wieder den Betrieb aufnehmen dürfen.

Spanien ist eines der weltweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder. Bislang starben dort nach offiziellen Angaben mehr als 23.800 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion. In Portugal wurden mehr als 24.000 Corona-Infektionsfälle und fast 1000 Todesfälle gemeldet.

18:45 Uhr: British Airways will wegen Corona-Krise bis zu 12.000 Stellen streichen

Die Fluggesellschaft British Airways will wegen der Corona-Krise bis zu 12.000 Stellen streichen. Der Mutterkonzern der Airline, die IAG-Gruppe, begründete die Entscheidung am Dienstag damit, dass es voraussichtlich mehrere Jahre dauern werde, bis sich der Flugverkehr wieder normalisiert habe. Derzeit beschäftigt British Airways 42.000 Mitarbeiter.

Die spanisch-britische IAG-Gruppe, zu der auch die Fluggesellschaften Iberia und Vueling gehören, erklärte, sie habe bereits Gespräche mit den Gewerkschaften über die geplanten Entlassungen aufgenommen. Der Konzern hatte vor Kurzem bereits 22.600 Mitarbeiter wegen der Corona-Krise in Kurzarbeit geschickt. 80 Prozent des Gehalts der Mitarbeiter wurden von der britischen Regierung übernommen.

„In den vergangenen Wochen haben sich die Aussichten der Luftfahrtbranche verschlechtert, und wir müssen jetzt handeln“, erklärte der Chef von British Airways, Alex Cruz, in einem Brief an die Mitarbeiter. „Wir müssen diese Krise selbst überwinden. Es gibt keinen staatlichen Hilfsplan für British Airways, und wir können nicht erwarten, dass der Steuerzahler die Löhne auf unbestimmte Zeit zahlt.“

Die Corona-Krise hat den Luftfahrtsektor in eine schwere Krise gestürzt. Weltweit mussten Airlines tausende Flüge wegen der Pandemie streichen. British Airways bietet derzeit nur noch eine Handvoll Flüge vom Londoner Flughafen Heathrow aus an. Vor der Corona-Krise waren es im Schnitt mehr als 300 Flüge pro Tag.

16:17 Uhr: Kubicki kritisiert RKI – Zahlen wirken „politisch motiviert“

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat das Robert Koch-Institut und seinen Präsidenten Lothar Wieler wegen der regelmäßig verbreiteten Corona-Zahlen scharf kritisiert. Diese „vermitteln eher den Eindruck, politisch motivierte Zahlen zu sein als wissenschaftlich fundiert“, sagte Kubicki der Deutschen Presse-Agentur.

Er wies insbesondere auf den Reproduktionszahl hin, die nach RKI-Angaben bundesweit von 0,9 auf 1,0 gestiegen ist. Während Ministerpräsident Markus Söder für Bayern, das Land mit den meisten Infektionen, einen R-Wert von 0,57 verkünde, melde das RKI bundesweit einen Wert von 1, sagte Kubicki. „Woher dieser Wert bei sinkenden Infektionsraten kommen soll, erschließt sich nicht einmal mehr den Wohlmeinendsten.“

16:10 Uhr: Briten hoffen auf baldigen Impfstoff – Test an Affen erfolgreich

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Das Jenner Institute der Universität Oxford könnte womöglich bereits im September einige Millionen Dosen eines neuen Impfstoffes gegen das Coronavirus bereitstellen. Das berichtet „Welt“ und beruft sich dabei auf die „New York Times“ . Damit wären die Briten damit früher als andere Forschungsinstitute auf dem Markt. Laut dem Bericht ist der Impfstoff bereits an sechs Affen getestet worden – mit Erfolg. Als die Affen dem Virus ausgesetzt wurden, zeigte in den folgenden 28 Tagen keiner Symptome. Die Forscher hoffen nun auf Eil-Genehmigungen der Regulierungsbehörden, um weitere Test durchführen zu können. Sie müssen nachweisen, dass der Impfstoff auch für den Menschen verträglich ist.

16:00 Uhr: Frankreich lockert Ausgangssperre ab dem 11. Mai schrittweise

Frankreich will die seit sechs Wochen geltende Ausgangssperre ab dem 11. Mai schrittweise lockern. Das kündigte Premierminister Edouard Philippe am Dienstag in einer Regierungserklärung in der Pariser Nationalversammlung an. Geplant ist eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie eine massive Ausweitung der Corona-Tests auf rund 700.000 pro Woche. Zudem soll es eine Handy-App zur Nachverfolgung der Infektionswege geben.

Die ersten Grundschulen und Krippen sollen nach Philippes Worten ab dem 11. Mai auf freiwilliger Basis öffnen. Mittelschulen folgen am 18. Mai, allerdings zunächst nur in wenig betroffenen Regionen. „Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben“, unterstrich der Regierungschef.

Durch die strikte Ausgangssperre seit dem 17. März seien mehr als 60.000 Todesfälle vermieden worden, betonte der Premier. Eine Fortsetzung der Maßnahmen würde aber das „Risiko eines Zusammenbruchs“ der Wirtschaft mit sich tragen. Die Regierung rechnet in diesem Jahr mit einem Einbruch des Bruttoinlandsproduktes um acht Prozent. Das Parlament hat bereits ein Hilfspaket von 110 Milliarden Euro gebilligt.

15:26 Uhr: Berlin beschließt als letztes Bundesland Maskenpflicht im Einzelhandel

Als letztes Bundesland hat Berlin am Dienstag eine Maskenpflicht für den Einzelhandel beschlossen. Die Pflicht für das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gilt bereits ab Mittwoch, wie Innensenator Andreas Geisel (SPD) sagte. Er begründete das Nachziehen des Berliner Senats mit dem notwendigen Arbeitsschutz in den Geschäften sowie dem „Erfolg der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr“.

Im öffentlichen Nahverkehr ist das Tragen einer einfachen Mund-Nase-Bedeckung bundesweit seit Montag vorgeschrieben. Eine medizinische Maske ist nicht nötig – vielmehr reichen einfache Masken, etwa selbstgenähte Exemplare, aus. Auch Schals oder andere Tücher können benutzt werden.

Mehr Informationen: Berlin zieht nach: Maskenpflicht im Einzelhandel ab Mittwoch – MeckPomm: Arztattest lockert Maskenpflicht

14:23 Uhr: Bremens Bürgermeister warnt vor Bundesliga-Fortsetzung

Zwei Tage vor dem nächsten Treffen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder hat sich Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) gegen eine schnelle Fortsetzung der Bundesliga ausgesprochen.

Es falle ihm zunehmend schwer zu begründen, warum intensiv über die Wiederaufnahme der Fußball-Bundesliga debattiert werde und gleichzeitig die Spielplätze geschlossen blieben, sagte Bovenschulte der „Welt“ (Mittwochsausgabe). „Überall schreiben wir vor, dass die Menschen Abstand halten sollen – und dann lassen wir auf einmal eine Veranstaltung mit Körperkontakt zu? Das trägt nicht grade zu besonderer Glaubwürdigkeit bei“, so der Bremer Senatschef.

Er sprach sich unterdessen für eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen für kleine Kinder aus. „Insbesondere in den Städten müssen wir dringend dazu kommen, dass die Spielplätze zumindest schrittweise wieder geöffnet werden können.“ Bovenschulte forderte zudem für die Zeit nach der Coronakrise die Einführung eines „Lastenausgleichs“ zur Finanzierung der Folgekosten. „Bei großen, historischen Herausforderungen haben auch Konservative immer anerkannt, dass es keine Frage der Weltanschauung, sondern schlichte Notwendigkeit ist, dass man diejenigen stärker heranzieht, die trotz der Krise in einer privilegierten ökonomischen Position sind.“

13:21 Uhr: Otto-Chef sieht in Trend zu bewusstem Konsum Chance für Verhandhaus

Der Vorstandsvorsitzende der Otto-Group, Alexander Birken, sieht den Verzicht auf mehr Konsum als Chance für den Konzern. „Wir haben nichts dagegen, wenn weniger gekauft wird, dafür qualitativ hochwertiger“, sagte Birken der „Zeit“. Er begrüße den Trend zu einem bewussteren Konsum.

„Wer sich gerade etwas Neues gönnt, wird mehr und mehr erwarten, dass die Ware unter vernünftigen ökologischen und sozialen Bedingungen hergestellt wurde. Darin steckt für uns eine Chance.“ Die Otto-Group hatte kürzlich erklärt, bis 2030 klimaneutral werden zu wollen. Das Ziel sei durch die Coronakrise nicht gefährdet, der Beginn einzelner Vorhaben könne sich aber verzögern, so Birken. „Den Start zusätzlicher, sehr ehrgeiziger Maßnahmen haben wir für ein paar Monate verschoben, weil Krisen- und Gesundheitsmanagement kurzfristig Priorität haben“, sagte der Otto-Chef.

12:25 Uhr: EU-Binnenmarktkommissar stellt Autoindustrie EU-Hilfen in Aussicht

EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton stellt der Autoindustrie massive Corona-Hilfen aus Brüssel in Aussicht. Rund zehn Prozent des geplanten europäischen Wiederaufbauprogramms sollten für die Branche reserviert werden, sagte Breton dem „Handelsblatt“ vom Dienstag. „Die Autoindustrie gehört zu den am härtesten von der Krise getroffenen Ökosystemen und ist so stark in den europäischen Binnenmarkt integriert wie keine andere.“

Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten die Kommission am vergangenen Donnerstag damit beauftragt, ein Programm für den Wiederaufbau der europäischen Wirtschaft nach der Coronakrise zu erarbeiten. Laut Breton soll das Wiederaufbauprogramm aus zwei Teilen bestehen: einem kurzfristig angelegten Teil zur „Reparatur“ der pandemie-bedingten Schäden sowie einem zweiten für den längerfristigen Umbau der Wirtschaft mit Blick auf Klimawandel, Digitalisierung und größere Widerstandskraft gegen künftige Schocks.

Die kurzfristigen Hilfen sollten vor allem in Form von Zuschüssen ausgezahlt werden, „um sicherzustellen, dass wir unsere Unternehmenslandschaft überhaupt erhalten können“, sagte der Franzose der Zeitung. Bei der längerfristigen Förderung seien Kredite das geeignete Instrument.

11:50 Uhr: Österreich hebt Ausgangsbeschränkungen auf – nach fast sieben Wochen

Österreich hebt aufgrund der weiter günstigen Entwicklung in der Corona-Krise nach fast sieben Wochen die Ausgangsbeschränkungen auf. „Wir können die Ausgangsbeschränkungen auslaufen lassen, wir brauchen sie nicht fortzusetzen“, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Dienstag in Wien.

Ab dem 1. Mai sei lediglich ein Mindestabstand von einem Meter zu Menschen nötig, die nicht im gemeinsamen Haushalt lebten, sagte er. Allerdings sei es sehr verfrüht zu glauben, die Krise sei schon vorbei. „Wir können jederzeit Stopp sagen.“ Es gelte, eine zweite Erkrankungswelle zu vermeiden. Lesen Sie mehr…

11:41 Uhr: RKI-Chef weist Kritik an Maskenpflicht zurück

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat Kritik an der mittlerweile bundesweiten Maskenpflicht und einer entsprechenden Trageempfehlung des RKI zurückgewiesen. Mund-Nase-Bedeckungen könnten einen „geringen Mehrwert“ bieten, sagte Wieler am Dienstagvormittag in Berlin. Voraussetzung sei aber, dass die Menschen auch genau wissen müssten, wie sie diese Masken zu tragen haben.

Ebenso müsse man die Masken unter anderem regelmäßig heiß waschen oder bügeln, damit der Schutz weiterhin gewährleistet werden könne, sagte Wieler. Die Masken seien „kein perfekter Schutz“, aber schützten Dritte. Wieler warnte allerdings davor, sich durch die Masken in falscher Sicherheit zu wiegen. Er mahnt deshalb weiterhin an, die aktuellen Maßnahmen, wie Abstandstandregeln, Kontaktbeschränkungen oder die Nies- und Hustenregeln, einzuhalten. Das sei „das Wichtigste“.

Mehr Information: RKI-Chef warnt vor Überbewertung der Reproduktionszahl und Corona-Schnelltests: „Dann können Sie fast schon würfeln“

11:34 Uhr: Skandinavische Fluggesellschaft SAS entlässt 40 Prozent der Mitarbeiter

Die skandinavische Airline SAS will in der Corona-Krise fast die Hälfte ihrer Mitarbeiter entlassen. Das Unternehmen rechnet nach eigenen Angaben vom Dienstag mit einer anhaltenden Schwächung des Luftverkehrs und kündigte deshalb an, sich von 5000 Angestellten zu trennen. Dies entspricht rund 40 Prozent der Beschäftigten, wie SAS-Generaldirektor Rickard Gustafson der Nachrichtenagentur TT sagte.

In Schweden sollen 1900 Vollzeitstellen wegfallen, zudem 1300 in Norwegen und 1700 in Dänemark. SAS geht davon aus, dass die Nachfrage nach Flügen während der wichtigen Sommermonate aufgrund der Pandemie begrenzt bleiben werde. Laut Gustafson dürfte die Nachfrage frühestens 2022 wieder auf dem Stand der Zeit vor der Pandemie liegen.

Die Fluggesellschaft hat derzeit rund 90 Prozent der Angestellten beurlaubt. Die Hauptaktionäre Schweden und Dänemark unterstützen SAS mit staatlichen Bürgschaften in Höhe von mehr als 275 Millionen Euro.

11:29 Uhr: Regisseur Frank Castorf hält Corona-Maßnahmen für übertrieben

Der Theaterregisseur Frank Castorf hält die Corona-Maßnahmen für überzogen. „Mich stört in der momentanen Krise der Grad der Ideologisierung“, sagte der 68-Jährige dem „Spiegel“ laut Mitteilung vom Dienstag. Castorf äußerte Zweifel daran, „dass im Augenblick der Nutzen dem Aufwand entspricht“. „Wenn die Deutschen jetzt anfangen, aufgehetzt durch ihre Regierung, nicht bloß sich selbst dauernd gegenseitig zu erziehen, sondern die ganze Welt, dann finde ich das unverschämt.“

„Ich möchte mir von Frau Merkel nicht mit einem weinerlichen Gesicht sagen lassen, dass ich mir Hände waschen muss“, kritisierte der Theatermacher. „Das beleidigt meine bürgerliche Erziehung.“ Er selbst sei Fatalist und habe keine Angst vor dem Tod. „Wenn ich todkrank werde, werde ich sagen: Es war ein gutes Leben, ich habe gekämpft.“

Außerdem offenbaren die Corona-Maßnahmen nach Castorfs Ansicht Schwachstellen der deutschen Politik und Wirtschaft. Noch immer bekomme nicht jeder einen Test, der sich testen lassen wolle. Es gebe kaum Desinfektionsmittel. „Ich finde, das ist ein bisschen schwach für einen Exportweltmeister“, sagte Castorf, der bis 2017 Intendant der Berliner Volksbühne war.

10:56 Uhr: Bahn verlängert Kulanzregelung über 1. Mai hinaus

Wer eine Bahnreise über das kommende lange Wochenende geplant hatte und nicht antreten will, kann seine Fahrkarte in einen Gutschein umtauschen. Das gilt für Fernverkehrstickets der Deutschen Bahn mit Reisedatum bis 4. Mai, die bis zum 13. März gekauft worden sind, wie die Bahn am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mitteilte. Die Gutscheine seien online erhältlich und drei Jahre gültig. Die Bahn verlängert damit eine entsprechende Kulanzregelung, die bisher für Fahrten bis 30. April galt.

Für Fernverkehrsfahrten nach dem 4. Mai gilt nun: Kunden können ihre Tickets noch bis zum 31. Oktober flexibel nutzen – sofern sie vor dem 13. März gekauft worden sind. Bislang galt, dass die Bahn diese Tickets bis zum 30. Juni akzeptiert. Die Regelung gilt auch für Sparpreis- und Super-Sparpreis-Tickets.

„Wer seine Reisepläne überdenkt oder verschiebt, der hat unser vollstes Verständnis“, hob die Bahn hervor. Seit Verordnung der Kontaktsperren in der Corona-Krise im März habe sie die Stornierung oder flexible Nutzung von rund fünf Millionen Fahrten ermöglicht.

10:54: Lufthansa-Chef warnt vor zu großem Staatseinfluss

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat vor einem zu großen Staatseinfluss auf sein Unternehmen in der Folge möglicher Hilfskredite gewarnt. „Wenn die Bundesrepublik zu große Einflussnahme auf operative Geschäftsaufgaben nehmen wollte, fordert das vielleicht die österreichische Regierung ebenso ein, dann möglicherweise auch die Schweiz, Belgien, Bayern oder Hessen“, sagte Spohr der Wochenzeitung „Die Zeit“. So könne man einen Konzern nur sehr schwer steuern.

Der Luftverkehr sei immer politisch gewesen, aber „es darf nie eine politisch verordnete Frage werden, ob wir von München oder von Zürich aus nach Osaka fliegen“. Das sei eine zentrale Frage für die Zukunft des Unternehmens. „Die Lufthansa hat die drei besten Jahre ihrer Konzerngeschichte hinter sich“, sagte Spohr. „Wenn sie auch künftig erfolgreich sein soll, muss sie auch weiterhin ihr Schicksal unternehmerisch gestalten können.“

Spohr verteidigte die Entscheidung, das Fluggeschäft der Unternehmenstochter Germanwings aufzugeben: „Wir müssen handeln und es war längst klar, dass Germanwings keine Zukunft hat“, sagte er. Auf eine Betriebsvereinbarung angesprochen, wonach Germanwings frühestens Ende Juni 2022 aufgegeben werden soll, bekräftigte Spohr sein Ziel, möglichst alle Mitarbeiter an Bord zu halten: „Angesichts der dramatischen Lage müssen wir jetzt handeln. Aber wir wollen dabei ein sozialer Arbeitgeber bleiben.“

Ein Doppelklick auf die Bundesländer hebt die Werte im Diagramm hervor. Ein Bewegen des Cursors über das Diagramm, zeigt die Werte der Datenpunkte an.

Nicht jeder, der infiziert ist, erkrankt am Virus. 80 Prozent aller Corona-Infektionen verlaufen mild. Nach Auskunft des Robert-Koch-Instituts werden alle Todesfälle von Patienten, bei denen eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde, als „Corona-Tote“ gewertet. Vorerkrankungen werden nicht berücksichtigt. Bei der Influenza ist das anders.

10:44 Uhr: Arbeitslosenquote in Spanien im ersten Quartal auf 14,4 Prozent gestiegen

Im schwer von der Corona-Pandemie betroffenen Spanien ist die Arbeitslosenquote im ersten Quartal dieses Jahres auf 14,4 Prozent gestiegen. Wie Zahlen des nationalen Statistik-Instituts (INE) vom Dienstag zeigten, erhöhte sich die Quote von 13,8 Prozent im vorherigen Quartal. Dies entsprach der zweithöchsten Arbeitslosenquote in der Eurozone nach Griechenland.

Die Gesamtzahl der Arbeitslosen in Spanien lag im ersten Quartal bei 3,31 Millionen Menschen – 121.000 mehr als im vierten Quartal 2019. Das INE hob jedoch hervor, dass die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen vermutlich noch höher sei, weil viele Arbeitnehmer, die wegen der Corona-Einschränkungen ihren Job verloren hätten, von den Behörden lediglich als „nicht erwerbstätig“, jedoch nicht als „arbeitssuchend“ geführt würden.

Vom Verlust ihrer Arbeitsplätze besonders betroffen waren laut der neuen Statistik Mitarbeiter im Dienstleistungsgewerbe sowie der für Spanien enorm wichtigen Tourismusbranche. Wegen der Corona-Pandemie steht die spanische Wirtschaft seit Mitte März praktisch still.

10:39 Uhr: Tag der offenen Tür der Bundesregierung fällt wegen Corona aus

Der Tag der offenen Tür der Bundesregierung fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstag mit. Der Tag der offenen Tür war für das Wochenende 15. und 16. August geplant gewesen – jedoch sind wegen der Pandemie Großveranstaltungen noch bis 31. August verboten. Der Kampf gegen das Coronavirus habe „unvermeidbare Auswirkungen auch auf die Veranstaltungsplanung der Bundesregierung“, erklärte Seibert dazu.

Der Tag der offenen Tür der Bundesregierung wird stets im Sommer abgehalten. Dabei können das Bundeskanzleramt, das Bundespresseamt und viele Ministerien besucht werden. Die Minister stellen sich in Bürger-Pressekonferenzen den Fragen der Bevölkerung und oder nehmen an Diskussionsveranstaltungen teil. Im vergangenen Jahr kamen nach Regierungsangaben mehr als 130.00 Bürger zum Tag der offenen Tür.

10:35 Uhr: Australisches Surferparadies Bondi Beach nach Corona-Verbot wieder offen

Nach wochenlanger Schließung wegen der Corona-Pandemie ist das berühmte Surferparadies Bondi Beach wieder offen: Strandgänger und Surfer durften am Dienstag an den Strand in der australischen Metropole Sydney zurückkehren. Bereits im Morgengrauen warfen sich dutzende Surfer in die Wellen – noch vor der offiziellen Öffnung des Strands um 07.00 Uhr (Ortszeit). Weiterhin verboten bleiben das Sonnenbaden sowie Versammlungen am Strand.

Hunderte Menschen jubelten den Behördenmitarbeitern zu, die am Morgen die Zäune um den Strand entfernten. Während zahlreiche Menschen im Wasser zu sehen waren, blieb der Sandstrand selbst wegen des bestehenden Verbots weitgehend leer. Auch die Wellenreiter wurden mit Schildern mit der Aufschrift „Surf and Go“ zum schnellen Verlassen des Strands nach dem Surfen aufgerufen.

Die Öffnung von Bondi Beach und einiger weiterer Strände ist Teil der schrittweisen Lockerung der seit fünf Wochen geltenden Corona-Einschränkungen in Australien.

10:08 Uhr: Dreyer dämpft Hoffnungen auf weitere Lockerung von Beschränkungen

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat Hoffnungen auf eine weitere Lockerung der Beschränkungen in der Corona-Krise gedämpft. „Wir wissen momentan noch überhaupt nicht, wie sich die jüngsten Lockerungsmaßnahmen auf das Infektionsgeschehen auswirken“, sagte Dreyer der „Rheinischen Post“ vom Dienstag. Sie wolle daher „zu hohe Erwartungen“ an weitere Lockerungen nach dem Gespräch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder am Donnerstag dämpfen.

Trotz größtmöglicher Einigkeit in grundsätzlichen Fragen müsse immer Raum für unterschiedliche Ausgestaltungen sein, weil die Regionen unterschiedlich betroffen seien. „Wir müssen immer wieder jeden einzelnen Schritt abwägen, denn im Zweifelsfall hängen Menschenleben davon ab“, mahnte Dreyer. Die Gesellschaft werde „noch sehr lange“ mit dem Virus leben müssen. „Daher bleiben Abstandhalten, Hygieneregeln und der sorgsame Umgang miteinander das A und O“, sagte Dreyer.

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Nicht jeder, der infiziert ist, erkrankt am Virus. 80 Prozent aller Corona-Infektionen verlaufen mild. Nach Auskunft des Robert-Koch-Instituts werden alle Todesfälle von Patienten, bei denen eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde, als „Corona-Tote“ gewertet. Vorerkrankungen werden nicht berücksichtigt. Bei der Influenza ist das anders.

9:45 Uhr: Krankenhaushygieniker für sofortige Öffnung von Kitas

Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) hat die sofortige Öffnung von Kitas und Grundschulen gefordert. „Unter einem Schutzschild sollte es unbedingt wieder losgehen, um die teils untragbaren Situationen für unzählige Familien zu beenden“, sagte DGKH-Vorstandssprecher Peter Walger der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Dienstag. Die Datenlage rechtfertige eine schrittweise Wiederöffnung von Kitabetreuung und Beschulung, sagte der Infektiologe und Intensivmediziner weiter.

Er verwies auf Erkenntnisse aus China, Modellierungen aus London sowie auf die Vorveröffentlichung einer Studie von Schweizer Forschern. „Die pauschalen Warnungen, Kita- und Schulöffnungen würden zu einem Hochschnellen der Infektionszahlen führen, sind definitiv übertrieben“, sagte Walger. „Das würde nur dann passieren, wenn die Übertragungsrisiken unbeeinflusst blieben.“ Wo Testung und Maskenschutz gewährleistet seien, solle „ab sofort“ wieder geöffnet werden.

Der Mediziner plädierte dahingehend für „strenge Hygieneregeln in Verbindung mit klaren Vorgaben der Abstandswahrung, und, wo das nicht möglich ist, mit Maskenpflicht für Lehrer und Betreuer“. Auch muss laut Walger berücksichtigt werden, ob Kinder mit Großeltern oder anderen möglichen Risikopatienten unter einem Dach leben. „Dann müssten sich Letztere besonders schützen – auch daheim Masken tragen, wenn sie ihren Enkeln nahe kommen.“

9:23 Uhr: Ifo-Umfrage: Unternehmen bereiten sich auf Entlassungen vor

Dem deutschen Arbeitsmarkt droht in der Corona-Krise nach Einschätzung des Ifo-Instituts nach der Kurzarbeit auch ein Stellenabbau.

„Die Personalabteilungen der deutschen Unternehmen bereiten sich auf Entlassungen vor“, fasste das Münchener Forschungsinstitut das Ergebnis einer Umfrage zusammen. Das anhand der Erhebung ermittelte Ifo-Beschäftigungsbarometer sei im April auf ein Rekordtief von 86,3 Punkten abgestürzt, von 93,4 Punkten im März. Auch der Rückgang des Indexwertes war der stärkste, der vom Ifo-Institut jemals ermittelt wurde. „Die Arbeitslosigkeit in Deutschland wird daher steigen“, lautet die Schlussfolgerung der Wirtschaftsforscher. Lesen Sie mehr…

8:58 Uhr: Krankenhausgesellschaft plant Rückkehr zur Regelversorgung

Die Kliniken sollen trotz der anhaltenden Coronakrise zu einer Regelversorgung zurückkehren und zugleich bis Mitte kommenden Jahres Kapazitäten für die Versorgung von COVID-19-Patienten vorhalten. Dies geht aus einem Zehn-Punkte-Plan der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) hervor, über den die „Rheinische Post“ berichtet. Das Engagement der Kliniken bei der Versorgung von COVID-19-Patienten sei „beispiellos“, sagte DKG-Präsident Gerald Gaß der Zeitung.

Nun sei aber der „Wiedereinstieg in die Regelversorgung dringend erforderlich“. Dabei müsse man eine gesunde Balance mit der COVID-19-Versorgung finden. Das DKG-Konzept baue darauf auf, dass die Kliniken hierzulande „bis weit in das Jahr 2021“ hinein COVID-19 Erkrankte versorgen müssten. Für alle Krankenhäuser, die über entsprechende Behandlungsmöglichkeiten verfügten, gelte „die Vorgabe 20 Prozent ihrer Intensivbehandlungsbetten mit Beatmungsmöglichkeit freizuhalten“, heißt es in dem Papier.

Darüber hinaus sollten die Kliniken weiterhin in der Lage sein, binnen „72 Stunden weitere Behandlungskapazitäten für COVID-19-Patienten zu organisieren, wenn es der Anstieg der Reproduktionsrate bei den Infektionen erfordert“. Dabei gehe es um weitere 20 Prozent der Kapazitäten. Reha-Kliniken hingegen sollten nicht mehr flächendeckend freigehalten werden und könnten ihren Regelbetrieb wieder aufnehmen.

Lesen Sie auch: DIHK will Corona-Pass: Damit sollen Personen nachweisen, dass sie auf das Virus getestet wurden

8:46 Uhr: Laut RKI steigt Corona-Ansteckungsrate wieder

Die Corona-Ansteckungsrate  ist in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts wieder gestiegen. Laut der am Montagabend veröffentlichten RKI-Statistik steckt jeder Infizierte nunmehr wieder einen weiteren Menschen an, die sogenannte Reproduktionsrate liegt bei 1,0 (Datenstand 27.04. 0.00 Uhr). Das bedeutet, dass die Zahl der Neuerkrankungen nicht mehr leicht zurückgeht wie in den vergangenen Tagen.

Anfang März lag die wichtige Kennziffer noch bei drei, am 8. April bei 1,3, in den vergangenen Tagen bei 0,9 – jeweils mit einer gewissen Schwankungsbreite. Die Kennzahl gibt an, wie viele Menschen eine erkrankte Person im Durchschnitt infiziert. Das RKI hat immer wieder betont, um die Epidemie abflauen zu lassen, müsse diese Reproduktionszahl unter 1 liegen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte im Zuge der Ankündigung erster Lockerungen bei Corona-Maßnahmen deutlich gemacht, dass schon vermeintlich kleine Änderungen der Reproduktionszahl erhebliche Folgen haben können.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 114.000 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

8:38 Uhr: Tagesaktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland

Für die einzelnen Bundesländer übermittelte das RKI die folgenden Zahlen (Infizierte / Differenz zum Vortag / Tote):

Bundes­land Elektro­nisch über­mittelte Fälle
An­zahl Dif­fe­renz zum
Vor­tag
Fälle/ 100.000 Einw. Todes­fälle
Baden-Württem­berg 31.196 +153 282 1.269
Bayern 41.406 +336 317 1.681
Berlin 5.669 +31 151 127
Brandenburg 2.747 +26 109 106
Bremen 759 +5 111 27
Hamburg 4.505 +30 245 142
Hessen 8.026 +47 128 333
Mecklenburg-
Vor­pommern
675 +1 42 17
Niedersachsen 9.926 +79 124 394
Nordrhein-West­falen 32.184 +305 179 1.171
Rhein­land-Pfalz 5.928 +49 145 157
Saarland 2.509 +6 253 123
Sachsen 4.490 +32 110 148
Sachsen-Anhalt 1.520 +5 69 39
Schles­wig-Holstein 2.653 +15 92 101
Thüringen 2.144 +24 100 78
Gesamt 156.337 +1.144 188 5.913

Nicht jeder, der infiziert ist, erkrankt am Virus. 80 Prozent aller Corona-Infektionen verlaufen mild. Nach Auskunft des Robert-Koch-Instituts werden alle Todesfälle von Patienten, bei denen eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde, als „Corona-Tote“ gewertet. Vorerkrankungen werden nicht berücksichtigt. Bei der Influenza ist das anders.

8:35 Uhr: Veranstalter: Absage Olympischer Spiele im Fall andauernder Pandemie 2021

Die wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr auf Sommer 2021 verschobenen Olympischen Spiele sollen nach Veranstalterangaben im Fall einer dann weiter andauernden Pandemie abgesagt werden. Die Spiele könnten nicht über 2021 hinaus verschoben werden, sagte Japans Chef-Organisator Yoshiro Mori der Zeitung „Nikkan Sports“ am Dienstag. „In dem Fall werden sie abgesagt.“

8:32 Uhr: Trump rechnet mit „spektakulärer“ Erholung der US-Wirtschaft

Trotz verheerender Schäden durch die Corona-Krise rechnet US-Präsident Donald Trump mit einer rasanten Erholung der Wirtschaft in den USA noch in diesem Jahr.

Das dritte, vor allem aber das vierte Quartal würden mit Blick auf das Bruttoinlandsprodukt „spektakulär“, kündigte Trump bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses an. Auch das kommende Jahr werde „phänomenal“. Trump forderte erneut eine baldige Wiedereröffnung der Wirtschaft in den Vereinigten Staaten – die schnell, aber sicher erfolgen müsse. Lesen Sie mehr…

8:25 Uhr: Umfrage: Jeder vierte Haushalt mit finanzieller Einschränkung wegen Coronakrise

Die Bundesbürger bekommen die Folgen der Coronakrise auch bei ihren privaten Finanzen zu spüren. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Beratungsunternehmens Porsche Consulting hervor, über welche die „Welt“ (Dienstagsausgabe) berichtet. Demnach muss sich jeder vierte Haushalt aufgrund der Coronakrise zumindest vorübergehend finanziell einschränken.

Dabei gibt es Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland: Im Osten kürzt laut Forsa bereits jeder dritte Deutsche seine Ausgaben. Ebenso sind Familien mit mindestens vier Personen im Haushalt mit 30 Prozent stärker von Einschränkungen betroffen als der Durchschnitt – dies gilt in West- und Ostdeutschland gleichermaßen. „Unter den Beziehern kleinerer Einkommen müssen sich 40 Prozent und unter den Familien mehr als 30 Prozent wegen der Krise bereits finanziell einschränken“, sagte Matthias Tewes, der als Seniorpartner bei Porsche Consulting für Finanzdienstleistungen verantwortlich ist, der „Welt“.

Sobald die Haushalte die Auswirkungen der Kurzarbeit zu spüren bekämen, würde dies noch einmal deutlich höher ausfallen. Woran die Deutschen in dieser Zeit zuerst sparen, sind laut der Forsa-Umfrage keine Dinge des täglichen Bedarfs: So reduzieren 16 Prozent der Befragten ihre Ausgaben für größere Anschaffungen sowie ihre Rücklagen für Reisen. Zwei Prozent der Deutschen können wegen der Krise die Miete für ihre Wohnung nicht mehr wie üblich bezahlen. Für die Erhebung befragte Forsa im Auftrag von Porsche Consulting Mitte April insgesamt 1.011 Personen im Alter zwischen 25 bis 65 Jahren.

Lesen Sie auch: Hohes Alter allein macht Covid-19 nicht lebensgefährlich – doch Isolation kann bis zum Tod führen

8:16 Uhr: Corona-Massentest in Hochhaus-Komplex: Ergebnisse erwartet

Das Ausmaß der Coronafälle in einem abgeriegelten Hochhauskomplex in Grevenbroich könnte heute deutlich werden: Nach den Coronavirus-Tests bei 377 Bewohnern werden die Ergebnisse dazu erwartet. Außerdem laufen nach einem Leichenfund in dem Hochhauskomplex polizeiliche Ermittlungen. In der Wohnung eines 58-Jährigen, der seit längerem nicht gesehen wurde, fanden Einsatzkräfte am Montagnachmittag einen Toten. Die Beamten gehen davon aus, dass es sich dabei um den Bewohner handelt.

Der spektakuläre Corona-Massentest in der 63.000-Einwohner-Stadt im Städtedreieck Düsseldorf-Köln-Mönchengladbach war nötig geworden, weil laut Behörden mehrere infizierte Bewohner die Quarantäne nicht eingehalten und Kontakt mit Nachbarn hatten. Daraufhin nahmen Mitarbeiter von Gesundheitsamt und Rotem Kreuz am Sonntag die Tests vor. Das Gelände um die drei zusammenhängenden Häuser wurde eingezäunt. Vier Sicherheitsleute passen in der zwischen Düsseldorf und Mönchengladbach gelegenen Stadt auf, dass keine Menschen auf das Gelände kommen und niemand es verlässt.

Einige der rund 450 Bewohner der drei Hochhäuser wollten sich nicht testen lassen. Sie müssen 14 Tage isoliert in Quarantäne leben. Die Hausbewohner sollen das Grundstück erst wieder verlassen dürfen, wenn die Tests beweisen, dass sie sich nicht angesteckt haben.

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8:11 Uhr: Frankreichs Regierung stellt Plan zur Lockerung der Ausgangssperre vor

Die französische Regierung stellt am Dienstag den Fahrplan zur Lockerung der seit sechs Wochen geltenden Ausgangssperre vor. Premierminister Edouard Philippe gibt dazu in der Nationalversammlung eine Regierungserklärung ab (15 Uhr). Im Anschluss sind eine Debatte sowie eine Abstimmung geplant. Präsident Emmanuel Macron hat ab dem 11. Mai eine schrittweise Öffnung von Schulen, Unternehmen und Geschäften in Aussicht gestellt.

Nach deutschem Vorbild plant die Pariser Regierung eine Maskenpflicht sowie eine deutliche Ausweitung der Coronavirus-Tests. Auch eine Handy-App zur Nachverfolgung der Infektionswege ist im Gespräch. Frankreich gehört neben den USA, Italien und Spanien zu den Ländern mit den weltweit meisten Todesfällen.

8:08 Uhr: Deutscher Einzelhandel erwartet bis zu 50.000 Insolvenzen

Der deutsche Einzelhandel erwartet wegen der Corona-Krise bis zu 50.000 Insolvenzen in der Branche. Während der vierwöchigen Schließungen von Geschäften aus dem Nicht-Lebensmittel-Bereich habe die Branche bereits rund 30 Milliarden Euro Umsatz verloren, der auch nicht wiederzubekommen sei, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstagsausgaben). Dies seien rund eine Milliarde Euro täglich gewesen.

Zudem sei seit der Wiedereröffnung vieler Geschäfte am Montag vergangener Woche der Kundenverkehr verhalten. Aktuell verliere der Handel täglich weiterhin „einen hohen dreistelligen Millionenbetrag“, konstatierte Genth. Die Zahl von 50.000 Insolvenzen erwartet der HDE deshalb, weil das Eigenkapital vieler Unternehmen vor allem angesichts hoher Mietforderungen nicht ausreiche.

Besonders institutionelle Vermieter seien oft nicht zu Stundungen der Miete bereit oder verlangten Stundungszinsen von fünf bis neun Prozent, kritisierte Genth: „Hier fordern wir eine Risikoteilung.“ Betroffen seien sowohl große Filialunternehmer als auch kleine Geschäfte. „Wir fürchten sehr, dass die Innenstädte nach der Krise nicht mehr so aussehen werden wie vor der Krise – und viele Läden fehlen“, sagte der HDE-Hauptgeschäftsführer.

7:53 Uhr: Katholische Kirche erwartet deutlichen Rückgang bei Kirchensteuer

Die katholische Kirche in Deutschland erwartet einen deutlichen Rückgang ihrer Kirchensteuereinnahmen. Der so genannten Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz habe sich bei einer virtuellen Sitzung am Montag „mit der Frage des zu erwartenden Rückgangs der Kirchensteuer befasst“, erklärte der Konferenzvorsitzende und Limburger Bischof Georg Bätzing in Bonn. Die wirtschaftliche Situation in der Corona-Pandemie zeige, dass dieser kommen werde – und es werde „ein schmerzlicher Prozess werden“.

Seriöse Zahlen ließen sich zwar „heute noch nicht nennen“, erklärte Bätzing. Doch die Corona-Krise zwinge die katholische Kirche, „in einen Prozess einzutreten, bei dem wir abwägen müssen, was wir als Kirche finanziell künftig noch leisten können und wovon wir uns verabschieden müssen“.

7: 49 Uhr: Opposition wirft Seehofer mangelnde Präsenz in Corona-Krise vor

Politiker der Opposition haben Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) mangelnde Präsenz in der Corona-Krise vorgeworfen. Während sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor jede Kamera stelle, sei Seehofer seit Wochen abgetaucht, sagte der FDP-Innenexperte Konstantin Kuhle den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstagsausgaben). Die Bekämpfung des Coronavirus sei aber nicht nur Sache der Bundesländer, sondern auch der Innenpolitik.

Von Grenzkontrollen durch die Bundespolizei bis zu Katastrophenschutz und Bevölkerungshilfe – die Zuständigkeiten des Bundesinnenministeriums liegen auf der Straße“, so der FDP-Politiker weiter. „Horst Seehofer sollte daher sein Corona-Schweigegelübde brechen und deutlicher Stellung beziehen, auch zu der Frage, wie das angemessene Verhältnis zwischen Bürgerrechten und Gesundheitsschutz aussieht“, forderte Kuhle.

Seehofer habe sich zum letzten Mal am 31. März persönlich öffentlich geäußert, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf Angaben des Innenministeriums. Seither sei er auch nicht im Innenausschuss Rede und Antwort gestanden.

7:44 Uhr: Deutscher Anwaltverein stellt Bedingungen für Corona-App

Der Deutsche Anwaltverein (DAV) hat Bedingungen für die Entwicklung und Nutzung der sogenannten Corona-App formuliert. „Eine sogenannte Corona-App kann eine gute Möglichkeit sein, um die Verbreitung des Covid-19-Virus einzudämmen – wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllt und die Grundrechte der Nutzer gewahrt werden“, sagte die Vorsitzende des Ausschusses Gefahrenabwehrrecht des DAV, Lea Voigt, den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Dienstagsausgaben). So dürften die Daten, die zur Kontaktnachverfolgung erforderlich seien, tatsächlich nur auf dem Handy gespeichert werden.

„Eine zentrale Datensammlung ist nicht erforderlich und verfassungsrechtlich nicht zu rechtfertigen“, so die Juristin weiter. Zudem müsse sichergestellt sein, „dass Ermittlungsbehörden die Daten nicht verwenden dürfen“, so Voigt. Außerdem müsse die App strikt freiwillig sein. „Die App muss auf jeden Fall freiwillig sein. Zugleich müssen wir Sorge dafür tragen, dass sie akzeptiert wird und viele sagen, da mache ich mit. Dann muss sie praktikabel und die Speicherung muss so wenig missbrauchsanfällig wie möglich sein“, sagte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Eva Högl, den Zeitungen.

Zudem müsse die App „auf jeden Fall eng staatlich kontrolliert werden“, so die SPD-Politikerin weiter.

Montag, 27. April

21:00 Uhr: 530 neue positive Testungen in Deutschland

Zwischen Sonntagabend und Montagabend sind in Deutschland binnen 24 Stunden nur 530 positive Tests auf den Coronavirus registriert worden. Das geht aus direkten Abfragen bei den Landesministerien, Städten und Landkreisen hervor, die die dts Nachrichtenagentur seit Anfang März täglich gegen 20 Uhr auswertet. Die Zahlen weichen stets von denen des Robert-Koch-Instituts ab, da dieses die amtliche Meldung der Gesundheitsämter abwartet, der Trend ist jedoch stets der gleiche.

Das letzte Mal hatte es am 11. März eine niedrigere absolute Zahl in Deutschland gegeben. Der Durchschnitt der letzten sieben Tage, der den Wochentagseffekt ausblendet, ist so niedrig wie seit Mitte März nicht mehr. Insgesamt war bis Montagabend bei 158.960 Bundesbürgern ein Test positiv ausgefallen, über 122.000 sind laut Hochrechnung aber schon wieder gesund.Wie inzwischen bekannt liegtt die Zahl der falsch positiven Tests beinahe bei 50 Prozent.

Rund 30.000 Menschen wären demnach akut infiziert, 6.132 positiv getestete Menschen starben, davon 120 innerhalb der letzten 24 Stunden. Und auch die Zahl der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten sinkt weiter, gegenüber dem Vortag um 2,5 Prozent auf 2.472. Genau 13.210 Intensivbetten sind in Deutschland derzeit frei.

20:50 Uhr: Frankreich meldet nach Wochenende mehr Todesfälle

Nach einem mehrtägigen Rückgang ist die Zahl der neuen Todesfälle in Frankreich wieder gestiegen. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurde der Tod von 437 Menschen gemeldet, teilte am Montagabend das Gesundheitsministerium in Paris mit. An den Tagen zuvor war diese Zahl stetig gesunken, am Sonntag hatte sie bei 242 gelegen.

20:30 Uhr: Italien mit insgesamt positiver Entwicklung

In Italien sind mehr als 150 Ärzte während der Corona-Krise gestorben. Der Chirurgen-Verband FNOMCEO gab ihre Zahl am Montag mit 151 an. Die Gesamtzahl der Todesfälle erhöhte sich auf 26.977, wie die Gesundheitsbehörden in Rom mitteilten.

Innerhalb von 24 Stunden starben in Italien 333 Menschen. Am Sonntagabend hatten die Behörden einen Rückgang auf 260 neue Todesfälle gemeldet. „Die Tendenz der Todesfälle und der Infektionen geht dennoch nach unten“, sagte der Präsident des Gesundheitsinstitutes ISS, Silvio Brusaferro.

Zu der auch in Italien geplanten Maskenpflicht äußerte sich Brusaferro zurückhaltend. „Es ist ein zusätzliches Element, aber die persönliche Hygiene und das Abstandhalten sind wichtiger“, betonte er. Ab Montag kommender Woche ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im öffentlichen Nahverkehr und in italienischen Geschäften verpflichtend. Die seit sieben Wochen geltende Ausgangssperre wird dann schrittweise gelockert.

19:30 Uhr: AFP-Zählung spricht von 125.000 Toten in Europa

Die Zahl der in Europa, nach offiziellen Angaben mit dem Coronavirus, gestorbenen Menschen ist einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP zufolge auf mehr als 125.000 gestiegen. Der auf offiziellen Angaben von Ländern und Regionen beruhenden Zählung zufolge starben bis Montag insgesamt 125.669 Menschen, darunter 26.977 in Italien, 23.521 in Spanien, 22.856 in Frankreich sowie 21.092 in Großbritannien.

19:00 Uhr: Weniger neue Todesfälle in Großbritannien

In Großbritannien sind binnen 24 Stunden weitere 360 Menschen gestorben. Dies sei die geringste Zahl seit vergangenem Monat, teilte das Gesundheitsministerium am Montag mit. Insgesamt sind damit nach offiziellen Angaben 21.092 Menschen gestorben.

Unter den neu registrierten Toten sind den Angaben zufolge auch 82 Mitarbeiter des nationalen Gesundheitsdienstes NHS und 16 Sozialarbeiter.  Die Regierung hatte vor kurzem erklärt, die Epidemie habe ihren Höhepunkt überschritten.

16:00 Uhr: Rumänien lässt Schulen und Kitas bis September geschlossen

In Rumänien bleiben Schulen, Kindergärten und Universitäten noch bis September geschlossen. Präsident Klaus Iohannis sagte am Montag, die Regierung habe die Idee einer schnellen Öffnung „aufgegeben“. Für Schüler sei es „unmöglich“, sich an die Abstandsregeln zu halten. Um keine „großen Risiken“ einzugehen, könne der Unterricht daher erst nach den Sommerferien wieder beginnen.

Eine Ausnahme wird für die Schüler der Abschlussklassen der Grund- und Oberschulen gemacht: Sie sollen im Juni für zehn Tage in die Schule gehen, um sich auf ihre Prüfungen vorzubereiten. Für alle anderen Schüler soll es in den kommenden Monaten weiter Fernunterricht geben.

Bildungsministerin Monica Anisie hatte vergangene Woche entschieden, dass der Online-Unterricht künftig verpflichtend ist. Schülervertreter hatten das als „diskriminierend“ kritisiert. „Hunderttausende Schüler haben keinen Zugang zu digitalen Geräten und können nicht am Online-Unterricht teilnehmen“, erklärte der Nationale Schülerrat.

13:16 Uhr: Bayerische Regelung zu Verkaufsflächen widerspricht Gleichheitsgrundsatz

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof sieht in den in Bayern geltenden Regeln zur Beschränkung der Verkaufsflächen einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz. Mit dem am Montag veröffentlichten, nicht anfechtbaren Beschluss gab das oberste bayerische Verwaltungsgericht der Betreiberin von Warenhäusern in Bayern, Berlin und Hamburg Recht. Allerdings verzichtete das Gericht darauf, die Bestimmungen außer Vollzug zu setzen, da sie sowieso nur bis zum 3. Mai gelten.

Der Verwaltungsgerichtshof beanstandete, aus infektionsschutzrechtlicher Sicht sei es nicht gerechtfertigt, dass Buchhandlungen und Fahrradhändler anders als andere Händler ohne Begrenzung der Verkaufsflächen wieder öffnen durften. Außerdem sei zu beanstanden, dass nur Händler, die erst seit Kurzem öffnen durften, eine Begrenzung der Kundenzahl auf einen je 20 Quadratmeter sicherstellen müssen, nicht aber die übrigen Einzelhändler, die bereits vor dem 27. April öffnen durften sowie Buchhandlungen, Kfz-Handel und Fahrradhandel.

13:13 Uhr: IfW-Präsident erwartet Wohlstandsverluste von bis zu 3500 Euro pro Kopf

Der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Gabriel Felbermayr, erwartet in der Corona-Krise deutliche Wohlstandsverluste der Deutschen. Sollte sich die Konjunkturprognose der Bundesregierung bewahrheiten, „dann kostet das alle Deutschen, Kinder und Greise eingerechnet, pro Kopf 2600 Euro“, sagte Felbermayr am Montag in der Internetsendung „Bild live“. „Es könnten aber auch 3500 werden, wenn die Dinge schlecht laufen.“

Laut „Bild“ hält der IfW-Präsident entgegen eines aktuell von der Regierung erwarteten Konjunkturrückgangs um 6,3 Prozent sogar einen Einbruch von über zehn Prozent für möglich, sollten neue Ansteckungszahlen wieder stärkere Einschränkungen erfordern. „Wir müssen die wirtschaftliche Dimension der Krise ernster nehmen“, mahnte Felbermayr und kritisierte, der Gesundheitsschutz sei in den vergangenen Wochen womöglich „überpriorisiert“ worden. Er bekräftigte zudem die Kritik einer fehlenden Perspektive für Unternehmen: „Das größte Problem für die Wirtschaft ist die Unsicherheit.“

11:47 Uhr: Schweiz lockert Auflagen in Corona-Krise

Die Schweiz hat am Montag ihre Auflagen in der Corona-Krise gelockert. Neben Bau- und Gartenmärkten dürfen unter anderem auch Friseure, Physiotherapeuten, Tier- und Zahnärzte sowie Kosmetik- und Tattoo-Studios wieder öffnen. Die Bürger sind aber aufgerufen, weiter die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten.

Der Besitzer eines Friseursalons in Lausanne findet die Öffnung „super“. „Wir müssen unsere Rechnungen wieder bezahlen.“ Um sich vor einer Ansteckung zu schützen, müssen Friseure und Kunden vorerst Masken tragen. Die Kunden müssen zudem vor dem Laden auf ihren Termin warten.

Schulen und weitere Geschäfte sollen in zwei Wochen wieder öffnen. Ab dem 8. Juni sollen dann auch Berufs- und Hochschulen sowie Museen, Bibliotheken und Zoos wieder aufmachen dürfen.

11:33 Uhr: SPD hält trotz Arbeitgeberkritik an geplantem Rechtsanspruch auf Homeoffice fest

Die SPD hält ungeachtet der Arbeitgeberkritik an den Plänen von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) für einen Rechtsanspruch auf Heimarbeit fest. „Die Corona-Krise zeigt uns gerade jetzt, was alles im Homeoffice möglich ist“, sagte die stellvertretende SPD-Fraktionschefin Katja Mast der Nachrichtenagentur AFP am Montag. „Wir sollten diesen Innovationsschub über die Corona-Pandemie hinaus nutzen und nicht in alten Reflexen verharren.“

Viele Firmen gingen dieser Tage neue Wege zu Gunsten des Unternehmens und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, fügte Mast hinzu. „Jetzt ist die Zeit, dringend notwendige Entscheidungen über die Arbeit der Zukunft zu treffen.“

Heil will innerhalb der kommenden sechs Monate seinen Gesetzentwurf vorlegen, wie er am Sonntag angekündigt hatte. Wo es betrieblich möglich sei, soll künftig jeder Arbeitnehmer das Arbeiten von Zuhause aus einfordern können.

11:21 Uhr: Viel weniger Wohnungsanzeigen in der Corona-Krise

Wohnungssuchende haben in den ersten Wochen der Corona-Krise deutlich weniger Immobilienanzeigen gefunden.

Im Zeitraum vom 2. März, also kurz vor dem Shutdown in Deutschland, bis 19. April, ging die Zahl der neuen Annoncen für Mietwohnungen um bis zu 38 Prozent zurück, zeigt eine Studie des Hamburger Immobilienspezialisten F+B. Zuletzt reduzierte sich das Minus aber auf 15 Prozent, so die Firma, die Städte und Gemeinden bei der Aufstellung von Mietspiegeln berät. In den sieben größten deutschen Städten schrumpfte die Zahl der Anzeigen um bis zu 40 Prozent, hier betrug das Minus jüngst noch gut 11 Prozent.

Wegen der Pandemie haben viele Mieter Umzüge aufgeschoben aus Unsicherheit um ihre Jobs oder Einkommen, vermuten Experten. Auch fanden Wohnungsbesichtigungen wegen der Kontaktbeschränkungen nur begrenzt statt.

Wesentlich geringer schwankten in dem Zeitraum die Mieten bei neu angebotenen Wohnungen – hier verzeichneten die Forscher eine Spanne von minus 0,2 bis plus 2,2 Prozent. „Somit lassen sich bei der Analyse der Mietpreisentwicklung keine bzw. kaum Corona-Effekte erkennen“, sagte F+B-Geschäftsführer Bernd Leutner am Montag. Vermieter verzichteten eher auf die sofortige Vermietung, als in Erwartung einer Rezession Mieten zu senken, glaubt er. Leichte Mietrückgänge gab es aber im Schnitt in den sieben größten deutschen Städten.

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11:19 Uhr: Brüssel erlaubt Staatshilfen für Condor

Die EU-Kommission hat ein Kreditprogramm der Bundesregierung in Höhe von insgesamt 550 Millionen Euro für die angeschlagene Fluggesellschaft Condor genehmigt. Man habe festgestellt, dass das staatlich garantierte Darlehen mit den EU-Beihilfevorschriften vereinbar sei, teilte die Brüsseler Behörde am Montag mit. „Mit diesem staatlich garantierten Darlehen von 550 Millionen Euro wird Deutschland Condor, das in der vom Ausbruch des Coronavirus besonders gebeutelten Luftfahrtbranche tätig ist, einen Teil der coronabedingten Einbußen ersetzen“, sagte EU-Kommissionsvize Margrethe Vestager.

Deutschland hatte die Beihilfemaßnahme bei der Kommission angemeldet. Die Unterstützung wird in Form eines staatlich garantierten Darlehens von der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewährt. Die genaue Höhe der Einbußen, die Condor wegen des Coronavirus entstanden sind, soll nach Überwindung der Krise auf der Grundlage der Gewinn- und Verlustrechnung der Fluggesellschaft für das Jahr 2020 ermittelt werden. Sollte die staatliche Unterstützung die tatsächlichen Einbußen übersteigen, würden die zu viel gezahlten Beihilfen zurückgefordert, so die EU-Kommission weiter. Somit bestehe keine Gefahr, dass Condor mehr staatliche Beihilfen erhalte, als der Airline zustehe.

11:14 Uhr: Mittelstand gegen Recht auf Homeoffice

Der Präsident des Bundesverbandes der mittelständischen Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, hat Plänen von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) für ein Recht auf Homeoffice eine Absage erteilt. „Homeoffice hat sich in der Coronakrise bewährt“, sagte Ohoven der „Rheinischen Post“. Aber in der Zeit danach dürfe die Erholung der Wirtschaft nicht durch steigende Arbeitskosten und zusätzliche Bürokratie gefährdet werden.

„Deshalb sagt der Mittelstand jetzt klar Nein zu einem generellen Recht auf Homeoffice.“ Statt einer gesetzlichen Regelung müsse es eine freiwillige Übereinkunft zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geben, so Ohoven.

11:11 Uhr: Ärztepräsident fordert FFP2-Schutzmasken auch für Bürger

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat gefordert, die Bürger in Deutschland mit medizinischen Schutzmasken des Typs FFP2 auszustatten. Montgomery warf am Montag im Deutschlandfunk der Bundesregierung vor, solche Masken nicht frühzeitig in hinreichendem Umfang beschafft zu haben. Die FFP2-Masken seien jedoch die Lösung, die die Politik jetzt liefern müsse.

Skeptisch äußerte sich Montgomery zu behelfsweisem Mund-Nasen-Schutz, wie er seit diesem Montag in fast allen Bundesländern beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln vorgeschrieben ist. „Wir wissen heute, dass ein normaler Schal oder ein normales Taschentuch die Viren nicht abhält, sondern sie beim Hustenstoß ungehindert durch den Stoff hindurchgehen.“ Zweitens wisse man, dass die von anderen produzierten Aerosole mit Viren sich in dem Stoff anreichern können, wenn man den Stoff unsachgemäß abnehme und sich dabei noch ins Gesicht fasse. Somit könne sich man selber „eher“ infizieren, sagte Montgomery.

Bund und Länder dringen darauf, Schutzmasken der Typen FFP2 oder FFP2 medizinischem Personal vorzubehalten. Die Empfehlung für einfache Schutzmittel wie Behelfsmasken aus Baumwolle stützt sich darauf, dass diese zwar keinen sicheren Schutz für den Träger bedeuten, wohl aber die Infektionsgefahr für andere Menschen verringern, wenn ein Virusträger einen solchen Mund-Nasen-Schutz benutzt. Tragen ihn daher alle oder fast alle Menschen beim Einkauf oder im ÖPNV, sinkt demnach die Infektionsgefahr insgesamt deutlich ab.

11:00 Uhr: Bayer trotzt Corona-Krise

Bayer hat im ersten Quartal dank der Erholung des Agrargeschäfts und einer starken Nachfrage nach rezeptfreien Medikamenten der Corona-Krise getrotzt.

Der Umsatz stieg um 4,8 Prozent auf rund 12,85 Milliarden Euro, wie der Agrarchemie- und Pharmakonzern am Montag in Leverkusen mitteilte. Aus eigener Kraft – also Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe herausgerechnet – war es ein Plus von 6 Prozent. Der um Sondereffekte bereinigte Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte um rund 10 Prozent auf knapp 4,4 Milliarden Euro zu.

Unter dem Strich blieb ein Konzerngewinn von 1,49 Milliarden Euro – ein Plus von 20 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum. Den Ausblick für 2020 bestätigte Konzernchef Werner Baumann. Allerdings sind darin weiterhin keine Folgen der Coronavirus-Pandemie enthalten.

10:57 Uhr: Stamp: „Viel Improvisation“ bei Kitas und Tagespflege nötig

NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) hat um Verständnis für die kurzfristige Umsetzung des Rechtsanspruchs von erwerbstätigen Alleinerziehenden auf Betreuung ihrer Kinder geworben. „Auch in den nächsten Wochen wird viel Improvisation und gegenseitige Rücksichtnahme aller Beteiligten nötig sein, wenn wir geeignete Schritte zur weiteren Öffnung für Kitas und Tagespflege gehen wollen“, sagte der Vize-Ministerpräsident der „Rheinischen Post“. Er war in die Kritik geraten, weil die entsprechende Verordnung am Freitag zunächst nicht vorgelegen hatte und erst am Abend veröffentlicht wurde.

„Wir haben aber bereits davor als Landesregierung klar angekündigt, dass die Öffnung ab Montag gültig ist. Wir würden uns in vielen Bereichen wünschen, noch schneller handeln zu können.“ Der Schritt sei wichtig, da Alleinerziehende derzeit besonderen Belastungen ausgesetzt seien. Doch müsse eben jeder Schritt mit den Trägern und den Kommunen rückgekoppelt werden, sagte Stamp.

10:55 Uhr: Söder stellt weitere Lockerungen von Corona-Maßnahmen in Aussicht

Nach den nun auch in Bayern geltenden Lockerungen bei den Ladenöffnungen hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) weitere Erleichterungen bei den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie in Aussicht gestellt. „Wenn das in dieser Woche gut funktioniert, dann können wir über weitere Erleichterungen nachdenken“, sagte Söder am Montag im Bayerischen Rundfunk. Ende der Woche wolle er eine Bilanz ziehen.

Söder sagte, nun seien 80 Prozent des Handels wieder geöffnet. Er wolle aber lieber in kleinen Schritten vorgehen. Bei den Schulen nannte der Ministerpräsident Vorschläge für einen gestaffelten Unterricht „gute Ansätze“. Denkbar wäre, dass Schüler jeden zweiten Tag in die Schule gingen. Eine schichtweise Entzerrung sei über die Woche, aber auch über den Tag hin möglich.

Die Gastronomie sei für ihn der „herausforderndste Bereich“ bei möglichen Erleichterungen. Um Pfingsten sei da Bewegung nötig. Ende der Woche wolle er sich außerdem die Lage beim Breitensport näher anschauen. Möglicherweise könne dort über Lockerungen in der kommenden Woche entschieden werden. Das hänge auch davon ab, wie es bei der Fußballbundesliga weitergehe.

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10:24 Uhr: Tagesaktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland

Für die einzelnen Bundesländer übermittelte das RKI die folgenden Zahlen (Infizierte / Differenz zum Vortag / Tote):

Bundes­land Elektro­nisch über­mittelte Fälle
An­zahl Dif­fe­renz zum
Vor­tag
Fälle/ 100.000 Einw. Todes­fälle
Baden-Württem­berg 31.043 +282 280 1.249
Bayern 41.070 +158 314 1.621
Berlin 5.638 +38 150 125
Brandenburg 2.721 +27 108 100
Bremen 754 +15 110 27
Hamburg 4.475 +46 243 142
Hessen 7.979 +33 127 320
Mecklenburg-
Vor­pommern
674 +1 42 16
Niedersachsen 9.847 +62 123 391
Nordrhein-West­falen 31.879 +210 178 1.131
Rhein­land-Pfalz 5.879 +44 144 152
Saarland 2.503 +21 253 121
Sachsen 4.458 +30 109 147
Sachsen-Anhalt 1.515 +21 69 36
Schles­wig-Holstein 2.638 +8 91 98
Thüringen 2.120 +22 99 74
Gesamt 155.193 +1.018 187 5.750

Nicht jeder, der infiziert ist, erkrankt am Virus. 80 Prozent aller Corona-Infektionen verlaufen mild. Nach Auskunft des Robert-Koch-Instituts werden alle Todesfälle von Patienten, bei denen eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde, als „Corona-Tote“ gewertet. Vorerkrankungen werden nicht berücksichtigt. Bei der Influenza ist das anders.

9:30 Uhr: Grundschulen öffnen in Norwegen wieder

Nach wochenlangen Schulschließungen hat in Norwegen der Unterricht an Grundschulen wieder begonnen. Kinder der ersten bis vierten Klassen kehrten am Montag auf die Schulbänke zurück. Als Vorsichtsmaßnahme wurden die Klassen auf maximal 15 Kinder verkleinert. Manche Eltern übten dennoch Kritik an den Schulöffnungen – sie erfolgen aus ihrer Sicht zu früh.

Für Verunsicherung bei den Eltern sorgten vor allem mehrere positive Tests bei Mitarbeitern von Kindertagesstätten, seit diese vor einer Woche wieder öffneten. Schrittweise soll in Norwegen nach sechs Wochen strenger Einschränkungen nun wieder Normalität einkehren. Auch Friseure und Hautarztpraxen dürfen ab sofort wieder öffnen. Weiterhin verboten bleiben in Norwegen Sport- und Kulturveranstaltungen. Auch die Richtlinien zur sozialen Distanzierung und Hygienevorschriften behalten ihre Gültigkeit.

In Norwegen wurden nach offiziellen Angaben gut 7500 Infektionsfälle nachgewiesen, 193 Menschen starben nach einer Corona-Infektion. Die Zahl der Infektionsfälle, die im Krankenhaus behandelt werden mussten, ging in den vergangenen Wochen deutlich zurück.

9:26 Uhr: NRW-Schulministerin gegen generelle Maskenpflicht an Schulen

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat sich gegen eine generelle Maskenpflicht an Schulen ausgesprochen. „Ich habe Vertrauen zu unseren Schülern. Sie haben sich bisher auch schon sehr vernünftig und verantwortungsvoll gezeigt“, sagte Gebauer der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe).

Wo dies nicht der Fall sei, würden die Lehrer eingreifen. „Es spricht nichts dagegen, eine Maske zu tragen, wenn man das möchte, aber eine generelle Maskenpflicht besteht in Schulen derzeit nur, wenn die Abstandsregel nicht eingehalten werden kann“, so die Ministerin.

9:23 Uhr: 140.000 Schutzmasken in Frankreich beschlagnahmt

Die französische Polizei hat 140.000 Atemschutzmasken beschlagnahmt, die auf dem Schwarzmarkt verkauft werden sollten. Zwei Verdächtige wurden festgenommen, als sie am Sonntag Kisten in Saint-Denis nördlich von Paris entluden, wie aus Polizeikreisen verlautete. Einer der beiden gab demnach an, Inhaber eines Geschäfts zu sein. Er habe die Masken, darunter 5000 sogenannte FFP2-Masken mit hohem Schutz, für 80.000 Euro in den Niederlanden gekauft.

Laut Polizei sollten die Masken zu einem hohen Preis an Bauarbeiter verkauft werden. Den Polizeiangaben zufolge wurden seit Beginn der Corona-Pandemie noch nie so viele Masken bei einem Einsatz beschlagnahmt. Die französische Regierung hat den Weiterverkauf von Schutzmasken verboten, um deren Verteilung an Mitarbeiter im Gesundheitssystem vorrangig sicherzustellen.

9:14 Uhr: Maskenpflicht wird eingehalten

Die seit Montag bundesweit in öffentlichen Verkehrsmitteln und in fast allen Ländern auch beim Einkaufen geltende Maskenpflicht funktioniert. In der Berliner U-Bahn waren am Morgen nach Beobachtung von dts-Reportern über 80 Prozent der Fahrgäste mit einem Mund-Nase-Schutz unterwegs. Bis zum Vortag war das nur bei einer Minderheit der Fall gewesen.

Die gleiche Beobachtung wurde im Regionalverkehr der Bahn gemacht. Berlin das einzige Bundesland, in dem die Maskenpflicht nicht auch für den Einzelhandel gilt. Die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin hatten sich bei ihrem virtuellen Treffen am 15. April zunächst nicht auf eine Maskenpflicht einigen können, die Bundesländer hatten sie dann aber doch nach und nach eingeführt.

9:05 Uhr: Verbraucherschützer fordern Fonds statt Gutscheinen zur Rettung der Reisebranche

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat das Festhalten der Bundesregierung an einer Gutscheinlösung für stornierte Reisen in der Corona-Krise scharf kritisiert. „Wenn die Branche schnell wieder auf die Beine kommen soll, dann braucht sie auch in Zukunft vor allem eines: Kunden“, schreibt vzbv-Vorstand Klaus Müller in einem am Montag veröffentlichten Beitrag für das „Handelsblatt“.

„Wer deren Vertrauen nicht komplett erschüttern will, darf ihre Rechte nicht leichtfertig beschneiden und ihre Interessen nicht denen der Wirtschaft unterordnen“, schrieb Müller. Fairer wäre es aus dessen Sicht daher, einen staatlichen „Reisesicherungsfonds zu ermöglichen, der Reiseunternehmen und Fluglinien rettet“. Die Kosten dafür sollten nachträglich von den Unternehmen erstattet und auf die Preise umgelegt werden.

Er erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass sich einige Verbraucher kulant zeigten und Gutscheine akzeptierten oder aktiv kauften, um Geschäfte, Kulturstätten und andere Unternehmen zu unterstützen. „Sie sind solidarisch und das ist eine der guten Seiten dieser schrecklichen Krise.“ Aber der „springende Punkt“ dabei sei die Wahlfreiheit. Trotz des Widerstands der EU-Kommission in Brüssel hält die Bundesregierung an einer Gutscheinlösung für stornierte Reisen fest. So soll verhindert werden, dass die Reiseunternehmen die Kosten erstatten müssen und so in weitere finanzielle Turbulenzen geraten.

8: 43 Uhr: Einführungsdatum von Corona-App ungewiss

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach begrüßt den Kursschwenk der Bundesregierung bei der Corona-Warn-App hin zu einer dezentralen Speicherung. Die Entscheidung sei mittlerweile unvermeidbar gewesen, weil sonst die Diskussion um den Datenschutz die Akzeptanz zerstört hätte, noch bevor sie fertig gewesen wäre, sagte er der „Passauer Neue Presse“. Unterdessen ist noch unklar, wann die Smartphone-Anwendung, die auf Abstandsmessung via Bluetooth basiert, an den Start gehen kann. Den Kursschwenk hatten am Sonntag Kanzleramtschef Helge Braun und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) bestätigt.

Die Corona-Apps sollen helfen, die Ansteckungen nachzuverfolgen, wenn Ausgehbeschränkungen gelockert werden. Sie sollen erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind – und Nutzer warnen, wenn sich später herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufgehalten hatten. Bis eine Corona-Warn-App in Deutschland bereitsteht, kann es laut Gesundheitsminister Jens Spahn noch etwas dauern.

Der Bonner Infektiologe Peter Walger warnte unterdessen vor übertriebenen Hoffnungen. „Ich erwarte von der App keine wirkliche Hilfestellung beim Versuch, in die Normalität zurückzukehren“, sagte der Vorstandssprecher der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Montag). „Wenn alle Mundschutz tragen und Abstand einhalten, wäre sie überflüssig, weil sie dann nur die unkritische Nähe geschützter Leute erkennt.“ Die App sage nichts darüber aus, ob ein tatsächliches Infektionsrisiko bestehe, sondern definiere nur die Nähe einer Person zu einer potenziell ansteckenden Person.

8:34 Uhr: Cuomo plant erste Lockerungen für New York

Im besonders hart von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York soll das Wirtschaftsleben möglicherweise ab der zweiten Maihälfte wieder etwas hochgefahren werden. Gouverneur Andrew Cuomo sagte am Sonntag, nach dem 15. Mai könne im Norden des Bundesstaates möglicherweise wieder in Fabriken und auf dem Bau die Wiederaufnahme der Arbeit erlaubt werden.

In der Millionenstadt New York und anderen südlichen Gebieten des Bundesstaates könne eine Lockerung der Restriktionen allerdings erst später erfolgen, betonte Cuomo. Dort sei die Lage „komplizierter“ als im Norden. So müssten alle Lockerungsmaßnahmen in New York City mit den angrenzenden Bundesstaaten New Jersey und Connecticut koordiniert werden. Lesen Sie mehr…

8:29 Uhr: Österreich will Sommertourismus „Schritt für Schritt“ hochfahren

Österreich will den Sommertourismus „Schritt für Schritt“ hochfahren. Sein Land plane aber keine unabgestimmten Alleingänge, sagte Österreichs Außenminister Alexander Schallenberg der „Bild“ (Montagausgabe). „Wir werden mit Partnerländern und in engem Kontakt mit der EU-Kommission gemeinsam an Lösungen arbeiten, wie ein behutsames Hochfahren des Sommertourismus wieder möglich sein könnte.“

Grenzüberschreitender Tourismus werde „nur vorsichtig und Schritt für Schritt wieder möglich sein“. Zudem kämen dafür „natürlich nur Länder in Frage, die im Kampf gegen Covid ähnlich weit sind wie Österreich und ähnlich niedrige Infektionszahlen aufweisen“. Zuvor hatte Bundesaußenminister Heiko Maas davor gewarnt, die europäischen Reiseziele schnell wieder zu öffnen. Lesen Sie mehr…

8:20 Uhr: Arbeiten an Pariser Kathedrale Notre-Dame starten wieder unter strengen Hygiene-Auflagen

Sechs Wochen nach dem Baustopp an der Pariser Kathedrale Notre-Dame gehen am Montag die Arbeiten zur Sicherung der bei einem Brand schwer beschädigten Kirche weiter. Angekündigt ist eine mehrstufige Wiederaufnahme unter strengen Hygiene-Auflagen für die Bauarbeiter. Die Arbeiten waren am 16. März wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus eingestellt worden.

Unter anderem muss ein tonnenschweres Eisengerüst vom Dach von Notre-Dame entfernt werden, das auf dem Gewölbe lastet. Es schmolz bei dem Brand am 15. April 2019 teilweise ein. Große Teile des Daches und der Spitzturm der Kathedrale stürzten durch das Feuer ein. Staatschef Emmanuel Macron hält ungeachtet der Corona-Krise an der Zusage fest, die Kirche bis zum Sommer 2024 wieder aufzubauen.

8:02 Uhr: Britischer Premier Johnson will Regierungsgeschäfte wieder aufnehmen

Der britische Premierminister Boris Johnson will nach der Genesung von einer Covid-19-Erkrankung wieder die Regierungsgeschäfte aufnehmen. Er wird am Montag in sein Büro in der Londoner Downing Street zurückkehren. Johnson war schwer an der vom neuartigen Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt und musste zwischenzeitlich auf der Intensivstation behandelt werden.

Am 12. April wurde der 55-Jährige aus dem Krankenhaus entlassen, in den vergangenen zwei Wochen erholte er sich auf dem Regierungs-Landsitz Chequers nahe London. Als sein Stellvertreter fungierte Außenminister Dominic Raab. Das Vereinigte Königreich ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder Europas. Mehr als 20.000 Menschen starben dort nach jüngsten offiziellen Angaben an den Folgen einer Corona-Infektion.

7:57 Uhr: Flächendeckende Pflicht zum Tragen von Mund-Nase-Schutz im Nahverkehr

Ab Montag ist im Nahverkehr in ganz Deutschland und fast überall auch in Geschäften das Tragen einer einfachen Mund-Nase-Bedeckung vorgeschrieben. Eine medizinische Maske ist nicht nötig – vielmehr reichen einfache Masken, etwa selbstgenähte Exemplare, aus. Auch Schals oder andere Tücher können benutzt werden. Kleine Kinder sind von der Tragepflicht in der Regel ausgenommen.

In einigen Regionen gibt es die Maskenpflicht schon länger. Umfragen zufolge trifft die Maßnahme vorwiegend auf Zustimmung in der Bevölkerung. Ziel ist es, die Ausbreitung des Coronavirus zu hemmen.

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7:54 Uhr: Lockerungen von Corona-Auflagen in mehreren Ländern Europas

Die Schweiz, Tschechien und andere europäische Länder lockern ab Montag ihre Auflagen in der Coronavirus-Krise. In der Schweiz öffnen zu Wochenbeginn unter anderem Bau- und Gartenmärkte sowie Friseurläden wieder. Tschechien lässt Geschäftsreisende aus der EU erneut ins Land. Sie können sich dort aber nur 72 Stunden aufhalten und müssen einen negativen Corona-Test vorweisen.

In Kroatien öffnen zu Wochenbeginn kleinere Geschäfte sowie Museen und Bibliotheken. In Norwegen geht der Unterricht an Grundschulen wieder los. Grund sind sinkende Infektionszahlen in den Ländern. Europa bleibt aber mit mehr als 122.000 Todesfällen der am stärksten von der Pandemie betroffene Kontinent.

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(afp/dpa/dts/red)