„Die S-400-Lieferung ist beschlossene Sache“: Ankara dementiert Lieferungsstopp russischer Raketen

Epoch Times11. Mai 2019 Aktualisiert: 11. Mai 2019 11:39
Die Türkei dementiert den Bericht, wonach Präsident Erdogan im Streit mit den USA um die Lieferung russischer Luftabwehrraketen eingelenkt habe.

Die Türkei hat einem Bericht widersprochen, wonach Präsident Recep Tayyip Erdogan im Streit mit den USA um die Lieferung russischer Luftabwehrraketen eingelenkt habe. „Die S-400-Lieferung ist beschlossene Sache“, erklärte der türkische Präsidentensprecher Fahrettin Altun im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Die „Bild“-Zeitung (Samstagsausgabe) hatte zuvor mit Verweis auf einen hochrangigen Diplomaten in Ankara berichtet, die Türkei verzichte aus Furcht vor weiteren US-Sanktionen auf das Rüstungsgeschäft mit Russland.

Auch aus Moskau kam ein Dementi: Die russische Nachrichtenagentur Interfax zitierte eine ungenannte Quelle aus Militärkreisen, wonach es „keinerlei Veränderungen“ an dem Vertrag gebe. Die Lieferung der S-400-Raketen werde vorbereitet.

Die Pläne der Türkei, das Luftabwehrsystem zu kaufen, sorgen schon länger für Spannungen innerhalb der Nato. Die USA und andere Mitgliedstaaten fürchten, Russland könnte über das S-400-System Informationen zu Nato-Flugzeugen erlangen.

Washington hat aus Protest das gemeinsame F-35-Kampfjet-Programm mit der Türkei auf Eis gelegt und mit weiteren Wirtschaftssanktionen gedroht. Die Türkei hält bisher trotz aller Kritik an dem Rüstungsgeschäft fest. (afp)

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