Frau eines IS-Kämpfers: „IS ist Staat der Tyrannei und des Satanismus“

Epoch Times17. Juli 2017 Aktualisiert: 17. Juli 2017 21:36
Im IS herrschten Tyrannei, Satanismus und Sklavenhandel – so die Bilanz zweier Frauen, die mit IS-Kämpfern verheiratet waren. In einem Video von "Russia Today" erzählen sie von den Grausamkeiten, die in dem sogenannten "Gottesstaat" an der Tagesordnung sind.

Das Leben unter dem IS in Rakka war kein Leben, erzählt die Ehefrau eines IS-Kämpfers. Es war ungerecht, grausam und voller Tyrannei, meint Khadija, die mit ihrem Mann unter Herrschaft der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) lebte.

In einem Video von „Russia Today“ (RT) spricht sie darüber, wie grausam die Sitten in dem selbsternannten Islamischen Staat waren. Schwangere Frauen mussten ihre Kinder unter schlimmsten Bedingungen auf der Toilette oder sonst wo gebären – keiner hätten ihnen geholfen oder sie ins Krankenhaus gebracht.

„Eine Frau hatte ein Baby, niemand brachte sie ins Krankenhaus. Eine andere hat ihr Baby auf der Toilette geboren. Das Kind rutschte hinein und starb“ erzählt Khadija.

Eine andere Frau habe Geburtskomplikationen gehabt und sei auf offener Straße gestorben. Als ihr Mann sie schließlich fand, habe er die Tote „wie einen Hund liegen“ lassen, berichtet die Frau.

Der IS sei nicht „auf dem Pfad der Gerechten, das ist der Staat der Tyrannei und des Satanismus“, erklärt Khadija.

IS-Kämpfer zu Ehefrau: „Glaub nicht alles, was im Fernsehen gesagt wird“

Die 20-jährige Nur Al-Huda aus dem Libanon erzählt, wie sie beim IS landete. Sie sei ihrem Mann hinterhergezogen, der noch im Libanon einer Gruppe Salafisten beitrat und die „Ideen des Dschihad“ kennenlernte. Schließlich habe er Al-Huda überzeugen können, mit ihm zum IS zu gehen.

„Er überredete mich und erklärte, dass beim IS alles gut sei und dass es ein islamischer Staat sei und dass ich nicht alles glauben sollte, was im Fernsehen gesagt wird“, so Al-Huda.

Sklavenmarkt auf Telegramm: Jungfrau kostet 30.000 Dollar

Auch erzählt sie davon, wie die IS-Kämpfer mit Sexsklavinnen handeln. Sie würden die Frauen mit dem besten Make-up hübsch machen und in schöne Kleider stecken, um sie teuer auf dem Sklavenmarkt zu verkaufen.

Ihr Ex-Mann sei in einer Gruppe auf Telegramm gewesen, die „Konkubinenmarkt“ hieß. Dort hätten die IS-Kämpfer Bilder von Sexsklavinnen gepostet, so Al-Huda.

„Eine von ihnen kostete 15.000 Dollar, der Preis einer Jungfrau erreichte 30.000 Dollar“, erzählt die 20-Jährige.

Das RT-Video mit den Interviews der Frauen (Für deutsche Untertitel bitte Untertitelfunktion aktivieren):

(as)

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