Corona-Pandemie im Newsticker 29.3.: Deutschland: 61.182 Personen als infiziert gemeldet – Russland schließt seine Grenzen

Epoch Times27. März 2020 Aktualisiert: 30. März 2020 8:00
Ausgangssperren, Kontaktverbote, Quarantäne – weltweit. Die Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Newsticker.

Die neue Lungenkrankheit Covid-19 verbreitet sich rasant. Zuerst wurde das Virus im chinesischen Wuhan am 1. Dezember aufgefunden. Mit dem 36-seitigen Epoch Times Sonderdruck zum Corona-Padamie können Sie sich gründlich über das Thema informieren.

Sonntag, 29. März

22:00 Uhr: Moskau verschärft Beschränkungen – Russland schließt die Grenzen

Wegen der Corona-Krise wird das öffentliche Leben in Moskau weiter eingeschränkt. Wie der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin, am Sonntag mitteilte, dürfen alle Einwohner ab Montag ihre Wohnungen nur noch zur Arbeit in systemrelevanten Branchen, in medizinischen Notfällen und zum Einkauf in Apotheken und Supermärkten verlassen. Bislang waren davon nur Moskauer über 65 Jahre betroffen.

Ausnahmen gelten auch für das Rausbringen von Müll und Gassigehen mit dem Hund. Überwacht werden soll die Einhaltung der Regeln offenbar durch die zahlreichen Kameras im Stadtgebiet mit Gesichtserkennungssoftware.

Ab Montag riegelt Russland auch alle Grenzen komplett ab. Das Land hatte seine Grenzen vor einer Woche bereits für Ausländer geschlossen und internationale Flüge am Donnerstag eingestellt.

Nach offiziellen Zahlen wurden in Russland bisher 1534 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus diagnostiziert, acht Menschen starben.

21:30 Uhr: Frankreich meldet 292 weitere Todesfälle

In Frankreich sind inzwischen mehr als 2600 mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Innerhalb von 24 Stunden seien 292 weitere Todesopfer verzeichnet worden, teilte der Generaldirektor im Gesundheitsministerium, Jérôme Salomon, am Sonntagabend mit. Insgesamt seien somit 2606 mit dem Virus infizierte Menschen gestorben.

Allerdings sind in der Statistik nur Menschen erfasst, die in Krankenhäusern starben. Todesfälle im eigenen Heim oder in Alters- und Pflegeeinrichtungen werden bisher in Frankreich nicht erfasst. Dies soll erst ab Montag geschehen.

Von den über 40.000 bestätigten Infektionsfällen werden mehr als 19.350 in Krankenhäusern behandelt, mehr als 4630 davon auf Intensivstationen.

Wegen der Corona-Krise gilt in Frankreich seit dem 17. März eine strenge Ausgangssperre, die mittlerweile bis zum 15. April verlängert wurde.

20:00 Uhr: Deutschland 61.182 Personen als infiziert gemeldet – Klinikum Wolfsburg nimmt keine Patienten mehr auf

Laut Abfrage bei den Landesministerien, Städten und Landkreisen waren bis Sonntagabend 61.182 Personen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Das entspricht 74 Infizierten je 100.000 Einwohner. Über 1.100 Menschen liegen in Deutschland wegen Covid-19 auf einer Intensivstation. Mindestens 487 Menschen starben hierzulande im Zusammenhang mit der Infektion. Die Zahl der Genesenen in Deutschland stieg bis Sonntagabend einer Hochrechnung zufolge auf rund 15.600 an.

Klinikum Wolfsburg nimmt keine Patienten mehr auf

Das Klinikum Wolfsburg nimmt ab sofort keine Patienten mehr auf. „Da Mitarbeiter des Klinikums Wolfsburg positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet wurden, werden die Sicherheitsmaßnahmen weiter erhöht. Ab sofort sind keine Besuche mehr erlaubt (auch nicht die bisherigen Ausnahmen), es werden keine neuen Patienten aufgenommen“, teilte die Stadt Wolfsburg am Sonntag mit.

Neue Patienten verteile man auf umliegende Krankenhäuser. „Das gesamte Klinikumspersonal arbeitet ab sofort im Vollschutz. Die Patienten werden so verteilt, dass nur noch ein Patient pro Zimmer liegt“, heißt es in der Mitteilung. Man veranlasse weitere Tests auf Infektionen. Die Stadt Wolfsburg hatte am Sonntagnachmittag 145 Corona-Infizierte und insgesamt 15 verstorbene Corona-Patienten gemeldet.

19:40 Uhr: 756 neue Todesmeldungen – Die Zahlen neu gemeldeter Infektionen sinken langsam, aber stetig

In Italien ist die Zahl der gestorbenen Corona-Infizierten erneut deutlich gestiegen. Aber die Zunahme der Neuinfektionen hat sich weiter verlangsamt.

Wie der Zivilschutz mitteilte, erhöhte sich die Zahl der als Corona-Toten gemeldeten um 756 auf 10.779. Damit liegt Italien an der Spitze der offiziell gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.

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Die Gesamtzahl der erfassten Infizierten stieg um 5217 auf jetzt 97.689. Der Tagesanstieg ist deutlich geringer als am Samstag (5974) und entspricht einer Zunahme um 5,6 Prozent. Vor einer Woche lagen die Zuwachsraten noch im zweistelligen Bereich.

Die Zahl der Geheilten stieg um 646 auf 13.030.

18:30 Uhr: : Ägypten sperrt Krankenhäuser nach Corona-Fällen zur Desinfektion

In Ägypten sind mehrere Krankenhäuser nach Corona-Infektionen geschlossen worden. „Wir desinfizieren derzeit das Krankenhaus zur Sicherheit aller Beteiligten“, sagte ein Mitarbeiter des Al-Salam-Krankenhauses im Westen der Hauptstadt Kairo am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP, nachdem dort ein Patient positiv getestet wurde und sich ein Angestellter infiziert hatte.

Einen Wiedereröffnungstermin für das Krankenhaus gibt es dem Mitarbeiter zufolge noch nicht. Auch das Universitätskrankenhaus in Alexandria und das Al-Schoruk-Krankenhaus in Kairo wurden in den vergangenen Tagen geschlossen, nachdem sich dort positiv auf das neuartige Coronavirus getestete Menschen gemeldet hatten.

Am Samstag kündigte die Regierung zudem an, zehn Orte im ganzen Land, vor allem in Oberägypten, unter Quarantäne zu stellen. „Wir haben mehrere Fälle von Ansteckungen, die von derselben Quelle kommen“, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Chaled Megahed. Bevor sich das Virus weiter verbreite, werde vorsorglich beschlossen, die Dörfer „für 14 Tage unter Quarantäne zu stellen“, sagte Megahed im Fernsehen.

Ägypten hat nach offiziellen Angaben bislang 576 Corona-Infektionsfälle. 36 Menschen starben an der Lungenkrankheit Covid-19. Um die Verbreitung des Virus einzudämmen, verhängte die Regierung am 25. März eine nächtliche Ausgangssperre. Zudem wurden Schulen und Universitäten, Gotteshäuser, Museen und archäologische Stätten bis zum 15. April geschlossen.

17:00 Uhr: Britische Regierung denkt über längere Ausgangssperre nach

Die wegen der Coronavirus-Pandemie verhängte Ausgangssperre in Großbritannien wird nach Angaben der Regierung deutlich länger als drei Wochen andauern. „Ich kann keine genaue Vorhersage treffen. Aber ich denke, jeder muss sich darauf einstellen, dass diese Maßnahme noch geraume Zeit in Kraft bleiben wird“, sagte Michael Gove, Staatssekretär für Kabinettsangelegenheiten, am Sonntag dem Sender BBC. Ein Experte warnte, die Ausgangsbeschränkungen könnten noch bis Juni andauern.

Premierminister Boris Johnson, der selbst am Coronavirus erkrankt ist, hatte vor rund einer Woche erklärt, die Ausgangssperre werde drei Wochen andauern. Großbritannien hatte die Maßnahme zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie deutlich später als die meisten europäischen Länder verhängt. Die Menschen dürfen inzwischen nur noch zum Einkaufen, zum Arbeiten, für Arzttermine und sportliche Aktivitäten außer Haus.

Der Epidemiologe Neil Ferguson vom Imperial College London, der auch die Regierung berät, geht noch von einer monatelangen Sperrung aus. „Meiner Ansicht nach müssen wir diese Maßnahmen für einen bedeutenden Zeitraum beibehalten – wahrscheinlich bis Ende Mai, vielleicht sogar bis Anfang Juni. Mai ist optimistisch“, sagte er der „Sunday Times“.

Gove kritisierte in dem BBC-Interview zudem die chinesische Regierung. Peking habe zu Beginn der Pandemie „das Ausmaß, die Art und die Ansteckungsgefahr“ des Virus nicht deutlich gemacht.

In Großbritannien wurden bis Sonntag 1228 Todesfälle durch das Coronavirus gemeldet. Insgesamt wurden 127.737 Menschen auf das neuartige Virus getestet, bei 19.522 fiel der Test positiv aus.

16:00 Uhr: Unterfranken stellt Flüchtlingseinrichtung unter Quarantäne

Wegen mehrerer Coronavirus-Infektionen ist in Unterfranken eine Einrichtung für Flüchtlinge unter Quarantäne gestellt worden. In einer sogenannten Ankereinrichtung in Geldersheim im Landkreis Schweinfurt sind sieben von insgesamt rund 600 Bewohnern sowie ein externer Beschäftigter mit dem Coronavirus infiziert, wie die Regierung Unterfranken am Sonntag mitteilte. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Schweinfurt wurde demnach die gesamte Einrichtung unter Quarantäne gestellt.

Die infizierten Bewohner würden in einem gesonderten Gebäude untergebracht. Der externe Beschäftigte befinde sich in häuslicher Quarantäne. Für die Einrichtung gilt den Angaben zufolge ein Aufnahmestopp, Bewohner dürfen die Einrichtung nicht verlassen.

14:30 Uhr: Regierung will bis mindestens 20. April an Corona-Schutzmaßnahmen festhalten

Die Spitzen der großen Koalition sind sich darin einig, dass es für eine Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen in Deutschland zu früh ist. Sowohl Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) als auch Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) nannten am Wochenende den 20. April als Termin, bis zu dem geltende Einschränkungen auf jeden Fall beibehalten werden sollten. Scholz warnte dabei ausdrücklich davor, Wirtschaftsinteressen in der Abwägung über Menschenleben zu stellen.

„Noch geben uns die täglichen Zahlen der Neuinfektionen leider keinen Grund, nachzulassen oder die Regeln zu lockern“, warnte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einem Audio-Podcast. Maßstab bleibe die Zuwachsrate der Infizierten. Derzeit verdoppele sich deren Zahl etwa alle fünfeinhalb Tage. Dies sei bereits ein deutlicher Fortschritt, doch „es muss in Richtung von zehn Tagen gehen, damit unser Gesundheitssystem nicht überfordert wird“.

12:45 Uhr: Spanien meldet 838 Corona-Todesfälle an einem Tag

Spanien meldete 838 Todesopfern durch das neuartige Coronavirus binnen 24 Stunden, die Gesamtzahl der Corona-Opfer in dem Land stieg damit auf 6528, wie das Gesundheitsministerium in Madrid am Sonntag mitteilte.

Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg innerhalb eines Tages um 9,1 Prozent auf 78.797 Fälle. Mit Ausnahme von Donnerstag war die Zahl der neu hinzugekommenen Corona-Opfer in Spanien in den vergangenen Tagen stetig gestiegen.

Gleichzeitig stieg die Zahl der bereits wieder genesenen Patienten seit Samstag um 19,7 Prozent auf 14.709, wie das Ministerium weiter mitteilte.

12:00 Uhr: Maas: Bislang mehr als 160.000 deutsche Urlauber zurückgebracht

Nach Angaben von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sind wegen der Coronavirus-Pandemie bislang mehr als 160.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt worden. Er dankte am Samstagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter allen Beteiligten, die daran „unfassbar hart“ gearbeitet hätten. An die noch im Ausland Verbliebenen appellierte Maas: „Bitte haben Sie Geduld, wenn wir Ihnen noch nicht helfen konnten.“

Die Bundesregierung schätzt die Zahl der Rückkehrwilligen, zumeist Urlauber, auf etwa 200.000. „Wir machen weiter“, twitterte Maas. Zunächst hatten alle EU-Länder versucht, angesichts der im Zuge der Pandemie verhängten Reisebeschränkungen ihre Bürger in Eigenregie zurück nach Hause zu holen. Mittlerweile gibt es eine Koordination.

11:30 Uhr: Rund 800 deutsche Passagiere von Kreuzfahrtschiff werden ausgeflogen

Die rund 800 deutschen Passagiere des Kreuzsfahrtschiffes „Artania“ werden mit vier Maschinen aus der Hauptstadt Perth über das thailändische Phuket nach Frankfurt geflogen, sagte eine Sprecherin der deutschen Fluggesellschaft Condor der Nachrichtenagentur AFP. Nach Angaben des deutschen Reiseveranstalters „Phoenix Reisen“ werden die Reisenden am Montagmorgen in Frankfurt landen.

Am Freitag durfte das Schiff im Hafen von Fremantle anlegen. Nach Angaben des australischen Gesundheitsministeriums wurden zwölf Passagiere der „Artania“ positiv auf das Virus getestet. Mindestens neun wurden zur Behandlung in Krankenhäuser in Perth gebracht. Nach Angaben der australischen Behörden befinden sich überwiegend Deutsche an Bord, aber auch einige Franzosen und Schweizer. Auch Letztere sollen nach Angaben des Reiseveranstalters nach Frankfurt geflogen werden, sofern ihre Weiterreise in ihre Heimat gewährleistet ist.

Die Passagiere werden die „Artania“ nach Behördenangaben am Sonntagnachmittag verlassen und direkt zum Flughafen gebracht. Bevor sie an Bord der Flugzeuge dürfen, müssen sie sich einem Gesundheitscheck unterziehen. Passagiere mit möglichen Symptomen würden in Australien behandelt, bevor sie nach Hause geflogen werden, sagte Premierminister Scott Morrison.

Die rund 500 Besatzungsmitglieder bleiben an Bord des Schiffes, das von den australischen Behörden angewiesen wurde, so schnell wie möglich in seinen Heimathafen zurückzukehren.

Auch das Kreuzfahrtschiff „Vasco da Gama“ war in den vergangenen Tagen auf der Suche nach einem Hafen vor der australischen Küste umhergeirrt. 98 neuseeländische Passagiere an Bord wurden am Sonntagmorgen per Charterflug von Perth aus ausgeflogen. Die restlichen rund 800 australischen Passagiere dürfen nach Behördenangaben am Montag von Bord gehen.

In Australien werden fast 500 Infektions- und mindestens fünf Todesfälle mit der Ankunft von Kreuzfahrtpassagieren in Verbindung gebracht. In ganz Australien wurden bislang nach offiziellen Angaben derzeit knapp 4000 Fälle und 16 Tote gemeldet.

11:00 Uhr: Lausannes Nachtwächter läutet die Corona-Warnglocke

Im schweizerischen Lausanne ertönt in diesen Tagen von der Kathedrale wieder eine jahrhundertealte Warnglocke. Sie wird nur dann geläutet, wenn der eher ruhigen Stadt Gefahr droht. Nachtwächter Renato Häusler läutet derzeit jede Nacht die Glocke „La Clémence“, um die Bewohner wegen der Corona-Pandemie zur Solidarität aufzurufen.

Häusler, der den Nachtwächter-Job seit 2002 in Vollzeit macht, steht mit Filzhut und Laterne mittelalterlich anmutend im Glockenturm und läutet die Glocke mit drei Schlägen gefolgt von einer Pause, sechs weiteren Schlägen und einer erneuten Pause. Dann wiederholt er den Rhythmus, das Ganze geht über drei Minuten. Die 3,4 Tonnen Stahl machen dabei einen Höllenlärm in der Stadt und über dem Genfer See.

Lausanne zählt zu den letzten Städten Europas, die noch einen Nachtwächter engagieren, der jede Stunde die Uhr schlägt. Neben Lausanne gelten die deutschen Orte Annaberg, Celle und Nördlingen sowie Ripon in Großbritannien, das polnische Krakau und das schwedische Ystad als letzte Nachtwächter-Städte Europas. In Lausanne wurde der Nachtwächter 1405 erstmals urkundlich erwähnt, nachdem ein Großbrand in der Stadt wütete. „Während der Katastrophe erklang die Glocke, um die Menschen zu ermutigen, sich zusammenzutun und gemeinsam gegen das Feuer zu kämpfen“, schildert Häusler. Jahrhunderte später soll die Glocke nun erneut Mut machen.

10:53 Uhr: Französischer Politiker Devedjian nach Coronavirus-Infektion gestorben

Der französische Regionalpolitiker Patrick Devedjian ist an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Wie Devedjians Pressedienst der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, starb der Präsident des Départmentrats der französischen Region Hauts-de-Seine und frühere Minister in der Nacht zum Sonntag.

Der 75-Jährige war am Mittwoch zur Beobachtung ins Krankenhaus gekommen, nachdem er positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden war. Am Donnerstag schrieb der konservative Politiker im Kurzbotschaftendienst Twitter, er sei „von der Pandemie betroffen“ und könne sich daher persönlich von der „außergewöhnlichen Arbeit der Ärzte und Pflegekräfte“ überzeugen.

Wowereits Lebensgefährte Kubicki gestorben

Der Lebensgefährte des früheren Berliner Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD), Jörn Kubicki, ist tot. Offizielle Angaben zur Todesursache gab es zunächst nicht. Laut einem Bericht der „Bild am Sonntag“ starb Kubicki, der seit Jahren an einer Lungenkrankheit litt, in der vergangenen Woche an Herzversagen nach einer Corona-Infektion.

10:50 Uhr: Italiens Präsident: „Auch ich gehe nicht mehr zum Friseur“

Italiens Präsident Sergio Mattarella hat sich in einer ungewollt komischen Situation die Sympathie seiner Landsleute zugezogen: Als sich der in Italien äußerst respektierte Staatschef am Freitag für eine Ansprache im Fernsehen vorbereitete, hüstelte und räusperte, ertönte die Stimme seines Beraters Giovanni Grasso aus dem Off, der ihn aufforderte, eine rebellische Haarsträhne zu glätten.

Der 78-jährige Präsident kam der Aufforderung zunächst ohne große Überzeugung nach und erklärte dann: „Eh Giovanni, auch ich gehe nicht mehr zum Friseur.“

Mattarellas Auftritt wurde in allen Medien übertragen, ohne dass die fragliche Szene, die nicht zur Sendung bestimmt war, herausgeschnitten wurde. Der Präsidentenpalast entschuldigte sich später für den Fehler, in Onlinenetzwerken sorgte die Szene dagegen für Erheiterung: Der Hashtag #ehGiovanni verbreitete sich rasend schnell.

10:35 Uhr: Kanada schränkt Inlandsreisen für Menschen mit Corona-Symptomen ein

Menschen mit Symptomen einer Coronavirus-Infektion dürfen innerhalb Kanadas nicht mehr mit dem Zug oder Flugzeug reisen. Die neuen Reiseeinschränkungen gelten ab Montag, wie Premierminister Justin Trudeau am Samstag auf einer Pressekonferenz ankündigte. Reisende müssen sich demnach vor dem Einsteigen einem Gesundheitscheck unterziehen.

Die neue Regelung gilt Trudeau zufolge vorerst nicht für Nahverkehrszüge, sondern nur für Verbindungen zwischen den Ortschaften. Auch Busreisen sind ausgenommen, da diese nicht in die Zuständigkeit der Bundesbehörden fallen.

Nach Angaben des kanadischen Verkehrsministeriums müssen Passagiere vor ihrem Reiseantritt Fragen nach ihrer Gesundheit beantworten und werden auf „sichtbare Anzeichen einer Krankheit“ hin untersucht. Nur wer ein ärztliches Attest vorlegen kann, dass seine Symptome nicht mit einer Coronavirus-Infektion zusammenhängen, darf seine Reise antreten. Alle anderen dürfen demnach zwei Wochen lang nicht mit Zug oder Flugzeug reisen.

Trudeaus Ehefrau Sophie Grégoire Trudeau ist inzwischen von ihrer Coronavirus-Infektion genesen. Die Gesundheitsbehörden hätten bestätigt, dass sie nicht mehr krank sei, schrieb Grégoire Trudeau am Samstag im Onlinedienst Facebook. „Ich fühle mich viel besser.“ Die First Lady war Mitte März nach einer Reise nach London positiv auf das Virus getestet worden. In der Folge musste auch ihr Ehemann zwei Wochen lang in Quarantäne.

In Kanada wurden nach offiziellen Angaben bislang mehr als 5100 Infektions- und 55 Todesfälle verzeichnet.

9:37 Uhr: Tagesaktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Sonntag mit 52.547 angegeben – ein Plus von 3965 seit dem Vortag. Die Johns-Hopkins-Universität meldete 57.695 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 389 Todesfälle, die JHU 433 Tote.

Für die einzelnen Bundesländer übermittelte das RKI die folgenden Zahlen (Infizierte / Differenz zum Vortag / Tote):

Baden-Württemberg: 9794 / +13 / 101 (Daten nicht aktualisiert)
Bayern: 12.881 / +1731 / 107
Berlin: 2360 / +199 / 9
Brandenburg: 721 / +76 / 1
Bremen: 275 / +15 / 2
Hamburg: 1846 / +81 / 4
Hessen: 2605 / +1 / 9 (Daten nicht aktualisiert)
Mecklenburg-Vorpommern: 348 / +40 / 1
Niedersachsen: 3450 / +300 / 21
Nordrhein-Westfalen: 11.400 / +793 / 98
Rheinland-Pfalz: 2396 / +184 / 12
Saarland: 560 / +10 / 2 (Daten nicht aktualisiert)
Sachsen: 1617 / +185 / 9
Sachsen-Anhalt: 592 / +134 / 2 (mit Nachtrag vom Samstag)
Schleswig-Holstein: 1005 / +90 / 6
Thüringen: 697 / +113 / 5

Gesamt: 52.547 / +3965 / 389

9:20 Uhr: RKI-Chef: Zustände wie in Italien auch in Deutschland möglich

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, hält es nicht für ausgeschlossen, dass es im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie auch in Deutschland zu Zuständen wie in Spanien oder Italien kommt. „Wir können nicht ausschließen, dass wir hierzulande ebenfalls mehr Patienten als Beatmungsplätze haben“, sagte Wieler der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Ob es so komme, sei Spekulation.

„Wir müssen jedenfalls damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, ganz klar“, fügte der RKI-Chef hinzu.

9:17 Uhr: Einkaufszentren und Parks in Moskau zu – sieben tage Zwangsurlaub in Russland

Seit Samstag sind in Moskau alle Einkaufszentren, Restaurants und größeren Parks für mindestens eine Woche geschlossen. Nach Angaben der Regierung wird von kommendem Montag an die Grenze komplett abgeriegelt. Das gelte an allen Übergängen für Fußgänger, Autos, Eisenbahnen oder wer nach Russland per Schiff oder Boot einreisen möchte. Wie lange das gilt, wurde nicht mitgeteilt. Teile der Grenze sind bereits seit längerem geschlossen, etwa nach China.

In Russland gibt es noch vergleichsweise wenige Corona-Fälle, doch deren Zahl steigt rasant: Am Samstag wurden mehr als 1264 Infizierte offiziell registriert. Sieben Menschen starben demnach, drei allein am Samstag. Gegen die Ausbreitung des Virus desinfizierten Spezialisten in der Hauptstadt viele Gehwege und Straßen. In der Millionenmetropole gibt es die meisten Krankheitsfälle.

Im Kampf gegen die hochansteckende Krankheit werden die Russen von Montag an in einen siebentägigen Zwangsurlaub geschickt. Außerdem gibt es keine Flüge und Zugverbindungen mehr ins Ausland. Am Samstag wurden deshalb rund 600 in der Ukraine gestrandete Russen mit einem Sonderzug nach Moskau gebracht. Die Staatsagentur Ria Nowosti meldete unter Berufung auf Quellen, es werde nun erwogen, auch alle Flüge und Züge vorübergehend zu stoppen.

9:15 Uhr: Nach Zählung von AFP starben bisher 30.000 Menschen weltweit

Die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus hat sich weltweit auf mehr als 30.000 erhöht. Wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP vom Samstag ergab, starben seit dem ersten Auftreten des Virus im Dezember mindestens 30.003 Menschen an der Lungenerkrankung Covid-19, zwei Drittel davon in Europa.

Italien ist mit mehr als 10.000 Todesfällen weiterhin das am stärksten von der Pandemie betroffene Land Europas, gefolgt von Spanien mit knapp 5700 Todesfällen. In der zentralchinesischen Provinz Hubei war das neuartige Coronavirus im Dezember erstmals aufgetreten. Weltweit stieg die Zahl der offiziell bestätigten Infektionsfälle auf mehr als 640.700.

8:00 Uhr: Europaweit sind nach offiziellen Zahlen inzwischen mehr als 20.000 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben

Weltweit wurden inzwischen mehr als 30.000 Corona-Todesfälle gemeldet, mehr als 640.000 Menschen infizierten sich. Italien ist mit mehr als 10.000 Todesfällen stark betroffen, binnen 24 Stunden starben dort 889 Menschen an der vom neuartigen Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit COVID-19.

In Spanien wurden bis Samstag mehr als 5800 Todesfälle verzeichnet, auch dort erhöhte sich die Zahl der Opfer innerhalb eines Tages um mehr als 800. Im Kampf gegen die Pandemie ordnete die Regierung in Madrid die vorübergehende Schließung aller „nicht lebenswichtigen“ Unternehmen an. Alle Angestellten dieser Firmen sollten in den kommenden zwei Wochen zu Hause bleiben, teilte Regierungschef Pedro Sánchez am Samstagabend mit. Eine ähnliche Regelung gilt auch in Italien.

Auch in Deutschland geht der Anstieg der Corona-Fallzahlen weiter: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Samstag stieg die Zahl der Infizierten um 6294 auf 48.582. Die Zahl der Toten erhöhte sich auf 325. Die Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete für Deutschland knapp 57.700 Infizierte und 433 Todesfälle.

Die USA melden mehr als 124.000 Fälle, 2100 Menschen starben. Unter ihnen ist auch ein Säugling aus Chicago. Der Gouverneur des Bundesstaats Illinois, J.B. Pritzker, äußerte sich am Samstag erschüttert über den Tod des Babys, das nach Angaben der Gesundheitsbehörden noch kein Jahr alt war. Es ist äußerst selten, dass die Krankheit bei jungen Menschen einen schweren Verlauf nimmt. Als Hauptrisikogruppe gelten Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen.

New York ist mit mehr als 53.000 Infektionsfällen der am stärksten von der Pandemie betroffene US-Bundesstaat. In der Millionenmetropole New York City starben 672 Menschen an Covid-19. Im Kampf gegen die Pandemie hatte Trump am Freitag das größte Rettungspaket der US-Geschichte und unterzeichnet und ein Kriegswirtschaftsgesetz aktiviert, um den Autobauer General Motors zur Produktion von Beatmungsgeräten zu zwingen.

In Frankreich, das mit 2300 Toten die fünfthöchste Todesrate aufweist, war am Freitag die Ausgangssperre um weitere zwei Wochen bis 15. April verlängert worden. Aus Italien und Frankreich wurden am Samstag die ersten schwerkranken Corona-Patienten nach Deutschland ausgeflogen. Zwei Franzosen wurden aus dem nordostfranzösischen Metz nach Essen, sechs Italiener von Bergamo nach Köln geflogen. Auch die Berliner Charité nimmt nach Angaben der Berliner Senatskanzlei Patienten aus Italien und Frankreich auf.

Wegen der Pandemie leben noch immer mehr als drei Milliarden Menschen rund um den Globus in häuslicher Isolation.

7:15 Uhr: Entwicklungsminister will Corona-Krise in Syrien bekämpfen

Entwicklungsminister Gerd Müller hat eine Initiative zum Schutz von Flüchtlingsregionen vor der Corona-Pandemie angekündigt. „Es darf in der Corona-Krise nicht zu einer Benachteiligung der Armen gegenüber den Reichen kommen“, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Wir erarbeiten ein umfassendes Programm für die notwendigen Sofortmaßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie und der wirtschaftlichen Folgen in Entwicklungsländern, insbesondere in Flüchtlingsregionen wie dem Krisenbogen um Syrien.“

Das Entwicklungsministerium werde dazu auch seinen Etat umschichten. „Die Corona-Krise trifft jetzt mit aller Härte die ärmsten Menschen in den Flüchtlings- und Krisenregionen“, betonte Müller. Rund um Syrien seien sieben Millionen Flüchtlinge ohne Schutz. Nach der gezielten Bombardierung von Krankenhäusern sei das syrische Gesundheitssystem kaum handlungsfähig.

Aus der umkämpften Stadt Idlib im Norden des Landes strömten Hundertausende in Richtung Türkei. „Und dem Libanon, wo etwa jeder fünfte Einwohner ein syrischer Flüchtling ist, droht ohnehin schon der Staatsbankrott“, so der Minister. „Ohne Zugang zu Wasser und medizinischer Versorgung wird der Corona-Virus dort katastrophale Konsequenzen haben.“

Die Unterstützung der Flüchtlinge und ihrer Aufnahmestaaten in der Region müsse daher ausgebaut werden. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit in der Krisenregion um Syrien richtet sich bisher schon auf den Gesundheitsschutz aus. Nach Angaben des Ministeriums werden in Syrien etwa die Gehälter für das Gesundheitspersonal finanziert, was die medizinische Betreuung von mehr als 350.000 Personen sichere. Für 700.000 Menschen sei Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglicht worden – und für 645.000 Menschen zur Abwasserversorgung.

7:10 Uhr: Keine Quarantäne der Bundesstaaten New York, New Jersey und Connecticut

Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump sind Überlegungen für eine Quarantäne der Bundesstaaten New York, New Jersey und Connecticut vorerst vom Tisch. „Eine Quarantäne wird nicht notwendig sein“, schrieb Trump auf Twitter.

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo erklärte zu einer Quarantäne: „Ich weiß nicht, wie das rechtlich durchsetzbar sein sollte. Und ich weiß nicht, was man damit aus medizinischer Sicht erreichen würde.“

Auf Empfehlung der Coronavirus-Arbeitsgruppe und nach Beratungen mit den Gouverneuren der drei betroffenen Bundesstaaten habe er die Gesundheitsbehörde CDC aufgefordert, „starke Reisehinweise“ zu veröffentlichten.

Darin werden Einwohner von New York, New Jersey und Connecticut nun dazu angehalten, in den kommenden 14 Tagen auf nicht notwendige inländische Reisen zu verzichten. Dies gelte nicht für Arbeitnehmer beispielsweise im Gesundheitswesen, Finanzdienstleistungsunternehmen oder in der Lebensmittelindustrie. Eine generelle Reisewarnung oder -beschränkungen für inländische Reisen sprach die Behörde nicht aus. Allerdings wurden Reisende aufgerufen, Vorkehrungen zu treffen, um zu verhindern, sich anzustecken oder zur weiteren Ausbreitung des Virus beizutragen.

Samstag, 28. März

21:54 Uhr: Zahl der Corona-Toten in Frankreich auf mehr als 2300 gestiegen

In Frankreich sind inzwischen mehr als 2300 mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Innerhalb von 24 Stunden seien 319 weitere Todesopfer verzeichnet worden, teilte die Regierung am Samstagabend mit. Insgesamt seien somit 2314 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

Premierminister Edouard Philippe warnte, dass der Kampf gegen das Virus gerade erst begonnen habe. Die ersten beiden Aprilwochen würden härter als die beiden letzten Märzwochen, sagte er. In Frankreich gilt noch bis mindestens 15. April eine Ausgangssperre.

Gesundheitsminister Olivier Véran sagte bei der Pressekonferenz mit Philippe, die Regierung habe mehr als eine Milliarde Atemschutzmasken bestellt, die meisten davon in China. Frankreich selbst könne lediglich acht Millionen Masken pro Woche herstellen.

20:58 Uhr: Trump erwägt Quarantäne für gesamten US-Bundesstaat New York

US-Präsident Donald Trump erwägt offenbar eine Quarantäne für den gesamten Bundesstaat New York. „Wir möchten, dass New York unter Quarantäne gestellt wird, weil es ein Hotspot ist – New York, New Jersey, vielleicht ein oder zwei andere Orte und gewisse Teile von Connecticut“, sagte Trump am Samstag in Washington.

Wegen der Coronavirus-Pandemie wurde die für den 28. April angesetzte Vorwahl für die Präsidentschaftswahl in New York verschoben.

19:49 Uhr: Corona-Pandemie: Spanien schließt „nicht lebenswichtige“ Unternehmen

Die spanische Regierung hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie die vorübergehende Schließung aller „nicht lebenswichtigen“ Unternehmen angeordnet. Alle Angestellten dieser Firmen sollten in den kommenden zwei Wochen zuhause bleiben, teilte Regierungschef Pedro Sánchez am Samstagabend in Madrid mit. Eine ähnliche Regelung gilt auch in Italien. Die beiden Länder sind die weltweit am schlimmsten von der Pandemie betroffenen Länder.

Am Samstag hatte die Zahl der Toten durch die Corona-Pandemie in Spanien einen traurigen Rekordwert erreicht. Binnen 24 Stunden starben 832 Menschen – so viele wie nie zuvor an einem Tag, wie die Regierung mitteilte. Damit starben in Spanien bislang insgesamt 5690 Menschen an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Die Zahl der Infizierten stieg auf mehr als 72.000.

19:26 Uhr: Zahl der Toten in der Türkei steigt auf über 100

Die Zahl der Toten durch das Coronavirus in der Türkei ist auf über 100 gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 16 weitere Menschen gestorben, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesfälle auf 108. 1704 Neuinfektionen wurden registriert. Insgesamt haben sich in der Türkei bislang 7402 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert.

Wie in zahlreichen anderen Ländern wurden auch in der Türkei drastische Maßnahmen verhängt, um die Pandemie einzudämmen. Schulen und Universitäten wurden geschlossen und Versammlungen zum Gebet verboten.

Die Zahl der Toten durch das Coronavirus in der Türkei ist auf über 100 gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 16 weitere Menschen gestorben, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesfälle auf 108. 1704 Neuinfektionen wurden registriert. Insgesamt haben sich in der Türkei bislang 7402 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert.

Wie in zahlreichen anderen Ländern wurden auch in der Türkei drastische Maßnahmen verhängt, um die Pandemie einzudämmen. Schulen und Universitäten wurden geschlossen und Versammlungen zum Gebet verboten.

18:41 Uhr: Mehr als 10.000 Tote durch Coronavirus in Italien

In Italien sind inzwischen mehr als 10.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Wie der Zivilschutz am Samstagabend in Rom mitteilte, starben binnen 24 Stunden 889 weitere Menschen. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesfälle auf 10.023 Menschen. Italien hat in der Coronavirus-Pandemie die weltweit meisten Toten zu verzeichnen.

Die Zahl der Infektionen stieg um 5974 Fälle auf insgesamt 92.472. Gleichzeitig verlangsamte sich der Anstieg bei den Neuinfektionen weiter: Der Anstieg um 6,9 Prozent am Samstag war der schwächste seit dem Beginn der Pandemie in Italien vor mehr als einem Monat. In den Tagen zuvor lag die Infektionsrate bei 7,4 beziehungsweise 8,3 Prozent.

17:38 Uhr: Russland schließt seine Grenzen wegen Coronavirus vollständig

Im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus schließt Russland seine Grenzen vollständig. Ab Mitternacht in der Nacht zum Montag werde der Verkehr an allen Grenzübergängen auf Straßen, Bahnverbindungen, Häfen und Fußgängerübergängen „vorübergehend beschränkt“, hieß es in einem am Samstag veröffentlichten Dekret. Ausgenommen sind nur russische Diplomaten und Lastwagenfahrer.

Mit der Grenzschließung solle verhindert werden, dass „neue Infektionsfälle ins Land kommen“. Betroffen ist demnach auch die Grenze zu Weißrussland, an der es normalerweise keinerlei Kontrollen gibt.

Russland hatte seine Grenzen vor einer Woche bereits für Ausländer geschlossen und internationale Flüge am Donnerstag eingestellt.

Nach offiziellen Zahlen wurden in Russland bisher 1264 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus diagnostiziert, vier Menschen starben.

16:00 Uhr: Zahl der Corona-Toten in Grobritannien steigt auf mehr als 1000

In Großbritannien ist die Zahl der Toten in der Corona-Pandemie auf mehr als 1000 gestiegen. Das teilte die Regierung am Samstag mit Verweis auf den Stand am Freitagabend mit. Am Vortag lag die Zahl der Toten durch die durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 noch bei 759. Europaweit starben laut offiziellen Zahlen vom Samstag inzwischen mehr als 20.000 Menschen an den Folgen des Coronavirus.

In Großbritannien war die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den vergangenen Tagen stark gestiegen, auf mehr als 17.000. Am Freitag war bekannt geworden, dass auch Premierminister Boris Johnson und Gesundheitsminister Matt Hancock mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind. Beide haben nach eigenen Angaben nur leichte Symptome. Auch der britische Thronfolger Prinz Charles wurde positiv auf das Coronavirus getestet.

Johnson war zuvor wegen seines lange zögerlichen Umgangs mit der Krise heftig kritisiert worden. Erst am Montagabend war in Großbritannien eine dreiwöchige Ausgangssperre in Kraft getreten – viel später als in den meisten Ländern in Kontinentaleuropa. Großbritanniens staatlicher Gesundheitsdienst NHS beklagte zuletzt eine zunehmende Überlastung der Londoner Krankenhäuser wegen der Pandemie.

14:00 Uhr: 57-Jähriger in MV als erster Corona-Todesfall gemeldet

Nachdem es bereits Covid-19-Todesfälle in allen anderen Bundesländern gab, hat am Samstag auch Mecklenburg-Vorpommern einen ersten Sterbefall gemeldet, der auf das Coronavirus zurückzuführen ist. Gleichzeitig stieg damit die Zahl der Corona-Toten bundesweit auf 400. Laut eines Berichts des „Norddeutschen Rundfunks“ hatte der 57-jährige Mann aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim eine Woche lang Symptome und war erst seit Freitag auf der Intensivstation. Er hatte sich Anfang März im Skiurlaub in Österreich aufgehalten.

Laut des Berichts wies der Patient chronische Vorerkrankungen auf. Laut Abfrage bei den Landesministerien, Städten und Landkreisen waren bis Samstagnachmittag 54.013 Personen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Das entspricht 65 Infizierten je 100.000 Einwohner.

13:34 Uhr: Spanien meldet 832 neue Corona-Tote

Zwei Wochen nach dem Beginn des strengen Ausgehverbots wegen des Coronavirus hat Spanien die bislang höchste Zahl neuer Todesopfer verzeichnet. Innerhalb von 24 Stunden wurden 832 Tote registriert. Die Gesamtzahl kletterte damit bis Samstagmittag auf knapp 5700, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Trotz dieser verheerenden Bilanz herrscht bei den Behörden vorsichtiger Optimismus: Die Zahl der Infizierten stieg zwar ebenfalls weiter und belief sich am Samstag auf rund 72.000, etwa 8000 mehr als am Vortag. Der Anstieg nimmt prozentual gesehen aber seit Tagen ab und lag am Samstag nur noch bei elf Prozent.

Mehr als 12.000 Menschen sind landesweit bereits wieder gesund. Etwa 40.000 Patienten mit Covid-19 müssen aber im Krankenhaus behandelt werden. Die Kliniken sind vielerorts völlig überlastet. Die am heftigsten betroffene Region bleibt Madrid, wo fast die Hälfte aller Todesfälle verzeichnet wurde, gefolgt von Katalonien. (dpa)

12:49 Uhr: Deutscher Tourist in Nordzypern stirbt am Coronavirus

Im türkischen Teil Zyperns ist ein Deutscher am Coronavirus gestorben. Der 67-jährige Tourist sei im Krankenhaus von Nikosia gestorben, teilte das türkisch-zyprische Gesundheitsministerium am Samstag mit. Nach Angaben des Ministeriums hatte der Mann Vorerkrankungen. Er litt demnach an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung und Bluthochdruck.

Im türkischen Norden der Insel gibt es bislang nach offiziellen Angaben 61 Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus. Der Tod des Deutschen ist der erste im türkischen Teil Zyperns, im griechischen Teil gibt es bisher fünf Todesfälle.

12:30 Uhr: Todesfälle steigen in Iran auf über 2500

Im Iran ist die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus auf mehr als 2500 gestiegen. 139 weitere Menschen seien seit Freitag an den Folgen ihrer Coronavirus-Infektion gestorben, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Samstag in Teheran.

Innerhalb von 24 Stunden seien zudem 3076 neue Infektionsfälle registriert worden, sagte der Sprecher Kianusch Dschahanpur. Die Gesamtzahl der Infektionen liege damit bei 35.408. In Deutschland sind bislang über 48.000 Menschen infiziert.

12:26 Uhr: Tausende Inder nach Kontakt mit Corona-infiziertem Guru zusätzlich isoliert

In Indien befürchten die Behörden, dass ein an den Folgen seiner Coronavirus-Infektion gestorbener Guru tausende Menschen angesteckt haben könnte. Zusätzlich zur landesweit geltenden Ausgangssperre seien im nordindischen Bundesstaat Punjab weitere Quarantäne-Maßnahmen über mehr als ein Dutzend Dörfer verhängt worden, in denen der Guru gepredigt hatte, sagte ein Regierungsvertreter des Verwaltungsbezirks Banga am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

Das erste der insgesamt 15 Dörfer sei bereits am 18. März abgeriegelt worden, sagte der Regierungsvertreter Gaurav Jain. „Wir glauben, dass sich in den Orten 15.000 bis 20.000 Menschen befinden.“

Wegen der Coronavirus-Pandemie gilt in ganz Indien eine 21-tägige Ausgangssperre. Die Bewohner der abgeriegelten Dörfer in Punjab sind laut Jain aber noch strengeren Auflagen unterworfen. Demnach dürfen sie ihre Häuser auch nicht zum Einkaufen von Lebensmitteln verlassen; die Behörden hätten Lieferungen für die betroffenen Haushalte organisiert.

19 Menschen, die in Kontakt mit dem Guru Baldev Singh gewesen seien, seien bereits positiv auf das Coronavirus getestet worden, sagte Polizeisprecher Vinay Bublani. Das Ergebnis von 200 weiteren Tests stehe noch aus.

Singh hatte sich nach einer Reise nach Italien und Deutschland der verpflichtenden häuslichen Isolation entzogen und seine Predigten-Tournee im Punjab fortgesetzt. Während seiner Reise durch die Dörfer sei er krank geworden und schließlich an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, erklärten die Behörden. Auch bei zwei seiner Mitarbeiter eine Coronavirus-Infektion nachgewiesen worden.

Indien hat bislang 873 Infektionsfälle mit dem Coronavirus gemeldet, 19 Menschen starben nach offiziellen Angaben. Experten gehen allerdings von einer sehr hohen Dunkelziffer wegen begrenzter Testkapazitäten aus.

11:20 Uhr: RKI gibt neue Fallzahlen zu COVID-19 bekannt

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Samstag mit 48.582 angegeben – ein Plus von 6.294 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 53.340 Infizierte.

Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 325 Todesfälle, die JHU 395 Tote.

Für die einzelnen Bundesländer übermittelte das RKI die folgenden Zahlen (Infizierte / Differenz zum Vortag / Tote):

Baden-Württemberg: 9781 / +1620 / 101

Bayern: 11.150 / +1669 / 77

Berlin: 2161 / +206 / 8

Brandenburg: 645 / +108 / 1

Bremen: 260 / +19 / 2

Hamburg: 1765 / +72 / 2

Hessen: 2604 / +281 / 9

Mecklenburg-Vorpommern: 308 / +49 / 0

Niedersachsen: 3150 / +340 / 12

Nordrhein-Westfalen: 10.607 / +1372 / 80

Rheinland-Pfalz: 2212 / +241 / 11

Saarland: 550 / +45 / 2

Sachsen: 1432 / +127 / 9

Sachsen-Anhalt: 458 / +0 / 2 (Daten nicht aktualisiert)

Schleswig-Holstein: 915 / +103 / 4

Thüringen: 584 / +42 / 5

Gesamt: 48.582 / +6294 / 325

10:37 Uhr: EU warnt vor Lockerung der Maßnahmen

Der EU-Kommissar für Krisenmanagement, Janez Lenarèiè, warnt davor, aus wirtschaftlichen Erwägungen die Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus zu lockern. Der „Süddeutschen Zeitung“ sagte Lenarèiè, dass Gesundheit und Menschenleben „unsere wichtigste Priorität sein“ sollten. „Die wirtschaftlichen Folgen sollten wir nicht dadurch mildern, dass wir bei den Schutzmaßnahmen laxer werden, sondern durch wirtschaftliche Gegenmaßnahmen – und wirtschaftliche und finanzielle Solidarität zwischen den Staaten“, sagte der Slowene.

Lenarèiè klagte, dass in den ersten Wochen der Pandemie „ein greifbarer Mangel an Solidarität zwischen den Staaten“ geherrscht habe. Das habe sich etwa an Exportbeschränkungen für Medizinprodukte gezeigt. Jetzt gebe es aber mehr Hilfe untereinander, sagte der Kommissar der SZ: „Inzwischen sollte jedem klar sein, dass man diese Herausforderung nicht national bewältigen kann. Wenn wir vereint handeln, werden wir aus dieser Krise gestärkt hervorgehen. Wenn wir das nicht tun, werden wir den Kampf gegen das Virus nicht gewinnen.“ Lenarèiè lobte in dem Gespräch medizinische Hilfsangebote anderer EU-Staaten für das besonders von der Pandemie betroffene Italien: „Das ist europäische Solidarität, und es sollte mehr davon geben.“

10:05 Uhr: Scheuer will „Brummi-Fahrern“ helfen

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat zugesagt, die Situation von Lkw-Fahrern in der Corona-Krise zu verbessern. „Ich akzeptiere nicht, dass die Brummi-Fahrer schlecht behandelt werden. Sie müssen immer die Möglichkeit haben, sich die Hände zu waschen“, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Daher habe er gemeinsam mit der Logistikwirtschaft eine Initiative gestartet. „Wir wollen Wasch- und WC-Container da aufstellen, wo sie besonders benötigt werden, aber zurzeit keine Waschgelegenheiten vorhanden sind.“ Scheuer appellierte an die Lkw-Fahrer, die bereits mit Streik drohen: „Haltet durch! Wir kümmern uns um Euch und sagen Danke für Euren tollen Einsatz!“ An der Initiative beteiligt seien der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) und die Logistics Alliance Germany (LAG), ein Partnerschaftsprojekt des Verkehrsministeriums und der Logistikwirtschaft. Mehrere Speditionen hätten schon Spenden zugesagt. Lkw-Fahrer seien „echte Helden des Alltags“, sagte Scheuer. „Sie halten den Waren- und Güterverkehr am Laufen, sorgen für eine stabile Versorgung. Dafür müssen sie selbst ebenfalls gut versorgt werden, mit Essen, Toiletten und Duschen an Autobahnen und in Logistikzentren.“

8:44 Uhr: Datenschutzbeauftragter kritisiert RKI-Meldungen per Fax

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber (SPD) hat die Infrastruktur der deutschen Behörden zur Corona-Bekämpfung als rückständig kritisiert. „Das System, in dem Bund und Länder zusammenarbeiten, ist sicher nicht auf der Höhe der Zeit“, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). „Deutschland hat Schwierigkeiten im digitalen Bereich.“

Das betreffe Datensammlungen und die Kommunikation untereinander. „Das funktioniert alles nicht gut genug“, sagte der Datenschützer. Darauf angesprochen, dass Gesundheitsämter ihre Corona-Daten teilweise noch per Fax an das Robert-Koch-Institut übermittelten, sagte er: „Als Staatsbürger wundere ich mich schon, wie weit zurück Teile der öffentlichen Verwaltung in ihren Möglichkeiten noch sind. Das muss sich schnell ändern.“ Er könne sich gut weitere digitale Hilfestellungen bei der Pandemiebekämpfung vorstellen, so Kelber. „Dem steht der Datenschutz nicht entgegen.“

8:18 Uhr: Zeitungsverleger fordern staatliche Unterstützung

Der Bundesverband der Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) hat angesichts der Corona-Krise staatliche Unterstützung für die Zeitungsverlage gefordert. In der Pandemie zeige sich, „dass nicht nur die Bereiche Gesundheit und Ernährung systemrelevant sind, sondern auch die Versorgung mit verlässlichen Informationen“, sagte Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff der „Saarbrücker Zeitung“ vom Samstag.

„Die etablierten Medien sind in solchen Zeiten der Kitt für die Gesellschaft“, sagte Wolff. Der BDZV-Chef verwies auf einen Anstieg um bis zu 150 Prozent bei den Zugriffszahlen auf die digitalen Angebote der Verleger. Der Markt bei den Printausgaben sei stabil.

Allerdings gebe es massive Einbrüche im Werbegeschäft, sagte Wolff der Zeitung. Er verwies auf die besonders von der Corona-Krise betroffenen Branchen im Veranstaltungsbereich und der Gastronomie. Auch Anzeigen aus dem stationären Einzelhandel seien zurückgegangen. „Essenziell ist aus unserer Sicht eine staatliche Förderung der Zeitungszustellung“, sagte Wolff. So bliebe die Unabhängigkeit der Redaktionen gewahrt, betonte er weiter.

7:58 Uhr: Bundeswehr verdoppelt Behandlungskapazitäten

Die Bundeswehr stockt in ihren fünf Bundeswehrkrankenhäusern die Kapazitäten deutlich auf. „Dort verdoppeln wir gerade die Intensivbehandlungskapazitäten“, sagte der Generalinspekteur der Bundeswehr, Manfred Zorn, dem „Mannheimer Morgen“ (Samstagausgabe). Zudem würden im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus auch Reservisten mit medizinischer Ausbildung aufgerufen, sich freiwillig zu melden.

„Wir haben bereits 5.000 Antworten“, so Zorn. Der Generalinspekteur kann sich vorstellen, dass Soldaten in der Corona-Krise auch zivile Aufgaben übernehmen. „Im Wege der Amtshilfe kann die Bundeswehr dort helfen, wo zivile Leistungen ausgeschöpft sind. Beispielsweise kann eine Kaserne als geschützter logistischer Umschlagplatz für medizinisches Material dienen oder es können Transporte übernommen werden.“

6:56 Uhr: US-Pharmakonzern entwickelt tragbaren Corona-Schnelltest

Ein US-Pharmakonzern hat einen tragbaren Corona-Schnelltest entwickelt. Das Gerät von der Größe eines Toasters liefere bereits nach fünf Minuten ein Ergebnis, teilte das Unternehmen Abbott Laboratories am Freitag mit. Aufgrund einer Ausnahmegenehmigung der US-Arzneimittelzulassungsbehörde FDA könne der Test in der kommenden Woche an ausgewählte Labore und Gesundheitsversorger ausgeliefert werden.

Dank der geringen Abmessungen könne der Schnelltest außerhalb von Krankenhäusern in besonders betroffen Gebieten eingesetzt werden, sagte Abbott-Chef Robert Ford. In den USA haben sich inzwischen mehr als 100.000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Die Vereinigten Staaten sind damit das Land mit den weltweit meisten Infektionsfällen. Fast 1700 Menschen starben in den USA an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.

6:52 Uhr: Tom Hanks nach Quarantäne zurück in den USA

Nach zweiwöchiger Covid-19-Quarantäne in Australien ist das Schauspieler-Ehepaar Tom Hanks und Rita Wilson zurück in den USA. Das Portal TMZ und die „New York Post“ berichteten, die Beiden seien per Privatjet in Los Angeles angekommen – und könnten nicht glücklicher aussehen.

Laut „New York Post“ kniete der 63-jährige Oscar-Preisträger („Philadelphia“) auf der Landebahn des Flughafens nieder und tanzte anschließend.

Vor gut zwei Wochen hatten Hanks und Wilson als erstes Promi-Paar ihre Ansteckung mit dem neuartigen Virus bekanntgegeben. Zunächst aus einem Krankenhaus in Australien und später aus der Selbstisolierung in ihrem Haus meldete sich das Paar mehrmals mit Updates über seinen Zustand. Zuletzt hatten sie mitgeteilt, auf dem Weg der Besserung zu sein. Hanks war in Australien, weil er dort mit Regisseur Baz Luhrmann einen neuen Film drehen wollte. Die Dreharbeiten wurden wegen der Coronavirus-Krise vorläufig eingestellt

6:40 Uhr: Müller fordert Schuldenerlass für Entwicklungsländer

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat die führenden Industriestaaten angesichts der Corona-Pandemie zu einem Schuldenerlass für Entwicklungsländer aufgerufen. „Alle großen Geber, insbesondere der G20, sollten den Aufruf der Weltbank und des IWF unterstützen und auf die Schuldenrückzahlung der ärmsten Länder verzichten“, sagte Müller dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstagsausgaben). Der CSU-Politiker lobte die jüngsten Beschluss der G20-Staaten, zusammen fünf Billionen Dollar (gut 4,5 Billionen Euro) in die Weltwirtschaft zu investieren.

Der Minister warnte vor besonders gravierenden Auswirkungen der Pandemie in Entwicklungsländern. „Neben den humanitären Folgen wird die Corona-Krise auch dramatische wirtschaftliche Auswirkungen haben“, sagte er. So könnten viele globale Lieferketten kaum noch aufrechterhalten werden. Nötig sei daher ein umfassendes Stabilisierungspaket, um die ärmsten Staaten schnell und wirksam zu unterstützen.

Es sei jetzt an den G7 und den G20, ein entsprechendes Finanzpaket voranzubringen. „Auch Deutschland wird seine entwicklungspolitischen Maßnahmen in diesen Bereichen gezielt verstärken“, kündigte der CSU-Politiker an.

Freitag, 27. März

21:56 Uhr: Trump unterzeichnet Billionen-Notprogramm gegen Coronavirus-Krise

US-Präsident Donald Trump hat das Billionen-Rettungspaket zur Eindämmung der wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie unterzeichnet. Der Präsident setzte mit seiner Unterschrift am Freitag im Weißen Haus das größte Rettungspaket in der Geschichte des Landes in Kraft. Es sieht Hilfsmaßnahmen für Bürger und Wirtschaft im Umfang von rund zwei Billionen Dollar (1,82 Billionen Euro) vor.

Trump dankte seinen Republikanern und den oppositionellen Demokraten dafür, sich zusammengeschlossen und „Amerika an erste Stelle“ gesetzt zu haben. Der „unsichtbare Feind“ – das Coronavirus – habe die USA hart getroffen. Die USA sind inzwischen mit fast 100.000 Fällen das Land mit den meisten bestätigten Coronavirus-Infektionen weltweit. Mehr als 1475 Menschen kamen bereits ums Leben.

Das Hilfspaket sieht massive Finanzhilfen für Beschäftigte, Arbeitslose, Unternehmen und Krankenhäuser vor. So sollen alle US-Bürger mit einem Jahresgehalt unter 75.000 einen Scheck über 1200 Dollar erhalten. Zahlungen und Bezugsdauer der Arbeitslosenversicherung werden ausgeweitet.

Für in Not geratene Konzerne wird ein 500 Milliarden schwerer Rettungsfonds aufgelegt, mehr als 350 Milliarden Dollar sollen für kleine und mittlere Unternehmen bereitgestellt werden. Milliardenhilfen sind auch für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen vorgesehen.

Republikaner und Demokraten hatten das Nothilfepaket am Mittwoch nach tagelangem Streit im Senat einstimmig gebilligt. Am Freitag stimmte dann das Repräsentantenhaus für das Gesetz.

Dabei sorgte der konservative Abgeordnete Thomas Massie für Empörung, weil er eine namentliche Abstimmung mit Quorum durchsetzen wollte anstelle eines vereinfachten Verfahrens. Zahlreiche Abgeordnete mussten deswegen extra nach Washington reisen, was insbesondere wegen des Ansteckungsrisikos Wut auslöste.

Trump kritisierte Massies Vorgehen im Kurzbotschaftendienst Twitter als „gefährlich und kostspielig“ und forderte einen Parteiausschluss. Der frühere Außenminister John Kerry, ein Demokrat, twitterte sogar, Massie sei „positiv getestet worden, ein Arschloch zu sein“. Der Abgeordnete müsse in „Quarantäne“ genommen werden, um eine „Ausbreitung seiner massiven Dummheit“ zu verhindern. Letztlich wurde das Gesetz im Repräsentantenhaus im vereinfachten Verfahren beschlossen.

21:53 Uhr: Tirol droht wegen Corona-Krise Sammelklage hunderter Skifahrer

Rund 400 Skifahrer könnten sich einer Sammelklage gegen die Tiroler Behörden wegen einer zu späten Reaktion auf den Beginn der Coronavirus-Epidemie anschließen. Der österreichische Verbraucherschutzverein (VSV) teilte am Freitag mit, bereits zwei Tage nach einem entsprechenden Aufruf hätten sich rund 400 Menschen gemeldet, mehr als 350 davon Deutsche. Die meisten hätten in Ischgl und im Paznauntal Urlaub gemacht.

Der Verband hatte zuvor Anzeige gegen den Tiroler Landeshauptmann Günther Platter, Bürgermeister, Seilbahngesellschaften und weitere Behördenvertreter erstattet. Zugleich startete er einen europaweiten Aufruf an mögliche Betroffene, die davon ausgehen, dass sie sich beim Ski-Urlaub in Tirol mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben.

Den Behörden in Tirol wird vorgeworfen, zu spät auf erste Anzeichen eines Ausbruchs in dem beliebten Wintersportort Ischgl reagiert und damit der Ausbreitung in Europa und darüber hinaus Vorschub geleistet zu haben. Der VSV erklärte, er wolle über seine Website Zeugenaussagen sammeln. Diese sollten belegen, „dass die Schließung des Skiresorts aus kommerziellen Gründen hinausgezögert wurde“.

Nach Informationen des ZDF war in einem Gastronomiebetrieb in Ischgl bereits Ende Februar ein Coronavirus-Infektionsfall bekannt geworden. Der Lokalbetreiber meldete demnach aber weder den positiven Fall noch dessen Kontaktpersonen an die Gesundheitsbehörden.

Das Lokal blieb stattdessen noch zwei Wochen geöffnet und wird inzwischen mit hunderten Corona-Fällen vor allem in Deutschland und Österreich, Dänemark und Norwegen in Verbindung gebracht. Andere Nachtschwärmer, die sich dort im Skiurlaub infizierten, kamen aus Kanada, Großbritannien, Island und Schweden.

21:53 Uhr: Belgien verlängert Ausgangssperre bis nach Ostern

Die wegen der Corona-Pandemie verhängte Ausgangssperre in Belgien gilt noch mindestens bis nach den Osterferien. „Die Maßnahmen werden um zwei Wochen bis zum 18. April verlängert“, sagte Regierungschefin Sophie Wilmès am Freitag in Brüssel. Die Einschränkung des öffentlichen Lebens sei derzeit die einzige Möglichkeit, die Verbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Zudem sollen die Regeln strenger durchgesetzt und Verstöße stärker geahndet werden.

21:34 Uhr: US-Börsen verlieren rund vier Prozent – Wochenplus trotzdem stark

Die wichtigsten US-Börsen haben am Freitag rund vier Prozent nachgelassen. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 21.636,78 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 4,06 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 2.530 Punkten im Minus gewesen (-3,64 Prozent), die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 7.585 Punkten (-3,94 Prozent).

Nachdem der Dow letzte Woche satte 17 Prozent verloren hatte, konnte in dieser Woche trotz der Kursverluste am letzten Handelstag ein Plus von 13 Prozent gerettet werden – den angekündigten staatlichen Hilfsprogrammen zum Dank. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Freitagabend stärker. Ein Euro kostete 1,1121 US-Dollar (+0,75 Prozent). Der Goldpreis zeigte sich etwas schwächer, am Abend wurden für eine Feinunze 1.621,66 US-Dollar gezahlt (-0,45 Prozent). Das entspricht einem Preis von 46,88 Euro pro Gramm.

21:05 Uhr: Rund 10.000 Menschen in Deutschland wieder gesund

Die Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus und die aktiven Infektionen nehmen weiter unvermindert zu, auch wenn jeder Fünfte mittlerweile wieder gesund ist.

Laut Abfrage bei den Landesministerien, Städten und Landkreisen waren bis Freitagabend 52.704 Personen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet worden, knapp 20 Prozent mehr als 24 Stunden zuvor.

Ein kontinuierlicher Rückgang seit Einführung der neuen Ausgangsbeschränkungen zu Beginn der Woche war bis Freitag nicht zu erkennen, im Gegenteil: Mitte der Woche lagen die täglichen Steigerungsraten auch schon mal bei lediglich 15 Prozent.

Dafür sind nach Hochrechnungen aber auch über 10.000 Menschen in Deutschland, deren Infektion bestätigt wurde, schon wieder gesund. Die Zahl der aktiven Infektionen mit Nachweis legte dennoch auch am Freitag weiter zu, auf etwa 42.000, rund 16 Prozent mehr als am Vortag. Mindestens 330 Menschen starben in Deutschland an der Infektion mit dem Coronavirus.

21:05 Uhr: Fast 300 neue Covid-19-Todesfälle in Frankreich

In Frankreichs Krankenhäusern sind innerhalb von 24 Stunden 299 Menschen an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit sei die Zahl der Todesfälle insgesamt auf 1995 gestiegen, teilte am Freitagabend der Generaldirektor im Gesundheitsministerium, Jérôme Salomon, mit. Am Donnerstag hatte die Zahl der neuen Todesfälle noch bei 365 gelegen, sie ging am Freitag also zurück.

Allerdings sind in der Statistik nur Menschen erfasst, die in Krankenhäusern starben. Todesfälle im eigenen Heim oder in Alters- und Pflegeeinrichtungen werden bisher in Frankreich nicht erfasst. Salomon kündigte aber an, dass dies ab Montag geschehen soll.

Landesweit infizierten sich den Angaben zufolge bis Freitag knapp 33.000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus. Von ihnen werden mehr als 15.700 in Krankenhäusern behandelt, fast 3800 davon auf Intensivstationen.

Wegen der Corona-Pandemie gilt in Frankreich seit dem 17. März eine strenge Ausgangssperre, diese wurde am Freitag bis zum 15. April verlängert.

In den USA kamen nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität derweil binnen 24 Stunden 345 Menschen ums Leben – der bislang höchste Anstieg in den USA. Die Gesamttotenzahl in Folge des Coronavirus stieg damit auf 1475. Die Zahl der bestätigten Infektionen nahm binnen 24 Stunden um knapp 18.000 auf mehr als 97.000 zu.

20:55 Uhr: SAP-Arena rechnet frühestens im Juli mit Events

SAP-Arena-Geschäftsführer Daniel Hopp geht davon aus, dass es infolge der Corona-Pandemie frühestens im Juli wieder Veranstaltungen in der Mannheimer SAP Arena gibt. „Wir müssen in längerfristigen Zyklen planen. Was Terminverschiebungen angeht, lassen wir den Juni erst einmal außen vor und schauen stattdessen in den Sommer und Herbst“, sagte der Geschäftsführer der SAP-Arena dem „Mannheimer Morgen“ (Samstagausgabe).

Für die knapp 50 Arena-Mitarbeiter sei Kurzarbeit ein Thema. „Das bleibt in unserem Metier leider nicht aus, weil unser Geschäft von 100 auf null heruntergefahren ist.“

Auswirkungen hat die Coronakrise auch auf die Personalplanungen der Adler Mannheim. Am Freitag bestätigte der Club aus der Deutschen Eishockey Liga zwar den Transfer von Jason Bast, doch der war bereits vor Monaten perfekt gemacht worden. Da niemand absehen könne, wie es weitergeht, erlegten sich die Adler einen Transferstopp auf.

„Wir können momentan aus wirtschaftlicher Vorsicht heraus keine Verträge unterschreiben. Wir leben mit einer gewissen Unsicherheit und müssen deswegen als umsichtige Kaufleute sagen, dass wir in diesem Bereich so lange nichts machen, bis wir wissen, wohin die Reise geht“, sagte Hopp.

18:51 Uhr: Vor Küste Panamas: Vier Menschen auf gestrandetem Kreuzfahrtschiff gestorben

Auf einem vor der Küste Panamas gestrandeten Kreuzfahrtschiff mit mehreren Coronavirus-Verdachtsfällen an Bord sind vier Passagiere gestorben.

„Vier ältere Gäste an Bord der ‚Zaandam'“ seien gestorben, teilte die niederländische Reederei Holland America Line am Freitag mit. Aus Sorge vor einer Ausbreitung des Coronavirus hatten mehrere südamerikanische Staaten dem Schiff die Einfahrt in einen Hafen verwehrt. Seit Tagen liegt die „Zaandam“ deshalb vor der Küste Panamas vor Anker.

Mindestens zwei der insgesamt 1800 Passagiere wurden nach Angaben der Reederei positiv auf das neuartige Coronavirus getestet, dutzende weitere zeigten Grippe-ähnliche Symptome.

Das Kreuzfahrtschiff war am 7. März in Buenos Aires gestartet. Ursprünglich sollte die Kreuzfahrt in der chilenischen Stadt San Antontio enden. Weil sich entlang der Route kein Hafen zum Anlegen fand, musste die Besatzung ihren Kurs jedoch kurzfristig ändern.

18:51 Uhr: Bundesregierung genehmigt KfW-Kredit für TUI über 1,8 Milliarden Euro

Der von der Coronavirus-Pandemie schwer getroffene Reisekonzern TUI erhält nach eigenen Angaben einen Überbrückungskredit der staatlichen Förderbank KfW in Höhe von 1,8 Milliarden Euro. Die Bundesregierung habe dafür am Freitag ihre Zustimmung gegeben, teilte das Unternehmen am Abend in Hannover mit.

Allerdings müssten noch die Banken des Reiseanbieters dem KfW-Überbrückungskredit zustimmen; die Gespräche dazu seien bereits angelaufen und würden nun fortgesetzt.

18:50 Uhr: TÜV-Fristen werden wegen Corona verlängert

Wegen der Corona-Krise bekommen Autofahrer mit ablaufenden TÜV-Plaketten Aufschub. Zur Erneuerung der Plakette erhalten Autobesitzer während der Pandemie zwei Monate mehr Zeit, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am Freitag in einer Live-Sendung der „Bild“-Zeitung.

Die Bundesregierung habe entschieden, dass betroffene Bürger „nicht fahrlässig“ handeln, wenn sie nun den TÜV nicht sofort erneuern.

Der CSU-Politiker betonte: „Keiner braucht sich Sorgen machen, dass sein Auto keinen gültigen TÜV hat.“ Es gehe um praktische Lösungen. Polizei und Ordnungsämter seien entsprechend informiert, beteuerte er.

18:10 Uhr: Weltfeuerwehrverband-Vize kritisiert mangelnde Pandemie-Vorsorge

Der Vizepräsident des Weltfeuerwehrverbandes CTIF, Hartmut Ziebs, hat angesichts stark abnehmender Bestände an Atemmasken und Schutzkleidung in der Corona-Krise die mangelnde Pandemie-Vorsorge in Deutschland kritisiert. „Es gab erst im Januar eine Expertenanhörung im Innenausschuss des Bundestages, an der ich teilgenommen habe. Dort wurde explizit auf die schlechte Vorbereitung im Fall einer Pandemie hingewiesen“, sagte Ziebs der „Bild-Zeitung“ (Samstagsausgabe).

Schon im November 2007 habe es eine große Katastrophenschutzübung des Bundes und einiger Bundesländer zu einer Influenza-Pandemie gegeben, eine sogenannte Lükex-Übung. „In der Auswertung der Übung wurde klar und deutlich, dass wir einen Mangel an Bevorratung von Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln haben und dass uns Intensivbetten fehlen. Alles, was uns jetzt auf die Füße gefallen ist, war vorher schon bekannt“, so der ehemalige deutsche Feuerwehrpräsident. Die Politik sei darüber informiert gewesen. „Niemand hörte auf die Warnungen“, sagte Ziebs. Er forderte, dass sich Deutschland wieder besser auf Katastrophenfälle vorbereitet.

Nach dem Ende des Kalten Krieges wurden die Ausgaben für den Zivil- und Katastrophenschutz drastisch gekürzt. „Auch wenn es unbequem ist: Wir müssen Kastrophenszenarien wieder ernst nehmen und uns darauf vorbereiten. Wir müssen wieder Depots mit Medikamenten einrichten, in denen auch Schutzausrüstung für die Ärzte und Pfleger vorgehalten wird“, so der CTIF-Vizepräsident weiter. Auch wenn jahrelang nichts passiere, müsse man für die verschiedenen Krisenfälle gewappnet sein. „Sonst wird uns das Schicksal irgendwann fürchterlich strafen“, sagte Ziebs der „Bild-Zeitung“.

17:57 Uhr: Corona-Krise treibt Börsenpreis für Orangensaft in die Höhe

Die Corona-Krise treibt den Preis für Orangensaft an den Rohstoffbörsen in die Höhe. In New York stieg der Preis für ein Pfund (0,454 Kilogramm) Orangensaft binnen fünf Tagen um 20 Prozent auf 1,22 Euro am Donnerstag – ein Niveau, das zuletzt vor einem Jahr erreicht worden war. Orangensaft sei derzeit „einer der größten Gewinner an den Märkten“, erklärte Stephen Innes von AxiCorp. Grund für die stark gestiegene Nachfrage sei dessen Eigenschaft, das Immunsystem anzuregen.

Eine derartige Kursentwicklung sei „nicht selten während Grippeepidemien, da die Verbraucher nach gesünderen Getränken verlangen“, sagte François Sonneville, Experte bei der Rabobank, der Nachrichtenagentur AFP.

Neben der gestiegenen Nachfrage tragen aber auch Probleme auf der Angebotsseite zum Kursanstieg bei. „Da die meisten Flugzeuge am Boden bleiben, wird es schwierig, die Orangen und das Konzentrat zu befördern“, erklärte Innes weiter. Gleichzeitig erschwerten Ausgangssperren und das empfohlene Abstandhalten die Ernte der Früchte.

Der mit Abstand größte Orangensaftproduzent der Welt ist nach Angaben der Rabobank Brasilien. Von dort kommt ein Großteil der Lieferungen nach Europa, auch wenn einige Orangensaftprodukte höherer Qualität beispielsweise aus Spanien stammen. Dank hoher Lagervorräte in Brasilien wird Orangensaft laut Sonneville aber nicht knapp werden.

17:45 Uhr: Frankreich verlängert Ausgangssperre bis zum 15. April

Wegen der Coronavirus-Pandemie verlängert Frankreich die Ausgangssperre bis zum 15. April. Das kündigte Premierminister Edouard Philippe am Freitag in Paris an. Sie war bisher bis zum 31. März befristet. „Wir stehen noch am Anfang der epidemischen Welle“, sagte der Premier.

Solle die Corona-Krise anhalten, könnte das Ausgehverbot nach den Worten des Regierungschefs auch noch ein weiteres Mal verlängert werden. Ausnahmen sollen auch künftig unter anderem für zwingende Fahrten zur Arbeit, für das Einkaufen und Arztbesuche gelten.

Mit bisher knapp 1700 Toten gehört Frankreich nach Italien und Spanien zu den am meisten betroffenen Ländern der EU. Innerhalb von 24 Stunden war die offizielle Zahl der Toten nach Angaben vom Donnerstagabend um 365 gestiegen.

17:22 Uhr: Bayern kassiert 150 Euro bei Verstoß gegen Abstandsgebot

In Bayern werden ab sofort 150 Euro Bußgeld für jeden fällig, der gegen das allgemeine Abstandsgebot verstößt. Das geht aus dem Bußgeldkatalog „Corona-Pandemie“ hervor, der am Freitag vom bayerischen Gesundheitsministerium veröffentlicht wurde. Der gleiche Betrag wird üblicherweise fällig, wenn man die eigene Wohnung „ohne Vorliegen triftiger Gründe“ verlässt, wie es in der Vorschrift heißt.

Wer ein Krankenhaus, ein Altenheim oder eine vergleichbare Einrichtung betritt, soll einen Regelsatz von 500 Euro zahlen, wenn keine Ausnahme vorliegt. Für die Öffnung eines Gastronomiebetriebes oder eines Ladengeschäftes werden 5.000 Euro fällig, sofern es sich nicht um privilegierte Läden für Einkäufe des täglichen Bedarfs handelt. „Der weit überwiegende Teil der Bevölkerung hält sich auch vorbildlich an unsere Schutzregeln“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU).

Es seien aber auch Leute dabei, die aus Unwissenheit oder aus Uneinsichtigkeit gegen die Vorgaben verstoßen. „Bitte suchen Sie nicht nach irgendwelchen Schlupflöchern, um beispielsweise die Ausgangsbeschränkung zu umgehen“, sagte Herrmann. „Schalten Sie bitte immer Ihren gesunden Menschenverstand ein und bleiben Sie im Zweifel zuhause.“

16:55 Uhr: Zahl der Corona-Infizierten in Deutschland über 50.000

Die Zahl der in Deutschland bestätigten Coronavirus-Infektionen hat die Marke von 50.000 übersprungen. Laut direkter Abfrage bei den Landesministerien, Städten und Landkreisen waren bis Freitagnachmittag mindestens 50.014 Personen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Das entspricht 60 Infizierten je 100.000 Einwohner und 14 Prozent mehr als am Donnerstagabend.

Mindestens 297 Menschen starben an der Infektion, mindestens 939 Patienten lagen wegen Covid-19 auf einer Intensivstation. Die höchste Dichte unter den Bundesländern gab es laut der vorliegenden Zahlen in Hamburg, wo bis Freitag 96 Infektionen je 100.000 Einwohner nachgewiesen wurden. Dahinter lagen Baden Württemberg (89), Bayern (85) und Nordrhein-Westfalen (68). Die niedrigste Inzidenz war in Mecklenburg-Vorpommern zu verzeichnen, wo bislang nur 17 Infektionen je 100.000 Einwohner nachgewiesen wurden. Auch in Sachsen-Anhalt (25), Brandenburg (27) und Schleswig-Holstein (28) waren die Infektionszahlen unter Bundesdurchschnitt.

Die Zahlen weichen von denen des Robert-Koch-Instituts ab, da dieses nicht selbst bei den örtlichen Behörden abfragt, sondern auf die elektronische Meldung wartet, was oft einige Tage in Anspruch nimmt.

16:38 Uhr: Bayern und Niedersachsen wollen ausländischen Ärzten befristete Arbeitserlaubnis erteilen

Wegen der Corona-Krise wollen Bayern und Niedersachsen einem Bericht zufolge ausländischen Ärzten vorübergehend eine Arbeitserlaubnis erteilen. Wie das digitale Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ am Freitag berichtete, wollen die Bundesländer dafür die Regelungen bei der Fachsprachprüfung lockern, die normalerweise für die Ausübung des Arztberufs gefordert wird.

Bayern erteilt Medizinern demnach unter bestimmten Bedingungen eine Arbeitserlaubnis für ein Jahr. Voraussetzung sei, dass bereits ein Antrag auf Berufszulassung gestellt wurde sowie Nachweise über ein abgeschlossenes Studium übersetzt und notariell beglaubigt wurden. Der Arzt muss zudem ein Führungszeugnis vorlegen und Deutschkenntnisse des Niveaus B2 nachweisen. Innerhalb eines Jahres muss die Fachsprachprüfung regulär nachgeholt werden.

Dem Bericht zufolge wies das niedersächsische Gesundheitsministerium die zuständige Zulassungsbehörde im Land an, ähnliche Regeln zu ermöglichen. Die Arbeitserlaubnis soll in dem Bundesland bis Ende dieses Jahres befristet werden.

Nach ersten Schätzungen könnten deutschlandweit mehr als 14.000 Ärzte von einer solchen Regelung profitieren. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft begrüßt grundsätzlich den Abbau bürokratischer Hürden. Jedoch dürfe es bei der Qualität der Behandlung keine Abstriche geben.

16:10 Uhr: Globale Nutzung von Medien und sozialen Netzwerken in Corona-Krise stark erhöht

Die Corona-Krise führt weltweit zu einem starken Anstieg der Nutzung von Medien und sozialen Netzwerken. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichen Analyse des Marktforschungsunternehmens Kantar hervor, die sich auf Befragungen in 30 Staaten stützt. Demnach profitiert der bekannte Messengerdienst WhatsApp mit einem Benutzungsplus von 40 Prozent am stärksten. Die Zunahme erfolgt aber über alle Kanäle hinweg und betrifft unter anderem auch das Fernsehen.

Im von der Pandemie schwer getroffenen Spanien etwa stieg die für WhatsApp aufgewendete Zeit um 76 Prozent, wie Kantar in München mitteilte. Global gesehen stieg aber unter anderem auch die Gesamtnutzung des sozialen Netzwerks Facebook um 37 Prozent. Mit Blick auf Glaubwürdigkeit schneiden traditionelle nationale Fernseh- und Radiosender am besten ab. 52 Prozent sehen sie als vertrauenswürdig an. Social-Media-Plattformen trauen nur elf Prozent zu, als verlässliche Informationsquelle geeignet zu sein.

Hintergrundbericht: China stoppt Einreise von Ausländern

16:00 Uhr: Forschungsteam in Heinsberg soll Wege aus der Krise zeigen

Heinsberg ist das Epizentrum in Deutschland. Jetzt soll ein Team aus Wissenschaftlern der Verbreitung der Epidemie auf den Grund gehen. Die nordrhein-westfälische Landesregierung bringt gemeinsam mit dem Kreis Heinsberg und dem Institut für Virologie an der Universitätsklinik Bonn ein neuartiges Corona-Forschungsprojekt auf den Weg.

15:44 Uhr: Thüringen schickt Team aus Ärzten und Pflegern nach Italien

Während andere Bundesländer wie Sachsen an Corona erkrankte Patienten aus Italien aufnehmen, schickt Thüringen ein Ärzteteam in das Land. In den kommenden Tagen werde sich ein Team aus Ärzten und Pflegekräften des Universitätsklinikums Jena auf den Weg in die Lombardei machen, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Erfurt mit. Solidarität sei „das Gebot der Stunde“.

Mit den Experten des Universitätsklinikums sollen auch vier Beatmungsgeräte mit nach Italien genommen werden. Bei den Pflegekräften handelt es sich nach Angaben des Klinikums um Mitarbeiter, die vor vier Jahren nach Jena gekommen waren. Gemeinsam mit Freiwilligen aus dem Ärzteteam kehren sie nun für die Hilfe in der Corona-Krise in ihre Heimat zurück.

15:38 Uhr: Bundeswehr bereitet 15.000 Soldaten auf Corona-Einsatz vor

Die Bundeswehr bereitet sich auf einen umfassenden Unterstützungseinsatz in Deutschland wegen der Corona-Pandemie vor. Es gehe um „die Aufstellung eines Kontingents zur Hilfeleistung“, sagte ein Sprecher des Kommandos Streitkräftebasis am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

15:30 Uhr: Adidas will keine Miete mehr zahlen

Ungeachtet von Milliardengewinnen im abgelaufenen Geschäftsjahr will der Sportartikelhersteller Adidas vorerst keine Miete mehr für seine wegen der Coronavirus-Krise geschlossenen Einzelhandelsgeschäfte zahlen.

„Es ist richtig, dass Adidas, wie viele andere Unternehmen auch, vorsorglich Mietzahlungen temporär aussetzt, wo unsere Läden geschlossen sind. Wir sind dazu mit den betreffenden Vermietern in engem Austausch“, erklärte eine Firmensprecherin am Freitag und bestätigte damit einen Bericht der „Bild“-Zeitung. Später kündigte auch die schwedische Modekette H&M eine ähnliche Vorgehensweise an.

Adidas hatte zuletzt bei Umsatz und Gewinn ein Rekordjahr abgeschlossen. Seine selbst geführten Einzelhandelsläden in Europa und Nordamerika musste Adidas beginnend von Januar an sukzessive wegen der Krise schließen. In Asien und Lateinamerika waren die Läden zunächst weitergelaufen. In Lateinamerika sind die Geschäfte genauso wie in Teilen Asiens inzwischen ebenfalls geschlossen.

15:00 Uhr: Auch britischer Gesundheitsminister positiv auf Coronavirus getestet

Nach dem britischen Premierminister Boris Johnson hat auch Gesundheitsminister Matt Hancock bekannt gegeben, dass er sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hat. „Ich bin positiv getestet worden. Glücklicherweise sind die Symptome leicht und ich arbeite von zu Hause aus“, schrieb Hancock am Freitag im Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Zuvor hatte Regierungschef Johnson mitgeteilt, dass auch er positiv auf das Coronavirus getestet wurde und „leichte Symptome“ habe. Er befinde sich in häuslicher Quarantäne.

In Großbritannien war die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den vergangenen Tagen stark gestiegen. Am Donnerstag lag die Zahl der offiziell registrierten Fälle bei rund 11.700, knapp 580 Menschen starben. Vor wenigen Tagen war bereits der britische Thronfolger Prinz Charles positiv auf das Coronavirus getestet worden.

14:43 Uhr: Gefangene nähen Corona-Schutzmasken

Gefangene in Niedersachsen beteiligen sich seit dieser Woche an der Produktion von Mund-Nasen-Schutzmasken. Dazu haben die Nähereien in zwei Justizvollzugsanstalten ihre Produktionsabläufe kurzfristig umgestellt, viele Nähmaschinen wurden umgerüstet, teilte das Niedersächsische Gesundheitsministerium am Freitag mit. Im Laufe der kommenden Tage sollen etwa 8.500 Masken produziert werden.

„Auch Gefangene wollen etwas tun, um in dieser Krise ihren Beitrag zu leisten. Das Nähen von Schutzmasken ist eine gute Gelegenheit“, sagte Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza (CDU). Die Justizvollzugsanstalt für Frauen in Vechta hat für die Produktion eigens einen Nähsaal eingerichtet. In der Justizvollzugsanstalt Uelzen sollen ebenfalls Masken genäht werden, in der Justizvollzugsanstalt Sehnde soll in der dortigen Wäscherei die Reinigung und Desinfizierung der Masken übernommen werden.

Auch in Sachsen haben Gefangene bereits Tausende Schutzmasken genäht. Allein in der Näherei der Justizvollzugsanstalt in Chemnitz seien in der vergangenen Woche 15.000 Mund-Nasen-Schutzmasken aus medizinischem Vlies hergestellt worden, teilte das Justizministerium in Dresden bereits am Donnerstag mit.

14:39 Uhr: Frankreich erwartet am Wochenende Welle von Corona-Kranken

Frankreich erwartet am Wochenende die bisher größte Welle von Corona-Kranken: Premierminister Edouard Philippe warnte am Freitag in Paris nach einem Krisentreffen der Regierung vor einer „extrem großen Welle, die „über Frankreich hinwegspült“. Neben den überlasteten Krankenhäusern im Elsass riefen auch die Pariser Kliniken um Hilfe.

Philippe sagte weiter, in den kommenden Tagen werde die Situation für die Krankenhäuser und die Bürger besonders schwierig werden. Er sprach von einer „Krise, die andauern wird, von einer Gesundheitslage, die sich nicht schnell verbessert“. Mit bisher knapp 1700 Toten gehört Frankreich nach Italien und Spanien zu den am meisten betroffenen Ländern der EU. Innerhalb von 24 Stunden war die offizielle Zahl der Toten nach Angaben vom Donnerstagabend um 365 gestiegen.

Auch die Pariser Krankenhäuser forderten Hilfe: Es müssten dringend Patienten in andere Regionen verlegt werden, „um für die Kranken von morgen oder übermorgen Platz zu schaffen“, sagte der leitende Arzt Bruno Riou von der öffentlichen Krankenhausgesellschaft Assistance Publique – Hôpitaux de Paris (AP-HP). Der Pariser Großraum ist neben dem Osten Frankreichs das am stärksten betroffene Gebiet.

Aus dem Krisengebiet im Elsass sollten weitere Patienten per Flugzeug in andere Landesteile verlegt werden. Zum Transport von 20 Kranken in den Westen war zuvor erstmals auch ein medizinisch umgerüsteter TGV-Schnellzug zum Einsatz gekommen.

14:15 Uhr: Zahl der Corona-Toten im Iran steigt auf mehr als 2300

Im besonders stark von der Pandemie betroffenen Iran sind nach offiziellen Angaben binnen 24 Stunden 144 weitere Menschen am Coronavirus gestorben. Damit stieg die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf insgesamt 2378, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag erklärte. 2926 Neuinfektionen wurden gemeldet. Insgesamt haben sich im Iran nach Behördenangaben mindestens 32.332 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert.

Mehr als 11.100 von ihnen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums inzwischen wieder gesund. Fast 2900 Menschen sind hingegen lebensbedrohlich erkrankt.

Teheran hat strikte Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie erlassen. Unter anderem wurden Versammlungen und Inlandsreisen verboten. Im Staatsfernsehen war am Freitag zu sehen, wie Polizisten an den Zufahrtsstraßen zu Teheran Autofahrer kontrollierten. Bewohner Teherans dürfen die Stadt nicht verlassen; wer seinen Wohnort andernorts hat, darf ihn nicht betreten.

Zuvor waren bereits Schulen, Universitäten und wichtige Pilgerstätten geschlossen worden. Die zentralen Freitagsgebete wurden abgesagt und das Parlament vorübergehend geschlossen.

13:45 Uhr: Mehr als 4800 Todesfälle durch Coronavirus in Spanien

In Spanien hat sich die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus auf mehr als 4800 erhöht. 769 weitere Menschen seien in den vergangenen 24 Stunden an den Folgen ihrer Infektion gestorben, teilte die Regierung in Madrid am Freitag mit. Es handelt sich um die höchste Zahl an Todesfällen in Spanien an nur einem Tag seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Infektionsfälle stieg auf mehr als 64.000.

Gemessen an den Todesfällen ist Spanien nach Italien das am stärksten von der Pandemie betroffene Land Europas. Täglich kommen rund 8000 Neu-Infektionen hinzu. Trotz des drastischen Anstiegs bei den Neu-Infektionen zeichnet sich in dem Land aber ein leichtes Abflachen der Ansteckungskurve ab. Am Freitag erhöhte sich die Zahl der Neuinfektionen um 14 Prozent, am Donnerstag waren es noch vier Prozentpunkte mehr.

Die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle war dagegen deutlich höher als in Italien, wo am späten Donnerstagabend 662 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden waren. Die Zahl der Todesopfer beläuft sich damit bereits auf 8165.

Um die weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen, hat die spanische Regierung massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens vorgenommen. Seit Mitte März gilt eine landesweite Ausgangssperre, die frühestens am 11. April aufgehoben werden soll. Auch will Spanien die Testkapazitäten erheblich erhöhen. Die Regierung hat Millionen Test-Sets aus verschiedenen Ländern in aller Welt bestellt. Dabei erwiesen sich Berichten zufolge Coronavirus-Schnelltests aus China bereits in mehreren Ländern als unbrauchbar.

12:58 Uhr: Britischer Premier Johnson positiv auf Coronavirus getestet

Der britische Premierminister Boris Johnson ist positiv auf das Coronavirus getestet. Das berichtete die BBC am Freitag unter Berufung auf einen Sprecher der Downing Street. Seine Symptome seien mild und er werde die Regierungsgeschäfte aus der Quarantäne weiterführen, hieß es.

In Großbritannien wurden bislang rund 11.700 Menschen positiv auf das Virus getestet, 578 starben.

Mehr dazu: Britischer Premier Johnson positiv auf Coronavirus getestet

11:34 Uhr: Bundesrat beschließt umfassendes Corona-Hilfspaket

Der Bundesrat hat am Freitag das Maßnahmenpaket der Regierung zur Corona-Krise gebilligt. Für Unterstützungsleistungen für Gesundheitswesen, Unternehmen und Arbeitnehmer kann der Bund damit neue Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro aufnehmen. Zuvor hatte am Mittwoch der Bundestag die Maßnahmen beschlossen, die nun zeitnah umgesetzt werden sollen.

Der von der Bundesregierung dazu vorgelegte Nachtragshaushalt geht von krisenbedingten Steuerausfällen in Höhe von 33,5 Milliarden Euro sowie Mehrausgaben von 122,5 Milliarden Euro aus. Er bedeutet die Abkehr von dem jahrelang durch die Bundesregierung vertretenen Prinzip der „schwarzen Null“. Die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse wird unter Berufung auf eine Ausnahmeklausel ausgesetzt.

Wegen der Corona-Krise fand die Bundesratssitzung in einem verkleinerten Kreis von Ländervertretern statt. Reden sollten nur zu Protokoll gegeben werden. Abgesehen von Bundesratspräsident Dietmar Woidke (SPD) aus Brandenburg blieben die meisten Ministerpräsidenten der Sitzung fern.

11:20 Uhr: Experten fürchten in Corona-Krise Anstieg von psychischen Krankheiten und Suiziden

Experten haben vor einem Anstieg bei psychischen Krankheiten und Suiziden in der Corona-Krise gewarnt. „Die Versorgungsqualität geht gerade in den Keller“, sagte der Vorsitzende der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Ulrich Hegerl, der „Rheinischen Post“ vom Freitag. Demnach bezog er sich auf das eingeschränkte Angebot in psychiatrischen Kliniken sowie auf Praxen, die planbare Behandlungen verschieben und Termine reduzieren.

„Das könnte Leben kosten“, warnte Hegerl weiter. Depressionen seien jährlich die Ursache für die meisten Suizide. „Durch die krankheitsbedingte Interesse- und Antriebslosigkeit fällt es sehr schwer, den Tag zu strukturieren.“ Eine mögliche Folge sei, dass die Betroffenen auch tagsüber grübelnd im Bett lägen. Die Depressionshilfe empfahl Betroffenen daher, auch in der sozialen Isolation aktiv zu bleiben und einen Tagesrhythmus zu pflegen.

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde machte auch auf Risiken für bisher gesunde Menschen aufmerksam. „Andauernde Gefühle von Unsicherheit, Angst und Isolation erzeugen Stress und sind ein Risikofaktor für Gesunde“, sagte Vorstandsmitglied Iris Hauth der „Rheinischen Post“. Mögliche Folgen könnten Schlafstörungen, Angststörungen oder depressive Gefühle sein.

Passend dazu: Dr. Rüdiger Dahlke entschleunigt Corona-Krise: Ruhe ist besser als Panik

10:45 Uhr: Nordrhein-Westfalen verschiebt Abiturprüfungen um drei Wochen

Wegen der Corona-Krise verschiebt Nordrhein-Westfalen die Termine für die Abiturprüfungen um drei Wochen in den Mai. Die Prüfungen sollen am 12. Mai beginnen und bis zum 25. Mai dauern, wie Landeschulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag in Düsseldorf mitteilte. Mit der Verschiebung werde „Planungssicherheit für die angehenden Absolventen“ geschaffen und „auch in dieser besonderen Situation für faire Bedingungen“ gesorgt.

Gebauer kündigte zugleich an, sie werde „in den nächsten Tagen noch Abstimmungsgespräche zwischen den Ländern anregen, um ein möglichst gleichgerichtetes Vorgehen bei den Abiturprüfungen in Deutschland zu erreichen“. Aufgrund der Festlegungen einzelner Bundesländer, ihre Abiturtermine zu einem noch späteren Zeitpunkt zu schreiben, seien „die Möglichkeiten dafür jedoch begrenzt“.

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hatte am Mittwoch einstimmig beschlossen, dass die Abiturprüfungen ungeachtet der Corona-Krise in ganz Deutschland stattfinden sollen. Der KMK-Beschluss sieht vor, dass die Prüfungen zum geplanten oder zu einem Nachholtermin bis zum Ende des Schuljahres stattfinden, „soweit dies aus Infektionsschutzgründen zulässig ist“.

10:40 Uhr: Rückholaktion dauert mindestens noch zwei Wochen

150.000 Urlauber sind schon zurückgebracht worden. Je versprengter die Touristen in einzelnen Ländern jedoch sind, desto schwieriger wird es.

10:34 Uhr: Bäcker und Handwerker schlagen Alarm

Bäcker und Handwerker gehören zwar zu den Gewerken die ihre Betriebe nicht zwangsläufig schließen mussten, doch beide kämpfen mit hohen Umsatzrückgängen. Den Bäckern fehlen vielerorts die Laufkundschaft und die Aufträge für Veranstaltungen und den Handwerkern brechen Aufträge und Arbeitskräfte weg.

Corona-Krise: Bäcker und Handwerker schlagen Alarm – Auftragsrückgang und Betriebsschließungen

9:35 Uhr: Südafrika meldet seine ersten beiden Corona-Todesfälle

Südafrika hat die ersten beiden Todesfälle durch das neuartige Coronavirus gemeldet. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg auf über 1000, erklärte Gesundheitsminister Zweli Mkhize am Freitag. Die beiden Todesfälle wurden den Angaben zufolge aus der Provinz Westkap gemeldet.

Seit Mitternacht (Ortszeit) gilt für die 57 Millionen Südafrikaner eine dreiwöchige landesweite Ausgangssperre. Allerdings missachteten am Freitagmorgen viele Menschen die Anordnung und gingen wie gewohnt ihren Geschäften nach.

Staatschef Cyril Ramaphosa hatte am Montag erklärt, mit der Ausgangssperre solle eine „menschliche Katastrophe enormen Ausmaßes verhindert“ werden. Die nationale Fluglinie South African Airways (SAA) kündigte nach der Streichung aller internationalen Verbindungen auch die Aussetzung aller Inlandsflüge während der Ausgangssperre an.

Ein Hotel-Minibus mit deutschen Touristen, die auf dem Weg zum Coronavirus-Test waren, brach am Freitag (27. März) in Johannesburg zusammen und blieb am Straßenrand liegen. Lokale Medien berichteten, dass einer der Touristen bereits positiv auf das Virus getestet wurde und sich in einem öffentlichen Krankenhaus in Behandlung befindet.

Es ist nicht klar, wie lange sich die Touristen, die später von den Rettungsdiensten abgeholt wurden, schon in Südafrika aufhalten.

9:03 Uhr: Russland ordnet in Corona-Krise Schließung von Cafés und Restaurants an

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sollen in Russland ab Samstag alle Cafés und Restaurants für gut eine Woche schließen. Die russischen Regionen seien angewiesen worden, den Gastronomiebetrieb bis zum 5. April einzustellen, ausgenommen seien Lieferdienste, hieß es am Freitag in einem Dekret von Ministerpräsident Michail Mischustin. Die Regionalbehörden wurden zudem angewiesen, den Bürgern zu empfehlen, Reisen einzuschränken.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am Mittwoch in einer seltenen Fernsehansprache angekündigt, dass die Russen in der kommenden Woche nicht zur Arbeit gehen sollen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Zugleich kündigte er Hilfen für Unternehmen und Haushalte sowie die Verschiebung des für den 22. April geplanten Referendums über die Verfassungsreform an. Von Freitag an sollten zudem alle internationalen Flüge ausgesetzt werden.

In Moskau hatte Bürgermeister Sergej Sobjanin bereits am Donnerstag die Schließung von Restaurants und Geschäften vom 28. März bis zum 5. April angekündigt. Supermärkte und Apotheken bleiben aber geöffnet. Menschen über 65 Jahre sowie Menschen mit Vorerkrankungen wurden zudem angewiesen, zu Hause zu bleiben.

In Russland, das 144 Millionen Einwohner zählt, gibt es nach offiziellen Angaben bislang 840 Coronavirus-Fälle. Zwei Menschen starben demnach an der durch das neuartige Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.

8:55 Uhr: Ungarn verhängt weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens

Ungarns Regierung verhängt weitere Einschränkungen für das öffentliche Leben für das ganze Land. Die Einschränkungen sollen am 28. März in Kraft treten und für zwei Wochen, bis zum 11. April anhalten.

Ausgehen darf, wer zur Arbeit gehen oder die Grundversorgung der Familie sichern muss, teilte Viktor Orbán im Staatsradio Kossuth am Freitagmorgen (27.3.) mit.

Die Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Wochenmärkte und Drogerien werden weiterhin offen bleiben. An öffentlichen Orten sollte ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Ältere Menschen dürfen nur zwischen 9 und 12 Uhr vormittags einkaufen gehen – in dieser Zeit dürfen andere die Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und Märkte nicht besuchen.

Ungarn: Notstandgesetz sorgt für Kritik in Brüssel – Premierminister Orbán kontert

8:44 Uhr: Tagesaktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Freitag (Stand 0:00 Uhr) mit 42.288 angegeben – ein Plus von 5780 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 43.938 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 253 Todesfälle, die meldet JHU 267 Tote und 5.673 wieder Genesene.

Für die einzelnen Bundesländer übermittelte das RKI die folgenden Zahlen:

An­zahl Dif­fe­renz
zum Vor­tag
Fälle je
100.000 Einw.
Todesfälle
Baden-Württem­berg 8.161 +878 74 70
Bayern 9.481 +1.488 73 55
Berlin 1.955 +299 52 8
Brandenburg 537 +60 21 1
Bremen 241 +30 35 1
Hamburg 1.693 +428* 92 2
Hessen 2.323 +166 37 7
Mecklenburg-Vor­pommern 259 +15 16
Niedersachsen 2.810 +463 35 10
Nordrhein-West­falen 9.235 +1.311 51 72
Rhein­land-Pfalz 1.971 +155 48 8
Saarland 505 +72 51 2
Sachsen 1.305 +164 32 7
Sachsen-Anhalt 458 +40 21 2
Schles­wig-Holstein 812 +137 28 4
Thüringen 542 +74 25 4
Gesamt 42.288 +5.780 51 253

*Aus technischen Gründen wurden am 25.3.2020 keine Daten aus Hamburg übermittelt.

8:09 Uhr: 30.000 Beatmungsplätze in Deutschland

Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft geht davon aus, dass Deutschland in der Corona-Krise vorerst keine Situation wie in Italien droht. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir es zumindest für die nächsten zwei Wochen schaffen werden, italienische Verhältnisse zu vermeiden“, sagte Gerald Gaß dem ZDF-„Morgenmagazin“ am Freitag.

Allerdings müssten die Ausgangsbeschränkungen eingehalten werden, betonte er. „Wir müssen Anfang, Mitte nächster Woche sehen, dass sich die Kurve abflacht, damit die Zahl der Patienten nicht ins Unendliche wächst, denn dann ist auch ein so gutes System wie in Deutschland bei allem Engagement der Krankenhäuser überfordert.“

Gaß zufolge ist die Zahl der Beatmungsplätze in deutschen Krankenhäusern inzwischen von 20.000 auf rund 30.000 aufgestockt worden. „Wir gehen davon aus, dass in den kommenden Monaten die bestellten Geräte geliefert werden“, sagte er. Dies entspräche weiteren 1500 Geräten pro Monat.

Für das medizinische Personal sei die aktuelle Lage eine „große Herausforderung“, sagte Gaß. Die Mitarbeiter müssten Überstunden machen und hätten teilweise freiwillig ihren Urlaub abgesagt. Zum Teil seien Kollegen aus dem Ruhestand zurückgekehrt, „um jetzt mit anzupacken in dieser wirklich besonderen Situation“.

06:30 Uhr: Die USA melden laut Zeitungsberichten die weltweit meisten Fälle

Die USA haben einem Zeitungsbericht zufolge inzwischen die weltweit meisten Fälle von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Die Zahl der Infizierten sei landesweit auf 81.321 gestiegen, berichtete am Donnerstag die „New York Times“ unter Berufung auf von ihr selbst erstellte Statistiken. Demnach hätten sich laut den offiziellen Zahlen noch mehr Menschen angesteckt als in China und Italien. Experten gehen bei China allerdings von einer hohen Dunkelziffer aus, die um ein vielfaches höher sein könnte als die offiziell bekanntgegebenen Zahlen.

Hintergrundbericht: Deutschland, Italien und China im Corona-Vergleich: Ist Chinas offiziellen Zahlen zu glauben?

00:04 Uhr: SPD-Gesundheits-Experte Lauterbach: Mundschutz statt Isolation

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich heute in der Talkshow bei Maybrit Illner zum Mundschutz geäußert:

Mehr dazu: Feuerwehr Essen veröffentlicht Nähanleitung: „Jede Maske hat mehr Schutzwirkung als keine Maske“

 

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(afp/dpa/dts/red)

 

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