Damaskus fordert: UN soll Erdogans Verbrechen in Syrien stoppen

Epoch Times31. Dezember 2015 Aktualisiert: 7. Juli 2016 23:42
Syrien beschuldigt die türkische Regierung die Terroristen an der syrisch-türkischen Grenze zu schützen. Außerdem wirft Damaskus der Türkei vor, aktiv am Menschenhandel beteiligt zu sein. Davon betroffen seine die syrischen Flüchtlinge, die vor Terror und Gewalt, ausgeübt durch Extremisten, aus dem Land fliehen.

Die syrische Regierung wendet sich wegen den "Verletzungen und Verbrechen" der türkischen Regierung gegenüber Syrien und syrischen Flüchtlingen an den UN-Sicherheitsrat. 

Die bewaffneten Rebellen in Syrien würden durch die Staaten in und außerhalb der Region sowie das "Erdogan-Regime" seit Beginn des Bürgerkrieges in 2011 unterstützt. Dies schrieb der syrische UN-Botschafter Baschar al-Jafari in seinem Brief an den UN-Generalsekretär und UN-Sicherheitsrat, berichtet "Sputniknews". Demnach wurde das Schreiben am Dienstag verschickt.

"Während der Krise nahm die türkische Einmischung in innere Angelegenheiten Syriens verschiedenste Formen an, darunter der direkte Einsatz von türkischen Streitkräften durch das Erdogan-Regime bei Angriffen zur Unterstützung von Terroristen", so der Wortlaut in Al-Jafaris Brief.

Syrien wirft der Türkei auch vor, den Terroristen das Eindringen nach Syrien ermöglicht zu haben. Die Türken hätten die Rebellen während ihren Bewegungen an der syrisch-türkischen Grenze mit Feuer gedeckt.   

"Zum Abschuss des russischen Jets, der sich im syrischen Luftraum befand und IS-Stellungen bombardierte, durch türkische Streitkräfte sind keine weiteren Kommentare nötig, da der Fakt dieses Verbrechens für sich spricht", heißt es in dem Schriftstück, schreibt "Sputnik" weiter.

Zudem forderte der syrische Botschafter die UN auf, die "Verbrechten der Türkei gegen syrische Flüchtlinge zu unterbinden". Der türkische Präsident würde es zulassen und sich sogar daran beteiligen, dass die Syrer die vor Terror und Gewalt fliehen – ausgeübt von Terror-Milizen wie dem Daesh (IS), der al Nursa-Front und der sogenannten Islamischen Front – dem Menschenhandel zum Opfer fallen, so Al-Jafari.

Deshalb rief Syrien die Weltgemeinschaft dazu auf, den "Verletzungen und Verbrechen durch Ankara" ein Ende zu setzen. Al-Jafari fordert von der UN eine "entschlossene Position einzunehmen". (so)  

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