Eine sensationelle Flut-Simulation auf einem US-Wettervideo geht viral + Video

Epoch Times15. September 2018 Aktualisiert: 24. August 2020 23:52
Als deutliche Warnung an die Bewohner gefährdeter Gebiete sendete der Weather Channel schon am 12. September simulierte Bilder der zu erwartenden Flutwellen vom Wirbelsturm "Florence" aus. Der Gouverneur von North Carolina, Roy Cooper, bezeichnete das Unwetter als "Jahrtausend-Ereignis".

Das muss man sich zweimal ansehen, um die Dramatik der zu erwartenden Flutwellen in manchen Gegenden von North Carolina und South Carolina an der Südostküste der USA  zu begreifen. Die Zugriffszahlen übersteigen schon  1,5 Millionen.

Der Wirbelsturm „Florence“ hat große Gebiete an der Südostküste der USA unter Wasser gesetzt. Weite Landstriche der Bundesstaaten North Carolina und South Carolina waren heute überschwemmt. Nach Angaben von US-Medien waren fast eine Million Menschen in den beiden Staaten ohne Strom.

Mindestens fünf Menschen kamen im Sturm und an seinen Folgen ums Leben. Der heftige Regen kann nach Angaben des Nationalen Hurrikan-Zentrums noch Tage andauern – und damit die Überschwemmungen weiter verschlimmern.

Zwar büßte der Sturm am Samstag über den Bundesstaaten North und South Carolina an Kraft ein, nicht aber an Gefährlichkeit: Er sorgte für verheerende Überschwemmungen und Sturmfluten, die Behörden warnten vor „gigantischen Regenfällen“ noch bis Montag. Mindestens fünf Menschen starben.

Der Gouverneur von North Carolina, Roy Cooper, bezeichnete das Unwetter als „Jahrtausend-Ereignis“.

„Florence“ schwächte sich am Samstag landeinwärts ab und erreichte noch rund 75 Stundenkilometer. Die US-Wetterbehörde NOAA sah die größte Gefahr nun in den Regenfällen: In einigen Gegenden seien bereits rund 70 Zentimeter Regen gefallen, dazu sei noch mit weiteren Regengüssen von bis zu einem Meter Niederschlagshöhe zu rechnen. Auch Tornados und Erdrutsche seien zu befürchten.

Gouverneur Cooper sprach am Samstag von fünf bestätigten Todesfällen; weitere Fälle würden noch untersucht. Er warnte die Bürger eindringlich davor, in die Überschwemmungsgebiete zurückzukehren. „Das Wasser steigt überall stark an – auch dort, wo es normalerweise keine Überschwemmungen gibt.“

Es gab schon Tote

Unter den behördlich bestätigten Toten waren eine Mutter und ihr Baby, die in North Carolina getötet wurden, als ein Baum auf ihr Haus stürzte. Im Bezirk Pender versperrten umgestürzte Bäume Rettungskräften den Weg zu einer Frau, die einen Notruf abgesetzt hatte. Die Frau hatte Medienberichten zufolge eine Herzattacke erlitten und verstarb an den Folgen.

Im Bezirk Lenoir wurde ein Mensch bei dem Versuch getötet, einen Generator anzuschließen. Ein Mann wurde laut Medien von dem Sturm zu Boden geworfen und starb.

In Teilen North Carolinas brach die Stromversorgung zusammen. Mehr als 760.000 Menschen waren von dem Ausfall betroffen.

In der Küstenstadt New Bern in North Carolina traten gleich zwei Flüsse über die Ufer und überschwemmten Teile der Stadt.

„Wir kommen Sie holen. Sie müssen vielleicht in den zweiten Stock oder auf den Dachboden steigen, aber wir kommen Sie holen“, wandte sich die Stadtverwaltung im Kurzbotschaftendienst Twitter an die Bewohner.

Allein in New Bern seien 4200 Häuser beschädigt worden, sagte Bügermeister Dana Outlaw dem Sender CNN. Mehr als 400 Menschen seien aus überfluteten Häusern gerettet worden, etwa hundert harrten am Samstag noch in ihren Häusern aus und sollten bald in Sicherheit gebracht werden.

Trump kommt, wenn sein Besuch nicht mehr stört

US-Präsident Donald Trump will sich in der kommenden Woche persönlich ein Bild von der Lage machen. Er werde „Mitte kommender Woche“ in die betroffene Region reisen, sobald feststehe, dass sein Besuch kein Hindernis für Rettungs- und Hilfsmaßnahmen darstelle, sagte seine Sprecherin Sarah Sanders.

Trump lobte via Twitter den Einsatz der Rettungskräfte. „Nicht einfach, sehr gefährlich, unglaubliches Talent. Amerika ist stolz auf euch“, schrieb er.

Tausende Menschen waren in den vergangenen Tagen vor dem anrückenden Sturm von der Küste geflüchtet. In North und South Carolina, Georgia, Maryland und Virginia sowie der Hauptstadt Washington hatten die Behörden den Notstand ausgerufen. Insgesamt 1,7 Millionen Menschen wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.

(dpa/afp)



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