Die Abschaffung des Bargeldes: „Sie lassen keine gute Krise ungenutzt verstreichen“

Epoch Times19. April 2015 Aktualisiert: 19. April 2015 17:31

"Sie lassen keine gute Krise ungenutzt verstreichen" schreibt der alternative Blog Natural News, nachdem Frankreich angekündigte, Maßnahmen gegen die Bargeldabhebung und Einkäufe über einen gewissen Barbetrag einzuführen. 

Als Grund für die künftigen Einschränkungen im Bargeldverkehr nannte der französische Finanzminister Michel Sapin, den "Kampf gegen den Terror". 

Ab September 2015 ist es den französischen Bürgern nur mehr erlaubt mit Bargeld von bis zu 1000 Euro zu bezahlen. Aktuell liegt die Grenze bei 3000 Euro. Wer Euros in eine andere Währung umtauschen möchte, muss ab 1000 Euro seinen Ausweis vorlegen, aktuell liegt die Grenze bei 8000 Euro, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Weiters heißt es, dass ausländische Besucher dann nur noch Barzahlungen im Wert von 10.000 Euro durchführen können, anstatt wie bisher 15.000 Euro. Auch werden die französischen Behörden von den Banken informiert werden, sollte ein Kunde ab September mehr wie 10.000 Euro monatlich einzahlen. 

Diese einschränkenden Maßnahmen seien im Interesse der Bürger und notwendig um Terroristen zu stoppen und Attentate, wie das auf die Satire-Redaktion Charlie Hedbo im Januar diesen Jahres, zu unterbinden. Die Terroristen seinen nämlich, so der Finanzminister, teilweise mit Bargeld finanziert worden.

Kritiker dieser neuen Vorschriften meinen jedoch, dass dadurch die Anonymität der Bürger zunehmend abgeschafft und ihre Privatsphäre eingeschränkt wird. Außerdem werde es dann für die Behörden einfacher das Kaufverhalten der Bevölkerung zu überwachen.  

Der Blog Gegenfrage zitierte Joseph Salerno, den akademischen Leiter des Mises Institute, der das Vorhaben der Regierung als "Krieg gegen das Bargeld" bezeichnete und dazu auf der Webseite des Institutes schrieb: "Es war nur eine Frage der Zeit, dass die westlichen Regierungen den Krieg gegen den Terror als Vorwand nutzen würden, um die Verwendung von Bargeld und die Privatsphäre drastisch einzuschränken und einen realen Krieg gegen die eigenen Bürger zu beginnen."

Abschaffung vom Bargeld "die einzige Lösung" 

Der Citigroup-Ökonom William Buiter ging noch einen Schritt weiter und meinte, dass man das Bargeld komplett abschaffen müsste, um die Probleme zu lösen die durch die Negativzinsen entstanden sind.  

In einem Interview mit Bloomberg sagte Buiter: "Wenn sich wirtschaftliche Bedingungen verschlechtern, reagieren sie darauf, indem sie die Zinsen senken, um die Wirtschaft anzukurbeln. Aber, wie es in der ganzen Welt in den letzten Jahren geschehen ist, kommt irgendwann ein Punkt, an dem die Zentralbanken nicht weiter machen können – die Zinsen auf Null sind. Geht es weiter nach unten, ist das mit Problemen behaftet, von denen in der Wirtschaft das größte das Bargeld ist." (so)    

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