Deutsche gegenüber USA bislang „sehr unfair“: Trump droht deutschen Autobauern mit Strafzöllen

Epoch Times16. Januar 2017 Aktualisiert: 16. Januar 2017 9:18
Sollten deutsche Autobauer Autos in die USA verkaufen wollen, die nicht dort gefertigt worden seien, müssten sie "35 Prozent Steuern zahlen", sagte Trump in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung.

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat deutschen Autobauern mit Strafzöllen gedroht, falls sie statt in den USA im benachbarten Mexiko produzieren. Sollten sie Autos in die USA verkaufen wollen, die nicht dort gefertigt worden seien, müssten sie „35 Prozent Steuern zahlen“, sagte Trump in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung. Bislang seien die Deutschen gegenüber den USA „sehr unfair“.

„Ich würde BMW sagen, wenn sie eine Fabrik in Mexiko bauen und Autos in die USA verkaufen wollen ohne eine 35-Prozent-Steuer, dann können sie das vergessen“, sagte Trump auf die Frage nach Plänen des Münchner Autobauers BMW, 2019 eine Fabrik in Mexiko zu eröffnen. „Was ich damit sage, ist, dass sie ihre Fabrik in den USA bauen müssen“, sagte er in dem Interview mit der „Bild“ und der britischen „Times“.

Deutschland sei ein „großes Hersteller-Land“, lobte Trump die deutschen Autobauer. „Wenn man durch die 5th Avenue geht, hat jeder einen Mercedes Benz vor seinem Haus stehen“, sagte der Immobilienmilliardär über seinen New Yorker Wohnort. Tatsache sei jedoch, dass die Deutschen „den USA gegenüber sehr unfair“ seien. „Wie viele Chevrolets sehen Sie in Deutschland? Nicht allzu viele, vielleicht gar keine“.

Trump hatte auch dem japanischen Autobauer Toyota bereits mit Strafzöllen gedroht, sollte der Konzern seine Pläne für den Bau einer neuen Fabrik in Mexiko nicht aufgeben. Die Grundsteinlegung für das Werk hatte im November stattgefunden. Der Autohersteller Ford hat bereits angekündigt, auf eine Milliardeninvestition in Mexiko für den Bau einer Fabrik zu verzichten und stattdessen hunderte neuer Arbeitsplätze in den USA zu schaffen.

Trump, der am Freitag sein Amt als US-Präsident antritt, hatte in seinem Wahlkampf wiederholt massiven Druck auf US-Unternehmen angekündigt, die Arbeitsplätze ins Ausland verlagern. (afp)

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