Nach „Charlie Hebdo“ Anschlag: Attentäter überfallen Tankstelle mit Kalaschnikows

Epoch Times8. Januar 2015 Aktualisiert: 8. Januar 2015 13:56

Die beiden Hauptverdächtigen des Attentats auf die Redaktion der Satirezeitung "Charlie Hebdo" haben, laut der Lokalzeitung "L’Union", eine Tankstelle nordöstlich von Paris überfallen. Es sollen auch Schüsse aus einer Kalaschnikow abgefeuert worden sein.

Die Zeitung berichtet von einem Großaufgebot an Polizisten bei der Tankstelle in Höhe des Ortes Vauciennes. Die Kouachi-Brüder sind auf der Flucht. Neben etlichen Einsatzfahrzeugen wird nun auch ein Helikopter eingesetzt.  

Terror-Attentat in Paris: Was ist bekannt, was nicht

Nach dem Terroranschlag auf die französische Satirezeitschrift hat die Polizei zwei Hauptverdächtige im Visier.

Was ist bekannt?

– Bei dem Anschlag wurden zwölf Menschen getötet. Elf weitere Opfer wurden verletzt, vier davon schweben in Lebensgefahr.

– Die Polizei sucht die Brüder Said (34) und Chérif K. (32). Beide Franzosen sind polizeibekannt. Vor allem der jüngere Bruder war mehrfach als Islamist aktiv und wurde deswegen 2008 bereits verurteilt.

– Ein dritter Tatverdächtiger hat sich der Polizei gestellt. Der 18 Jahre alte Schwager hat ein Alibi und wurde wieder auf freien Fuß gesetzt. 

– Die Täter riefen „Allah ist groß“ und islamistische Parolen wie „Wir haben den Propheten gerächt“.

– Die Angreifer entkamen in einem Kleinwagen, der sichergestellt wurde.

– Im Auto sollen Ausweispapiere gefunden worden sein.

– Mehrere Menschen wurden noch am Mittwochabend festgenommen.

– Die französische Regierung hat die Sicherheitsstufe zur Abwehr von Terroranschlägen auf das höchste Niveau gehoben. Damit werden zum Beispiel an vielen öffentlichen Einrichtungen die Eingänge kontrolliert.

– Heute ist nationaler Trauertag in Frankreich.

Was ist nicht bekannt?

– Bisher gibt es keine Informationen, ob die schwer bewaffneten Täter auf eigene Faust gehandelt haben.

– Die Identität aller Opfer ist noch nicht bestätigt. Mindestens vier Redaktionsmitglieder von „Charlie Hebdo“ sind unter den Toten. (so/dpa)

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