„Ein Verbündeter des Daesh“: Tschechien warnt vor EU-Beitritt der Türkei

Epoch Times10. Dezember 2015 Aktualisiert: 10. Dezember 2015 16:56
Der tschechische Präsident will keine Aufnahme der Türkei in die EU. Die türkische Regierung verhalte sich wie ein Komplize der Terrormiliz "Islamischer Staat", meint Milos Zeman. Auch die EU-Milliardenhilfen an die Türkei kritisierte er scharf.

"Die Türkei darf kein Teil der Europäischen Union werden", warnt der tschechische Präsident Milos Zeman nach seinem dreitägigen Besuch in Nordböhmen. Obwohl die Türkei ein Mitglied der Nato ist, würde sich die türkische Regierung, laut Zeman, dennoch wie ein Verbündeter des "Islamischen Staates", oder Daesh, verhalten, berichtet "Sputniknews" unter Berufung auf die Nachrichtenstation "Radio Praha". 

Demnach kritisierte Tschechiens Präsident die Europäischen Union auch für ihre Milliarden Euro Hilfen an die Türkei. Die Türken verlangten das Geld für die "Flüchtlingsversorgung" im Land. Die Türkei würde nur dann für einen Stopp der Flüchtlingsströme in Richtung Europa sorgen, wenn die EU das Land mit drei Milliarden Euro unterstütze. Zudem forderte die türkische Regierung Neuverhandlungen eines EU-Beitritts. Brüssel willigte ein. 

Die Türkei und der Daesh 

Bei einer Pressekonferenz Anfang Dezember im russischen Verteidigungsamt hatte der Sprecher des russischen Generalstabs, General Sergej Rudskoj, mitgeteilt, dass das gestohlene syrische Erdöl nach dem Passieren der syrisch-türkischen Grenze  in türkische Häfen und von dort aus mit Tankschiffen zur Verarbeitung in weitere Staaten gebracht werde. Als Beweis hatte der Generalstab Satellitenbilder bereitgestellt, die Ölkonvois im türkisch-syrischen Grenzgebiet zeigen, schreibt "Sputniknews".

Der russische Präsident Wladimir Putin und auch der russische Vize-Verteidigungsminister Anatoli Antonow sagten, dass die Familie des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in den Ölhandel mit dem "Islamischen Staat" verwickelt ist. 

Es gebe ein System illegaler Lieferungen von Rohöl, von syrischen Ölfeldern in die Türkei. Diese Ölfelder stehen nach Aussagen Antonows unter Kontrolle des Daesh.

"Seit langem haben wir schon die Tatsache konstatiert, dass große Mengen von Erdöl und Erdölprodukten in die Türkei aus den von ISIS eroberten Territorien transportiert werden," sagte der russische Präsident im November. Und daraus leite sich "die große Finanzquelle für die Terrorbanden ab". Putin bezifferte die Größenordnung der Einnahmen des Daesh auf Hunderte, vielleicht sogar Milliarden von Dollar. (so) 

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