Ehemalige Tagesschau-Sprecherin Eva Herman schockiert über Organraub in China

Von 26. März 2018 Aktualisiert: 28. März 2018 13:21
Eva Herman, die fast 20 Jahre für die ARD als Tagesschausprecherin gearbeitet hat, sah täglich auf ihrem Weg zur Arbeit eine stille Mahnwache der Falun Gong-Praktizierenden vor der chinesischen Botschaft in Hamburg. Erst jetzt erfuhr sie, wie groß und schrecklich das Ausmaß der Verfolgung in China tatsächlich ist.

Eva Herman, die fast 20 Jahre für die ARD als Tagesschausprecherin gearbeitet hat, sah täglich auf ihrem Weg zur Arbeit eine stille Mahnwache der Falun Gong-Praktizierenden vor der chinesischen Botschaft in Hamburg. Erst heute ist sie sich darüber bewusst geworden, welches grausame Verbrechen gegen die Falun Gong-Praktizierenden unter Ausschluss der Öffentlichkeit in China tagtäglich geschieht.

Keine „politisch Korrekte“

Eva Herman war einst eine der beliebtesten Fernseh-Moderatorinnen Deutschlands. Neben ihrer Tätigkeit bei der ARD veröffentlichte sie Bücher zum Selbstverständnis von Frauen, über Geschlechterrollen und Familienpolitik. Doch die Ansichten, die sie zum Teil darin vertrat, kollidierten mit der in Deutschland vorherrschenden „political correctness“, was ab 2006 zu öffentlichen Kontroversen und 2007 zur Beendigung der Zusammenarbeit durch die ARD-Anstalt NDR führte.

Am 6. September 2007 stellte Herman vor etwa 30 Journalisten ihr damals neues Buch Das Prinzip Arche Noah vor und sagte dabei:

„Wir müssen den Familien Entlastung und nicht Belastung zumuten und müssen auch ’ne Gerechtigkeit schaffen zwischen kinderlosen und kinderreichen Familien. Und wir müssen vor allem das Bild der Mutter in Deutschland auch wieder wertschätzen lernen, das leider ja mit dem Nationalsozialismus und der darauf folgenden 68er-Bewegung abgeschafft wurde.“

Mit den 68ern wurde damals praktisch alles das – alles, was wir an Werten hatten – …; es war ’ne grausame Zeit, das war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat, das wissen wir alle.

„Aber es ist damals eben auch das, was gut war, und das sind Werte, das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das ist Zusammenhalt – das wurde abgeschafft. Es durfte nichts mehr stehen bleiben…

Daraufhin warf man Herman in den Medien vor, sie habe die NS-Familienpolitik positiv bewertet. Es folgte eine bis dahin beispiellose mediale Hetzjagd gegen sie und ihre Äußerung. Am 28. September 2007 erklärte Herman, sie sei lebenslang Nazigegnerin gewesen, und bezeichnete Medienberichte über ihre Aussagen als „Rufmordkampagne“ und als „vorsätzliches Liquidieren durch eine zum Teil gleichgeschaltete Presse.“

Diese Wortwahl kritisierte die Zeitschrift Der Spiegel als Rückgriff auf NS-Vokabular. (Wikipedia) Alle Versuche ihrerseits, die Vorwürfe gegen sie richtig zu stellen, blieben erfolglos.

Gefährlich für die Herrschenden?

Eva Herman weiß also wovon sie spricht, wenn eine Person oder eine Gruppe verleumdet, zu unrecht verfolgt und einer Rufmordkampagne ausgesetzt wird, um für das politische Establishment unliebsame Ansichten und Überzeugungen zu unterdrücken.

Ähnlich wie ihr ergeht es den Praktizierenden der verfolgten Qigong-Praktik Falun Gong (auch Falun Dafa genannt) bereits seit 1999 in China. Bekannt durch seine traditionellen Werte, welche die Praktik vertritt – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – hatte Falun Gong in den Neunziger Jahren rund 100 Millionen Anhänger in China. Der Kommunistischen Partei war dies allerdings ein Dorn im Auge. Die Prinzipien gingen nicht einher mit der kommunistischen Ideologie und die Masse der Praktizierenden erschien als eine Gefahr für das vorherrschende System.

Die gnadenlose und flächendeckende Verfolgung der Gruppe, mit welcher der damalige KP-Chef Jiang Zemin 1999 begann, hält bis heute an. Ein Untersuchungsbericht von 2006 enthält zudem Vorwürfe, dass die Praktizierenden unfreiwilligen staatlich organisierten Organentnahmen zum Opfer fallen.

Nachdem Eva Herman den 3-SAT-Bericht „Ausgeschlachtet-Organe auf Bestellung“ entdeckte, schrieb Sie am Sonntag dazu auf ihrer Webseite:

Wenn man auf der noblen Elbchaussee in Hamburg in Richtung Blankenese fährt, liegt rechter Hand, irgendwo auf der Mitte, die Chinesische Botschaft. Häufig sieht man Demonstranten der buddhistischen Religionsgemeinschaft Falun Gong dort stehen. Nicht selten rühren sie sich stundenlang nicht vom Fleck.

Öfter schon hatte ich mich gefragt, wofür sie sich eigentlich einsetzen. Bis ich jetzt auf dieses 3-SAT-Video stieß. Die Wahrheit ist grausam. Im Text zum Video heißt es: Als 2006 die ersten Informationen aus China drangen, dass staatliche Krankenhäuser politische Gefangene gezielt und zeitnah töteten, um deren Organe zu verkaufen, schien dies zu unmenschlich, um wahr zu sein.

Insbesondere Mitglieder der buddhistischen Religionsgemeinschaft Falun Gong sollen zu Tausenden unter zweifelhaften Vorwänden in Lagern gefangen gehalten, typisiert und regelmäßig medizinisch untersucht werden, um dann, wenn sie als Spender geeignet sind, auf Bedarf ermordet zu werden.

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