Deutsche erzählen von Not im sozialistischen Venezuela: „Die Leute schlachten Katzen und Hunde und essen die“

Epoch Times21. May 2018 Aktualisiert: 22. Mai 2018 6:38
Auch in Venezuela ist der Sozialismus gescheitert: Es herrschen Hunger, Unterdrückung, Leid. Ein Rentnerpaar aus Deutschland hat das Land nach 12 Jahren verlassen - und berichtet das unfassbare.

Zwölf Jahre lang lebten die Hamburger Franz und Gisela Holl in Venezuela. Wegen der massiven Wirtschaftskrise kam das Rentnerpaar nun nach Deutschland zurück.

Im Interview mit dem „Spiegel“ schildert das Paar die Lage vor Ort unter der sozialistischen Führung von Nicolás Maduro.

Gisela Holl berichtet, dass es seit über einem Jahr kein Fleisch mehr gibt. Die Rente der Leute würde nicht einmal für ein Kilo Fleisch reichen, sagt Frau Holl.

„Es gibt keine Butter, keine Salami, keine Aufschnittwurst”, erzählt sie. Es gebe auch kein Gemüse.

Die Menschen würden Hunde, Katzen und Tauben essen, sagt ihr Mann Franz Holl. „Es gibt überhaupt keine Tauben mehr.”

Das Paar berichtet, dass in den Apotheken – wenn überhaupt – nur noch Cola und Chips verkauft werde, aber keine Arzneien. In den Krankenhäusern gebe es keine Notstromaggregate, deshalb würden immer wieder Säuglinge sterben.

Dass die Menschen in Venezuela nicht massenweise gegen die korrupte Regierung demonstrieren, sei klar: „Die Leute haben Angst vor der Miliz“, sagt Herr Holl. „Die schießen in die Leute rein.”

Maduro-Herausforderer Falcón fordert neue Präsidentschaftswahl

Unterdessen ist bei der Präsidentschaftswahl am Sonntag Amtsinhaber Maduro erneut zum Sieger erklärt worden. Maduro komme nach Auszählung von mehr als 90 Prozent der Stimmzettel auf 67,7 Prozent, erklärte die Präsidentin des Wahlrats (CNE), Tibisay Lucena, am Sonntag (Ortszeit).

Der venezolanische Präsidenschaftskandidat Henri Falcón hat die Wahl als ungültig bezeichnet und Neuwahlen gefordert. „Wir erkennen diesen Wahlprozess nicht als gültig, nicht als wahr an“, sagte Falcón bei einer Pressekonferenz. „Für uns gab es keine Wahlen“, sagt er. Der Regierung warf er vor, Wähler unter Druck gesetzt zu haben.

In Meinungsumfragen hatte Falcón zuletzt mit 30 Prozent vor dem sozialistischen Maduro gelegen. Aber die erwartete niedrige Wahlbeteiligung spielt Maduro in die Hände; er dürfte sich gegen Falcón durchsetzen.

Die Opposition boykottierte die Wahl, international gab es heftige Kritik an dem Urnengang. Die USA, die Europäische Union und zahlreiche Länder Lateinamerikas erkennen die Wahl nicht an, weil sie nicht demokratisch und frei sei. (so/afp)

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