Die Macht des „Deep State“: Wird Donald Trump ein „Kennedy-Problem“ bekommen?

Von 17. November 2016 Aktualisiert: 19. November 2016 9:56
Wird Donald Trump wirklich etwas ändern können? Der umstrittene Milliardär gewann die US-Wahl mit großen Versprechungen an das Volk und gegen das „Establishment“. Der Schweizer Ökonom Peter König ist skeptisch. In einem Interview mit dem Nachrichtenportal KenFM beleuchtete er den Kreis der Mächtigen, die den US-Präsidenten und Teile des US-Kongresses zu kontrollieren versuchen.

Der designierte US-Präsident Donald Trump wurde in den Medien als der große Verlierer der US-Präsidentschaftswahl gehandelt. Für die Medien stand bereits fest: Hillary Clinton wird neue US-Präsidentin. In den offiziellen Prognosen lag Trump nie vor Clinton, immer dahinter.

Zur großen Überraschung kam es anderes als prophezeit: Der Republikaner Donald Trump, der im Wahlkampf vor allem damit punktete, dass er sich gegen das Establishment positionierte, gewann die Wahl gegen die Demokratin Hillary Clinton haushoch.

Barack Obama eine „Riesenenttäuschung”

Der Schweizer Autor, Ökonom und ehemaliger Weltbankmitarbeiter, Peter König, sprach im Interview mit Ken Jebsen vom Nachrichtenportal KenFM – siehe das Video am Ende des Berichtes. Sie sprachen über die US-Präsidentschaftswahl, Donald Trump und Hillary Clinton, den scheidenden Präsidenten Barack Obama und den sogenannten „Deep-State“. Der „Deep-State“ sei das echte Machtzentrum hinter den Regierungen.

Über Barack Obama sagt der Ökonom Peter König: „Er ist eine Riesenenttäuschung”. 2008 kam Obama ins Amt, sein Slogan damals war „Yes we can”. Es stand dafür, dass die USA die Dinge ändern kann, die unter seinem Vorgänger George W. Bush schief gelaufen sind.

Obama genoss damals bei den Amerikanern eine große Beliebtheit, die sich mit dem Friedensnobelpreis noch steigerte, erklärt er. „Er war die Hoffnung von Millionen Amerikanern“.

„Obama übernahm die Welt mit zwei Kriegen, in denen die Amerikaner involviert waren“, fährt König fort. Gemeint waren die Kriege im Irak und Afghanistan. Heute, nach acht Jahren Obama Regierung, ist die USA in sieben Kriegen involviert.

Zudem wurden unter Obama die größten Waffenexporte durchgeführt, vor allem nach Saudi-Arabien und in die Golfstaaten, so der Schweizer Ökonom.

Der „Deep-State“ zieht die Fäden

Den Grund für das Handeln Obamas und anderer Präsidenten vor ihm sieht der Schweizer Ökonom unter anderem in der Macht des sogenannten „Deep-State“, der hinter den Kulissen die Fäden zieht.

König sagt: „Der ‚Deep-State‘ auch die ‚Illuminaten‘ oder ‚Zionisten‘ genannt“, machen eigentlich die Politik und ziehen die Stränge hinter den Regierungen.

„Normalerweise wählen sie die Präsidenten so, dass sie zwar sehr attraktiv sind, gut reden und die Leute auf ihr Übel ansprechen können, aber dann genau das machen, was eben diese Elite will“, so der Experte weiter.

Mit Obama habe das gut funktioniert, er wechselte seinen Kurs um „180 Grad“.

Das „Wichtigste für die Welt“: Kein Krieg mit China und Russland

Donald Trump hingegen habe die Unterstützung der Zionisten nicht nötig, denn er besitzt selbst sehr viel Geld, so der Ökonom. „Er braucht viel weniger Geld von Außen für seine Kampagnen“. Darüber hinaus habe Donald Trump „Rückgrat“.

Trotzdem sehe man aktuell, dass der designierte US-Präsident einigen Leuten aus dem Establishment wichtige Positionen zuteilen könnte. Newt Gingrich, „ein neoliberaler Zionist“, könnte im Außenministerium eingesetzt werden, so König. Oder Jamie Dimon, der CEO von JP-Morgen, im Schatzamt. Diese Entwicklung findet König „nicht gut“.

Dem Experten zufolge sei das Wichtigste, dass Trump seine Verbindung zu Chinas Staatschef Xi Jinping und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auf positive Weise intensiviert. Trump hat bereits mit beiden Staatsmännern telefoniert.

Donald Trump betonte in seinem Wahlkampf, dass die USA unter seiner Führung ein Partner von Russland und China werden würde – ohne Krieg. Das, so König, „ist das Wichtigste für die Welt”.

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Doch Trump steht einer massiven Kriegsindustrie gegenüber. Deshalb bleibt es abzuwarten, wie sich dieser Kriegsapparat Trumps Plänen gegenüber verhalten wird. Sollte der Milliardär sein Vorhaben dahin gehend verwirklichen können, „bleibe uns zumindest in den nächsten Jahren ein Dritter Weltkrieg erspart“, betont König.

Im Gegensatz dazu glaubt der Ökonom, dass mit Hillary Clinton als Präsidentin der Dritte Weltkrieg unausweichlich gewesen wäre. „Sie wurde von der Waffenindustrie und der Wallstreet finanziert“, so König. Und beide Institutionen hätten ein Interesse daran „Konflikte und Kriege aufrechtzuerhalten“.

90% der Mainstream-Medien von sechs Mediengiganten beherrscht

Über die einseitige Berichterstattung zum US-Wahlkampf sagt Peter König im Interview mit Ken Jebsen, dass die westlichen Mainstream-Medien von sechs großen Mediengiganten kontrolliert würden.

„Das sind alles angelsächsische Zionisten-Organisationen, die alle dasselbe sagen,“ so König. 90 Prozent der Medien würden von diesen Organisationen beherrscht.

Die Mainstream-Medien würden auch mit den Großbanken, der Pharmaindustrie und der Kriegsindustrie zusammenarbeiten. Diese Unternehmen, „wollen keinen US-Präsidenten, der Frieden auf der Welt will“, fährt König fort.

Deswegen stellten die Medien Trump so dar, als ob er ein „Desaster“ für die Welt wäre. Sie hätten versucht, Trump wegen seinen „Kampagnenansprachen und Versprechungen runter zu machen“. Doch Donald Trump „hat die Wahl zum US-Präsidenten gewonnen, weil er die Übel der Menschen angesprochen hat“.

„Populisten“ und „Verschwörungstheoretiker“

In den USA gibt es Statistiken die, statt von offiziell 5 Prozent Arbeitslosen, von 22 – 25 Prozent Arbeitslosen sprechen. Die Politiker würden das den Leuten nicht sagen, aber „die Menschen merken das“, so der Schweizer. Er bezeichnet die aktuelle Lage in den USA als eine „Misere“.

Die sogenannten „Intellektuellen“ könnten sich aber nicht vorstellen, dass Leute wie Donald Trump oder Marine Le Pen beim Volk Einfluss hätten, deshalb würden sie sie als „Populisten“ bezeichnen. Dies, so König, „ist ein degradierender Ausdruck”.

Jeder Politiker, der sich mit den Anliegen der Menschen auf der Straße beschäftigt, werde als „Populist“ bezeichnet.

„Das ist genau so, wie wenn jemand wie ich, der versuche die Wahrheit zu sagen, als ‚Verschwörungstheoretiker‘ bezeichnet wird”, so König. Das seien alles „Propagandaausdrücke“, die von den westlichen Medien erfunden worden seien, um Stimmen, die sich gegen das System richten, abzuschwächen.

„Trump in ähnlicher Lage wie JFK“

Im amerikanischen Staatsapparat gebe es interne Machtkämpfe, glaubt König. Diese zeigten sich auch im Wahlkampf zwischen Trump und Clinton. Die eine „Elitegruppe“ wollte Clinton und Krieg, die andere Trump und Frieden, meint König.

Der Experte vergleicht die derzeitige Lage Trumps mit der von John F. Kennedy in den 1960er Jahren. JFK hatte als US-Präsident geheimen Kontakt zu Russlands Staatschef Nikita Chruschtschow aufgenommen, um den Kalten Krieg abzubauen. „Das wollte die Waffenindustrie aber nicht“, so König. „Kennedy wollte auch die Federal Reserve Bank (FED) – eine Privatbank, die von den Rothschildfamilien dominiert wird – verstaatlichen“.

Das habe der „zionistischen Elite nicht gefallen und deshalb musste er gehen“, sagt der Schweizer Ökonom und fügt hinzu: „Und ich glaube nicht, dass Trump das nicht weiß.“ Auch er hatte sich im Wahlkampf gegen die FED ausgesprochen.

Vielleicht zeige sich Trump genau aus diesem Grund nun „biegsam“ und „gibt sich deshalb mit Leuten aus dem Establishment ab“, meint der Schweizer. „Diese Leute kann man nach ein paar Monaten wieder entlassen und durch andere ersetzen.“

Das wäre laut König ein mögliches Szenario. Es könnte aber auch zu großen Protesten in den USA kommen, weil die Menschen glaubten, Trump hielte seine Versprechen nicht. Auch einen parlamentarischen Putsch hält König für nicht ausgeschlossen. Man dürfe auch nicht vergessen, dass es noch zwei Monate dauern wird, bis Donald Trump als US-Präsident eingesetzt werde, „da kann noch viel geschehen“.

Der Focus berichtete bereits über die Mordaufrufe, die gegen Donald Trump auf Twitter zirkulieren.

„Die Mainstream-Medien werden langsam aber sicher zerfallen“

Auf die Frage, wie sich die Medien in Zukunft Donald Trump gegenüber verhalten würden, meinte Peter König: „Die Medien werden wieder umschwenken“. Irgendjemand werde darauf kommen und sagen: „Ach der Trump ist ja gar nicht so übel. Er hat bereits mit Putin und Xi gesprochen – und ihnen die Leviten gelesen. Aber er wird es schaffen, dass sie sich Amerika zuneigen. Und so wird wahrscheinlich die Drehung kommen“, meint König.

Dabei sei es auch wichtig zu erwähnen, dass der einzig echte Partner für Europa die Russische Föderation sei. „Russland gehört zu Europa und war schon seit Jahrhunderten ein Partner von Westeuropa“, betont König. „Die Zukunft liegt im Osten. In Russland und China“.

Das sehe man bereits am Seidenstraßen-Projekt von Xi Jinping. Dieses habe ein „Riesenpotenzial, ein friedliches Potenzial“, sagt König. Bei diesem Projekt handle es sich um die Entwicklung von vernachlässigten Gebieten: Von „Westchina über Ostrussland und Zentralasien und durch ganz Europa bis Lissabon“.

Abschließend sagte Peter König im Gespräch mit Ken Jebsen: Das Wahlergebnis in den USA zeige auch, dass die Mainstream-Medien den Mainstream nicht mehr erreichen. „Immer mehr Leute greifen zu den Alternativmedien, weil sie den Mainstream-Medien nicht mehr glauben,“ so König und fügt hinzu: „Diese Mainstream-Medien werden langsam aber sicher zerfallen“.

Dieser Artikel stellt den Inhalt des KenFM-Interviews mit Peter König im Sinne der Meinungsvielfalt dar und spiegelt nicht automatisch die Meinung der Redaktion wider.

 

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