Palästinenser protestieren gegen die israelische Okkupation.Foto: Sean Gallup/Getty Images

Der „Antisemitismus“ Israels stärkste Waffe gegen Kritiker: Pariser Nahost-Konferenz ein „Tribunal gegen den Staat Israel“

Epoch Times27. Dezember 2016 Aktualisiert: 27. Dezember 2016 7:01
Bei der Nahost-Konferenz in Paris wollen Vertreter aus rund rund 70 Ländern über einen Ausweg aus dem Nahost-Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern auf Grundlage einer Zwei-Staaten-Lösung beraten. Israel stemmt sich dagegen.

Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman hat die für Mitte Januar geplante internationale Nahost-Konfrenz in Paris scharf kritisiert.

„Es handelt sich nicht um eine Friedenskonferenz, sondern um ein Tribunal gegen den Staat Israel“, sagte Lieberman am Montag bei einem Treffen von Abgeordneten seiner Partei Unser Haus Israel mit Blick auf die Konferenz am 15. Januar.

„Das eine moderne Version des Dreyfus-Prozesses mit dem Staat Israel und dem jüdischen Volk auf der Anklagebank“, fügte Lieberman hinzu. In dem Prozess war der jüdische Hauptmanns Alfred Dreyfus 1894 in einem Klima des Antisemitismus unschuldig wegen Hochverrats verurteilt worden. Die Affäre um den aus dem Elsass stammenden Artillerieoffizier spaltete Frankreich in zwei verfeindete Lager. Erst 1906 wurde Dreyfus rehabilitiert.

Die Konferenz verfolge das Ziel, Israels Sicherheit und seinem „guten Namen“ zu schaden, sagte Lieberman. Bereits am Sonntag hatte er den französischen Juden geraten, nach Israel auszuwandern. Frankreich sei nicht ihr Land, sagte der ultranationalistische Politiker.

Bei der Nahost-Konferenz in Paris wollen Vertreter aus rund rund 70 Ländern über einen Ausweg aus dem Nahost-Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern auf Grundlage einer Zwei-Staaten-Lösung beraten. Israel und die Palästinenser sitzen allerdings nicht mit am Konferenztisch. Das Ansinnen der französischen Regierung, Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas bei einem gemeinsamen Treffen in Paris von den Ergebnissen der Konferenz zu berichten, wurde von Netanjahu zurückgewiesen.

Die Beziehungen zwischen Israel und Frankreich sind derzeit stark angespannt, weil Frankreich für eine UN-Resolution gegen den israelischen Siedlungsbau in den Palästinensergebieten gestimmt hatte. Die französische Botschafterin wurde daraufhin ins israelische Außenministerium einbestellt. (afp)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion